Aus gegebenem Anlass, hier der faktencheck!

  • brainwashed@feddit.org
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    11 hours ago

    Immer dieses Geseier um Blackrock. Das sind Aktien Unternehmen, da sind dann immer Blackrock, Vanguard etc. unter den Eigentümern. Nein, das ist nicht der böse Hedgefond, sondern jeder 20 Euro MSCI World Sparplan. Das wird am Ende auch irgendwelche Versicherer treffen mit erwartbaren Folgen für deren Kunden.

    Abgesehen davon trägt das Argument nicht, das die großen angeblich zu wenig bauen. Es ist ist erklärtes Ziel der PdL den Mietzins dauerhaft zu dämpfen, besser noch zu senken. Bei steigenden Baukosten führt führt das für alle, auch Genossenschaften, zu unrentablem Neubau. Wenn man zudem noch fürchten darf, in wenigen Jahren und vor ammortisierung des Projekts in weitere Regulierungen hineinzulaufen, wird es völlig unmöglich.

    Der Berliner Mietmarkt ist jetzt in einer Interventionsspirale. Das was am Ende rauskommt, wird die Mieter nicht glücklicher machen.

    • macniel@feddit.org
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      12 hours ago

      Imho sollte mit Grundbedürfnissen und Infrastruktur kein Geld gemacht werden, denn diese sind zum Lebenserhalt des Menschen notwendig; und es ist im Sinne des Staats, dass wir uns um soetwas keine Gedanken machen müssen sondern uns voll auf die Wirtschaft und Selbstrealisierung (und Kinder kriegen) fokussieren können.

      • Dayroom7485@lemmy.world
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        11 hours ago

        Genau da liegt doch der Hase im Pfeffer. Wir brauchen massive Investition in urbanen Wohnraum. Das machen entweder die Privaten, die wollen aber Rendite sehen.

        Oder halt der Staat, über günstige Kredite an gemeinnützige Träger wie Baugenossenschaften. Der Bund kann sich heute zu 3,41% Geld leihen. Das könnten er zu 3.5% an Bauträger weitergeben, von solchen Konditionen können Private nur träumen.

        Trotzdem müssen die Genossenschaften dann >3.5% Rendite machen, um Kosten zu decken und Zinsen zu bedienen.

        • JensSpahnpasta@feddit.org
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          8 hours ago

          Genau da liegt doch der Hase im Pfeffer. Wir brauchen massive Investition in urbanen Wohnraum. Das machen entweder die Privaten, die wollen aber Rendite sehen

          Oder wir machen uns parallel dazu mal Gedanken, wie wir diesen Zuzugsdruck aus dem urbanen Raum nehmen können. Wir hatten da einen ganz kurzen Moment, wo es die Chance dazu gab. Wo man dann viele Dank HomeOffice die Chance gehabt hätten, irgendwo etwas weiter raus was nettes und günstigeres zu finden. Das wird dann gerade überall wieder eingestampft und das feuert massiv den Wohnungsmarkt in den großen Städten an

        • brainwashed@feddit.org
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          11 hours ago

          Eine Genossenschaft ist nicht gemeinnützig. Eine Genossenschaft ist ihren Genossen verpflichtet. Und genau deswegen setzen auch nicht Das Vermögen der Genossenschaft aufs Spiel für unprofitablen Neubau.

          • Dayroom7485@lemmy.world
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            8 hours ago

            Kann gemeinnützig sein, muss nicht. Ich rede von gemeinnützigen, war erwas ungenau formuliert. Meinetwegen auch ne gemeinnützige GmbH, der Punkt ist der gleiche: Private haben Renditedruck, der nicht in den Wohnungsmarkt gehört.

            • brainwashed@feddit.org
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              8 hours ago

              Der Punkt ist ja genau nicht der gleiche. Eine GGmbH ist einem gemeinnützigem Zweck verpflichtet, eine Genossenschaft ist ihren Genossen verpflichtet und kann daher nicht als Gemeinnützigkeit verpflichtet sein.

