[…]
Man ärgert sich über das Kopfnicken des Moderators, man ärgert sich über seine professionelle Freundlichkeit. Denn eigentlich ist dieses Interview ein Hohn, eine Parodie auf das, was politisches Fernsehen eigentlich tun sollte: nämlich in irgendeiner Form zur Meinungsbildung der Zuschauer beizutragen. Diese halbe Stunde trägt dazu genau gar nichts bei – man ist sogar versucht zu sagen: Sie zieht die Bilanz ins Negative.
Dass Klingbeil dann am Ende ernsthaft noch den abgedroschensten aller Phrasensätze sagt – „Ich will den Sozialstaat fit für die Zukunft machen“ – dazu fällt einem dann nichts Weiteres mehr ein als die traurige These, dass nun wohl auch noch der letzte Arbeiter die AfD wählen wird. Jedenfalls, wenn er sich dieses Sommerinterview angesehen und damit um einen der vielleicht vorerst letzten schönen Sommerabende gebracht hat.


Ich glaube du hast da leider recht. Ich kann nur auf die Humanisten ausweichen wenn sie mal auf dem Zettel sind. Ansonsten, so weh es mir tut, die Grünen.
Die Grünen sind genauso neoliberal wie die SPD, die haben damals unter Schröder den immer noch beispiellosen sozialen Kahlschlag mitgetragen. Die sind die ÖKO-FDP, eine Klientelpartei für privilegierte Leute, die gerne ein bisschen Greenwashing für ihr ökologisches Gewissen garniert mit performativem Pinkwashing fürs soziale Gewissen wollen.
Und du wählst?
Ganz ehrlich, keine Ahnung, was ich noch wählen soll.
Psst, hör mal
Die Humanisten
Bis jetzt erschienen die mir auch ziemlich Neoliberal