Bis in die späten 1970er-Jahre wuchsen Löhne und Renten nahezu im Gleichschritt mit dem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf. „Bis in die späten 1970er-Jahre hatten wir eine Umverteilung von oben nach unten und kräftige Lohnsteigerungen“, erklärt Paetz. Nach den Ölpreiskrisen – und vor allem mit der Agenda-2010-Politik ab den 2000er-Jahren – habe der Abbau des Sozialstaats begonnen. Löhne seien seitdem zunehmend nur noch als Kostenfaktor betrachtet worden, nicht als Nachfrage. Paetz plädiert dafür, das zu ändern: Wer mehr verdient, kann auch mehr ausgeben. „Gewerkschaften wurden dazu gedrängt, mäßige Lohnsteigerungen zu akzeptieren, um Arbeitsplätze zu sichern. So haben sich Löhne und Renten von der Produktivität entkoppelt“, sagt Paetz.
Hallelujah, das hat jetzt auch lange genug gedauert, bis der Punkt mal medial wirksam vorgestellt wird. Der Reichtum dieser Gesellschaft fließt halt in die Taschen einiger weniger, und das zwar schon immer - aber mittlerweile noch krasser als vor einigen Jahrzehnten. Jetzt so zu tun als wäre der Abbau des Sozialstaats und von Arbeitsschutzgesetzen der einzige Ausweg ist Gigaverarsche, und sie wird begründet mit der unausweichlichen demografischen Entwicklung…
Die Streichung der Vermögenssteuer, die massive Schonung von großen Erbschaften und das Drücken der Lohnkosten durch “Flexibilisierung” des Arbeitsmarkts und Abbau des Sozialstaats sind die tatsächlichen Gründe für die leeren Staats- und Versicherungskassen.
Also zusammengefasst: Das Geld wäre schon da, aber nicht da, wo es benötigt wird.
Ist ja ne ganz neue Erkenntnis.
Von Schröder verbrochen, von Merkel kultiviert und jetzt Tradition.
Natürlich wäre das Geld da. Deutschland ist trotz allem immer noch eine der reichsten Volkswirtschaften der Welt. Würde der ganze Wohlstand den wir erwirtschaften einfach gerecht auf alle Menschen verteilt, dann müsste sich keiner Sorgen um die Zukunft machen. Das ist ein simpler Fakt.
Alles andere ist ein zunehmend absurdes Rechtfertigungskonstrukt warum das schon wichtig und gut ist, dass unser ganze Wohlstand von ein paar Wenigen abgesaugt wird ohne irgendwas zurückzugeben und warum wir deshalb härter und härter arbeiten müssen um von den paar Krümeln mehr, die dann für uns abfallen noch leben zu können.
Ja.
Und wer hat das zugelassen und einfach weiter gemacht?
Vollidioten.
Dazu muss man wissen, dass die SPD ein klares Ziel hat. - Die 5% Hürde.
5% Hürde speedrun
In den 80ern haben die Neoliberalen angefangen mit diesem ganzen “der Staat muss sich raushalten”.
Zufall? Ich denke nicht.
Ich muss da immer an das denken.

Funktioniert auch mit Kohl, Mitterand, Thatcher, Mulroney und wie sie alle heißen…
Alleine was Kohl Deutschland an Zukunft geraubt hat. Glasfaserausbau war schon eine beschlossene Sache in Deutschland, da kommt das fette Omelette auf die Idee diesen wieder zu stoppen. Wir hätten in einer Schlüsseltechnologie Vorreiter sein können. Wie immer ein herzliches Leck Eier an die CxU.
Bislang kenne ich nur https://wtfhappenedin1971.com/ und 1971 war lange vor Reagan.
1971 war doch die Ölkrise und Nixon hat die US Aussenpolitik im Hinblick auf China umgeschmissen - afaik. Denke das hatte einen grossen Einfluss auf die Umverteilung.
Reagan kam dann danach und hat der Arbeiterklasse den Todesstoss versetzt.

