Super, können wir das auch mit Immobilienunternehmen und Versicherungen machen? Die haben ja ähnliche Profite, machen aber einen höheren Anteil der Ausgaben bei den meisten Leuten und wirken sich auch maßgeblich auf die Nummern auf den Preisschilder aus.
Leute denkt mal nach bevor ihr was schreibt. Das ist an die Verfasser des jacobin-Artikels gerichtet.
Die Unternehmen die am meisten profitieren wenn Öl und Gas teurer werden sind nämlich die Unternehmen die erneuerbare Energie verkaufen.
Man kann das ganz leicht einsehen. Man betrachte das Angebot-Nachfrage-Modell.

Wenn es weniger Angebot gibt dann wird die Supply-Kurve nach oben-links verschoben, d.h. es wird weniger gehandelt und zu höheren Preisen. Jedoch bedeutet das, das die erneuerbaren Erzeuger höhere Profite einfahren, da sie die gleichen Erzeugungskosten haben (nämlich praktisch keine) und den Strom teurer verkaufen können. Deren Angebot wird ja nicht beschränkt.
Dagegen machen Gas-kraftwerke praktisch keinen Gewinn da die den Strom zwar zu höheren Preisen verkaufen können aber eben das Gas auch zu höheren Preisen einkaufen müssen, sodass sie praktisch keinen Gewinn machen.
Wenn man jetzt die Energieunternehmen besteuert die höheren Gewinn machen dann bestraft man damit hauptsächlich die Erneuerbaren. Das will man nicht, das ist nicht im Sinne der Energiewende.
Die Kurve ist massiv vereinfacht. Was da nicht drinnen ist zB.:
- Elastizität des Preises.
- Flexibilität des Wechsels auf Alternativen.
Beispiel: wenn morgen der Liter Benzin 10€ kostet werden die meisten Leute trotzdem tanken. Weil sie es müssen um auf die Arbeit zu kommen. Auf die lange Sicht wird aber der Wechsel zu e Mobilität/ Fahrrad/ Öffis kommen.
bestraft man damit hauptsächlich die Erneuerbaren
Wenn die die Gewinne in neue Anlagen investieren, ja. Wenn sie das einfach an die Inhaber als Rendite ausschütten ist das schon OK denen das wegzunehmen. Und da alle darauf hoffen, dass das vorübergeht glaube ich kaum, dass die nun ihre Investitionspläne anpassen.
hast du mal geschaut wie es mit dem Erneuerbaren-Ausbau in der ökonomischen Praxis tatsächlich ausschaut? Du lässt das so klingen, als ob die das Geld nicht reinvestieren … was sich halt mit den Tatsachen überhaupt nicht vereinbaren lässt.
Es wird nur Symbolpolitik dabei herumkommen. Wenn wir funktionierende Wettbewerbsfördernde Mechanismen aus dem Ausland übernehmen können wir uns wahrscheinlich glücklich schätzen das die Lobbyisten von Frau Reiche da nicht gegen an kommen weil der CDU Scheißhaufen brennt. Gegen den Preistrend nach oben wird das aber auch nur bedingt helfen.
Hohe Profite sind dafür da, dass andere, neue Anbieter am Wettbewerb teilnehmen. Wenn wir den Markt regulieren, können wir auch ernsthaft auf Planwirtschaft umstellen und müssen es nur besser machen als die Kommunisten. Weitere Angebote, ein größeres Angebot entsteht so nicht.
Wenn die Mineralölkonzerne die Kunden extra abzocken, ist das Aufgabe der Kunden, sich Alternativen zu suchen. Jeder weiss dank der ständigen Preiswechsel trotz langfristiger Lieferverträge, dass er verarscht wird. Der Kunde hat das akzeptiert und gewählt.
Der Markt ist immer reguliert durch Steuern und Gesetze.
