[…]

Man ärgert sich über das Kopfnicken des Moderators, man ärgert sich über seine professionelle Freundlichkeit. Denn eigentlich ist dieses Interview ein Hohn, eine Parodie auf das, was politisches Fernsehen eigentlich tun sollte: nämlich in irgendeiner Form zur Meinungsbildung der Zuschauer beizutragen. Diese halbe Stunde trägt dazu genau gar nichts bei – man ist sogar versucht zu sagen: Sie zieht die Bilanz ins Negative.

Dass Klingbeil dann am Ende ernsthaft noch den abgedroschensten aller Phrasensätze sagt – „Ich will den Sozialstaat fit für die Zukunft machen“ – dazu fällt einem dann nichts Weiteres mehr ein als die traurige These, dass nun wohl auch noch der letzte Arbeiter die AfD wählen wird. Jedenfalls, wenn er sich dieses Sommerinterview angesehen und damit um einen der vielleicht vorerst letzten schönen Sommerabende gebracht hat.

  • baleanar@discuss.tchncs.de
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    24 hours ago

    Die SPD müsste sich 100% hinter einer Vermögenssteuer schmeißen und es zum Thema numero uno der Partei ind des Landes machen. Die taumeln jetzt einfach do dahin, ohne Richtung, ohne Elan, ohne Willenskraft. Das ist doch nicht wählbar.

    Kein Wunder dass Arbeiter diese Partei ichr mehr wählen wollen. Sie haben keinen Fahnenträger der alle in eine Raserei setzen kann und tumultartige Szenen mit seinen Worten herbeirufen kann. Da sitzt nur eine fetter Kerl an der Spitze der sagt “es kann nicht besser, genügt euch damit”.

    • aaaaaaaaargh@feddit.org
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      22 hours ago

      Bezahlwand, aber ich glaube, ich habe da eh nichts neues zu erwarten. Die SPD ist seit Jahrzehnten tot, es hat nur jemand vergessen, das Schild abzuhängen und da wohnen jetzt farblose Teilzeitpolitiker, die bei der FDP keine Anstellung gefunden haben.

      Jammerschade, denn hätten wir eine anständige Sozialdemokratie, bräuchten wir uns weniger vor einer Nazi-AfD fürchten und weniger mit einer Rückwärts-CDU herumschlagen…

      • baleanar@discuss.tchncs.de
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        21 hours ago

        Ich mache Werbung für die Humanisten weil sie meiner Meinung nach die einzige Partei sind die sinnvolle Politik für die Allgemeinheit machen wollen. SPD gleichen den Demokraten in der USA: ab und zu mal verblüfft Gesetze schreiben zu dürfen aber meistens ohne Rückgrat unterwegs und Sub der Union.

    • trollercoaster@sh.itjust.works
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      22 hours ago

      Die SPD müsste sich 100% hinter einer Vermögenssteuer schmeißen und es zum Thema numero uno der Partei ind des Landes machen. Die taumeln jetzt einfach do dahin, ohne Richtung, ohne Elan, ohne Willenskraft. Das ist doch nicht wählbar.

      Die SPD will das doch seit Schröder gar nicht mehr. Denn seitdem ist sie eine durch und durch neoliberale Partei, das Einzig Sozialdemokratische an denen ist die Folklore, die sie manchmal noch auf irgendwelchen Parteiveranstaltungen treiben. Das Einzige, was die SPD noch kann und will, ist ihre Führungskader mit Pöstchen versorgen.

    • Melchior@feddit.org
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      23 hours ago

      Die Linke macht das ja, wird aber trotzdem nicht von den Arbeitern gewählt. Ich geb dir aber recht, dass die SPD ganz klar mehr Profil braucht.

      • baleanar@discuss.tchncs.de
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        21 hours ago

        Naja, die Linke wird ja aus anderen Gründen nicht gewählt. Eine Vermögenssteuer wird ja von so 80% der Bevölkerung unterstützt, gibt aber nicht wirklich ein Gefühl die Lösung aller Probleme zu sein. Die meisten verbinden das glaube ich mit “den Reichen eins auswischen” und “die Reichen tragen nicht ihren Teil bei”. Dabei sind genau die Überreichen und Übervermögenden die Ursache vieler Probleme. Das müssten aber die SPD und andere Parteien allen weiß machen.

        Dass die Linke schon seit Jahren das rumschreit aber als als-SED gesehen wird, verbindet die Vermögenssteuer an Linke Ideen und dass sie eben die meisten nicht. Würden jedoch die Mehrheit progressiver Parteien das bei jeder Möglichkeit kundgeben, wäre das nicht mehr eine linke These oder linkes Gedankengut.