Was ich auch als riesiges Problem sehe: die Rente wird von den Kindern der Rentenempfänger gezahlt. Kinder bekommen muss also eine Investition (für das Alter) sein, ist aber gerade komplett entkoppelt. Kinder bekommen bringt finanziell nur Nachteile, Rente bekommt man auch von Kindern anderer Eltern. Es gibt mittlerweile sooo viele Paare die keine Kinder wollen, weil sie sich das nicht leisten können. Wenn meine Generation in die Rente kommt haben wir das gleiche Thema, wie mit den Boomern…
Rente bekommt man auch von Kindern anderer Eltern.
Ja, aber man bezahlt auch für die Ausbildung usw. von Kindern anderer Eltern.
Das ist letztendlich ungefähr ausgeglichen, und die zusätzlichen Kosten der Eltern sind halt einfach eine Folge des Hobbies “Kinder” den diese sich zu ihrem persönlichen Vergnügen leisten.
Und die Rente selbst wird nicht von den Eltern, sondern von den Kindern selbst bezahlt.
Ja, aber man bezahlt auch für die Ausbildung usw. von Kindern anderer Eltern.
Ja aber weil die ganze Gesellschaft grundsätzlich enorm von gut ausgebildeten Mitbürgern profitiert, die Renteneinzahlungen sind nur ein kleiner Teil davon.
Das ist letztendlich ungefähr ausgeglichen
Sagt dein Bauchgefühl? Meins sagt, dass die durschnittlichen Rentenkosten deutlich höher als die durschnittlichen Bildungskosten sind. Und selbst wenn nicht: Gute Bildung hat noch zahlreiche andere positive Auswirkungen auf die ganze Gesellschaft und ist alleine deswegen schon eine gewinnbringende Investition von jedem in der Gesellschaft.
und die zusätzlichen Kosten der Eltern sind halt einfach eine Folge des Hobbies “Kinder” den diese sich zu ihrem persönlichen Vergnügen leisten.
Ich kann ja verstehen, dass man das so sehen kann aus einer engstirnigen egoistischen Perspektive, aber es ist halt einfach genauso wie wenn man sagen würde: wenn jemand bei der freiwilligen Feuerwehr durch einen Einsatz während der Arbeitszeit einen Lohnausfall hat oder sogar seinen Job verliert, dann ist das halt Folge seines Hobbies. Kann man so argumentieren, aber ist halt asozial und scheisse.
Und die Rente selbst wird nicht von den Eltern, sondern von den Kindern selbst bezahlt.
Das war ja genau das Argument. Eltern haben Mehrkosten wegen der Kinder und die Kinder müssen dann nicht nur die Rente für die eigenen Eltern sondern auch die für kinderlose Rentner erwirtschaften. Bzw. andersrum: kinderlose Rentner “profitieren” von den Kindern anderer Eltern ohne dieselben Kosten gehabt zu haben.
Meins sagt, dass die durschnittlichen Rentenkosten deutlich höher als die durschnittlichen Bildungskosten sind.
Die Rentenzahlungen der Kinder sind primär ersteinmal damit diese Kinder selbst später das Recht haben Rente zu beziehen. Die Bildungsinvestitionen hingegen dienen dazu das diese Kinder trotz demographischer Entwicklung usw. produktiv genug sind das sie diese Rentenzahlungen auch leisten können. Damit sind diese aber nicht mit den Rentenzahlungen selbst sondern ehr vergleichbar mit einem Teil der Investitionen in die Kinder die die Eltern tätigen.
dass man das so sehen kann aus einer engstirnigen egoistischen Perspektive, aber es ist halt einfach genauso wie wenn man sagen würde: wenn jemand bei der freiwilligen Feuerwehr durch einen Einsatz während der Arbeitszeit einen Lohnausfall hat oder sogar seinen Job verliert, dann ist das halt Folge seines Hobbies. Kann man so argumentieren, aber ist halt asozial und scheisse.
