Bis in die späten 1970er-Jahre wuchsen Löhne und Renten nahezu im Gleichschritt mit dem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf. „Bis in die späten 1970er-Jahre hatten wir eine Umverteilung von oben nach unten und kräftige Lohnsteigerungen“, erklärt Paetz. Nach den Ölpreiskrisen – und vor allem mit der Agenda-2010-Politik ab den 2000er-Jahren – habe der Abbau des Sozialstaats begonnen. Löhne seien seitdem zunehmend nur noch als Kostenfaktor betrachtet worden, nicht als Nachfrage. Paetz plädiert dafür, das zu ändern: Wer mehr verdient, kann auch mehr ausgeben. „Gewerkschaften wurden dazu gedrängt, mäßige Lohnsteigerungen zu akzeptieren, um Arbeitsplätze zu sichern. So haben sich Löhne und Renten von der Produktivität entkoppelt“, sagt Paetz.

  • Ooops@feddit.org
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    1 day ago

    Nicht nur früher, das funktioniert auch jetzt.

    Deutsche erwirtschaften bereinigt ~ +250% pro Kopf verglichen zu den 1980ern. Pro Kopf bedeutet da ist die Demographie schon drin. Das immer wieder heraufbeschworene Schreckgespenst von den 2 Arbeitern, die einen Rentner durchfüttern müssen, wo es doch vor ein paar Jahrzehnten noch 4 Arbteiter waren, ist ein Märchen. Die Produktivität der beiden hat sich nämlich durch Fortschritt versechsfacht (weil selbst pro Kopf noch mehr als Verdreifachung).

    Das Problem ist nicht die Demographie. Das Problem ist dass das ganze System an den stagnierenden Reallöhnen hängt, während die Produktivitätssteigerung (inzwischen mehr als 2/3 der Gesamtsumme) nach oben abfließt.

    • Quittenbrot@feddit.org
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      2 hours ago

      Ernsthaft gefragt: hängt die Höhe der Rente nicht an den durchschnittlichen Einkommen? Sprich: wenn sich unser Lohnniveau erhöht, erhöhen sich nicht ebenfalls die Renten?