Das ist so, aber nicht funktionieren in einem Monopol bzw. Oligopol. Es gibt nur wenige Mineralölgesellschaften in Deutschland und noch viel weniger große Mineralölkonzerne mit Raffinerien. Von daher ist der Aufbau einer Alternative im fossilen Bereich schlicht und einfach nicht möglich. Genau wie kein alternativer Anbieter es schaffen wird, eine neue Eisenbahn parallel zur deutschen Bahn, quer durch Deutschen zu legen. Du wirst keine alternative Infrastruktur kriegen, zum Beispiel um Gas durch Deutschland zu pumpen. Daher ist auch eine Regulierung dieser Monopole absolut nötig.
Regulierendes Fangen. Am Anfang gab es konkurrierende Eisenbahnunternehmen. Die Auflagen sind einfach zu hoch ebenso die Subventionen für die Strasse als dass es sich jetzt lohnt.
Öl ginge auch billiger, wenn der Staat nicht Sanktionen gegen Iran und Russland durchsetzen würde. Russland ist akzeptabel, aber Iran ist sehr fragwürdig. Jetzt Öl aus Iran importieren und gegen die Mineralölkonzerne ein schnelles Kartellverfahren durchsetzen, wenn sie es nicht verarbeiten, und schon ist der Sprit billig. Besonders günstig würde es sicher, wenn man anbietet, den Rückweg über Kuba zu machen und dort Diesel abliefert.
Ich hab die Wechselpreise wegen des Oligopols erwähnt. Nach all den Jahren ist klar, dass der Gesetzgeber das Recht nicht wirkungsvoll anpasst. Marktwirtschaft beginnt bei der Wahl. Der Bürger hat das Oligopol akzeptiert bzw. hätte es seit Jahren ändern müssen.
Wir wissen, dass Elektroautos Verbrenner ersetzen können. Wenn wir es drauf anlegen, könnten wir in kurzer Zeit unabhängig sein. Atomkraftwerke anschmeissen, Musks Cybertrucks günstig kaufen, chinesische Autos und vor allem Batterien günstig importieren. Es ist eine Frage der Prioritäten.
Übergewinne… ugh. Da ist objektiv der Lieferweg umkämpft, das tut etwas mit Preisen.
Der Preis tut etwas, das wir in ein paar Jahren mit CO2 Preisen sowieso vorhaben. Jetzt die Nachfrage subventionieren setzt doch wieder Fehlanreize.
Der Preis tut etwas, das wir in ein paar Jahren mit CO2 Preisen sowieso vorhaben. Jetzt die Nachfrage subventionieren setzt doch wieder Fehlanreize.
Mit dem Unterschied, dass das Geld auf die Offshorekonten von Großkapitalisten wandert und nicht als Steuer eingesammelt und in das Gemeinwesen reinvestiert werden kann.
und in das Gemeinwesen reinvestiert werden kann.
ach ja, nur ein Euro Steuern mehr. Dann können wir endlich ins Gemeinwesen investieren. Versprochen. Nur noch einer dann geht’s los. geht garantiert nicht wieder in eine Rentenerhöhung oder dusselige Steuergeschenke anderswo.
Gemeinwesen
Rentenerhöhung
Renten sind Gemeinwesen. Wo denkst du geht das Geld hin? Die Pensionisten geben es aus, dann bekommt das Pflegepersonal, der Bäcker und die Bibliothekarin auch was davon.
Wenn das die Intention ist, können wir auch Helikoptergeld verteilen und es nicht an bestimmte (zufällig die größte) Wählergruppe, unabhängig von ihrer Bedürftigkeit schicken.
woher kommt das Wort “Helikoptergeld”?
Von irgendwelchen Ökonomen https://de.wikipedia.org/wiki/Helikoptergeld
oha danke sehr! dennoch bleibt mein Punkt dass Renten eben Teil des Sozialsystems sind …
Ist dein Standpunkt ernsthaft, dass Konservative beschissen haushalten und wir deshalb lieber E.ON richtig stonks gehen lassen sollen, weil das Geld bei den Anteilseignern besser aufgehoben ist als worst case in so “Steuergeschenken” wie der Mütterrente? Oder bist du son witziger Minimalstaat-Verfechter, der Milei abfeiert, weil der Staatsausgaben richtig schön verschlankt hat (und dabei die Armutsquote explodiert ist).
