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Cake day: November 29th, 2024

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  • So ist das nicht geregelt. Wenn eine Partei verboten ist, dann kann eine Nachfolgeorganisation per Weisung verboten werden. Dann gilt die Beweislastumkehr, d.h., deine DfD muss dann das dreijährige Verfahren führen, um zu beweisen, dass sie erlaubt ist und nicht wesensgleich mit der AfD ist. Plus, all das Geld ist weg, alle Mietverträge für Parteibüros, alle Mitarbeiter, alle Parteibusse etc.pp. Das schafft man ja nicht über Nacht wieder ran.

    Mal davon ab: das Verbotsverfahren der SRP hat 10 Tage gedauert. Ich glaube zwar, dass wir bei einem AfD Verbotsverfahren nicht an diesen Rekord rankommen, aber das wird keine 3 Jahre dauern. Gibt ja alleine bspw. keinen Instanzenzug, das wird ja direkt vor dem BVerfG verhandelt und fertig. Ist ja auch schon ordentlich Vorarbeit geleistet.

    Verstehe immer gar nicht, woher diese Abwehrreflexe kommen? In der Verfassung steht “verfassungswidrige Parteien sind verboten”, was ist so schwer daran, das umzusetzen? Sollen wir Raub und Totschlag nicht mehr bestrafen, weil die Täter das noch mal machen könnten? Was ist hier die Logik?






  • Naja, es ist ja, wie du schreibst, ein theoretisches Konzept. Dessen Kern eigentlich Autonomie, Konsens und all diese linken Werte sind. Von daher macht das schon Sinn. Anarchie, gelebt in bspw. irgendwelchen Kollektiven, bedeutet dann v.a.

    • Probleme da lösen, wo sie entstehen (also nicht 3 Abstraktionsebenen von Hierarchie weit weg) – Alle Beteiligten hören und in die Lösungsfindung einbeziehen
    • Die Entscheidungsfindung im Konsensverfahren

    Kann man eine komplette Gesellschaft, wie wir sie heute kennen, so strukturieren? Vermutlich nicht. Then again, wenn es so etwas wie einen “Naturzustand des Menschen” gibt, dann ist anarchistische Organisation eigentlich der default. Viele Stammesgruppen, in die wir Einblicke haben, sind eigentlich so aufgestellt, auch wenn sie keine anarchistische Bildung durchlaufen haben.


  • Habe auf Empfehlung Dark Matter geschaut, da läuft ja gerade die zweite Staffel. Die erste war richtig gut und spannend, jetzt bei der zweiten Staffel haben die irgendwie das kleine 1mal1 des Storytellings vergessen: jemand braucht ein Ziel, das den Zuschauer mitnimmt. Ich habe akut kein Interesse an der zweiten Staffel, weil irgendwie…gibt es keine Story 😅. Naja, well, die erste Staffel kann man auch für sich stehen lassen, sie ist quasi abgeschlossen.

    Dann haben wir Silo angefangen. Super spannend, aber ich hatte nach drei Folgen ein bisschen Angst, dass der große Reveal am Ende nicht gut genug sein kann, als das es sich lohnt 10 Folgen, bzw. sogar noch zwei weitere Staffeln zu gucken. Nach Folge 3 habe ich also die Zusammenfassung auf Wikipedia gelesen…und bin wie erwartet froh, nicht die restlichen 27 Folgen and counting gesehen zu haben 🥴.



  • Das Witzige/Traurige ist ja: die haben halt auch keinen anderen Hebel. Die haben den Auftrag, die Inflation stabil auf möglichst 2% festzunageln, und können halt nur an ihrem Letzins drehen.

    Ich schrieb es schon mal polemisch: meine Kaffemaschine hat drei Knöpfe und damit mehr Stellschrauben, als die gesamte europäische Wirtschaft ¯\_(ツ)_/¯. Aber wer bin ich schon, diesen Blödsinn zu beurteilen.

    Und das Rezept auch immer “Oh, Inflation wegen externer Preisschocks hoch, dann muss der Leitzins rauf”. Ja, gut, wer nur einen Hammer hat usw. usf. Aber…wozu brauchen die dann tausend Angestellte und ein Hochhaus in Frankfurt? “Die magische Zahl steigt um 0,25, weil die andere magische Zahl um 1 gestiegen ist” kann ich auch aus meinem Wohnzimmer verkünden.









  • Nach dem überraschenden Tod meiner Mama, hatten wir (Schwester, Papa, meine Frau und ich) uns darauf verständigt, dass wir und Kinder zu meinem Papa ins Haus ziehen.

    Das alles stieß auf große Begeisterung, aber lag unter der dunklen Wolke, dass generell der Umgang mit meiner Schwester…schwierig ist.

    Jetzt am WE gab es die zu erwartende erste Eskalation mit meiner Schwester. Inhaltlich ist das meistens relativ “egal”, weil man ja Lösungen finden kann. Aber ihre Art und Weise, wie sie Konflikte führt (aggressiv, laut, mitunter beleidigend - und das direkt ab Sekunde 1, oft aus dem Nichts, also man ahnt nicht, dass man mit einem beiläufigen Kommentar so etwas triggert).

    Aber puh, das lässt mich direkt an dem ganzen Vorhaben zweifeln…eigentlich will ich mich diesem - gefühlt wahllosen - Kram jetzt nicht für die nächsten 5-40 Jahre regelmäßig aussetzen, ohne Escape. Anders denke ich mir, hm, vielleicht sollte man vor dem Umsetzen erstmal eine Mediation starten…aber wenn wir umziehen, hätten wir das gerne vor der Einschulung unserer Tochter nächsten Sommer geregelt, da ist in der Timeline nicht so unendlich viel Raum für eine Mediation.

    Emotional sind wir nach dem Erlebnis eher bei “Schwester soll uns auszahlen, davon machen wir uns was Eigenes klar”, damit ich weiter so unverbindlich mit ihr bleiben kann und nicht qua Gesetz an sie gebunden bin 😮‍💨.

    Aber, then again, mein Paps findet den Gedanken, dass wir und seine Enkel (Schwester ist kinderlos) bei ihm wohnen richtig gut, ich (und meine Frau) fände es auch schön, wenn er nicht alleine dort altert.

    Bäh, weiß irgendwie noch nicht, was ich damit mache.