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Man ärgert sich über das Kopfnicken des Moderators, man ärgert sich über seine professionelle Freundlichkeit. Denn eigentlich ist dieses Interview ein Hohn, eine Parodie auf das, was politisches Fernsehen eigentlich tun sollte: nämlich in irgendeiner Form zur Meinungsbildung der Zuschauer beizutragen. Diese halbe Stunde trägt dazu genau gar nichts bei – man ist sogar versucht zu sagen: Sie zieht die Bilanz ins Negative.

Dass Klingbeil dann am Ende ernsthaft noch den abgedroschensten aller Phrasensätze sagt – „Ich will den Sozialstaat fit für die Zukunft machen“ – dazu fällt einem dann nichts Weiteres mehr ein als die traurige These, dass nun wohl auch noch der letzte Arbeiter die AfD wählen wird. Jedenfalls, wenn er sich dieses Sommerinterview angesehen und damit um einen der vielleicht vorerst letzten schönen Sommerabende gebracht hat.

  • trollercoaster@sh.itjust.works
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    22 hours ago

    Die SPD müsste sich 100% hinter einer Vermögenssteuer schmeißen und es zum Thema numero uno der Partei ind des Landes machen. Die taumeln jetzt einfach do dahin, ohne Richtung, ohne Elan, ohne Willenskraft. Das ist doch nicht wählbar.

    Die SPD will das doch seit Schröder gar nicht mehr. Denn seitdem ist sie eine durch und durch neoliberale Partei, das Einzig Sozialdemokratische an denen ist die Folklore, die sie manchmal noch auf irgendwelchen Parteiveranstaltungen treiben. Das Einzige, was die SPD noch kann und will, ist ihre Führungskader mit Pöstchen versorgen.