Bis in die späten 1970er-Jahre wuchsen Löhne und Renten nahezu im Gleichschritt mit dem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf. „Bis in die späten 1970er-Jahre hatten wir eine Umverteilung von oben nach unten und kräftige Lohnsteigerungen“, erklärt Paetz. Nach den Ölpreiskrisen – und vor allem mit der Agenda-2010-Politik ab den 2000er-Jahren – habe der Abbau des Sozialstaats begonnen. Löhne seien seitdem zunehmend nur noch als Kostenfaktor betrachtet worden, nicht als Nachfrage. Paetz plädiert dafür, das zu ändern: Wer mehr verdient, kann auch mehr ausgeben. „Gewerkschaften wurden dazu gedrängt, mäßige Lohnsteigerungen zu akzeptieren, um Arbeitsplätze zu sichern. So haben sich Löhne und Renten von der Produktivität entkoppelt“, sagt Paetz.

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    1 day ago

    „Bis in die späten 1970er-Jahre hatten wir eine Umverteilung von oben nach unten und kräftige Lohnsteigerungen“, erklärt Paetz.

    Falsch. Die Löhne stiegen nicht mehr als die Produktivitätssteigerung. Die Elite war nur bereit, von ihrem Zugewinn etwas abzugeben. Prozentual ist der Lohn im Verhältnis zum Gewinn gefallen. 15% Produktivitätssteigerung und 10% Lohnsteigerung ist nicht Erfolg sondern Niederlage.

    Der Abbau hat 1971 begonnen.

    https://wtfhappenedin1971.com/

    allem mit der Agenda-2010-Politik ab den 2000er-Jahren

    Wenn man nicht mehr mit dem Kommunismus konkurrieren muss, kann man sich alles nehmen. Es zeigt, dass die politischen Erfolge vorher nicht erkämpft sondern geschenkt waren und die Arbeiter sich keine echte Macht erarbeitet hatten.

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      1 day ago

      Das ist jetzt eine sehr amerikanische Debatte, der Einkommensgini, insbesondere der nach Transfers, ist in Deutschland völlig unspektakulär niedrig.

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        1 day ago

        Der Artikel sagt was anderes:

        So haben sich Löhne und Renten von der Produktivität entkoppelt“, sagt Paetz.

        Wie sind denn die Werte ohne Transfers? Wenn wir den Gini Koeffizienten schönrechnen, indem durch Transfers die unteren Gehaltsklassen angeglichen werden, dann ist das kein starkes Argument. D.h. praktisch sind wir eine Klasse schlechter und so gut wie Russland? https://de.wikipedia.org/wiki/Gini-Koeffizient

        Wenn Gewinne in Steuerparadiese oder zu ausländischen Investoren umgeleitet werden, wird der Gini Koeffizient auch am oberen Ende geschönt sein. Gibt es eine Datenquelle, die das alles einbezieht?

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          1 day ago

          Der Gini sagt genau nichts über die Entkopplung von Produktivität und Löhnen aus. also sagt der Artikel dahingehend auch nichts anderes. Der betrachtet nur Einkommen. insofern wird das, was du dir wünscht, nämlich Abfluss von Gewinnen, zum Beispiel ins Ausland, da einfach gar nicht stattfinden, weil das Individuen in Deutschland betrachtet. Auch wenn Gewinne in irgendeiner Vermögensverwaltung GmbH / Holding fließen, fällt das erst mal nicht als Einkommen auf individuelle Ebene an. Also auch da ist der Gini raus.

          Zuletzt ist ein geringer GINI erst mal auch kein Zeichen für breit verteilten gesellschaftlichen Wohlstand. Gibt genug extrem arme Länder, die vergleichsweise Einkommens gleich sind.

          Zum Vergleich brutto versus netto in verschiedenen Ländern habe ich nur diese Visualisierung gefunden also Abbildung 1 https://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=19003

          Dort kann man nur feststellen, dass zumindest das Einkommen netto in Deutschland nicht das Problem ist, weil da viel gleich bei betrieben wird und die mittleren bis guten Einkommensgruppen künstlich komprimiert werden.

