Liebe Leudde, ihr versteht das nunmal nicht, bei 0-9€ würde ja keiner mehr ein Auto kaufen. Das kann sich ein Autoland wie unseres nicht leisten, wozu ruinieren wir denn seit Jahren die Öffis, natürlich damit “freiheit” nur mit auto steht und fällt /s
Gez. Ein konservativer mit zu lockerer Zunge.
Der Verkehrsausschuss hat den Antrag mit den Stimmen von CDU/CSU, SPD und AfD abgelehnt. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen enthielt sich.
Warum enthalten sich die Grünen bei sowas?
Man müsste nur einen Satz weiter lesen :P
Die unterstützen die Forderung der Linken zwar grundsätzlich, kritisierten aber, dass der Antrag der Linken keinen Vorschlag zur Finanzierung ihres Vorhabens enthielt. Dort ist nur davon die Rede, dass der Bund die Hälfte der Mehrkosten tragen sollte. Die Grünen schlugen nun vor, das 40-Euro-Ticket wieder einzuführen sowie ein Sozialticket für Bedürftige.
Ich glaube immer noch, dass es insgesamt günstiger sein könnte, den ÖPNV kostenlos zu machen statt einen eher symbolischen Preis von 9€ dran zu schreiben. Die ganze Infrastruktur und das Personal, was für den Ticketverkauf gebraucht wird, könnte man einsparen oder anderweitig nutzen.
Der ÖPNV kostet jährlich circa 25 Milliarden. Selbst wenn alle in Deutschland dauerhaft ein 9€ Ticket kaufen, wären das nicht mal 9 Milliarden im Jahr. Lieber gleich aus Steuern finanzieren und die nötigenfalls erhöhen.
Ohne symbolischen Preis könnten Menschen ohne Smartphone, Wohnsitz, Personalausweis oder Bankkonto Bahn fahren, das geht natürlich nicht!
Ihhh, arme Menschen.
Mit dem symbolischen Preis ging das auch, denn das 9€-Ticket konnte man ganz einfach für Bargeld am Automaten ziehen oder beim Busfahrer kaufen.
Der personalisierte Abofallen-Müll mit Appzwang kam erst mit dem wesentlich teureren Deutschland-Ticket.
Aber ja, man sollte sich den ganzen Blödsinn einfach sparen und den öffentlichen Nahverkehr kostenlos machen und über z.B. eine Nahverkehrsabgabe finanzieren.
Ich hab während dem 9€ Ticket mitgekriegt, wie ein Busfahrer jemandem für 11€ ein Tagesticket für den lokalen Verbund verkauft hat -_-
Nahverkehrsabgabe
Ich würde eine explizite Einzelsteuer eher vermeiden. Einfach den Bundeshaushalt nehmen. Bei der GEZ sehen wir, wie verhasst solche Zwangsgebühren sein können, obwohl sie wahrscheinlich wesentlich sinnvoller sind als viele unnötigen Dinge, die einfach im großen Steuertopf versumpfen.
viele unnötigen Dinge, die einfach im großen Steuertopf versumpfen.
Wann Tankrabattbeitrag?
Super Beispiel! Würde man für den Zeitraum des Tankrabatts eine Zusatzsteuer aufsetzen, die pauschal X € pro Person im Monat beträgt, wäre da sicher auch aus nicht-links-grünen Lagern einiges an Widerstand gekommen.
Komplett utopisch, im guten wie im schlechten
Lieber das Geld den Mineralölunternehmen in den Rachen werfen. Elendige Vollidioten.
Die sind leider nicht dumm. Nur unfassbar korrupt.
Man kann auch ein Idiot sein, ohne dumm zu sein.
Funfact: Das Wort ‘Idiot’ stammt aus dem altgriechischen und meinte im antiken Athen eine Person, die sich nicht im wohlwollenden Sinne am politischen Leben beteiligt.
Jap, das habe ich auch gelesen, als ich mich absichern wollte, dass Idiot nicht nur dumme Menschen beschreibt^^
Ich denke, wenn man das 9-Euro-Ticket dauerhaft zurückholen würde, würde sehr schnell deutlich, wie vernachlässigt die Infrastruktur der Schiene ist und dann würden da auch Nachbesserungen nötig, was, soweit ich das beobachte, zumindest im Fall des Nahverkehrs weder von Bund, noch von Bahn beabsichtigt ist.
“Ahh ja wir würden ja so gern die Schienen erneuern, aber durch das SoZiALiStiScHe 9€-Ticket ist dafür eiiinfach kein Geld da. Tja. Der Pöbel wollte es ja so!”
Ja, so ähnlich denke ich auch. 9-Euro-Ticket wäre natürlich schön, aber noch schöner wären imho sinnvolle Investitionen in die Bahn-Infrastruktur.
Ich kopiere hier mal meinen Kommentar von gestern hin:
Das 9€ Ticket hat wohl ca. 2,5 Mrd. € gekostet. Bei 62 Millionen verkauften Tickets also 40€ pro Ticket und damit rund 50€ für ein kostenloses Ticket. Ganz ohne Vorbereitung damals…
Es ist wohl daher nicht zu weit her geholt, zu behaupten, man könnte das heute immer noch machen. Für also damals 20 Millionen Personen pro Monat wäre das dann 1 Mrd. € pro Monat oder 12 Mrd. € im Jahr.