Sehe ich nicht so. Kinder bekommen ist ein Luxus, der primär erst einmal enorme Kosten für die Gesellschaft verursacht. Jeder der darauf verzichtet und gleichzeitig aber zu den verursachten Kosten der Gesellschaft beiträgt macht ein persönliches Opfer und handelt alles andere als egoistisch.
In soweit als das Kinder selbst auch ein Opfer der Eltern dastellen (vor allem Zeit und Karrierechancen), sollte dies von der Gesellschaft auch unterstützt werden, und dieses wird dann vor allem solidarisch von Kinderlosen finanziert.
andersrum: kinderlose Rentner “profitieren” von den Kindern anderer Eltern ohne dieselben Kosten gehabt zu haben.
Das ist schwierig genau zu berechnen, aber der Anteil dessen der dazu beiträgt das die Kinder später gute Renteneinzahler sind wird zu großen Teilen von den Kinderlosen bezahlt. Das heißt man könnte genauso gut sagen das die Eltern doppelt profitieren, erst durch Erfüllung ihres Hobbies und dann noch einmal damit das ihre Kinder in der Lage sind später ihre Rente zu bezahlen.
Die Rentenzahlungen der Kinder sind primär ersteinmal damit diese Kinder selbst später das Recht haben Rente zu beziehen. Die Bildungsinvestitionen hingegen dienen dazu das diese Kinder trotz demographischer Entwicklung usw. produktiv genug sind das sie diese Rentenzahlungen auch leisten können. Damit sind diese aber nicht mit den Rentenzahlungen selbst sondern ehr vergleichbar mit einem Teil der Investitionen in die Kinder die die Eltern tätigen.
Verstehe nicht ganz was du damit sagen möchtest. Du hast doch angefangen Bildungskosten mit Rentenkosten zu vergleichen.
Sehe ich nicht so. Kinder bekommen ist ein Luxus, der primär erst einmal enorme Kosten für die Gesellschaft verursacht. Jeder der darauf verzichtet und gleichzeitig aber zu den verursachten Kosten der Gesellschaft beiträgt macht ein persönliches Opfer und handelt alles andere als egoistisch.
Ziemlich verqueere Weltsicht meiner Meinung nach. Kinder bekommen ist doch das natürlichste auf der Welt und der Grund warum wir bzw. alles Leben überhaupt existiert. Kinder verursachen keine Kosten für die Gesellschaft sondern bilden überhaupt erst die Existenzgrundlage der Gesellschaft. Man sieht doch jetzt schon wie manche Gesellschaften bei Geburtenraten von 1,5 Probleme bekommen. Das wird ganz schnell exponentielles Schrumpfen und dann gibt es gar keine Gesellschaft mehr.
In soweit als das Kinder selbst auch ein Opfer der Eltern dastellen (vor allem Zeit und Karrierechancen), sollte dies von der Gesellschaft auch unterstützt werden, und dieses wird dann vor allem solidarisch von Kinderlosen finanziert.
Finde ich ja gut, dass du das so siehst aber wieso hast du es dann bei den Rentenkosten ins Spiel gebracht, wenn du es an sich schon gerechtfertigt findest? Und “vor allem” ist ein bisschen übertrieben Eltern zahlen ja allenfalls ein bisschen weniger in die Solidarsysteme ein.
Das ist schwierig genau zu berechnen, aber der Anteil dessen der dazu beiträgt das die Kinder später gute Renteneinzahler sind wird zu großen Teilen von den Kinderlosen bezahlt.
Es wird von der Solidargemeinschaft bezahlt und nicht zu großen Teilen von Kinderlosen, nur weil die im Schnitt vll etwas mehr einzahlen (stimmt das überhaupt? Quelle?)
Das heißt man könnte genauso gut sagen das die Eltern doppelt profitieren, erst durch Erfüllung ihres Hobbies und dann noch einmal damit das ihre Kinder in der Lage sind später ihre Rente zu bezahlen.
Da du es vorher anscheinend nicht verstanden hast: Kinder bekommen und groß zu ziehen als “Hobby” zu bezeichnen ist menschenverachtend.
