Fast so, als wäre der Kaufkraftverlust in breiten Teilen der Bevölkerung nicht das eigentliche Problem.
Die Senkung der Gastro-Steuer hat ihr Ziel doch voll erfüllt: sie spart McDonalds 140 Millionen € im Jahr. Das bringt natürlich den unabhängigen Gastronomen nicht viel, die haben aber dafür auch weder den CDU-Parteitag finanziert noch eine halbe Million € an die Partei gespendet. Insgesamt kostet die Maßnahme übrigens etwa 4 Milliarden € pro Jahr, das ist selbst in Spahn-Dimensionen noch sehr viel Geld. Immerhin war es für die CDU und McDonald’s ein guter Deal
Wenn es 4 Milliarden kostet und McDonald’s “nur” 140 Millionen spart, wo landet der Rest? Wieso produzieren unabhängige Gastronomen nicht von der Steuersenkung?
Fast so, als wäre die zu zahlende Steuer gar kein Faktor in der Kalkulation dieser Restaurants gewesen.
Ich meine, viele Restaurant sind echt teuer und meistens ist das Essen selbst eher enttäuschend. Ich möchte nicht pauschal alle verueteilen, aber ein Trend ist für mich in der Region erkennbar.
In Münchner Raum waren in 2020 schon überteuert und enttäuschend, leider bezweifle ich dass die Qualitätskurve die gleiche Steigung wie die von Preis zeigen würde 😅
Es gibt natürlich Ausnahmen - zum Glück - vor allem in der Gastfreundschaftlichkeit, wo man gerne Geld ausgibt und sich wohl fühlt, nicht nur auf das Essen bezogen.
Und meiner persönlichen Erfahrung nach ist es im Münchner Raum alles in allem sogar noch okay. Also schon die beschriebenen Probleme aber die Zahl der Ausnahmen ist noch recht hoch. Sieht andernorts noch schlimmer aus.
Deswegen denke ich auch dass diese angebliche Pleitewelle nichts schlechtes ist. Gastronomien mit hohen Preisen aber wirklich unterirdischer Qualität haben halt auf Dauer jetzt nicht so das attraktive Geschäftsmodel.
Die Grafik ist sportlich:

Ich weiß nicht wie es euch geht… aber mein Einkommen ist seit 2020 nicht um 40% gestiegen…
Sie gehören wohl nicht zur Mittelschicht, werter B0rax. MfG F.Merz
Habe auf den ersten Blick gedacht, dass es sich hier um Euro und nicht Prozent handelt und mich kurz erschrocken…
2020 hat mir der Koch immer einen Euro gegeben wenn ich auswärts gegessen hatte
Doch viele Restaurants gehen trotzdem pleite
Äh ja?! Natürlich gehen viele Pleite. Haben halt immer weniger das nötige Geld um für Convenience-Food Unsummen zu bezahlen. Das ist mittlerweile ein Angebot am Markt vorbei und dann bleibt man auf seiner Ware und den Kosten sitzen. Dazu noch die gute Stimmung, die die Politik im Land verbreitet und man hat so ein Ergebnis. Wer guckt nicht auf seine Geldbeutel und/oder hat Bedenken wegen der Zukunft?
Ich habe keine Bedenken mehr, denn ich bin inzwischen sicher, dass es furchtbar wird!
Folgt mir für mehr Lebenstipps.
Doch viele Restaurants gehen trotzdem pleite
Warum eigentlich ? Das hat doch früher funktioniert? Was hat sich wesentlich verändert ?
Wenn du dir die Zahlen im Artikel anschaust, dann sind die gar nicht so dramatisch. Um die 100 Insolvenzen pro Monat sind auf über 150.000 Gastronomiebetriebe noch völlig im Rahmen.

Das hat auch früher nicht funktioniert. Die Gastro war schon immer ein Sammelbecken von Leuten, die sich mit eher geringen betriebswirtschaftlichen Kenntnissen selbstständig gemacht haben. Und neue Restaurants haben immer ein gehöriges Risiko zu scheitern, weil man immer Annahmen zu Kundenfrequenz, Umsätzen etc. machen muss, die man nicht sauber überprüfen kann. Du magst denken, dass dieses Stadtviertel dringend eine Anlaufstelle für Pinsa benötigt, aber das muss dann doch nicht so sein.
Dazu kommt dann noch das bittere Thema Mieten. Wir Private sind ja schon gebeutelt, aber das spiegelt sich auch hart in den Gewerbemieten. In den guten Lagen mit hoher Kundenfrequenz macht halt nicht der Gastronom den Reibach, sondern der Vermieter. Schau mal in deiner Stadt in die Anzeigen zur Gewerbevermietung und was da in der Innenstadt abgerufen wird. Da bist du hier in guter Lage locker bei über 10.000€ pro Monat für gar nicht so große Restaurantflächen. Das heißt, dass du dann erstmal jeden Tag des Monats 330€ puren Gewinn an deinen Vermieter auszahlst.
Wenn du dann deinen Leuten noch mindestens 13,90€ Mindestlohn zahlen musst, wird es ganz schnell haarig
Einiges. Durch Corona haben viele Ungelernte aus der Gastronomie festgestellt, dass sie auch um Einzelhandel und anderen Branchen unterkommen. Teilweise bei mehr (bzw. planbarerem - Trinkgeld usw.) Lohn und mit besseren/geregelten Arbeitszeiten - die haben teilweise keinen Bock.zurück zu gehen in die Gastronomie.
Dann die neuen Kassenregeln, die es erschweren schwarz zu kassieren und nun Steuern gezahlt werden müssen. (Sofern kontrolliert wird…)
Preise für Lebensmittel, Strom und Gas gehen hoch, was Aufschläge bei den Preisen bedeutet. Gleichzeitig haben die Leute deswegen weniger Geld und gehen seltener Essen, bzw überlegen genau wo sie hin gehen.
Am Ende bleibt eine Abwärtsspirale - weniger Leute bedeutet entweder reduzierte Einnahmen, weil man weniger gestemmt bekommt, oder die Qualität leidet (Fertigessen, hektisches Arbeiten bei dem mehr Fehler passieren,…). Dazu die Suche, wo man Kosten sparen kann (bspw. Qualität/Menge der Zutaten) und generell weniger Einnahmen, weil weniger Gäste Geld haben. Da wieder raus zu kommen ist schwer.
Durch Corona haben viele Ungelernte aus der Gastronomie festgestellt, dass sie auch im Einzelhandel und anderen Branchen unterkommen. Teilweise bei mehr (bzw. planbarerem - Trinkgeld usw.) Lohn und mit besseren/geregelten Arbeitszeiten - die haben teilweise keinen Bock zurück zu gehen in die Gastronomie.
Aber müsste da jetzt 6 Jahre nach Ausbruch der Pandemie nicht eine neue Generation nachgewachsen sein?






