Mit einem neuen Investitionsschutzgesetz will Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) die Voraussetzungen für Vergesellschaftungen genau regeln und damit erschweren. Mit dem Gesetz werde die Bundesregierung deutlich machen, „dass willkürlicher linker Vergesellschaftungs-Fetisch mit dem Grundgesetz nicht vereinbar ist“, sagte Dobrindt der „Bild"-Zeitung laut Mitteilung vom Sonntag.

  • gusgalarnyk@lemmy.world
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    15 hours ago

    Can you imagine voting to improve your community and then the federal government tells you you can’t!? That’s insane. That’s how you radicalize people.

    “Protecting investments” should read clearly as taking money from working Germans to give to “Investors”. The CDU has always wanted to make our lives worse but this shows they also want to make sure we can’t make our lives better. This is who conservatives are everywhere. They’re not pro-business, as if they are financially more savvy. They’re pro-exploitation, they want the broken systems to keep functioning because they’re paid far more money keeping them broken than they personally would be to fix them.

    Don’t vote corrupt politicians into office, especially ones explicitly telling you they want to stop your life from getting better. But I guess that wouldn’t help Berlin here because they didn’t vote for these fuckers. This is has radicalization begins.

  • Señor Mono@feddit.org
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    1 day ago

    Mit einem neuen Investitionsschutzgesetz will Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) die Voraussetzungen für Vergesellschaftungen genau regeln und damit erschweren. Mit dem Gesetz werde die Bundesregierung deutlich machen, „dass willkürlicher linker Vergesellschaftungs-Fetisch mit dem Grundgesetz nicht vereinbar ist“, sagte Dobrindt der „Bild"-Zeitung laut Mitteilung vom Sonntag

    Ähmm… wenn es mit dem GG nicht vereinbar ist, dann braucht es ja kein weiteres Gesetz, oder?

      • Señor Mono@feddit.org
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        18 hours ago

        Da sämtliche vergangenen mit dem GG vereinbare Vergesellschaftung und Enteignung (Kohleabbau, Autobahnen, …) per Definition willkürlich waren: 🤷‍♂️

        Hier noch schnell die Wortdefinition per Oxford Languages

        • so, dass nur eigene Interessen und keinerlei allgemein gültige Regeln gelten: „völlig willkürlich entscheiden“
        • zufällig: „ein Beispiel willkürlich herausgreifen“
        • bewusst; vom Willen gesteuert: „eine willkürliche Reaktion“

        Edit: es wurde noch nie Vergesellschaftet. Das ist rechtliches Neuland. Die Tagesschau schreibt dazu:

        Enteignung oder Vergesellschaftung? In der Debatte über Vergesellschaftung von Wohnraum in Berlin werden die Begriffe Enteignung und Vergesellschaftung oft synonym verwendet - zum Teil auch von den Befürwortern der Initiative “Deutsche Wohnen & Co enteignen”. Doch im Grundgesetz beziehen sich die zwei Fälle auf unterschiedliche Artikel.
        Bei einer Enteignung nach Artikel 14 des Grundgesetzes (GG) werden konkrete Eigentumsrechte für bestimmte Vorhaben, die dem “Wohle der Allgemeinheit” dienen, entzogen - etwa Grundstücke für eine Autobahn oder einen Deich. Wollen die Grundstückseigentümer nicht verkaufen, können sie in bestimmten Fällen enteignet werden. Dafür gibt es eingespielte rechtliche Verfahren mit Entschädigungszahlungen für die enteigneten Besitzer. Allein im Straßenbau gibt es jedes Jahr eine dreistellige Zahl an Enteignungsverfahren.
        Bei einer Vergesellschaftung nach Artikel 15 GG geht es hingegen darum, “Grund und Boden, Naturschätze und Produktionsmittel” in Gemeineigentum zu überführen. Allerdings kam Artikel 15 noch nie zur Anwendung. Es geht damit um absolutes rechtliches Neuland. Auch hier müssten Art und Ausmaß der Entschädigung gesetzlich geregelt werden. Die Bezeichnung Enteignung ist in der politischen Debatte verständlich, juristisch aber unpräzise.
        Mit Material der Nachrichtenagentur dpa und Informationen der ARD-Rechtsredaktion in Karlsruhe

        https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/dobrindt-vergesellschaftung-100.html

        • LewdLemon@sh.itjust.works
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          20 hours ago

          Die können mir gar nix! Ich war im Bootcamp der Jungen Union und bin mehrfacher olympischer Gold-Medaillist im Wegducken!