Die Eltern profitieren ja gerade nicht von den Rentenzahlungen der Kinder, da die Rente ja auch an die Kinderlosen geht, was bedeutet wenn die Kinder tatsächlich nur für ihre Eltern zahlen würden, würden die Eltern mehr bekommen.
Ich habe von Anfang an gesagt das es eben nicht die Eltern sind die die Rentenzahlungen machen. Die Rentenzahlungen werden von den erwachsenden Kindern getätigt, und damit diese dazu befähigt werden benötigen diese eine gute Ausbildung die viel Geld kostet und in Deutschland steuerfinanziert wird. Kinderlose tragen zu diesen Kosten überproportional bei, da sie viele der staatlichen Leistungen nicht in Anspruch nehmen und oft auch mehr Steuern zahlen.
Es ist in keinsterweise menschenverachtend den erfüllten Kinderwunsch als Hobby zu bezeichnen. Ich mag Kinder und habe überhaupt nichts dagegen das Menschen Kinder bekommen, aber das kann sich halt nicht jeder leisten und gesellschaftlich nötig ist dies bei über 8 Milliarden Menschen auch nicht. Deutschland könnte den Mangel an Arbeitskräften gut durch Migration ausgleichen und wenn die Bevölkerung langfristig etwas sinkt sehe ich da eigentlich auch nur Vorteile bei.
Ich habe von Anfang an gesagt das es eben nicht die Eltern sind die die Rentenzahlungen machen. Die Rentenzahlungen werden von den erwachsenden Kindern getätigt, und damit diese dazu befähigt werden benötigen diese eine gute Ausbildung die viel Geld kostet und in Deutschland steuerfinanziert wird. Kinderlose tragen zu diesen Kosten überproportional bei, da sie viele der staatlichen Leistungen nicht in Anspruch nehmen und oft auch mehr Steuern zahlen.
Jetzt verstehe ich den Punkt. Du meinst Kinderlose gleichen die “fehlenden” Kinder aus durch die Steuermehrzahlung und nicht in Anspruchnahme staatlicher Leistungen. Das halte ich für eine gewagte These, dass das wirklich ausgeglichen ist. Und wie gesagt, die Bildung von Kindern anderer Leute zu finanzieren hat noch deutlich mehr Vorteile für dich als nur, dass sie in die Rente zahlen:
- Sie zahlen auch eher mehr Steuern
- Halten sich eher an Gesetze
- Sind weniger gewalttätig
- Machen ihren Job (für dich) gut
- Sind einfach grundsätzlich bessere Mitbürger für dich
Es ist in keinsterweise menschenverachtend den erfüllten Kinderwunsch als Hobby zu bezeichnen.
Kinder sind kleine hilflose Menschen, die zu 100% und 24/7 von dir abhängig sind. Das hat wenig mit einem Hobby gemein. Selbst der Kinderwunsch ist ja nicht immer gegeben bzw. ist das halt auch nichts, dass man wieder aufhören oder rückgängig machen kann. Wo genau siehst du da überhaupt Parallelen zu einem Hobby?
Ich mag Kinder und habe überhaupt nichts dagegen das Menschen Kinder bekommen, aber das kann sich halt nicht jeder leisten und gesellschaftlich nötig ist dies bei über 8 Milliarden Menschen auch nicht. Deutschland könnte den Mangel an Arbeitskräften gut durch Migration ausgleichen und wenn die Bevölkerung langfristig etwas sinkt sehe ich da eigentlich auch nur Vorteile bei.
Ist aktuell ja einfach notwendig, aber ist doch auch keine langfristige und nachhaltige Lösung. Mit der fortschreitenden Entwicklung ärmerer Länder sinken dort ja auch die Geburtenraten. Zynisch gesehen würde das ja darauf hinauslaufen, dass man auf Armut oder Kriege in anderen Ländern angewiesen sein wird.
Pferde halten z.B ist auch ein Hobby, und da hat man auch ca. dreißig Jahre was von und kann die nicht so ohne weiteres mal eben los werden oder abschalten.