      • gandalf_der_13te@feddit.org
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        22 hours ago

        was heißt da bitte, die Linke würde nicht gewählt? die haben doch in den letzten jahren deutlich zugelegt.

        edit:

        halt, warte mal. du hast schon recht. ich weiß nicht wieso ich das so im kopf hatte. habe gerade die zahlen kontrolliert und die stagnieren seit ca. 2005 zumindest auf bundesebene so dahin:

        • Melchior@feddit.org
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          20 hours ago

          Ich bezog mich dabei auf Arbeiter im speziellen. Da sah das bei der letzten Bundestagswahl so aus:

        • OhneHose@feddit.org
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          21 hours ago

          Die Linke hätte deutlich mehr Chancen wenn sie sich eindeutig für die Ukraine positionieren. Aber das würde wahrscheinlich auch einfach nur grüne Wähler anziehen 😅.

          • Ooops@feddit.org
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            20 hours ago

            Nö, dann würde medial einfach sofort ein anderes Thema gewählt und 24/7 darauf herumgeritten, wieso das die Linken unwählbar macht.

            Wann hast du bitte im medialen Mainstream das letzte Mal von tatsächlicher linker Politik gehört? Es wird ein Thema gewählt (NATO!! Identitätspolitik! Ukraine! Enteignung!), ad adsurdum vereinfacht und zum einzigen Punkt hochstilisiert, und dieses ersetzt dann jede inhaltliche Diskussion.

            Nein, es hilft nicht, sich einfach mal zu positionieren oder endlich mal besser zu kommunizieren. Wenn du nicht Rechts bist, werden die Massenmedien stattdessen etwas anderes über dich berichten. Die Linke könnte geschlossen dein Wunschstatement veröffentlichen und wir würden öffentlich stattdessen über die Gegenposition irgendeines lokalen Hinterbänklers reden und warum das die Linken unwählbar macht,

          • gandalf_der_13te@feddit.org
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            21 hours ago

            Die Linke hätte deutlich mehr Chancen wenn sie sich eindeutig für die Ukraine positionieren.

            ich sehe da nicht genug beweis dafür. gibt es entsprechende statistiken?

              • gandalf_der_13te@feddit.org
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                8 hours ago

                gut das ist eine kleine stichprobe. gegenargument: die AfD und die BSW stellen sich beide auf die seite russlands und werden gewählt. also es ist nicht so als ob “stellen uns gegen russland -> werden gewählt” tatsächlich so immer in der praxis stimmt.

                • OhneHose@feddit.org
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                  7 hours ago

                  Ne, aber die Schnittmenge der tendenziell Linke Wähler, aber momentan noch grüne Wähler zu tendenziell AFD/bsw Wähler ist halt auch ne ganz andere Gruppe. Und ist von meiner Großstadt bubble Äonen entfernt, das ist für mich jetzt eher kein Gegenargument. Da gehe ich eher mit der Kritik an meiner Mini-Stichprobe mit.

                  Und sorry, wer bsw wählt, einen aktiven ein Personen Kult, mit Ansage. Der hat den Schuss nicht gehört oder ist fangirl oder dumm.

          • kossa@feddit.org
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            19 hours ago

            Finde ich persönlich immer richtig weird.

            “Ja, wir könnten hier ein Zauberwunderland aus Solidarität und Nächstenliebe haben, aber geht leider nicht, weil Ukraine. Stattdessen wähle ich neoliberalen Sozialabbau und Gruseligkeit, dafür behaupten die dann, dass sie die Ukraine unterstützen und tun es trotzdem nur halbherzig”

            Irgendwie komisch. Aber wie ein anderer Kommentar schrieb, selbst wenn die Linke ihre Werte aufgäbe, wäre die rote Linie eine andere. Dann ist der Vermögensteuerspitzensatz von 15% zu hoch und man kann sie nicht wählen, oder irgendwas diffuses mit Israel und Gaza und man kann sie nicht wählen usw.usf.

            • OhneHose@feddit.org
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              7 hours ago

              Naja, die grünen sind jetzt nicht unbedingt die Partei die den sozial Abbau fördert. Könnte es besser sein? Klar, immer. Machen sie eher Politik für Akademiker, Joa. Wars in der letzten Regierung die einzige Partei dir gute Veränderungen voran gebracht haben? Jup. Die SPD ist einfach mitgefahren und die FDP war einfach nur toxisch.

              Und ja für mich ist die Haltung zum Krieg mit der Ukraine/Europa ein ideeller Wert der für mich sehr wichtig ist. Es gibt viele andere Themen bei denen ich gerne Kompromisse mache. Da nicht.

              • kossa@feddit.org
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                7 hours ago

                Es gibt viele andere Themen bei denen ich gerne Kompromisse mache. Da nicht.

                Warum? Also, was genau ist hier der ideelle Wert, der dir so wichtig ist?

                • OhneHose@feddit.org
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                  6 hours ago

                  Tldr; meine Freiheit(en) innerhalb der EU.