              Für das Optimierungsproblem beim Wohnraum macht es einen Unterschied. Ich kann auf etwaige Gewinne verzichten und den derzeit wohnenden möglichst günstigen Wohnraum bereitstellen oder ich generiere Gewinne um damit noch nicht dort wohnenden neuen Wohnraum herzustellen.

              • kossa@feddit.org
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                8 hours ago

                Ich glaube, wenn die ganzen Immobiliengroßkonzerne ihre Gewinne, so wie du schreibst, in Neubau stecken würden, dann hätten wir tatsächlich das Problem nicht (oder nicht so krass).

                Aber sie schütten ja aus, sie reinvestieren ja nicht (so viel, wie sie könnten).

                • brainwashed@feddit.org
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                  5 hours ago

                  Ich sage nicht dass sie das tun. Aber solange die EnteignungsAöR das nicht tut, ändert sich am Wohnungsmangel in Berlin exakt nichts. Dann kann das bestenfalls subvention für mietende sein die, wie dargelegt, die Mieten damit den Spiegel drückt und Neubau unattraktiver macht.

                  • kossa@feddit.org
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                    1 hour ago

                    Mir deucht, du hast den Artikel gar nicht gelesen, oder nur bis zu deinem Triggerwort Blackrock. Da wird ja genau aufgeschlüsselt, wer neu baut. Spoiler: es sind nicht die Konzerne, die der Souverän (!) laut Volksentscheid enteignen möchte.

                    Ich finde im Übrigen nach einem Volksentscheid zu debattieren eigentlich eh Makulatur. Man kann ihn inhalhtlich so scheiße finden, wie man will. Wenn er verfassungskonform ist, sollte man als Demokrat eigentlich nur noch über die Umsetzung debattieren.

      • brainwashed@feddit.org
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        11 hours ago

        Dann müssten wir den gesamten Lebensmittelsektor gleich mit verstaatlichen. Du machst durch Verstaatlichung erstmal nichts günstiger, du verlagerst das ganze nur zu anderen Eigentümern. Und die können nicht zaubern und sind den selben Sachzwängen unterworfen, wie andere Marktteilnehmer. Als teurere Instandhaltung, höherer Zins.

        Wir haben das alles schon mal durch exerziert, Das hat in jedem Land der Welt zu schlechterer Versorgung und/oder Qualität geführt

        • killingspark@feddit.org
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          3 hours ago

          Der Lebensmittel Sektor ist quasi verstaatlicht. Die Menge Subventionen die notwendig sind um den “Markt” am laufen zu halten…

        • A_norny_mousse@piefed.social
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          6 hours ago

          Dann müssten wir den gesamten Lebensmittelsektor gleich mit verstaatlichen.

          Kenn ich gut, diese Art von Argument.

          Wollen wir aber nicht. Ein bisschen mehr Soziales in der Marktwirtschaft würde uns schon genügen.

          • brainwashed@feddit.org
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            5 hours ago

            Ein bisschen mehr staatlicher Eingriff bei unserer 50 % Staatsquote wird diesen Karren nicht aus dem dreck ziehen. Bestenfalls bleibt für die Mieter alles beim alten und Berlin macht noch mehr Schulden. Schlimmstenfalls werden die Wohnungen runtergewirtschaftet, stehen länger leer, werden am Ende doch wieder privatisiert und Berlin hat Schulden.

            • A_norny_mousse@piefed.social
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              5 hours ago

              Wie selbstbewußt du all das als absolute Fakten darstellst.

              Ich bin somit nicht der erste der nach ein bisschen mehr Substanz fragt, merkst du aber gar nicht weil du dich so gerne schwadronieren hörst.

        • Dayroom7485@lemmy.world
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          7 hours ago

          Dein Vergleich hinkt, weil der Lebensmittelmarkt viel besser einem idealen Markt entspricht als der Immobilienmarkt. Wenn der Preis für Weizen steigt, ist es profitabler für Bauern, Weizen anzubauen. Also pflanzen sie weniger Unrentables und mehr Weizen. Steigt der Bedarf nach Weizen weiter, erschließen sie neues Ackerland. Der Preis steuert den Markt nach Effizienztheorie.