Ist aktuell ja einfach notwendig, aber ist doch auch keine langfristige und nachhaltige Lösung. Mit der fortschreitenden Entwicklung ärmerer Länder sinken dort ja auch die Geburtenraten. Zynisch gesehen würde das ja darauf hinauslaufen, dass man auf Armut oder Kriege in anderen Ländern angewiesen sein wird.
Ganz im Gegenteil, die derzeitge Weltbevölkerung ist nicht nachhaltig. Wenn also die Gesamtbevölkerung langsam sinkt und Menschen aus ärmeren Gebieten dorthin ziehen wo die Infrastruktur besser ist und weniger klimawandelbedingte Katastrophen zu erwarten sind dann ist das allgemein erstmal gut (der Teufel steckt da leider im Detail).
Wenn wir Kinder weiter als Hobby sehen und die Geburtenrate unter 2 (aktuell unter 1,4) bleibt, haben wir als Nation langfristig verloren.
Keineswegs. Nur wenn wir das mit Migrationsfeindlichkeit kombinieren wird dies kurzfristig zu einem Problem, und mittel bis langfristig ist die absolute Bevölkerungszahl irrelevant, oder sind die Niederlande “verloren” weil dort keine 80 Millionen wohnen?
Wenn die Geburtenrate unter 2,x bleibt geht es halt schon gegen 0 und zwar exponentiell und nicht einfach ein bisschen weniger. Ein bisschen weniger wäre wenn die Geburtenrate mal einige Zeit niedriger ist, aber dann wieder steigt auf 2,x. Und an dem Punkt sind wir jetzt, dass wir dringend dafür sorgen müssen, dass sie wieder steigt sonst kommt man ins exponentielle Schrumpfen. Wir brauchen ja jetzt schon eine Zuwanderung von 350 000 Menschen pro Jahr und schaffen es gerade so noch nur durch diese schon recht große Zuwanderung die Bevölkerung stabil zu halten.
Die Weltbevölkerung wird vorausichtlich noch bis 2050 wachsen, daher sind wir weit entfernt von diesem Punkt.
Das ist letztendlich ungefähr ausgeglichen,
Zählt aber nicht, denn es ist für die Kinder, von denen man profitiert, und nicht für die Eltern.
Wenn man Kinder nicht vor dem iPad parkt ist das “Hobby” ein Beruf. Selbst mit iPad und Kindergeld werden die meisten weit mehr für das Hobby zahlen als die meisten für ihre Hobbies zahlen.
Die Investitionen der Eltern in die Kinder sind Teilweise für die Gesellschaft und Teilweise für Kinder als persönliches Hobby. Finanziell und zeitlich sind die Hobbyinvestitionen sicher größer, aber das ist halt privatsache und nicht der Dienst an der Gesellschaft die ebenfalls etwas Nachwuchs braucht.
aber das ist halt privatsache und nicht der Dienst an der Gesellschaft die ebenfalls etwas Nachwuchs braucht.
Wenn das Hobby an Attraktivität verliert so dass die Rente gefährdet ist, wird es aber zum öffentlichen Problem.
Wie der OP Artikel versucht dazulegen ist das aber derzeit nicht das Problem. Sollte sich das ändern kann man ja auch über zusätzliche Unterstützung der Eltern nachdenken (welche dann vermutlich ebenfalls primär von Kinderlosen finanziert werden muss).
Wer mehr verdient, kann auch mehr ausgeben.
Das war früher (zumind. noch in den '90ern) allen bekannt. Also nicht nur Wirtschaftswissenschaftlern sondern auch den Verantwortlichen.
Dann kam das große Austerity-Epos heraus. Wer hat das eigentlich verzapft? Schröder? Und wen hat er nachgeahmt?
Seitdem werden die Reichen noch reicher und die Armen noch ärmer.
„Bis in die späten 1970er-Jahre hatten wir eine Umverteilung von oben nach unten und kräftige Lohnsteigerungen“, erklärt Paetz.
