• macniel@feddit.org
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    11 hours ago

    Das Motto in Deutschland war «Gen Z regelt». Ich verstehe diesen Generationsansatz nicht. Soll ich als Angehöriger einer älteren Generation jetzt sagen: «Dann macht mal»? Soll ich Ratschläge geben oder bin ich der Gegner? Warum sollen sich ältere Menschen nicht für Klimaschutz einsetzen, wenn sie Kinder und Enkel haben? Und warum sollen sich Junge nicht für das Rentensystem interessieren? Diese Haltung, dass sich jede Generation nur um ihre eigenen Belange kümmert, habe ich nie verstanden.

    Er spricht mir so aus der Seele. Als kurz vor der vierzig stehende Frage ich mich genau diese Dinge.

    • smub@feddit.org
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      Deutsch
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      2 hours ago

      Als ältere Person sollte man aber auch m in der Lage sein über sowas hinwegzusehen. Anstatt hier so eher distanzierende Fragen zu stellen, hätte er auch einfach klarstellen können, dass die Themen der Jugend wichtig für alle anderen Generationen sind.

    • HaraldvonBlauzahn@feddit.org
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      3 hours ago

      Da hat er auch recht. Ich bin älter als Habeck und es war immer eine Minderheit, die sich z.B. für Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Klimaschutz eingesetzt hat. Und die hAben wirklich was bewegt, bis es z.B. endlich eine klare Mehrheit für den Ausstieg aus der Atomenergie gab, oder Gleichberechtigung für LGBT Menschen. Die Mehrheit der Älteren hat uns viele heutige Probleme eingebrockt, das stimmt. Aber es ist auch bei den Jüngeren heute nur eine Minderheit, die versuchen, es besser machen und für eine bessere Zukunft streiten. Alle haben Respekt verdient.

    • killingspark@feddit.org
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      2 hours ago

      Ich würde mal eine Alternative Interpretation vorschlagen:

      “Gen Z regelt” ist das Sentiment, dass hinter allen “Lösungen” die die Politik gerade für die multiple Krisen anbietet.

      • Es ist Krieg? Genz soll in der Wehrdienst
      • Die Rente geht vor die Hunde? GenZ soll zusätzlich zur finanzierung der jetzigen Rentner AUCH NOCH private Vorsorgen UND einen Aktionfonds aufbauen um zukünftigen Generationen nicht das gleiche Problem zu hinterlassen. GenZ soll sich um die letzte, die nächste, und die eigene Generation kümmern
      • Es fehlen Fachkräfte? GenZ soll (und hat!) den höchsten Beschäftigungsgrad bisher erreichen
      • Die Pflege geht vor die Hunde? Pflegezuschüsse werden zusammengekürzt, Vergütung und Rentenansprüche für Pflege Zuhause wird zusammengestrichen, Pflegegrade werden schwerer gemacht anerkannt zu bekommen

      Ich könnte noch weiter machen aber der Punkt ist hoffentlich klar geworden. “GenZ regelt” ist das was die Politik immer wieder fordert ohne es so auszusprechen weil sie dafür nicht mal die Anerkennung hergeben will die GenZ verdient hätte.

      Und jetzt ein bisschen Meta: Dass sich alle anderen erstmal ausgeschlossen fühlen, geradezu als Gegner, nur weil irgendwo GenZ draufsteht ist doch komisch.

      Wenn irgendwo für Palestina, Kuba, Rojava, Sudan, etc etc demonstriert wird, dann fühlt sich Robert bestimmt nicht als Gegner angesprochen.

      Wenn irgendwo für die Rechte von Kindern demonstriert wird sind auch alle eingeladen.

      Wenn die Kulturszene gegen Kürzungen auf die Straße geht sind auch alle eingeladen die kein Theater spielen.

      Aber wenn die GenZ auf die Straße geht und sagt: Ihr ladet uns zu viel auf ohne irgendwas zurückzugeben, dann ist das auf einmal Spaltung und problematisch?

      • GardenGeek@europe.pub
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        42 minutes ago

        Generationen gegeneinander auszuspielen ist trotzdem klassisches ,teile und herrsche". Arm gegen Reich ist der einzige relevante Kampf der immer drängender angegangen werden muss… alles andere sind Nebelkerzen die davon ablenken sollen was hier wirklich schief läuft. Bei all den Problemen die du genannt hast ist die Raffgier einiger weniger beispielsweise auch maßgeblich warum es keine anderen Lösungsvorschläge als ,Gen Z regelt" gibt.