        • einkorn@feddit.org
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          1 day ago

          Nichts würde der AFD schneller das Wasser abgraben, als wenn die restliche Politik das umsetzen würde, was die Menschen wirklich wollen. Grob gesagt bedeutet das “lediglich” die Lebenshaltungskosten zu senken:

          • Preise auf Waren des täglichen Gebrauchs senken.
          • Wohnkosten senken.
          • Energiekosten senken.
          • Mehr Geld an Gemeinden und Kommunen für lokale Maßnahmen

          Alles mit dem entsprechenden politischen Willen und auch völlig verfassungskonform machbar. Wenn allerdings der Neo-Liberalismus zur Staatreligion erhoben wird gibt es natürlich selbst auferlegte Zwänge.

          • brainwashed@feddit.org
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            23 hours ago

            Deswegen wäre ich strikt gegen Volksentscheide die nur irgendeinen positiven Effekt ohne den zwangsläufigen Tradeoff beschreiben. Das kommt “mehr gut, weniger schlecht” gleich. All diese Dinge kann man gut oder schlecht umsetzen. Oft genug wir die beworbene Wirkung aber völlig verfehlt.

        • LewdLemon@sh.itjust.works
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          24 hours ago

          Kirche -> Dorf, bitte.

          Die Blaufaschisten stehen derzeit in Umfragen bei 28%. Heißt: Die Mehrheit des Volkes will mit denen nix zu tun haben.

          Und dann sitzt du noch dem Trugschluss auf zu glauben, dass das, was AfD-Wähler wollen, und das, was die AfD will, dasselbe ist. Dem ist aber nicht so. Wenn man mal mit den Leuten spricht, dann wollen die vor allem: Ein bezahlbares Leben und Wohnen, ihren Lebensstandard halten können, eine vernünftige Arbeit und Versorgung. Die AfD hingegen fährt ein kern-neoliberales Programm, unter dem viele ihrer Wähler tatsächlich massiv leiden würden.

          • brainwashed@feddit.org
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            23 hours ago

            Ein bezahlbares Leben und Wohnen, ihren Lebensstandard halten können, eine vernünftige Arbeit und Versorgung.

            Ja, und ein beliebig aufgepeitschtes Volk glaubt dann fix mal, dass dann über rigorose Abschiebungen zu erreichen wäre. Das ist doch 1:1 die Argumentation. Dass die nicht trägt, der versprochene Effekt ausbleibt, ist völlig zweitrangig.

            • LewdLemon@sh.itjust.works
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              21 hours ago

              In der Analyse sind wir uns, glaube ich, gar nicht so uneins: Die Leute spüren, dass es nicht gerecht zugeht im Land, dass ihre Spielräume immer weiter eingeengt werden. Ihr (berechtigter!) Zorn wird aber von Rechtspopulisten, rechtsgerichteten Medien und sicher auch ausländischen Desinformationskampagnen gleich einem Blitzableiter auf Minderheiten abgelenkt: die_Arbeitslosen, die_Flüchtlinge, die_Ausländer.

              Ich bin offen für deine Lösungsangebote. Meines ist: Verweise die Leute auf die Profiteure der Austeritätspolitik, die sich über die letzten Jahrzehnte fein aus der sozialen Verantwortung genommen haben und jetzt eben diese Hetzkampagnen und -parteien mitfinanzieren, damit nicht sie im Fadenkreuz des öffentlichen Zornes stehen.

              • brainwashed@feddit.org
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                19 hours ago

                Ich bin offen für deine Lösungsangebote. Meines ist: Verweise die Leute auf die Profiteure der Austeritätspolitik, die sich über die letzten Jahrzehnte fein aus der sozialen Verantwortung genommen haben und jetzt eben diese Hetzkampagnen und -parteien mitfinanzieren, damit nicht sie im Fadenkreuz des öffentlichen Zornes stehen.

                Lass mich raten, bei dir dann die_Reichen. Dass Vonovia irgendwelchen Pensionsfonds und nicht Elon gehört, Vonovia und besagte Fonds keine Rechtspopulisten finanzieren und mutmaßlich auch wie jedes normale Unternehmen steuern zahlt, ist dem Volkszorn dann egal. Irgendwas ist ungerecht, da kann das nur gerecht sein.

