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  • Man müsste das wie der kommunistische Osten verbieten.

    Der kommunistische Osten ist auch nur nach außen kommunistisch, im Kern läuft das System genauso wie unseres: Einige wenige werden reich und streben nach globaler Vormacht, der Rest bleibt arm oder wird ärmer. China (um das es dir wohl geht) hält seine Währung künstlich niedrig um mit Exporten global an einfluss zu gewinnen, dadurch halten sie aber auch die eigene Bevölkerung klein. Mit den strategischen Subventionen in Wirtschaftsektoren statt Lebensqualität der eigene Leute ist es das gleiche. Leistung lohnt sich dort genauso (wenig) wie bei uns, das kriegt insbesondere de Jugend dort grade zu spüren.

    Was es bräuchte wäre eine andere Regierungsform, das Gespräche hatten wir beide schon.

    Davon mal ab willst du vermutlich darauf hinaus, dass es entweder einen sozialen (sprich stark regulierten) Kapitalismus oder einen kapalistischen Solzialismus braucht, was letztlich das selbe ist und sich nur inder Ausgangsbassis unterscheidet. Darin würde ich dir sogar zustimmen, beides ist aber mit repräsentativern Systemen unerreichbar, da repräsentativer Kapitalismus/Sozialismus immer natugegeben dazu neigt sich selbst zu deregulieren (indem die Minderheit der Egoisten nach und nach die Führungspositionen besetzt).


  • Als Grossmacht hätten wir unsere eigenen Ambitionen. So könnten wir den Rest der Welt dazu bringen, dass der zusammenhält, um die Großmächte zu einer Einigung zu bringen.

    Sorry aber was ein Stuss…

    Das hatten wir schonmal bzw. 2000 Jahre lang. Hat noch nie funkrioniert und als Normalo endet man in irgendeinem Graben oder als Krüppel. Falls das dein Traum ist deine Sache aber mich überzeugt das nicht.

    Es würde reichen, wenn sich jeder an die Regeln hält. Egal welches System, es wird immer Leute geben, die es manipulieren. Warum also nicht in der Marktwirtschaft die Strukturen schaffen?

    Du hast gefrordert das Problem zu lösen, ich hab dir gesagt was nötig ist, jetzt stellst du infrage ob das Problem gelöst werden muss. Entscheid dich mal.











  • Ich wurde grade in den Kommentaren des zeitartikels aufgeklärt, dass das Problem nicht Merit-Order sondern Pay-as-Clear heißt.

    Ich zitiere:

    ,Das Merit-Order-Prinzip bestimmt lediglich, in welcher Reihenfolge die Kraftwerke ans Netz gehen. Was Sie meinen, ist das Uniform Pricing (aka Pay-as-Clear aka Markträumungspreis), das wir in Deutschland haben: Alle, die einspeisen, bekommen den Preis, den der zuletzt ans Netz gehende, teuerste Anbieter aufgerufen hat. Das hat null mit Merit-Order zu. Sie können Merit Order z.B. auch mit Pay-As-Bid umsetzen: Jeder bekommt den Preis, zu dem er angeboten hat.

    Die Materie ist äußerst komplex und auch Fachleute sind völlig uneins, ob wir mit Pay-As-Bid auf Dauer günstiger fahren. Klar ist, dass das bestehende Pay-as-clear-Prinzip in Zeiten von Knappheit zu besonders hohen Preisen führt.

    Aber bei dem bestehenden Pay-as-clear bieten im Normalfall alle billig zu Grenzkosten an. Groß zu spekulieren lohnt sich nicht, weil man automatisch den höchsten Preis bekommt, den der Markt zur Deckung der Nachfrage bereit ist, zu bezahlen. Bei Pay-as-Bid fangen alle an zu spekulieren, was wohl der höchste Preis ist, zu dem man noch bezuschlagt wird. Im Detail ist es viel komplizierter und es wurden unzählige Simulationen durchgeführt und die Ergebnisse sind nicht eindeutig."

    von Nutzer ,==============="

    Fand ich interessant zu lesen und war mir so nicht bekannt.

    /edit: Lohnt sich mal ins Nutzerprofil rein zu schauen, lerne grade einige neue Perspektiven kennen.


  • Kannte ich tatsächlich nicht, bin aber auf den gleichen Gedanken gekommen!

    An sich ist die Delegierung von Stimmen aus meiner Sicht kein Problem an sich, sie muss allerdings jederzeit wiederrufbar sein (in Zeiten des Internets kein größeres Problem). Würde in meinem Gedankenkonstrukt heißen ich vergebe meine Stimme (gerne auch themenspezifisch) an eine Person oder Institution die dann mit meiner Stimme abstimmt. Stelle ich aber fest, dass ich mit den Positionen dieser Entität nicht mehr übereinstimme, kann ich die Stimmendelegierung jederzeit widerrufen und entweder selbst mit abstimmen oder eben weiter deligieren.

    Was auf jeden Fall weg muss sind feste, mandatierte Amtszeiten in denen ein Berufpolitiker nur ,seinem Gewissen verpflichtet ist". Denn repräsentative Systeme destillieren systematisch Egoisten und Narzissten in Führungspositionen… bei denen auf Gewissen zu setzen heißt auf Sand zu bauen. Wie müssen weg von einem 4-Jahre-Blankocheck für Korruption und Einflussnahme entgegen der Interessen der Mehrheit.

    Ist die Software noch nicht gut genug oder stimmt etwas mit dem Konzept nicht?

    Das Hauptproblem ist der Abstimmungsmechanismus. Die Wahl wäre, alleine aufgrund technischer Details, nie geheim.