                  Meine Freiheiten jeglicher Art die die EU mir ermöglicht. Ich empfinde die EU, an sich, als eines der besten Konstrukte die den Menschen auf diesem Kontinent eingefallen ist. Vor allem um die Menschenrechte die wir hier innerhalb der EU genießen. Flüchtlingsthema hier mal ganz arg ausgeklammert (der Umgang mit dem Grenzen via Söldner ist ja leider eher Menschenverachtend).

                  Mir hier geht’s jetzt aber um “innere” Werte. Keine Grenzen, super. Einheitliche Währung, top. Menschenrechte zur freien Entfaltung und Diversität, mega. Und genau dieses letzte Thema ist den EU-widersachern immer ein Dorn im Auge. Putin hasst es, Trump/maga genauso, naja nur China redet nicht so offen.

                  Und abgesehen davon. Russland bzw. Putins Traum vom groß russischen Reich ist absurd. Wenn die Ukraine fällt, dauert es nicht lange bis es weiter geht. Danach kommt Moldawien, Georgien und zum Schluss die baltischen Staaten. Und ich empfinde Waffen auch nicht als richtige Lösung für 99,99% der Konflikte und würde mir wünschen dass diesen irren einhalt mit Worten geboten werden könnte. Aber der reale Fakt ist, funktioniert nicht. Wir sind seit 5 Jahren in einem asynchronen Krieg mit Russland, innerhalb der EU wird (erfolgreich) versucht die nationalistischen Parteien zu stärken, soziale Medien und unsere Presse (vor allem Springer) machen da munter mit. Und in der Ukraine wird auf die zivile Bevölkerung geschossen als obs kein morgen gibt. Ist jetzt überspitzt, aber ich habe kein Bock in einem (frisch) zerbombten Deutschland/eu-land zu leben und von so dullies wie Trump oder Putin zu regiert zu werden.

                  Schöner fände ich eine wehrhafte Demokratie die für ihre Rechte einsteht und sich im Notfall auch mit Waffen verteidigen kann. Die sind ja momentan wieder en-vouge :(.

                  Edit; tldr

    • brainwashed@feddit.org
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      22 hours ago

      Nur Vermögenssteuer wird kaum reichen. Sie müssten vielmehr herleiten, wie sie mit der Vermögenssteuer dann Einkommen aus Arbeit entlasten. Da gibt es absolut keine Pläne. Bei der SPD ist alles über 50.000 € brutto p.a. starke Schultern, die mehr (er)tragen müssen.

        • brainwashed@feddit.org
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          19 hours ago

          checke jetzt nicht ganz wie das Bezug nimmt zu meinem Punkt. Das arbeitet sicher erst mal an dem Konzept der Linken und der Konzeptlosigkeit der SPD ab. Und von Entlastung von Arbeitnehmern ist da nichts zu lesen. könnte Betrag X bringen schön, hat kein Bürger was von. Fließt dann den Ländern zu und von da ganz bestimmt der Bildung, der Infrastruktur, den Kommunen etc.: ich habe daran so meine Zweifel und der Wähler sicherlich auch

          • baleanar@discuss.tchncs.de
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            6 hours ago

            Du meintest “es würde kaum reichen”. 10% der gesamten heutigen Einnahmen sind eine ganze Menge. Da könnte man ziemlich einfach auf eine Steuerentlastung der mittleren und unteren Schichten pochen.

            Wenn du nur negativ sein willst, dann wird keine Partei dir gut genug sein. “Das Geld wird sowieso veruntreut”. Ich kann dir echt empfehlen dahin zu gehen wo Steuergelder professionell veruntreut werden. Lebe da mal ein Jahr (wenn du es schaffst) und komme wieder nach Deutschland um einen Vergleich zu machen.

            Freu dich dass die Steuern überhaupt für etwas sinnvolles ausgegeben werden. Natürlich kann ed immer besser sein, aber wenn du nur Perfektion willst, kommen wir nirgendwo hin.

            Erst die Vermögenssteuer, dann der Rest.

            • brainwashed@feddit.org
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              5 hours ago

              Da könnte man ziemlich einfach auf eine Steuerentlastung der mittleren und unteren Schichten pochen.

              Hat nur leider keiner vor und bewirbt keiner. Und warum eigentlich nur der mittleren und unteren Schichten? Einkommen auf Arbeit wird für alle zu hoch besteuert.

              Lebe da mal ein Jahr (wenn du es schaffst) und komme wieder nach Deutschland um einen Vergleich zu machen.

              Äh also “geh doch nach Drüben” oder was? Danke, nein, ich bleibe hier und kritisiere schlechte Vermögenssteuerideen, wenn ich sie finde, danke.

              Erst die Vermögenssteuer, dann der Rest.

              Nur ein paar Euro noch Bro, dann haben wir tolle Schulen und Krankenhäuser, versprochen, Bro.