Bis in die späten 1970er-Jahre wuchsen Löhne und Renten nahezu im Gleichschritt mit dem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf. „Bis in die späten 1970er-Jahre hatten wir eine Umverteilung von oben nach unten und kräftige Lohnsteigerungen“, erklärt Paetz. Nach den Ölpreiskrisen – und vor allem mit der Agenda-2010-Politik ab den 2000er-Jahren – habe der Abbau des Sozialstaats begonnen. Löhne seien seitdem zunehmend nur noch als Kostenfaktor betrachtet worden, nicht als Nachfrage. Paetz plädiert dafür, das zu ändern: Wer mehr verdient, kann auch mehr ausgeben. „Gewerkschaften wurden dazu gedrängt, mäßige Lohnsteigerungen zu akzeptieren, um Arbeitsplätze zu sichern. So haben sich Löhne und Renten von der Produktivität entkoppelt“, sagt Paetz.

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    23 hours ago

    Pferde halten z.B ist auch ein Hobby, und da hat man auch ca. dreißig Jahre was von und kann die nicht so ohne weiteres mal eben los werden oder abschalten.

    Ist aktuell ja einfach notwendig, aber ist doch auch keine langfristige und nachhaltige Lösung. Mit der fortschreitenden Entwicklung ärmerer Länder sinken dort ja auch die Geburtenraten. Zynisch gesehen würde das ja darauf hinauslaufen, dass man auf Armut oder Kriege in anderen Ländern angewiesen sein wird.

    Ganz im Gegenteil, die derzeitge Weltbevölkerung ist nicht nachhaltig. Wenn also die Gesamtbevölkerung langsam sinkt und Menschen aus ärmeren Gebieten dorthin ziehen wo die Infrastruktur besser ist und weniger klimawandelbedingte Katastrophen zu erwarten sind dann ist das allgemein erstmal gut (der Teufel steckt da leider im Detail).