          Wenn der Bedarf nach Wohnungen in Hamburg steigt, ist es unfassbar teuer, Büroflächen umzuwandeln. Gleichzeitig gibt es nur begrenzt Bauland, und Investoren bauen vor allem besonders rentable Luxuswohnungen und Gewerbeimmobilien.

          Der Immobilienmarkt ist voller Marktversagen, der Lebensmittelmarkt genau nicht.

          • brainwashed@feddit.org
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            5 hours ago

            Der Mietmarkt ist vor allem voller staatlicher Interventionen. Dass Büros nicht morgen Wohnungen sein können liegt an Auflagen, nicht daran, dass nicht irgendwer da ein paar Trockenbau Wände einzieht.

            Wie du selbst sagst, dürften Mieten auf das Marktniveau steigen würde sich Neubau stärker lohnen.

        • Don_alForno@feddit.org
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          10 hours ago

          Du machst durch Verstaatlichung erstmal nichts günstiger, du verlagerst das ganze nur zu anderen Eigentümern.

          “Indem du das Erfordernis, immer möglichst viel Gewinn zu machen, entfernst, machst du nichts günstiger.”

          Ok.

          • Quittenbrot@feddit.org
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            10 hours ago

            Die Frage ist, wie viel vom derzeitigen ‘zu teuer’ tatsächlich auf das ‘Aktionäre sollen verdienen müssen’ entfällt. Also wirklich ganz ehrlich gefragt.

            Denn es ist ja nicht nur mieten teuer, sondern auch kaufen, bauen, etc. Dagegen helfen vergesellschaftete Wohnungen nicht und sie sind der gleichen Kostenstruktur unterworfen. Der Boden kostet das gleiche, das Bauen ebenfalls. Darum will man ja gerade unter Wert enteignen.

          • brainwashed@feddit.org
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            10 hours ago

            Du tauschst aber nicht einen Akteur gegen einen anderen aus, der lediglich weniger Gewinnstreben hat. Du baust hier auch einen neuen Verwaltungsapparat drumherum, der erst mal rund laufen muss, eigene Kosten mitbringt, weniger Wohnungen verwaltet als der bestehende Konzern.

            Die Hoffnung, dass das genauso kosteneffizient funktioniert wie im, wie du selbst sagst, immer auf viel Gewinn und nicht unbedingt auf gut bezahlte Mitarbeiter und Dienstleister optimiert ist, ist erst mal Ein frommer Wunsch.

    • Imke@feddit.org
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      10 hours ago

      Gerade hier macht doch die Anstalt öffentlichen Rechts Sinn. Die Rahmenbedingungen haben ja nicht automatisch was damit zu tun wer baut, private haben da die gleichen Hürden wenn nicht sogar mehr. Die AöR muss sämtliche Einnahmen in Instandhaltung/Verwaltung/Sanierung/Neubau/Rücklagen stecken. Es gibt zwar auch solche, denen zusätzliche Gewinne ermöglicht werden, die dann vom Staat/der Kommune/dem Land abgeschöpft werden können (z.B. KfW, Landesbanken, Sparkassen), dazu wird aber dieses Modell voraussichtlich nicht zählen. Klar können auch Private neubauen und werden es bei teuren Mietverträgen vermehrt tun. Dazwischen liegen aber die Ausschüttungen an Aktionäre (am Beispiel Vonivia 29% der Mieteinnahmen) und zusätzlich Spitzengehälter, die bei großen Privaten ein vielfaches der AöRs liegen, die indirekt demokratisch abgesegnet werden müssen. Die Miete könnte bei gleichen Investitionen in den Neubau also definitiv gesenkt werden oder eben bei gleicher Miete viel mehr gebaut/saniert werden. Btw. die gübstigen Kreditzinsen, den die AöRs zahlen, fließt über die KfW zu großen Teilen an den Bund zurück, falls die KfW dort Gewinne erwirtschaft. In den AöRs sind ganz normal Leute angestellt (mit faireren Löhnen als im vergleichbaren privaten Sektor), dis Volkswirtschaft hat davon also eher Vorteile als Nachteile, es wird einfach nur mehr Geld im Kreislauf geführt anstatt einen großen Teil davon in Spitzengehälter und Kapitalmehrung für AktionärInnen und allg. AnlegerInnen abzupumpen. Wohnungswirtschaft ist (wie zum Beispiel auch alles, was die Stadtwerke machen) ein sich sehr träge verhaltendes Segment, in denen eine träge öffenliche Verwaltung hervorragend wirtschaften kann. Da gäbe es bessere Beispiele für Dinge, in denen schnell auf Veränderungen reagiert werden muss, die ggf. bessere Beispiele gegen Vergesellschaftung wären.

