Bis in die späten 1970er-Jahre wuchsen Löhne und Renten nahezu im Gleichschritt mit dem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf. „Bis in die späten 1970er-Jahre hatten wir eine Umverteilung von oben nach unten und kräftige Lohnsteigerungen“, erklärt Paetz. Nach den Ölpreiskrisen – und vor allem mit der Agenda-2010-Politik ab den 2000er-Jahren – habe der Abbau des Sozialstaats begonnen. Löhne seien seitdem zunehmend nur noch als Kostenfaktor betrachtet worden, nicht als Nachfrage. Paetz plädiert dafür, das zu ändern: Wer mehr verdient, kann auch mehr ausgeben. „Gewerkschaften wurden dazu gedrängt, mäßige Lohnsteigerungen zu akzeptieren, um Arbeitsplätze zu sichern. So haben sich Löhne und Renten von der Produktivität entkoppelt“, sagt Paetz.

  • plyth@feddit.org
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    1 day ago

    Das ist letztendlich ungefähr ausgeglichen,

    Zählt aber nicht, denn es ist für die Kinder, von denen man profitiert, und nicht für die Eltern.

    Wenn man Kinder nicht vor dem iPad parkt ist das “Hobby” ein Beruf. Selbst mit iPad und Kindergeld werden die meisten weit mehr für das Hobby zahlen als die meisten für ihre Hobbies zahlen.

    • poVoq@slrpnk.net
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      1 day ago

      Die Investitionen der Eltern in die Kinder sind Teilweise für die Gesellschaft und Teilweise für Kinder als persönliches Hobby. Finanziell und zeitlich sind die Hobbyinvestitionen sicher größer, aber das ist halt privatsache und nicht der Dienst an der Gesellschaft die ebenfalls etwas Nachwuchs braucht.

      • plyth@feddit.org
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        1 day ago

        aber das ist halt privatsache und nicht der Dienst an der Gesellschaft die ebenfalls etwas Nachwuchs braucht.

        Wenn das Hobby an Attraktivität verliert so dass die Rente gefährdet ist, wird es aber zum öffentlichen Problem.

        • poVoq@slrpnk.net
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          22 hours ago

          Wie der OP Artikel versucht dazulegen ist das aber derzeit nicht das Problem. Sollte sich das ändern kann man ja auch über zusätzliche Unterstützung der Eltern nachdenken (welche dann vermutlich ebenfalls primär von Kinderlosen finanziert werden muss).