• 1 Post
  • 161 Comments
Joined 7 months ago
cake
Cake day: March 18th, 2026

help-circle


  • Haha wirklich exakt mein Setup wie vor 10 Jahren, inklusive Eweka. Das Automatisierungpotenzial ist so glorreich. Filme nach imdb >7.0 filtern und alles runterladen, was released wird. Serien reinwerfen und jede Woche die neue Episode um 3 Uhr nachts saugen. Schön, dass diese Tradition auch weiterhin lebt.


  • Dies. Ich bin da mittlerweile etwas raus, aber zur Studizeit habe ich das ganze Wohnheim mit Streaming über meinen Usenet-NAS versorgt bevor Netflix cool war. Ein Kumpel von mir macht das auch heute noch und ist damit quasi der Streaminganbieter seiner Nachbarschaft.



  • Die zitierte Aussage ist aber »ich distanziere mich von gar nichts« mit dem direkten Verweis auf das Massaker; und dieses ist Hamas-“Politik”, deswegen habe ich auch die Verbindung gezogen. Die Intifada-Aussage findet man auch in der Quelle, ist allerdings auch ein Welt-Bezahlartikel. Ich habe diese Rekontextualisierungs-Versuche solcher Terrorbegriffe aber auch schon woanders in der Szene gehört und ist wohl auch ihrer Gruppe, der LAG Palästinasolidarität, eine bekannte Taktik. Ich glaube einfach nicht, dass sie mit solchen Aktionen und Sprachgebrauch netto ihrer eigenen Sache dienen. Letztendlich werden sie mehr Menschen, die sich in dem Thema unsicher sind, verschrecken statt für die Solidarität zu gewinnen.


  • Politische Akteure nutzen selten die direktesten Begriffe - über einige Formulierungen kann man sich aber Gedanken machen. Bruns wurde konkret nach dem 7. Oktober gefragt und antwortet, dass sie keinerlei Grund sehe, sich davon zu distanzieren. In dem Kontext verstehe ich dann auch nie, wie man sich ernsthaft mit den Hamas solidarisieren kann. In deren Grundsatzdokument, der Hamas-Charta, steht ja schwarz auf weiß, dass die Vernichtung aller Ungläubigen das Ziel ist, plus Verweise auf die Protokolle von Zion. Und das schon seit bevor Bruns geboren ist und auch bis heute.

    Interessant fand ich auch ihre Formulierungen “globale Intifada” und “Intifada bis zum Sieg” (allein schon die Grammatik von letzterem…). Auch da zählt für mich nicht ein Verweis auf ein Wörterbucheintrag, der mir eine direkte Übersetzung gibt. Intifada ist eine Referenz auf ein Ereignis, das mit hunderten Selbstmordanschlägen in Verbindung steht. Das ist vielleicht für deutsche Schreibtischtäter nur ein Begriff, in der Lebensrealität dieser Region aber ein psychologisches Trauma.

    Kann sein, dass meine “Weltschmerz”-Bezeichnung auch eine Relativierung ist, mir fiel grad nichts besseres ein, um meine Emotion auszudrücken. Ich habe auch keine große Motivation, die israelischen Praktiken in dem Krieg zu verteidigen. Wer aber glaubt, dass der Frieden mit den Ideen solcher “Solidaritätsbekenner” eintritt, scheint mir ausgesprochen naiv und gar manipulierbar.

    Ich hatte vorhin auch nur ein wenig geoogelt: Dieser Blogpost scheint meine persönliche Meinung, mit Quellen, recht gut zu treffen.



  • Arbeitssuche erweist sich als nervtötender als erwartet. Wollte jetzt doch noch am letzten Monatsende schnell Bürgergeld auf der Arbeitsagentur-Webseite beantragen, aber da kriegt ich ja kompletten Passierschein-A38-Wahnsinn. Nachdem ich vor vielen Jahren schonmal kurzfristig ALG I beantragt hatte, konnte ich mir irgendwie mit meiner gleichen Mail-Addresse einen neuen Account machen, bei der Beantragung kam dann aber der Fehler, dass meine Sozialversicherungsnummer bereits belegt ist. Später klappte dann doch der Account-Merge, doch anschließend musste ich mir gleich zwei(!) Authentifierzungs-Apps aufs Handy installieren; einmal eine Bundesagentur-Arbeit-Secure für ein ziemlich unintuitives 2FA und einmal eine AusweisApp aus Gründen. Die AusweisApp verlangte dann, dass ich eine PIN meines Ausweises eingebe, von der ich absolut gar keine Erinnerung habe, wann ich die mal eingerichtet haben soll.