    Einerseits gut, denn man könnte Manipulationen relativ leicht auf die Schiche kommen indem man einfach eine Stichprobe X der Wähler fragt ob sie tatsächlich so abgestimme haben wie im Ergebnis bekannt (bzw. die Leute würden sich vermutlich von sich aus beschweren wenn sie auf der falschen Liste nach der Wahl auftauchen).

    Andererseits schlecht, da natürlich so die freie Meinungsbildung unter dem Druck der Öffentlichkeit steht.

    Meine persönliche Meinung dazu ist allerdings, dass dich als Internetnutzer heute schon jede Website relativ zuverlässig deanonymisieren kann, das man im Internet anonym bleibt ist also eher Wunschdenken udn hängt vom Aufwand ab den jemand bereit ist zu treiben um herauszufindern wer du bist.

    Zudem finde ich es schwierig Meinungen zu haben die man öffentlich nicht vertreten will. Denn eigentlich sind wir, zumindest theoretisch, als offene tolerante Gesellschaft darauf angewiesen alle Positionen offen Diskutieren zu können (an dieser Stelle aber das Toleranzparadoxon von Popper im Kopf behalten).




  • Ich bedenke, dass hier mehrere tausend hilfbereite Menschen (die ihrerseits vermutlich auch nichr reich waren) um Geld betrogen wurden, in mindestens einem Fall hat sich jemand dafür verschuldet und im Fall der Krebshilfe wurden die 100 000 Euro Kindern vorenthalten die wirklich Krebs haben/hatten. Die meisten Privatpersonen werden sich nach dieser Geschichte zweimal überlegen ob sie für eine gute Sache spenden und auch die Hilfsorganisationen werden vermutlich neue Hürden aufbauen um Missbrauch vor zu beugen… was dann letztlich tatsächlich betroffenen das Leben schwerer macht.

    Der Schaden den dieser ,nur" Betrug an der Gemeinschaft anrichtet ist meiner Meinung nach kaum zu überschätzen, unabhängig vom finanziellen Aspekt.

    Also ja, ich persönlich finde 10 Jahre gerechtfertigt. Es liegt aber nicht an mir das Strafmaß festzulegen, dafür haben wir in diesem Land Richter.



  • Kurze Antwort: Nein, ich denke Experten sind für eine direkte Demorkatie nicht zwingend notwendig. Allgemein gilt aber das Experten, sofern sie objektiv sind, in den allermeisten Regierungssystemen daazu beitragen, dass besser informierte Entscheidungen getroffen werden können.

    Lange Antwort:

    Wenn du ein bisschen Zeit hast skizziere ich kur wie ich mir ein modernes, direktdemokratisches System vorstelle:

    Jeder kann über alles abstimmen, jederzeit. Wird jeder immer über alles abstimmen (wollen)? Sicherlich nicht. Jeder Mensch hat sein eigenes Leben zu leben und eigene Projekte und Ziele. ABER: Wenn eine Entscheidung ansteht, die mich als Individuum betrifft, kann ich mich einmischen und an ihre mitwirken. Auf diese Weise stimmen mehrheitlich diejenigen über ein Gesetz ab, die davon selbst betroffen sind. Demokratischer geht es meiner Meinung nach nicht.

    Als Umsetzung würde ich mir eine open-source basierte Internet-Plattform vorstellen. Dadurch kann jeder mit hinreichendem Verständnis die Abstimmungen auf Manipulationen überprüfen/überwachen und Wahlfälschung wird, bei potentiell Millionen Wahlprüfern, sehr erschwert.

    Praxisbeispiel - Wie würden Gesetzte beschlossen?

    Wenn ich ein Problem haben von dem ich denke, dass es gesamtgesellschaftlich gelöst werden muss, reiche ich auf ,der Plattform" eine Petition ein. Wird diese Petition in einem Zeitraum x von ausreichend Mitbürgern unterstützt, zeigt das, dass hier ein gesellschaftlicher Handlungsbedarf besteht.

    Auf Basis des formulierten Problems darf JEDER Lösungsvorschläge formulieren.

    Auf diese Weise können sowohl Laien, als auch Experten und Akademiker ihre Expertisen einbringen und darüber diskutieren was die beste Lösung ist. Nach einer gewissen Frist wird von ALLEN über ALLE eingereichten Vorschläge abgestimmt, der Vorschlag mit den meisten Stimmen wird schließlich umgesetzt.

    Hierbei gibt es keine ,Mindestlaufzeit" der Lösung … wenn die Bevölkerung in 3 Monaten feststellt, dass die gefundene Lösung nichts taugt, beginnt der Prozess auf Basis einer Problemstellung von vorne.

    Vorteile:

    - absolut demokratisch

    - keine potenziell korrupten Repräsentanten

    - deutlich geringere Kosten für den Politikbetrieb

    - Bürger lernen wieder Verantwortung für den Staat zu übernehmen (kein Abwälzen der Verantwortung für schlechte Wahlentscheidungen auf Politiker/ ,die da oben")

    - Bürger werden motiviert sich zu bilden bevor sie abstimmen (wer entscheidet schon gerne falsch?)

    Nachteile:

    - aktuelles System müsste sich selbst entmachten (sehr unwahrscheinlich)

    …mehr habe ich bis jetzt nicht gefunden.

    TLDR:

    Potentiell korrumpierbare Repräsentanten durch eine direkte, internetbasierte Demokratie ersetzten in der jeder Mitbürger jederzeit mitentscheiden kann wenn er möchte.