Vergangene Woche erschien in der „New York Times“ ein Artikel, der nichts Geringeres als ein mögliches Rezept für eine glückliche Ehe versprach. Der Text handelte von einer Frau namens Laura Doyle, die nach einer Beziehungskrise zum Glück gefunden und daraufhin den 1999 erschienenen Bestseller „The Surrendered Wife“ (als „Einfach schlau sein, einfach Frau sein“ bei Goldmann erschienen) geschrieben hatte. Darin rät sie Frauen, die unzufrieden mit ihrer Partnerschaft sind, sich ihrem Mann unterzuordnen: „bossy“ Kommentare runterzuschlucken, Kontrolle (auch über die eigenen Finanzen) abzugeben, jederzeit bereit für Sex zu sein. Danach, so das Versprechen, sei der Ehemann ein anderer. Das funktioniere oft auch dann, erklärt Doyle in dem Artikel, wenn die Männer gewalttätig seien oder ein Suchtproblem hätten.

[…]

  • ominous ocelot@leminal.space
    link
    fedilink
    arrow-up
    2
    ·
    edit-2
    3 hours ago

    Darin rät sie Frauen, die unzufrieden mit ihrer Partnerschaft sind, sich ihrem Mann unterzuordnen: „bossy“ Kommentare runterzuschlucken, Kontrolle (auch über die eigenen Finanzen) abzugeben

    Besser überwerfen als unterwerfen. Rechte und Freiheiten abgeben klingt nach einer dummen Idee. Die Echokammer klingelt schon und es ist dennoch richtig.

    Gesellschaft und Infrastruktur müssen dafür gebaut sein, dass Frauen auch finanziell unabhängig sind. Und sie gehen können, wenn der Dialog mit dem Partner auf Augenhöhe nicht möglich ist. Bspw. Ehegattensplitting, KV-Mitversicherung beim Partner und Lohn-Ungerechtigkeit sind Teil der Gleichung.

    Mütterrente, das Wort an sich schon. Der Vater erzieht nicht? Die Mutter sitzt zu Hause und kümmert sich um kind und Haushalt? Das ist auf so viele Arten falsch. Nicht zuletzt, weil die Bevölkerungspyramide es nicht hergibt, dass 50% der arbeitsfähigen Bevölkerung zu Hause sitzt - Da ist Merz etwas schizophren, wenn er nach “mehr Arbeit?” (work work) ruft. Und sich die Mutter in finanzieller Abhängigkeit befindet.

    Auch wenn es nicht zur Trennung kommt: dieses Mindset, dass man in der Partnerschaft mehr zu sagen hat, weil man Mann oder Brötchenverdiener ist… kopfschüttel

    E: Die Mann-stalt inkl. Faktencheck

  • A_norny_mousse@piefed.zip
    link
    fedilink
    Deutsch
    arrow-up
    7
    ·
    edit-2
    8 hours ago

    Soso, die NYT springt also auch auf diesen Zug auf und ist wieder einmal die Verräterin die MAGA viell. zu weiteren 4 Jahren verhelfen wird.

    PS: Hört sich genau nach meiner Stiefmutter an. Früher relativ selbständig und “alternativ”, dann Beziehung zu meinem narzisstisch-autoritärem Vater, Heirat, viel Streitereien, irgendwann alles runtergeschluckt, frühere Ideale liegengelassen, dann viele Jahre “glücklicher” (mit Magengeschwüren). Neueste Entwicklung: Depressionen und Kompromissunfähigkeit.

  • JensSpahnpasta@feddit.org
    link
    fedilink
    arrow-up
    18
    ·
    12 hours ago

    Wir haben in den letzten Jahren ja gesehen, wie diverse Milliardäre Zeitungen, Soziale Netzwerke und Onlinemedien übernommen haben. Diese Milliardäre haben eine Agenda und diese Agenda wird sich zwangsläufig in die Berichterstattung einschleichen.

  • nomad@infosec.pub
    link
    fedilink
    arrow-up
    52
    ·
    15 hours ago

    Liest sich wie eine sub Fantasie mit einem Hauch von Missbrauch und einem ticken Realitätsverlust.

    • LeFrog@discuss.tchncs.de
      link
      fedilink
      arrow-up
      4
      ·
      10 hours ago

      Das ist meiner Meinung nach zu einfach gedacht und kein rein individuelles Problem. Dazu möchte ich mal wieder auf die Theorie der Internalisierten Misogynie (als spezielle Form des Internalisierten Sexismus) verweisen:

      Misogynie is hatred of, contempt for, or prejudice against women or girls. Women who experience internalized misogyny may express it through minimizing the value of women, mistrusting women, and showing gender bias in favor of men.

      Internalized sexism develops after repeated exposure to sexist beliefs, gender stereotypes, and unequal social expectations within families, schools, workplaces and media. Being exposed to this from an early age causes individuals to learn to associate certain traits, behaviors, or roles with one gender while devaluing those associated with femininity.

      • nomad@infosec.pub
        link
        fedilink
        arrow-up
        1
        ·
        2 hours ago

        Du sagst, sie findet es nicht nur hot, sich zu unterwerfen - was OK wäre, sondern sie hat sich überzeugen lassen entgegen ihrem eigenen Interesse - was auch noch OK ist… Und versucht andere dazu zu missionieren, was nicht mehr OK ist. Dem kann ich so zustimmen.

  • gandalf_der_13te@feddit.org
    link
    fedilink
    arrow-up
    6
    arrow-down
    4
    ·
    13 hours ago

    naja also das kommt jetzt wenig überraschend. realistisch betrachtet wurde der feminismus doch sowieso nur vorangetrieben damit den oberen klassen mehr arbeitskräfte zur verfügung stehen. die werden jetzt in absehbarer zukunft nicht mehr gebraucht werden (durch zunehmende automatisierung), also kann man den feminismus jetzt auch wieder abschaffen.

    • DdCno1@beehaw.org
      link
      fedilink
      arrow-up
      1
      ·
      3 hours ago

      realistisch betrachtet wurde der feminismus doch sowieso nur vorangetrieben damit den oberen klassen mehr arbeitskräfte zur verfügung stehen.

      Das war meines Wissens nach eher der Plan im Ostblock. Hast du Belege dafür, dass dahinter im Westen eine gezielte Kampagne der Industriellen steckt?

      • gandalf_der_13te@feddit.org
        link
        fedilink
        arrow-up
        1
        ·
        3 hours ago

        eine gezielte Kampagne der Industriellen steckt

        ne, hab ich nicht, aber wem gehören denn sämtliche kommmunikationskanäle über die der feminismus vorangetrieben wurde? siehe instagram empfehlungsalgorithmus, und vor dem smartphone sogenannte “women’s magazines”.