                • LewdLemon@sh.itjust.works
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                  14 hours ago

                  Oh, ich übersah, hinter der Vonovia stehen ja nur Pensionsfonds, die die Rente von Oma Erna verwalten, also ist das fast schon eine gemeinnützige, geradezu caritative Einrichtung! Rührt sie nicht an, stellt sie unter Artenschutz! Konzentriert noch mehr Wohnraum in ihren Händen, auf dass die (übrigens zu knapp 90% ausländischen) Investoren uns nicht böse werden!

            • marv99@feddit.org
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              23 hours ago

              Ja. Genau deswegen soll man die oben genannten Punkte ja auch einfach mal vernünftig angehen und umsetzen, damit genau so ein Quatsch nicht mehr als “Endlösung” verkauft werden kann.

              • brainwashed@feddit.org
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                22 hours ago

                Die Punkte die du nennst sind allesamt unstrittig wünschenswert. Darüber Abzustimmen ist nichts wert. Die Frage ist, wie die Sachen finanziert werden. Wenn du fragt “möchtest du Schokoladeneis?” sagen alle ja. Wenn du fragst “möchtest du Schokoladeneis und fortan 0,5% höhere Krankenversicherungsbeiträge?” eher nicht.

                • LewdLemon@sh.itjust.works
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                  20 hours ago

                  Ja, puh, also, hmmm, wie ließe sich das finanzieren?

                  Denkanstoß: Vielleicht könnten wir ja mal anfangen, nicht nur einseitig Schokoladeneis-Kürzungen und höhere KV-Beiträge zu verordnen und das Ganze als “rEfOrM” zu verkaufen, während Vermögenssteuer und Erbschaftssteuerreform als dicke, weiße Elefanten im Raum sitzen und eimerweise Dom Perignon rüsseln, bis der Tierpfleger auf Mindestlohn vorbeikommt und Kotze aufwischt.

    • smub@feddit.org
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      24 hours ago

      Naja erst nachdem sich eine sehr wahrscheinliche Landesregierung auch wirklich dazu bekannt hat das zu machen. Davor wurden Berliner*innen ja jahrelang hingehalten mit Kommission, angeblichen Vergesellschaftungsrahmengeset usw.

      Macht es nicht besser aber zeigt das die Verhinderungsmaßnahmen auf Landesebene jetzt aufgebraucht sind.

  • SapphireSphinx@feddit.orgOP
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    1 day ago

    dass willkürlicher linker Vergesellschaftungs-Fetisch mit dem Grundgesetz nicht vereinbar ist“

    Pro-Tipp an die Sondierer in Berlin: Einfach ein wenig Braunkohle unter so einer Vonovia-Baracke verstecken und schon ist auch die CxU dafür.

    Der BUND ist seit Ende der 1990er Jahre Eigentümer des Grundstücks mit einer Fläche von 500 Quadratmetern. 2018 enteignet das Land NRW die Organisation und überträgt das Grundstück an den Energiekonzern RWE. Damaliger Zweck: Gewinnung von Braunkohle.

    https://www1.wdr.de/nrw/aachen-eifel/bund-rwe-hambach-kohle-100.html

    Edit:

    Zum Thema Enteignungen hat auch die bayerische CSU-Landesregierung selbst etwas zu sagen:

    Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Toni Schuberl BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vom 14.06.2026, Enteignungen durch den Freistaat Bayern …

    https://www.bayern.landtag.de/www/ElanTextAblage_WP19/Drucksachen/Schriftliche Anfragen/19_0013169.pdf

    • copacetic@discuss.tchncs.de
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      24 hours ago

      Enteignung und Vergesellschaftung sind zwei verschiedene Maßnahmen. Ähnlicher Effekt natürlich, aber unterschiedliche Anforderungen und Bedingungen.

      • kossa@feddit.org
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        3 hours ago

        Was sind denn die Unterschiede? Ich verstehe es nämlich nicht. Wenn ich mir die GG Artikel so durchlese, dann verweist die Vergesellschaftung ja bzgl. der Abwicklung auf die Enteignung.

        Meine Laieninterpretation ist, dass es bei der Enteignung darum geht, dass das enteignete Eigentum anders genutzt wird, also, Haus kommt weg, Autobahn kommt hin. Bei der Vergesellschaftung bleibt das Haus ein Haus, wird aber eben nun staatlich statt privat bewirtschaftet.

        Aber inwiefern macht das im Prozess der “Wegnahme” einen Unterschied?

        • copacetic@discuss.tchncs.de
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          16 minutes ago

          Aus Artikel 14 und 15 des Grundgesetzes:

          (3) Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt. Die Entschädigung ist unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen. Wegen der Höhe der Entschädigung steht im Streitfalle der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten offen.