    Ich habe dann aufgegeben und verzichte lieber auf einen Monat Bürgergeld. Falls ich die nächsten 2 Wochen keine Jobzusage kriege, mach ich mir einen persönlichen Termin beim Amt.



  • Ich denke auch, wenn KI unsere digitale Infrastruktur zerlegt, dann war das Problem weniger die KI, sondern die Infrastruktur. Die ganzen Hackerangriffe und automatisierten Angriffe gab es schon lange vor KI. Jede:r, die mal einen Server ans Internet gehangen und in den Zugriffslog geguckt hat, weiß was für ein absurder Heuschreckenschwarm an Bots da im Minutentakt Logins durchprobieren. Natürlich hat KI das irgendwo alles nochmal effizienter gemacht und kann wahrscheinlich auch komplexere Angriffe automatisieren, aber dass wieder irgendeine Datenbank geleakt oder ein Amt lahmgelegt wurde, gab es trotzdem schon wöchentlich in den IT-Nachrichten.

    Gibt ja immer diese Aussage von “Ein wirklich sicheres System kann es nicht geben.” Wie ich den Satz hasse. Mir ist die unüberschaubare Komplexität von Software natürlich schon bewusst, aber das heißt nicht, dass man einfach die Hände hochwerfen und jede Software yolo-viben kann. Ich erinnere mich an einen recht alten Blogpost von Bruce Schneier, der die IT-Infrastruktur als ‘Wilder Westen’ bezeichnet hat. Jetzt haben wir einen Wilden Westen mit zusätzlich einer Roboterinvasion.




  • Man muss sich bei Werbung immer überlegen, wie hoch die Effektivitätsrate sein braucht, damit Werbung sich lohnt. Irgendwo hatte ich mal gelesen: Wenn 100 Leute deine Werbung sehen und das zu einem weiteren Verkauf führt, wäre das bereits eine geradezu utopische Goldgrube.






  • Klar, aber sieht nicht so besonders aus.

    Hier am Entwicklungsplatz. Der Raspberry links braucht ne Stromversorgung; Akkubetrieb wäre natürlich praktischer. Der E-Reader daneben kriegt die Daten über WiFi gefunkt, und das WiFi-Netz wird vom Raspberry selber aufgemacht. Es braucht also keinen Router oder andere Internetverbindung und würde somit überall funktionieren, wenn man den Raspberry auch mobil kriegt. Für den Ständer für den E-Reader habe ich alte Pappkartons zerschnitten und zusammengeklebt. Wie gesagt, Ghetto-Informatik :o) Der Text für die Vogelbeschreibung sieht auch nicht so sauber aus, weil es halt keine wirkliche GUI ist und alle Pixeldaten roh mit dem Holzhammer manuell bearbeitet sind. Coding like it’s 1986.


  • Hab endlich mein kleines Heim-Software-Projektchen fertig. Hintergrund ist, dass ich im Studium noch ein paar interdisziplinäre Credits sammeln muss für den vollständigen Abschluss, also habe ich mich unter Anderem undercover in die Informatikfakultät eingeschlichen, um mir dort noch schnell 6 Credits in einem Programmierseminar zu holen. Die dortigen Kommilitonen haben alle ziemlich gelacht als ich meinte, dass ich aus der Philosophiefakultät komme; gleichzeitig kommt es mir so vor, dass die Studis heute noch weniger programmieren üben als früher.

    Naja, ich habe jetzt einen Raspberry mit Mikrofon, welcher am Fenster das Vogelgezwitscher horcht und mit einem ML-Modell die Vogelart herausorakelt. Mit einem kleinen Wikipedia-Webscraper habe ich zu jedem bekannten Vogel ein Bild und den Einleitungstext des Wikiartikels in eine Offline-Enzyklopädie gespeichert. Der Rasperry schickt dann den erkannten Vogel über WiFi an meinen alten, ausgesonderten E-Reader, welcher Name, Bild und Beschreibung des Vogels auf dem Display anzeigt. Letzteres ist ziemliche Ghetto-Informatik, weil es dafür kein richtiges Anzeigeprogramm gibt, sondern ich den E-Reader quasi gehackt habe, um Pixeldaten direkt in den Displaybuffer zu schieben. Aber es funktioniert und jetzt werde ich bestimmt endlich mal lernen, wie man eine Amsel von einer Kohlmeise unterscheidet. :o)

    Würde gerne noch herausfinden, wie stark man den Stromverbrauch drücken kann, wenn man alles versucht. Ich hab grad einen RasPi 4B, aber das ML-Modell soll angeblich auch auf einem Pi Zero funktionieren. Zusammen mit dem E-Reader ist man dann wahrscheinlich im einstelligen Wattbereich. SolChe Zahlen kennt man ja in der heutigen Technik fast gar nicht mehr.