Falsch. Die Löhne stiegen nicht mehr als die Produktivitätssteigerung. Die Elite war nur bereit, von ihrem Zugewinn etwas abzugeben. Prozentual ist der Lohn im Verhältnis zum Gewinn gefallen. 15% Produktivitätssteigerung und 10% Lohnsteigerung ist nicht Erfolg sondern Niederlage.
Der Abbau hat 1971 begonnen.
https://wtfhappenedin1971.com/
allem mit der Agenda-2010-Politik ab den 2000er-Jahren
Wenn man nicht mehr mit dem Kommunismus konkurrieren muss, kann man sich alles nehmen. Es zeigt, dass die politischen Erfolge vorher nicht erkämpft sondern geschenkt waren und die Arbeiter sich keine echte Macht erarbeitet hatten.
Das ist jetzt eine sehr amerikanische Debatte, der Einkommensgini, insbesondere der nach Transfers, ist in Deutschland völlig unspektakulär niedrig.
Der Artikel sagt was anderes:
So haben sich Löhne und Renten von der Produktivität entkoppelt“, sagt Paetz.
Wie sind denn die Werte ohne Transfers? Wenn wir den Gini Koeffizienten schönrechnen, indem durch Transfers die unteren Gehaltsklassen angeglichen werden, dann ist das kein starkes Argument. D.h. praktisch sind wir eine Klasse schlechter und so gut wie Russland? https://de.wikipedia.org/wiki/Gini-Koeffizient
Wenn Gewinne in Steuerparadiese oder zu ausländischen Investoren umgeleitet werden, wird der Gini Koeffizient auch am oberen Ende geschönt sein. Gibt es eine Datenquelle, die das alles einbezieht?
Der Gini sagt genau nichts über die Entkopplung von Produktivität und Löhnen aus. also sagt der Artikel dahingehend auch nichts anderes. Der betrachtet nur Einkommen. insofern wird das, was du dir wünscht, nämlich Abfluss von Gewinnen, zum Beispiel ins Ausland, da einfach gar nicht stattfinden, weil das Individuen in Deutschland betrachtet. Auch wenn Gewinne in irgendeiner Vermögensverwaltung GmbH / Holding fließen, fällt das erst mal nicht als Einkommen auf individuelle Ebene an. Also auch da ist der Gini raus.
Zuletzt ist ein geringer GINI erst mal auch kein Zeichen für breit verteilten gesellschaftlichen Wohlstand. Gibt genug extrem arme Länder, die vergleichsweise Einkommens gleich sind.
Zum Vergleich brutto versus netto in verschiedenen Ländern habe ich nur diese Visualisierung gefunden also Abbildung 1 https://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=19003
Dort kann man nur feststellen, dass zumindest das Einkommen netto in Deutschland nicht das Problem ist, weil da viel gleich bei betrieben wird und die mittleren bis guten Einkommensgruppen künstlich komprimiert werden.
Also auch da ist der Gini raus.
Desswegen sagt der Gini nicht, ob die Gewerkschaften mehr fordern könnten.
Zum Vergleich brutto versus netto in verschiedenen Ländern habe ich nur diese Visualisierung gefunden
Das ist sehr interessant. Ich hätte bei Einkommen auch eine Gaussverteilung angenommen aber es ist fast gleichverteilt.
Einkommen netto in Deutschland nicht das Problem is
Ich halte Lohnunterschiede nicht für ein großes Problem. Das Problem ist, dass die Elite die Gewinne einbehält und gar nicht erst auszahlt.
Das Problem ist, dass die Elite die Gewinne einbehält und gar nicht erst auszahlt.
Also ja, mag im Ergebnis so sein, dafür tragen sie dann auch die Verluste. Arbeitnehmer werden zuerst bezahlt. Kann sich ja jeder heutzutage mit MSCI World ETF oÄ Anrechte auf zukünftige Cashflows sichern.
dafür tragen sie dann auch die Verluste.
Das gleicht es nicht aus. Wenn die Arbeitnehmer 50% oder mehr des Lohns für Wohnraum zahlen, ist der Lohn zu niedrig.
