Dann müssten wir den gesamten Lebensmittelsektor gleich mit verstaatlichen. Du machst durch Verstaatlichung erstmal nichts günstiger, du verlagerst das ganze nur zu anderen Eigentümern. Und die können nicht zaubern und sind den selben Sachzwängen unterworfen, wie andere Marktteilnehmer. Als teurere Instandhaltung, höherer Zins.
Wir haben das alles schon mal durch exerziert, Das hat in jedem Land der Welt zu schlechterer Versorgung und/oder Qualität geführt
Ein bisschen mehr staatlicher Eingriff bei unserer 50 % Staatsquote wird diesen Karren nicht aus dem dreck ziehen. Bestenfalls bleibt für die Mieter alles beim alten und Berlin macht noch mehr Schulden. Schlimmstenfalls werden die Wohnungen runtergewirtschaftet, stehen länger leer, werden am Ende doch wieder privatisiert und Berlin hat Schulden.
Dein Vergleich hinkt, weil der Lebensmittelmarkt viel besser einem idealen Markt entspricht als der Immobilienmarkt. Wenn der Preis für Weizen steigt, ist es profitabler für Bauern, Weizen anzubauen. Also pflanzen sie weniger Unrentables und mehr Weizen. Steigt der Bedarf nach Weizen weiter, erschließen sie neues Ackerland. Der Preis steuert den Markt nach Effizienztheorie.
Wenn der Bedarf nach Wohnungen in Hamburg steigt, ist es unfassbar teuer, Büroflächen umzuwandeln. Gleichzeitig gibt es nur begrenzt Bauland, und Investoren bauen vor allem besonders rentable Luxuswohnungen und Gewerbeimmobilien.
Der Immobilienmarkt ist voller Marktversagen, der Lebensmittelmarkt genau nicht.
Der Mietmarkt ist vor allem voller staatlicher Interventionen. Dass Büros nicht morgen Wohnungen sein können liegt an Auflagen, nicht daran, dass nicht irgendwer da ein paar Trockenbau Wände einzieht.
Wie du selbst sagst, dürften Mieten auf das Marktniveau steigen würde sich Neubau stärker lohnen.
Die Frage ist, wie viel vom derzeitigen ‘zu teuer’ tatsächlich auf das ‘Aktionäre sollen verdienen müssen’ entfällt. Also wirklich ganz ehrlich gefragt.
Denn es ist ja nicht nur mieten teuer, sondern auch kaufen, bauen, etc. Dagegen helfen vergesellschaftete Wohnungen nicht und sie sind der gleichen Kostenstruktur unterworfen. Der Boden kostet das gleiche, das Bauen ebenfalls. Darum will man ja gerade unter Wert enteignen.
Du tauschst aber nicht einen Akteur gegen einen anderen aus, der lediglich weniger Gewinnstreben hat. Du baust hier auch einen neuen Verwaltungsapparat drumherum, der erst mal rund laufen muss, eigene Kosten mitbringt, weniger Wohnungen verwaltet als der bestehende Konzern.
Die Hoffnung, dass das genauso kosteneffizient funktioniert wie im, wie du selbst sagst, immer auf viel Gewinn und nicht unbedingt auf gut bezahlte Mitarbeiter und Dienstleister optimiert ist, ist erst mal Ein frommer Wunsch.
Dann müssten wir den gesamten Lebensmittelsektor gleich mit verstaatlichen. Du machst durch Verstaatlichung erstmal nichts günstiger, du verlagerst das ganze nur zu anderen Eigentümern. Und die können nicht zaubern und sind den selben Sachzwängen unterworfen, wie andere Marktteilnehmer. Als teurere Instandhaltung, höherer Zins.
Wir haben das alles schon mal durch exerziert, Das hat in jedem Land der Welt zu schlechterer Versorgung und/oder Qualität geführt
Der Lebensmittel Sektor ist quasi verstaatlicht. Die Menge Subventionen die notwendig sind um den “Markt” am laufen zu halten…
Kenn ich gut, diese Art von Argument.
Wollen wir aber nicht. Ein bisschen mehr Soziales in der Marktwirtschaft würde uns schon genügen.
Ein bisschen mehr staatlicher Eingriff bei unserer 50 % Staatsquote wird diesen Karren nicht aus dem dreck ziehen. Bestenfalls bleibt für die Mieter alles beim alten und Berlin macht noch mehr Schulden. Schlimmstenfalls werden die Wohnungen runtergewirtschaftet, stehen länger leer, werden am Ende doch wieder privatisiert und Berlin hat Schulden.
Wie selbstbewußt du all das als absolute Fakten darstellst.
Ich bin somit nicht der erste der nach ein bisschen mehr Substanz fragt, merkst du aber gar nicht weil du dich so gerne schwadronieren hörst.
Habe ich eine Frage überlesen die du gestellt hast?
Dein Vergleich hinkt, weil der Lebensmittelmarkt viel besser einem idealen Markt entspricht als der Immobilienmarkt. Wenn der Preis für Weizen steigt, ist es profitabler für Bauern, Weizen anzubauen. Also pflanzen sie weniger Unrentables und mehr Weizen. Steigt der Bedarf nach Weizen weiter, erschließen sie neues Ackerland. Der Preis steuert den Markt nach Effizienztheorie.
Wenn der Bedarf nach Wohnungen in Hamburg steigt, ist es unfassbar teuer, Büroflächen umzuwandeln. Gleichzeitig gibt es nur begrenzt Bauland, und Investoren bauen vor allem besonders rentable Luxuswohnungen und Gewerbeimmobilien.
Der Immobilienmarkt ist voller Marktversagen, der Lebensmittelmarkt genau nicht.
Der Mietmarkt ist vor allem voller staatlicher Interventionen. Dass Büros nicht morgen Wohnungen sein können liegt an Auflagen, nicht daran, dass nicht irgendwer da ein paar Trockenbau Wände einzieht.
Wie du selbst sagst, dürften Mieten auf das Marktniveau steigen würde sich Neubau stärker lohnen.
“Indem du das Erfordernis, immer möglichst viel Gewinn zu machen, entfernst, machst du nichts günstiger.”
Ok.
Die Frage ist, wie viel vom derzeitigen ‘zu teuer’ tatsächlich auf das ‘Aktionäre sollen verdienen müssen’ entfällt. Also wirklich ganz ehrlich gefragt.
Denn es ist ja nicht nur mieten teuer, sondern auch kaufen, bauen, etc. Dagegen helfen vergesellschaftete Wohnungen nicht und sie sind der gleichen Kostenstruktur unterworfen. Der Boden kostet das gleiche, das Bauen ebenfalls. Darum will man ja gerade unter Wert enteignen.
Du tauschst aber nicht einen Akteur gegen einen anderen aus, der lediglich weniger Gewinnstreben hat. Du baust hier auch einen neuen Verwaltungsapparat drumherum, der erst mal rund laufen muss, eigene Kosten mitbringt, weniger Wohnungen verwaltet als der bestehende Konzern.
Die Hoffnung, dass das genauso kosteneffizient funktioniert wie im, wie du selbst sagst, immer auf viel Gewinn und nicht unbedingt auf gut bezahlte Mitarbeiter und Dienstleister optimiert ist, ist erst mal Ein frommer Wunsch.