          Grund und Boden, Naturschätze und Produktionsmittel können zum Zwecke der Vergesellschaftung durch ein Gesetz, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt, in Gemeineigentum oder in andere Formen der Gemeinwirtschaft überführt werden. Für die Entschädigung gilt Artikel 14 Abs. 3 Satz 3 und 4 entsprechend.

          Schon die Tatsache, dass es zwei unterschiedliche Artikel im Grundgesetz sind, deutet darauf hin, dass es einen Unterschied gibt. Enteignung zielt immer auf konkrete Dinge (bspw Grundstücke X, Y, und Z), während es bei Vergesellschaftung um Kategorien geht (bspw Immobilienbesitzer mit 1000+ Wohnungen). Damit wirkt ein Vergesellschaftungsgesetz dauerhaft.

          Enteignung passiert dauernd. Gerade im Baubereich wird dauernd enteignet, so dass man nicht immer ein neues Gesetz dafür erlassen will. Deswegen gibt es § 87 BauGB, so dass Behörden das auch alleine (ohne Parlament) durchführen können. Eine Vergesellschaftung gab bisher noch nie in der BRD.

          Natürlich ist der “Prozess der Wegnahme” letztendlich gleich: Eine Behörde kommt und sagt “gehört dir jetzt nicht mehr”.

  • haaredran@feddit.org
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    1 day ago

    Bitte lasst mich einfach aufwachen, am besten wenn die CxU verschwunden ist und die AfD ebenfalls. Ich kann das alles nicht mehr.

      • haaredran@feddit.org
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        22 hours ago

        Ich gebe nicht auf, rede mir den Mund in meiner Bubble fusselig und werde mittlerweile auch von machen Leuten angefeindet, wenn ich mich offen gegen die AFD positioniere. Ach ja, und wenn man wie ich schwul ist, dann kriegt man mittlerweile Angst.

        Es fühlt sich mittlerweile alles so überwältigend an, wie es von allen Seiten nur gegen Links geht. Machen wir uns nichts vor, die linken Parteien (ich zähle da noch die Grünen dazu von den Major Parteien) sind eigentlich die einzigen Parteien in der Politik, bei der man wenigstens im Ansatz das Gefühl hat, dass sie Politik machen, damit es den Menschen besser geht. Und ich verstehe einfach nicht, warum die Bürger das nicht erkennen.

        • LewdLemon@sh.itjust.works
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          20 hours ago

          Ich gebe nicht auf, rede mir den Mund in meiner Bubble fusselig

          …und damit tust du recht! Denn gerade weil da draußen gerade gefühlt vieles nach rechts kippt, darf die Mitte und die Linke eben nicht schweigen. Denn dann ist garantiert, dass “die Bürger das nicht erkennen”, wie du sagst. Dann bleiben nur noch die Stimmen der Rechtspopulisten, ihrer Propagandasprachrohre und ihrer Stiefellecker übrig (hallo, Julian, du bist gemeint!).

          Ich will aber nicht nur deine Angst bestätigen (die ich übrigens teile), sondern dir auch ein wenig Mut dalassen. Keinen naiven “wird-schon-wieder”-Mut, sondern echten, greifbaren. Und ich schöpfe ihn just aus den jüngst intensivierten Hetzkampagnen, just aus dem hyperventilierenden Söder-Auftritt vom Parteitag und just aus dem Hals-über-Kopf gestarteten Dobrindt-Vorstoß. Denn das alles zeigt: Sie haben die Hosen gestrichen voll. Wenn die Vergesellschaftung in Berlin stattfindet und auch noch erfolgreich ist, dann sendet das ein Signal ins ganze Land. Denn dann ist allen klar, dass

          • man “Alternativen” zum neoliberalen Immer-weiter-so der Konservativen eben nicht nur rechts, sondern auch links der Mitte suchen kann.
          • die himmelschreienden Vermögensungleichgewichte in diesem Land nicht länger unantastbar sind.
          • der Rechtspopulismus nicht dadurch besiegt werden kann, dass man ihn kopiert, wie unser Fritz es erfolglos versucht, sondern, indem man seine wirtschaftlichen Ursachen beseitigt.

