Bis in die späten 1970er-Jahre wuchsen Löhne und Renten nahezu im Gleichschritt mit dem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf. „Bis in die späten 1970er-Jahre hatten wir eine Umverteilung von oben nach unten und kräftige Lohnsteigerungen“, erklärt Paetz. Nach den Ölpreiskrisen – und vor allem mit der Agenda-2010-Politik ab den 2000er-Jahren – habe der Abbau des Sozialstaats begonnen. Löhne seien seitdem zunehmend nur noch als Kostenfaktor betrachtet worden, nicht als Nachfrage. Paetz plädiert dafür, das zu ändern: Wer mehr verdient, kann auch mehr ausgeben. „Gewerkschaften wurden dazu gedrängt, mäßige Lohnsteigerungen zu akzeptieren, um Arbeitsplätze zu sichern. So haben sich Löhne und Renten von der Produktivität entkoppelt“, sagt Paetz.


Die Rentenzahlungen der Kinder sind primär ersteinmal damit diese Kinder selbst später das Recht haben Rente zu beziehen. Die Bildungsinvestitionen hingegen dienen dazu das diese Kinder trotz demographischer Entwicklung usw. produktiv genug sind das sie diese Rentenzahlungen auch leisten können. Damit sind diese aber nicht mit den Rentenzahlungen selbst sondern ehr vergleichbar mit einem Teil der Investitionen in die Kinder die die Eltern tätigen.
Sehe ich nicht so. Kinder bekommen ist ein Luxus, der primär erst einmal enorme Kosten für die Gesellschaft verursacht. Jeder der darauf verzichtet und gleichzeitig aber zu den verursachten Kosten der Gesellschaft beiträgt macht ein persönliches Opfer und handelt alles andere als egoistisch.
In soweit als das Kinder selbst auch ein Opfer der Eltern dastellen (vor allem Zeit und Karrierechancen), sollte dies von der Gesellschaft auch unterstützt werden, und dieses wird dann vor allem solidarisch von Kinderlosen finanziert.
Das ist schwierig genau zu berechnen, aber der Anteil dessen der dazu beiträgt das die Kinder später gute Renteneinzahler sind wird zu großen Teilen von den Kinderlosen bezahlt. Das heißt man könnte genauso gut sagen das die Eltern doppelt profitieren, erst durch Erfüllung ihres Hobbies und dann noch einmal damit das ihre Kinder in der Lage sind später ihre Rente zu bezahlen.
Verstehe nicht ganz was du damit sagen möchtest. Du hast doch angefangen Bildungskosten mit Rentenkosten zu vergleichen.
Ziemlich verqueere Weltsicht meiner Meinung nach. Kinder bekommen ist doch das natürlichste auf der Welt und der Grund warum wir bzw. alles Leben überhaupt existiert. Kinder verursachen keine Kosten für die Gesellschaft sondern bilden überhaupt erst die Existenzgrundlage der Gesellschaft. Man sieht doch jetzt schon wie manche Gesellschaften bei Geburtenraten von 1,5 Probleme bekommen. Das wird ganz schnell exponentielles Schrumpfen und dann gibt es gar keine Gesellschaft mehr.
Finde ich ja gut, dass du das so siehst aber wieso hast du es dann bei den Rentenkosten ins Spiel gebracht, wenn du es an sich schon gerechtfertigt findest? Und “vor allem” ist ein bisschen übertrieben Eltern zahlen ja allenfalls ein bisschen weniger in die Solidarsysteme ein.
Es wird von der Solidargemeinschaft bezahlt und nicht zu großen Teilen von Kinderlosen, nur weil die im Schnitt vll etwas mehr einzahlen (stimmt das überhaupt? Quelle?)
Da du es vorher anscheinend nicht verstanden hast: Kinder bekommen und groß zu ziehen als “Hobby” zu bezeichnen ist menschenverachtend.
Die Eltern profitieren ja gerade nicht von den Rentenzahlungen der Kinder, da die Rente ja auch an die Kinderlosen geht, was bedeutet wenn die Kinder tatsächlich nur für ihre Eltern zahlen würden, würden die Eltern mehr bekommen.
Ich habe von Anfang an gesagt das es eben nicht die Eltern sind die die Rentenzahlungen machen. Die Rentenzahlungen werden von den erwachsenden Kindern getätigt, und damit diese dazu befähigt werden benötigen diese eine gute Ausbildung die viel Geld kostet und in Deutschland steuerfinanziert wird. Kinderlose tragen zu diesen Kosten überproportional bei, da sie viele der staatlichen Leistungen nicht in Anspruch nehmen und oft auch mehr Steuern zahlen.
Es ist in keinsterweise menschenverachtend den erfüllten Kinderwunsch als Hobby zu bezeichnen. Ich mag Kinder und habe überhaupt nichts dagegen das Menschen Kinder bekommen, aber das kann sich halt nicht jeder leisten und gesellschaftlich nötig ist dies bei über 8 Milliarden Menschen auch nicht. Deutschland könnte den Mangel an Arbeitskräften gut durch Migration ausgleichen und wenn die Bevölkerung langfristig etwas sinkt sehe ich da eigentlich auch nur Vorteile bei.
Jetzt verstehe ich den Punkt. Du meinst Kinderlose gleichen die “fehlenden” Kinder aus durch die Steuermehrzahlung und nicht in Anspruchnahme staatlicher Leistungen. Das halte ich für eine gewagte These, dass das wirklich ausgeglichen ist. Und wie gesagt, die Bildung von Kindern anderer Leute zu finanzieren hat noch deutlich mehr Vorteile für dich als nur, dass sie in die Rente zahlen:
Kinder sind kleine hilflose Menschen, die zu 100% und 24/7 von dir abhängig sind. Das hat wenig mit einem Hobby gemein. Selbst der Kinderwunsch ist ja nicht immer gegeben bzw. ist das halt auch nichts, dass man wieder aufhören oder rückgängig machen kann. Wo genau siehst du da überhaupt Parallelen zu einem Hobby?
Ist aktuell ja einfach notwendig, aber ist doch auch keine langfristige und nachhaltige Lösung. Mit der fortschreitenden Entwicklung ärmerer Länder sinken dort ja auch die Geburtenraten. Zynisch gesehen würde das ja darauf hinauslaufen, dass man auf Armut oder Kriege in anderen Ländern angewiesen sein wird.
Pferde halten z.B ist auch ein Hobby, und da hat man auch ca. dreißig Jahre was von und kann die nicht so ohne weiteres mal eben los werden oder abschalten.
Ganz im Gegenteil, die derzeitge Weltbevölkerung ist nicht nachhaltig. Wenn also die Gesamtbevölkerung langsam sinkt und Menschen aus ärmeren Gebieten dorthin ziehen wo die Infrastruktur besser ist und weniger klimawandelbedingte Katastrophen zu erwarten sind dann ist das allgemein erstmal gut (der Teufel steckt da leider im Detail).