        • killingspark@feddit.org
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          11 minutes ago

          Ja bro, es geht den GenZ protesten aber nicht um “Generationen gegeneinander ausspielen”. Es geht genau darum, die Aufmerksamkeit darauf zu lenken, dass die Lasten die so anfallen weil die Reichen nichts abgeben wollen hauptsächlich auf die GenZ abgeladen werden.

          Der Hinweis darauf, dass eine Generation noch mehr gefickt wird als andere, heißt ja nicht, dass man gegen die anderen Generationen ist, sondern, dass man die Lasten lindern muss.

  • 5ibelius9insterberg@feddit.org
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    10 hours ago

    „Gleichzeitig leben sie in einer Gesellschaft mit grossem Wohlstand. Wenn man die Flugmeilen einiger Protestierender zusammenrechnet, stösst man sicher auf Widersprüche“

    Weil Leute mit Flugmeilen nicht für Bildung und soziale Gerechtigkeit demonstrieren dürfen? Weiß ich nicht Robert….

    • rbn@sopuli.xyz
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      10 minutes ago

      Ich finde schon auch, dass in unserer Gesellschaft gerne große, weit offene Forderungen an die Politik gestellt werden, ohne das WIE zu konkretisieren und wenn das Handeln dann persönliche Konsequenzen für einen selbst hat, wird wieder geschimpft.

      Manche junge Menschen fordern gleichzeitig von der Politik mehr Engagement beim Klimaschutz, geben keine Vorschläge ab, wie das konkret aussehen soll und sind gleichzeitig selbst Teil des Problems.

      Das soll nicht heißen, dass diese Menschen nichts mehr fordern dürfen, aber “nach dem Abi erstmal nach Australien” und “mehr Klimaschutz” sind schon erstmal schwer vereinbar.

      Das ist explizit kein spezifisches Problem bei Gen Z oder Klima. Forderungen sind oft sehr high level formuliert “X soll anders”, “Y soll besser”, “Z soll weg”. Auf diese Weise lassen sich leichter viele Menschen mobilisieren, die hinter der Forderung stehen. Würde man konkreter, dann kommt es schnell zu Uneinigkeit und Streit. Es ist leichter viele Stimmen für “mehr Klimaschutz” zu sammeln als für “Flugreisen teurer machen/beschränken”, “weniger tierische Lebensmittel”, “weniger importierte Lebensmittel”, “weniger Technik”, “weniger Kleidung”, “kleinere Wohnungen”, “weniger Heizen” usw.

    • Melchior@feddit.org
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      2 hours ago

      Wenn man die Flugmeilen einiger Protestierender zusammenrechnet, stösst man sicher auf Widersprüche. Mir fehlt bei den Protesten der Punch: Wohin soll es gehen? Was ist die konkrete, umsetzbare Forderung? Was würdet ihr tun, wenn ihr an der Macht wärt? Das habe ich noch nicht verstanden. Aber das mag an mir liegen

      Ich lese da nicht, das man nicht protestieren darf oder ähnliches, sondern dass man konkrete Forderungen stellen sollte.

      • brainwashed@feddit.org
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        52 minutes ago

        Wobei auch dafür die Flugmeilen völlig wumpe sind. Der richtige Vorschlag kann auch vom Lufthansa CEO persönlich kommen.

        • Melchior@feddit.org
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          2 hours ago

          Das ist halt ein Feld wo einige wirklich Einschnitte bei ernsthaften Klimaschutz machen müssten, die Klimaschutz fordern. Es ist halt viel einfacher es von anderen zu fordern, wenn einen die entstehenden Probleme nicht betreffen.

    • Tarogar@feddit.org
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      4 hours ago

      Ich finde Robert ja auch gut, trotzdem sollte er ja wissen das gerade Politiker tendenziell viel durch die Weltgeschichte reisen und das oft genug mit dem Flugzeug. Man könnte da ja auch argumentieren das eine telefon Konferenz da auch reichen würde… Der Punkt ist einfach Doppel Standart.

      • killingspark@feddit.org
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        2 hours ago

        Im Ernst, hä. Sollen wir mal schauen wie viele Flugmeilen der Robert hat? Hat der deswegen aufgehört für Klimaschutz zu sein? Da hat er echt nen Hirnfurz rausgelassen…

    • Schemen110676@lemmy.ml
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      3 hours ago

      Dies… ist halt ein Totschlag Argument und damit ungeeignet wenn man eine Diskussion starten will.

    • FridaVermercury@discuss.tchncs.de
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      4 hours ago

      Den Punkt getroffen, aber leider einen völlig anderen, Fliegen ist zu billig und sollte für alle (!) viel viel teurer sein. Privatflugzeuge sollten schonmal gar nicht existieren.

      Darum gehts hier aber nicht.