          Gleichzeitig läuft die CDU durch ihre Verteidigung von Großkonzerninteressen argumentativ ins offene Messer. Denn: In der Bevölkerung gibt es keinen Rückhalt für Wohnungsbaukonzerne, die jahrzehntelang von künstlicher Knappheit und den daraus resultierenden steigenden Mieten profitiert haben. Wenn sich die CDU nun so massiv gegen einen Volksentscheid stellt, hohe Mieten rechtfertigt und offen für die Profitinteressen einiger weniger eintritt, da braucht es keine große rhetorische Finesse, um sie politisch sturmreif zu schießen. Das Framing, “die vertreten sicher vieles, aber nicht die Interessen der Normalbevölkerung”, schreibt sich quasi von selbst. Das Vorhaben hat daher in meinen Augen großes Potenzial, menschenzugewandte, linke Politik wieder positiv zu besetzen und mehrheitsfähig zu machen.

  • Tudsamfa@lemmy.world
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    1 day ago

    Willkürliche Vergesellschaftung ist mit dem Grundgesetz nicht vereinbar! Deshalb ist sie nicht wie im Grundgesetz drinsteht anzuwenden, sondern wir formulieren weitere Regeln, damit es im Einklang mit dem Grundgesetz bleibt.

    Wenn man das logisch angeht und etwaige Vorhaben denn einfach von den Gerichten prüfen lässt, würden die uns den Vogel zeigen könnten die ja den Linken zustimmen, was schlecht für Investoren wäre, Igitt.

  • marv99@feddit.org
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    1 day ago

    Liebe Mieterinnen und Mieter, BILD aus, Hirn an:

    Auf welcher Seite steht wohl die Union (und erst recht die “AfD”), wenn es um eure Belange geht?

    Seit es ihr, oder sind es die Großkonzerne und Aktionäre?

  • ExtraJudgement@lemmy.world
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    24 hours ago

    Wer rechts wählt kriegt halt Klassenkampf von oben. Wir sind aktuell auf der Bundesebene immer noch bei ~80% Zustimmung für rechte Bundestagswahlprogramme (AfD,CDU,CSU,FDP,SPD,Grüne).

    EDIT: Link zu den Zahlen. Alles, wo eine der unteren Einkommensgruppen deutlich weniger entlastet werden sollte als die kumulativen Inflationsraten der Vorjahre an Kaufkraft entwerteten ist eine reale Umverteilung nach oben; aka rechte Fiskalpolitik.

    • marv99@feddit.org
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      23 hours ago

      Also als links-versiffter Grüner bin ich jetzt auch noch rechts? Ich bin verwirrt.

      • ExtraJudgement@lemmy.world
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        19 hours ago

        Was war an meiner Aussage verwirrend? Du bist (anscheinend) in einer Partei, deren letztes Bundestagswahlprogramm (BTWP) rechts war. Was das über dich als Person als Person sagt? Keine Ahnung, da hab ich ja auch nichts zu geschrieben. Ich kenne links Eingestellte bei den Grünen, bei der SPD, und ja auch vereinzelt bei der CDU und sogar AfD; das ändert nichts daran, dass man linke Positionen nicht ausreichend viel in den BTWPen von 2025 wiederfinden konnte, als dass auch nur eines dieser insgesamt links wäre.

        Ein zentristisches BTWP auf der Achse links/rechts läge da, wo die ökonomischen Verteilungsverhältnisse nicht weiter verändert werden würden (der “Status Quo” der Verteilung würde aufrecht erhalten). Da aber das aktuell laufende finanzielle Verteilungsssystem in Deutschland in Summe bereits stark rechts ist, müsste man selbst dafür erst einmal die aktuell weiterlaufende Umverteilung nach oben stoppen.

        • marv99@feddit.org
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          16 hours ago

          Die Grünen in Berlin werden in eine Koalition gehen, die die Umverteilung angehen wird. Fakten halt.

          Was leistest Du zum Thema? Progressive Kräfte angreifen um den rechten Rand zu stärken? Bisschen “Teilen und Herrschen” unterstützen für die Öl-Tech-Bros?

          • ExtraJudgement@lemmy.world
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            15 hours ago

            Die Grünen in Berlin […]

            Bund != Land. Zu den Landesparteien (bzw. deren Programmen) habe ich keine Aussage getroffen.

            Was leistest Du zum Thema?

            Warum greifst du die individuelle Person an?

            Progressive Kräfte angreifen um den rechten Rand zu stärken? Bisschen “Teilen und Herrschen” unterstützen für die Öl-Tech-Bros?

            Der Kontext war links vs rechts, nicht progressiv vs konservativ. Tut es weh in der Sachebene keinen Konter zu haben und deswegen meinst du so etwas machen zu müssen? Das kannst du gerne und in Ruhe alleine tun.