Die Arbeiter tragen sehrwohl die Verluste, weil sie bei Fehlentscheidungen als erstes entlassen werden.
Kann sich ja jeder heutzutage mit MSCI World ETF oÄ Anrechte auf zukünftige Cashflows sichern.
Kann er nicht, weil er nicht das Vermögen hat und die Renditen niedrig sind. Nur über eigene Unternehmen und gute Entscheidungen kann man Vermögen aufbauen.
Wenn die Arbeitnehmer 50% oder mehr des Lohns für Wohnraum zahlen, ist der Lohn zu niedrig.
Der Arbeitgeber stellt nicht den Wohnraum und wenn das ein Grund ist, dass der Arbeitgeber mehr zahlen sollte, musste der Arbeitnehmer ihm das sagen oder sich direkt einen Job suchen, wo er weniger Miete, Homeoffice machen kann etc pp. Arbeitgeber ist auch nicht schuld daran, dass Arbeitnehmers Tankfüllung teurer wird oder dass seine Frau wegläuft.
Und Verluste tragen die Arbeitnehmer natürlich nicht. Die müssen die 5 Mio Miese am Ende nicht bezahlen, wenn die Firma Hops geht.
Kann er nicht, weil er nicht das Vermögen hat und die Renditen niedrig sind.
Die Renditen sind ja langfristig nicht niedrig. Und man kann da wörtwörtlich ab 25 Euro im Monat anfangen. Das kann jeder arbeitende.
deleted by creator
Ist jetzt nicht überraschend - wer sein Leben lang im Niedriglohnsektor unterwegs war, ohne Mindestlohn gearbeitet hat, das Einkommen per Hartz IV-Aufstockung und Wohngeld ausgebessert hat, der hat auch nicht viel in die Rente eingezahlt
Lohnhöhe ist ein relevanter Faktor. Ein anderer ist das Verhältnis von Empfängern zu „Einzahlern“ und
Nur, wenn der Stacheldraht im Kopf an der Umlage auf Arbeitskosten festhält.
Die arbeitende Bevölkerung muss die Rente erwirtschaften, ja. Aber gibt ja kein Naturgesetz, dass das über Abgaben auf Arbeit geschehen muss. Und erwirtschaftet wird mehr als genug, um allen Rentnern ein auskömmliches Leben und Ruhestand zu ermöglichen.
Die wirtschaftliche Kraft (aka Geld) ist schlecht verteilt.
also hätten wir früher höhere Löhne gehabt, wären früher auch die Rentenbeiträge absolut gesehen mehr gewesen und heute die daraus resultierenden Rentenansprüche. Ich sehe nicht wie das den demographischen Faktor lahmlegt, genau wie die Einbeziehung von irgendwelchen Gruppen, die jetzt in die gesetzliche Rente rein gezerrt werden. Das entlastet kurzfristig, aber langfristig werden auch hier wieder demographisch, schwer zu haltende Ansprüche erworben.
Nicht nur früher, das funktioniert auch jetzt.
Deutsche erwirtschaften bereinigt ~ +250% pro Kopf verglichen zu den 1980ern. Pro Kopf bedeutet da ist die Demographie schon drin. Das immer wieder heraufbeschworene Schreckgespenst von den 2 Arbeitern, die einen Rentner durchfüttern müssen, wo es doch vor ein paar Jahrzehnten noch 4 Arbteiter waren, ist ein Märchen. Die Produktivität der beiden hat sich nämlich durch Fortschritt versechsfacht (weil selbst pro Kopf noch mehr als Verdreifachung).
Das Problem ist nicht die Demographie. Das Problem ist dass das ganze System an den stagnierenden Reallöhnen hängt, während die Produktivitätssteigerung (inzwischen mehr als 2/3 der Gesamtsumme) nach oben abfließt.
Ernsthaft gefragt: hängt die Höhe der Rente nicht an den durchschnittlichen Einkommen? Sprich: wenn sich unser Lohnniveau erhöht, erhöhen sich nicht ebenfalls die Renten?