Deutschland gibt jährlich ca. 70 Mrd. € für Autos, deren Infrastruktur und alles drumherum aus. Dem stehen Einnahmen von ca. 50 Mrd.€ entgegen. Wenn man jetzt also diese Differenz in die Öffentlichen stecken würde, könnte man 20 Millionen Leuten (oder mehr) das ganze Jahr ein Null-Euro-Ticket gönnen und hätte dann noch 8 Mrd. € für Instandhaltung und Neubau übrig.
Aber mein vroom vroom :(
Ey, Sherlock Holmes erstmal.
Ganz ehrlich:
Pünktliche Züge > 9€ Ticket
Sind diese pünktlichen Züge mit uns im Raum?
Das ist eine relativ privilegierte Sichtweise. Wichtig ist für viele vor allem, überhaupt erst Zugang zu haben, und je günstiger das Ticket ist, desto mehr Menschen haben überhaupt erst Zugang.
Oder anders ausgedrückt: wenn ich mir kein Ticket leisten kann, können die Züge noch so pünktlich sein.Darüber hinaus sind nicht nur Züge Teil des ÖPNV, sondern auch die Busse und Stadt- bzw. U-Bahnen der städtischen Verkehrsnetze, die ebenfalls zugänglich sein müssen, die aber in den allermeisten Fällen tatsächlich schon akzeptabel pünktlich sind und auch so getaktet werden, dass eine einzelne verpasste Verbindung kein Weltuntergang ist.
Schlussendlich ist ein günstiges Ticket (oder gar ein kostenloser Zugang) eine Maßnahme, die man relativ einfach und ohne große Infrastrukturplanungskomittees umsetzen könnte, aber auch niemanden davon abhält, die notwendigen Investitionen, Reformen und Umbaumaßnahmen anzugehen, die für einen pünktlichen und weit verbreiteten (ländliche Regionen anzuschließen darf auch nicht vergessen werden) (Zug-)ÖPNV notwendig sind. Daher ist es kein konstruktives Vorgehen, erst pünktliche Züge und dann günstigen Zugang zu fordern.
Dann schau mal nach Japan. Es gibt Ticketdurcheinander und die Tickets sind ähnlich teuer wie Einzelfahrkarten in Deutschland. Es gibt noch nicht einmal etwas wie das Deutschlandticket. Die Japaner fahren 10X so viele Personenkilometer mit Schienengebundenen ÖPNV wie die Deutschen. Wahrscheinlich weil es genug, gute und pünktliche Züge gibt. Das alles übrigens mit einem kürzeren Schienennetz als Deutschland.
Man kann natürlich auch Fakten ignorieren und behaupten, dass sich eine Nation der Autofahrer, den schon jetzt günstigeren ÖPNV nicht leisten kann…
Man kann natürlich auch meinen Kommentar komplett falsch lesen.
Wo habe ich denn gesagt, dass der Ticketpreis die Leute anzieht? Ich habe formuliert, was meiner Meinung nach wichtig für einen fairen und zugänglichen ÖPNV wäre, den alle nutzen können sollten. Und für viele Menschen ist der ÖPNV leider tatsächlich zu teuer. Ich zum Beispiel bin Bürgergeldempfänger und kann mir das derzeitige Deutschlandticket schlicht nixht leisten. Ich frage mich auch jeden Monat wieder, ob ich mir nicht doch irgendwie günstig einen gebrauchten Drahtesel besorgen kann, weil die 40€ für das vergünstigte Sozialticket hart an der Grenze sind.
Deswegen habe ich meinen Kommentar eingeleitet mit “Pünktlichkeit>Preis ist eine privilegierte Perspektive.”Aber man kann auch einfach Faktenferne vorwerfen.
Das Problem ist doch gar nicht der Zugang zu ÖPNV sondern zu Mobilität allgemein. Sprich auf dem Land wäre das Fahrrad besser. Da ist es schlauer Bürgergeldempfängern und anderen Armen die 54€ einfach direkt zu geben(Sozialticket gibt es ja nicht überall). Dann können sie selber schauen, wie sie das Geld ausgeben und wenn sie zu Fuss gehen, dann halt für etwas anderes.
Damit spart man dann fast 2/3 der Kosten des Deutschlandtickets, was man dann schön in Infrastruktur stecken kann, womit man hoffentlich endlich pünktliche Züge kriegt.
Du kannst auch einen Haufen Geld sparen, wenn du den ÖPNV gleich kostenlos machst. Dann musst du nämlich weder Kontrolleure noch Ticketverkaufsinfrastruktur etc bezahlen.
Beim derzeitigen Zustand des Bürgergelds ist eine direkte Auszahlung auch schwierig, weil viele Empfänger*innen (gerade jene mit Familie) das Geld dann für Essen oder andere essenzielle Güter ausgeben (müssen). Außerdem schließt das z.B. auch wieder Menschen aus, die auf der Straße leben.
Wenn du das Geld führs Ticket direkt auf die Sozialhilfe draufschlagen wolltest, müsstest du also erst das Sozialhilfesystem reformieren. Nicht, dass ich etwas gegen eine Reform des Sozialhilfesystems hätte, ganz im Gegenteil. Aber weiter weg kann man von einfach und schnell umsetzbaren Maßnahmen, die den Zugang zum ÖPNV verbessern sollen, kaum sein.
Ich muss dich leider enttäuschen, dir übrigens 54€ vom 63€ Ticket werden in das Heilige Römische Reich deutscher Verkehrsverbünde verteilt, es ist kein Geld mehr übrig. Aber es fährt ja sowieso nur der Pöbel mit dem Regionalverkehr.











