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Man ärgert sich über das Kopfnicken des Moderators, man ärgert sich über seine professionelle Freundlichkeit. Denn eigentlich ist dieses Interview ein Hohn, eine Parodie auf das, was politisches Fernsehen eigentlich tun sollte: nämlich in irgendeiner Form zur Meinungsbildung der Zuschauer beizutragen. Diese halbe Stunde trägt dazu genau gar nichts bei – man ist sogar versucht zu sagen: Sie zieht die Bilanz ins Negative.

Dass Klingbeil dann am Ende ernsthaft noch den abgedroschensten aller Phrasensätze sagt – „Ich will den Sozialstaat fit für die Zukunft machen“ – dazu fällt einem dann nichts Weiteres mehr ein als die traurige These, dass nun wohl auch noch der letzte Arbeiter die AfD wählen wird. Jedenfalls, wenn er sich dieses Sommerinterview angesehen und damit um einen der vielleicht vorerst letzten schönen Sommerabende gebracht hat.

  • baleanar@discuss.tchncs.de
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    21 hours ago

    Naja, die Linke wird ja aus anderen Gründen nicht gewählt. Eine Vermögenssteuer wird ja von so 80% der Bevölkerung unterstützt, gibt aber nicht wirklich ein Gefühl die Lösung aller Probleme zu sein. Die meisten verbinden das glaube ich mit “den Reichen eins auswischen” und “die Reichen tragen nicht ihren Teil bei”. Dabei sind genau die Überreichen und Übervermögenden die Ursache vieler Probleme. Das müssten aber die SPD und andere Parteien allen weiß machen.

    Dass die Linke schon seit Jahren das rumschreit aber als als-SED gesehen wird, verbindet die Vermögenssteuer an Linke Ideen und dass sie eben die meisten nicht. Würden jedoch die Mehrheit progressiver Parteien das bei jeder Möglichkeit kundgeben, wäre das nicht mehr eine linke These oder linkes Gedankengut.