Bis in die späten 1970er-Jahre wuchsen Löhne und Renten nahezu im Gleichschritt mit dem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf. „Bis in die späten 1970er-Jahre hatten wir eine Umverteilung von oben nach unten und kräftige Lohnsteigerungen“, erklärt Paetz. Nach den Ölpreiskrisen – und vor allem mit der Agenda-2010-Politik ab den 2000er-Jahren – habe der Abbau des Sozialstaats begonnen. Löhne seien seitdem zunehmend nur noch als Kostenfaktor betrachtet worden, nicht als Nachfrage. Paetz plädiert dafür, das zu ändern: Wer mehr verdient, kann auch mehr ausgeben. „Gewerkschaften wurden dazu gedrängt, mäßige Lohnsteigerungen zu akzeptieren, um Arbeitsplätze zu sichern. So haben sich Löhne und Renten von der Produktivität entkoppelt“, sagt Paetz.

  • A_norny_mousse@piefed.zip
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    1 day ago

    Wer mehr verdient, kann auch mehr ausgeben.

    Das war früher (zumind. noch in den '90ern) allen bekannt. Also nicht nur Wirtschaftswissenschaftlern sondern auch den Verantwortlichen.

    Dann kam das große Austerity-Epos heraus. Wer hat das eigentlich verzapft? Schröder? Und wen hat er nachgeahmt?

    Seitdem werden die Reichen noch reicher und die Armen noch ärmer.