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            1 day ago

            Also auch da ist der Gini raus.

            Desswegen sagt der Gini nicht, ob die Gewerkschaften mehr fordern könnten.

            Zum Vergleich brutto versus netto in verschiedenen Ländern habe ich nur diese Visualisierung gefunden

            Das ist sehr interessant. Ich hätte bei Einkommen auch eine Gaussverteilung angenommen aber es ist fast gleichverteilt.

            Einkommen netto in Deutschland nicht das Problem is

            Ich halte Lohnunterschiede nicht für ein großes Problem. Das Problem ist, dass die Elite die Gewinne einbehält und gar nicht erst auszahlt.

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              23 hours ago

              Das Problem ist, dass die Elite die Gewinne einbehält und gar nicht erst auszahlt.

              Also ja, mag im Ergebnis so sein, dafür tragen sie dann auch die Verluste. Arbeitnehmer werden zuerst bezahlt. Kann sich ja jeder heutzutage mit MSCI World ETF oÄ Anrechte auf zukünftige Cashflows sichern.

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                15 hours ago

                dafür tragen sie dann auch die Verluste.

                Das gleicht es nicht aus. Wenn die Arbeitnehmer 50% oder mehr des Lohns für Wohnraum zahlen, ist der Lohn zu niedrig.

                Die Arbeiter tragen sehrwohl die Verluste, weil sie bei Fehlentscheidungen als erstes entlassen werden.

                Kann sich ja jeder heutzutage mit MSCI World ETF oÄ Anrechte auf zukünftige Cashflows sichern.

                Kann er nicht, weil er nicht das Vermögen hat und die Renditen niedrig sind. Nur über eigene Unternehmen und gute Entscheidungen kann man Vermögen aufbauen.

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                  13 hours ago

                  Wenn die Arbeitnehmer 50% oder mehr des Lohns für Wohnraum zahlen, ist der Lohn zu niedrig.

                  Der Arbeitgeber stellt nicht den Wohnraum und wenn das ein Grund ist, dass der Arbeitgeber mehr zahlen sollte, musste der Arbeitnehmer ihm das sagen oder sich direkt einen Job suchen, wo er weniger Miete, Homeoffice machen kann etc pp. Arbeitgeber ist auch nicht schuld daran, dass Arbeitnehmers Tankfüllung teurer wird oder dass seine Frau wegläuft.

                  Und Verluste tragen die Arbeitnehmer natürlich nicht. Die müssen die 5 Mio Miese am Ende nicht bezahlen, wenn die Firma Hops geht.

                  Kann er nicht, weil er nicht das Vermögen hat und die Renditen niedrig sind.

                  Die Renditen sind ja langfristig nicht niedrig. Und man kann da wörtwörtlich ab 25 Euro im Monat anfangen. Das kann jeder arbeitende.

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                    6 hours ago

                    Der Arbeitgeber stellt nicht den Wohnraum

                    Akkumulation des Kapitals. Arbeitgeber hat soviel Geld, dass er Arbeitnehmer beim Hauskauf überbieten kann und Politiker beeinflussen kann, dass sie nur begrenzt Bauland ausweisen. Der Markt funktioniert nicht mehr.

                    Und Verluste tragen die Arbeitnehmer natürlich nicht. Die müssen die 5 Mio Miese am Ende nicht bezahlen

                    Wenn sie Aktien haben schon. Haben sie aber meistens nicht, weil ihre Löhne zu niedrig sind. Aber das ist eine andere Rolle.

                    Der Arbeitgeber hat meist eine AG oder GmbH. Damit trägt er auch nicht die Miese. Er entlässt Mitarbeiter und schrumpft die Firma. Die Mitarbeiter können u.U. Kredite oder Miete nicht bedienen und verlieren ihr Zuhause oder Auto.

                    Das Risiko für schlechtes Wirtschaften ist erst einmal bei den Angestellten.