Ja, Haushalten scheisse und das worst case Szenario ist nicht Mütterrente sondern Mövenpick, Agrardieselsubvention, Maskendeals.
Und wir entscheiden uns nicht dazu, E.ON steil gehen zu lassen, sondern die Marktmechanismen machen, dass Erdölbasierte Produkte gerade teurer werden. Auch das geht vorbei. So funktioniert Marktwirtschaft. Wir wollen abgesehen davon, dass CO2 ausstoßen teurer wird. Das ist politisches Ziel. Jetzt passiert das und dann wollen wir das verhindern. Schizophren.
deine Fantasien in allen Ehren. Ist schon cool, wenn du den Strohmann hier vor unseren Augen aufbaust. Kannst mir ja noch weitere Standpunkte und Ansichten andichten, die ich nicht vertrete. Dann wird’s auch leichter mit der Argumentation.
Auch das geht vorbei.
* in dem Sinn dass die Preise irgendwann wieder nur noch mit Inflationstempo hochgehen. Nicht runter. Nur weniger steil aufwärts.
Ja meine eher den angespannten Markt. mit steigender CO2 Steuer wird nie wieder billig aber so soll es ja auch nicht. Wenn die politische Rechte Markt und lösungsoffenheit will ist das doch das beste Signal für mehr Elektroauto, Wärmepumpe, Solar.
Relevanter Nutzername
Da ist objektiv der Lieferweg umkämpft, das tut etwas mit Preisen.
Warum ist der Anstieg der Benzinpreise dann nirgendwo in Europa so hoch wie in Deutschland? Du klingst so, als würdest du davon ausgehen, dass es keine Motivation der Tankstellenbetreiber gäbe, die Preise mehr zu erhöhen als notwendig, um ihre Gewinne zu steigern. Sie wissen in Deutschland mit dieser Regierung eben, dass sie nichts zu befürchten haben, wenn sie die Leute abzocken.
Übergewinne
Wenn es die nicht gibt ist es ja umso leichter, die Steuer einzuführen. Wir schauen einfach nächstes Jahr, ob der Gewinn der Tankstellenbetreiber und Ölkonzerne mehr als 5% über dem Gewinn vom letzten Jahr liegt und besteuern alles an Gewinnzuwachs darüber hinaus mit 90 Prozent.
die Nachfrage subventionieren
was für eine Subvention soll das sein, wenn Übergewinne besteuert werden?
Der Preis tut etwas, das wir in ein paar Jahren mit CO2 Preisen sowieso vorhaben.
Was auch schlecht ist, denn es bedeutet, dass die Hauptlast der Reduktion von Armen Menschen getragen wird. Weswegen die CO2 Steuer auch niemals eine relevante Größe erreicht, weil die AfD sonst eine absolute Mehrheit bekommt. Benzin bzw. Verbrenner müssen gesetzlich wegreguliert werden. Aber auch das hat das Stück Scheiße namens Katherina Reiche jetzt verhindert.
Wir schauen einfach nächstes Jahr, ob der Gewinn der Tankstellenbetreiber und Ölkonzerne mehr als 5% über dem Gewinn vom letzten Jahr liegt und besteuern alles an Gewinnzuwachs darüber hinaus mit 90 Prozent.
Ja, wer wagt es auch, in einer Welt mit Inflation sowas wie Gewinnwachstum hinzulegen. Das gehört sozialistisch heruntergewirtschaftet. /s
Was für Subvention soll das sein?
Frag the Jacobin, was er mit “Mit den Einnahmen können Arbeiterinnen und Arme entlastet werden.”. Wenn da einfach Helikoptergeld ankommt und das wieder vertankt wird, ists wohl ne Nachfragesubvention. Das Wort “Tankrabatt” trendet jedenfalls wieder.
Was auch schlecht ist, denn es bedeutet, dass die Hauptlast der Reduktion von Armen Menschen getragen wird.
Weil die so viel mehr PKW fahren?
Benzin bzw. Verbrenner müssen gesetzlich wegreguliert werden.
Werden sie ja. Mit ner CO2 Steuer.