      • brainwashed@feddit.org
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        10 hours ago

        Wie träge die Wirtschaften siehst du unter anderem in dem höheren Leerstand Der öffentlich verwalteten Wohnungen. Hilft das dann dem Wohnungssuchenden in Berlin?

        Hier zu hoffen, dass Menschen auf einmal besser bezahlt werden und unterm Strich dann trotzdem geringere Mieten dabei herauskommen, halte ich für kurios.

        • Imke@feddit.org
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          9 hours ago

          Löhne machen bei den öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften ca. 15% der Gesamtausgaben aus, gezahlt wird tariflich, z. b. nach TVöD. Und das sind schon die faireren Löhne. Ein Koch bei einer Uni-Mensa (AöR) verdient deutlich mehr und sicherer bei besseren Arbeitsbedingungen als eine Köchin in einem durchschnittlichen privaten Restaurant. Unterm Stich kommen definitiv deutlich günstigere Mieten raus, kann man ja am Vergleich derzeitiger öffentlicher und privaten Wohnungen sehen.

          Woher nimmst du die Aussage mit dem höheren Leerstand bei den öffentlichen Wohnraumgebäuden und wie hoch ist der Ubterschied? Würde mich interessieren (frage nicht, um gegen dein Argument zu schießen)

          • brainwashed@feddit.org
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            9 hours ago

            Was du nicht siehst, ist der öffentliche Wohnraum, der den Markt unterbietet und gleichzeitig noch mehr wird, weil sie nur dazu bauen. Warum?

              • brainwashed@feddit.org
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                9 hours ago

                Da fehlt ein Wort.

                Was ich damit sagen will: wenn Die öffentliche Hand so viel geiler wirtschaftet, dass sie sowohl die Arbeitnehmer besser bezahlen kann, als auch günstigere Mieten anbieten kann, warum nutzt sie dieses ganze Potenzial dann nicht, um massiv neu zu bauen?

                Hier wird ein Argument gemacht, des besseren Wirtschaftens, für das ich keine Belege sehe.

                • horsesaysweird@feddit.org
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                  8 hours ago

                  Weil es politisch nicht gewollt ist. Wenn die Regierung möchte, dass Immobilien privaten Investoren gehören, dann investiert sie natürlich nichts in städtische Immobilien. Ist doch logisch.

                • Imke@feddit.org
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                  9 hours ago

                  Ob sie allg. besser wirtschaften, weiß ich nicht aber rechtlich gesehen dürfen eben keine langfristigen gewinne gemacht werden und z.b. die spitzengehälter werden vom verwaltungsrat, in denen politische Vertreter sitzen, bestimmt. Dadurch fließt ein guter Brocken geld zurück in die AöR, die dann damit Dinge tun kann, die aber vorgegeben sind (eben Neubau, Sanierung, günstigere mieten, Rücklagen, etc.). Es wird ja viel öffentliches Geld in Neubau gesteckt, ich denke mal, warum gerade in Berlin die Vergesellschaftungsdebatte entbrennt, ist, der allg. Platzmangel in der Stadt (kein platz–>keine Konkurrenz bei hoher Nachfrage–> Markt regelt nicht). Berlin ist ja schon sehr verdichtet, da geht es wenn überhaupt (bin keine Berlinerin) eher in die weite peripherie. In Städten mit viel Platz zum bauen, wird denke ich eher neues erschlossen, statt vergesellschaftet. Was man auch nicht vergessen darf, dass viele Berliner wohnungen in privater konzernhand (am.Beispiel Vinovia sogar der größte teil) eigentlich öffentlich gebaut und irgendwann privatisiert wurden.

