Vergangene Woche erschien in der „New York Times“ ein Artikel, der nichts Geringeres als ein mögliches Rezept für eine glückliche Ehe versprach. Der Text handelte von einer Frau namens Laura Doyle, die nach einer Beziehungskrise zum Glück gefunden und daraufhin den 1999 erschienenen Bestseller „The Surrendered Wife“ (als „Einfach schlau sein, einfach Frau sein“ bei Goldmann erschienen) geschrieben hatte. Darin rät sie Frauen, die unzufrieden mit ihrer Partnerschaft sind, sich ihrem Mann unterzuordnen: „bossy“ Kommentare runterzuschlucken, Kontrolle (auch über die eigenen Finanzen) abzugeben, jederzeit bereit für Sex zu sein. Danach, so das Versprechen, sei der Ehemann ein anderer. Das funktioniere oft auch dann, erklärt Doyle in dem Artikel, wenn die Männer gewalttätig seien oder ein Suchtproblem hätten.
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Das ist meiner Meinung nach zu einfach gedacht und kein rein individuelles Problem. Dazu möchte ich mal wieder auf die Theorie der Internalisierten Misogynie (als spezielle Form des Internalisierten Sexismus) verweisen:
Du sagst, sie findet es nicht nur hot, sich zu unterwerfen - was OK wäre, sondern sie hat sich überzeugen lassen entgegen ihrem eigenen Interesse - was auch noch OK ist… Und versucht andere dazu zu missionieren, was nicht mehr OK ist. Dem kann ich so zustimmen.