                  • brainwashed@feddit.org
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                    8 hours ago

                    Wenn sie nicht besser wirtschaften kann man sich den Stunt sparen. Und AöR sind auch keine Garanten für weniger Verwaltungswasserkopf oder bessere/günstigere Dienstleistungen für die Kundschaft. Man schaue sich nur die viel zu vielen Sparkassen in Deutschland mit ihren meist objektiv schlechteren Bedingungen an.

                    Der Platzmangel in Berlin wird durch die Vergesellschaftung ja auch nicht adressiert. Man könnte ja mal das Tempelhofer Feld bebauen… ah ne… es gibt nen wünschdirwas Volksentscheid und der heilige Asphalt da darf nicht besudelt werden. Organische Nachverdichtung durch Bestandsmieter die viel Wohnraum für wenig Geld mieten will das deutsche Mietrecht auch nicht. Höher bauen ist auch böse.

                    Und natürlich hat es Gründe, warum Berlin seinen öffentlichen Bestand irgendwann veräußert hat. Der Grund war nicht, dass die Wohnungen so gut und günstig waren und die Anstalten so gut gewirtschaftet haben.

    • JensSpahnpasta@feddit.org
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      11 hours ago

      In der Tat - das Problem sitzt leider tiefer. Natürlich ist Vonovia ein Kackkonzern und natürlich zahlen die einen erstaunlichen Anteil der Miete an ihre Aktionäre aus. Aber: Wenn man sich mal die aktuellen Baupreise, die Grundstückspreise, die Zinslage und all das anschaut, dann ist der Wohnungsbau gerade in einer umfassenden Krise. Bei 4,1% Bauzinsen und den in Großstädten abgerufenen Grundstückspreisen und dem, was ein Bau irgendwie halt kostet, wird das einfach superteuer. Man darf sich das gerne einfach mal für eine kleine Wohnung durchrechnen, da gerät man auch als ordentlich verdienender Mensch in Finanzierungsprobleme. Alleine schon ein 200.000€ Kredit macht bei 4,1% Zinsen 8200€ Zinszahlungen im Jahr bzw. 683€ pro Monat. Und dann hast du noch nichts getilgt. Da kann sich jeder überlegen, was an Haus dann noch bezahlbar ist.

      (und daran ändert leider auch eine Verstaatlichung der Konzerne nichts)

      • brainwashed@feddit.org
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        11 hours ago

        Ja, kann sich heute ja jeder mit Claude Co. zusammen rechnen und mal an den Reglern drehen. Und im politischen Diskurs wird der kostendeckende Neubauvermietungsreis dann als Luxus verrissen. Sorry, abgerockte Altbauwohnungen kann man halt nicht herstellen und die bestehenden mit Steuergeld zu subventionieren hilft exakt nur denen, die derzeit darin wohnen.

        • DrunkenPirate@feddit.org
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          7 hours ago

          Es gäbe da Ansätze. Die sind allerdings extrem unpopulär und kosten Wählerstimmen.

          Ein großer Knackpunkt, der die Neumieten für Familien und Studenten in die Höhe treibt, sind die Altmieten vs Neumieten.

          Keiner verkleinert seinen Wohnraum, weil er dann mehr für weniger Fläche zahlen muss. Das ist eine direkte Folge der Mietbremse auf Bestandsmieten. Aber wie man das vernünftig aufdröselt, dazu fehlt mir die Expertise.

          • brainwashed@feddit.org
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            5 hours ago

            Naja der Markt würde das ausnahmsweise regeln wenn er dürfte. Oder du machst interventionsspirale weiter und führst ne Wohnraumpberverbrauchssteuer ein pro Kopf. Hat dann aber auch den Effekt dass es Omas Wohnung verteuert und die andere noch teurer ist.