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Nirgendwo in Europa seien die Spritpreise in der vergangenen Woche so stark gestiegen wie in Deutschland, sagte Rabl weiter. „Meine Vermutung: Die Konzerne wissen, dass sie von Bundesministerin (Katharina) Reiche (CDU) nichts zu befürchten haben.“
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Ist doch guter indirekter Klimaschutz, weil es in DE scheinbar nicht anders geht bei den ganzen Autogehirnen. Wer braucht schon eine Ökosteuer, wenn man einfach die Tankrechnung als persönliches CO₂-Budget umdeuten kann?
Die Ölkonzerne kennen den Markt und die Politik (die ja in einem gewissen Rahmen den Markt beeinflusst).
Sie wissen,
- dass Deutsche bereit sind fast jeden Spritpreis zu bezahlen (wenn auch unter nörgeln)
- Deutsche imstande sind, fast jeden Spritpreis zu bezahlen (wenn man mal die große Masse betrachtet, was für einen Konzern das relevante ist)
- die Politik ihnen immer beispringen wird, wenn es um pro-Fossil-Politik geht
- die Medien ihnen immer beispringen werden, wenn es um pro-Fossil-Meinung geht
In vielen anderen Ländern fehlt mindestens eines dieser Kriterien und die Konzerne müssen ihre Preispolitik anders machen
Wähle Lobby-Parteien, bekomme Lobby-Politik.
glaub da muss man nichts fürchten, wenn es schon passiert.Reich(e)lich Profit würde ich meinen.
Und was bleibt uns auch übrig? Protestieren und nicht tanken? Geht halt für Viele einfach nicht!
Wenn man das nächste Mal das Auto austauscht, an das letzte Mal Denken und sich fragen „welche Argumente von vor n Jahren haben damals ein Elektroauto unmöglich gemacht“, dann recherchieren, Mythen durch Informationen demystifizieren, die Betriebskosten durchrechnen und schauen, ob es sich IRGENDWIE finanzieren lässt. Hat man das sauber gemacht, steht mit hoher Wahrscheinlichkeit als Nächstes ein elektrisches Fahrzeug vor dem Haus oder in der Garage.
Dann kann man der naechsten preisrunde der Konzerne gelassen entgegen sehen.
Sie wird nämlich kommen.
(Und ja, es wird den einen oder anderen Spezialfall geben, auf Grund dessen IRGENDJEMAND sich keines kaufen kann. Ihr braucht mir nicht einzeln schreiben, ich weiß das. Das ist aber kein Grund für die tausend anderen, die einfach nur jeden Tag vom speckguertel 50km irgendwo anders hin pendeln müssen).
Müsste man mal machen, ja. Es braucht politische Streiks.
Ich würde meinem Chef gern einfach sagen: Du, ich kann mir den Sprit nicht mehr leisten, ich bleib zuhause…
Trau dich!
Wenn genug das tun, funktioniert es
was sonst ist denn die Erwartung? Dass die das absorbieren?
Was denn absorbieren? Die hätten doch keinen Verlust, wenn sie ihre Vorräte zum alten Preis verkaufen würden
was sonst ist denn die Erwartung? Dass die das absorbieren?
Die Erwartung ist, dass da nicht noch extra was drauf geschlagen wird um noch 'n Euro extra abzukassieren wo man eh gerade die Preise erhöht.
Nirgendwo in Europa seien die Spritpreise in der vergangenen Woche so stark gestiegen wie in Deutschland,
Die Diskussion verstehe ich sowieso nicht ganz. Es gibt einen Marktpreis für Öl und Folgeprodukte. Wenn der Ölpreis steigt, steigt gleichzeitig der Preis der Folgeprodukte. Das ist doch bei jedem anderen Gut auch so.
Dass Benzinpreise z.T. von Kartellen gebildet werden, ist ne andere Nummer.
Soweit ich das verstanden habe geht es darum, dass die Preise direkt weitergegeben wurden.
Das Benzin das jetzt in den Tankstellen ist wurde nicjt mit dem teuren Öl von jetzt produziert.
Und dass Deutschland das einzige europäische Land ist in dem das so passiert bestärkt dieses Gefühl einfach verarscht zu werden.
Das Benzin das jetzt in den Tankstellen ist wurde nicjt mit dem teuren Öl von jetzt produziert.
Du arbeitest auch nicht für weniger Geld, weil du billiger studiert hast. Und deine Wohnung ist nicht allein billiger, weil sie früher gebaut wurde.
Der Preis wird bestimmt von Angebot und Nachfrage - nicht von der Vergangenheit. Das Angebot ist weltweit deutlich gefallen.
Möglich, dass das auch spekulativ genutzt wird. Vor allem aber ist die Lage: Die Rohstoffmärkte setzen nicht auf ein schnelles Kriegsende.
Du arbeitest auch nicht für weniger Geld, weil du billiger studiert hast.
In einigen Fällen doch, Absolventen von prestigelastigen und teuren Unis verlangen und bekommen oft mehr Gehalt als Absolventen von günstigeren Unis. Oxford und Stanford verdienen mehr als Erfurt
Und deine Wohnung ist nicht allein billiger, weil sie früher gebaut wurde.
Doch, eine 60m2 Wohnung aus den 60ern ist fast immer günstiger als eine 60m2 Wohnung aus 2025 mit äquivalenter Lage. Die sind zwar immer noch unverschämt teuer, aber weniger teuer als die Neubauten.
Das Angebot ist weltweit deutlich gefallen.
Das Angebot befindet sich in den Lagern der Händler und reich noch eine ganze Weile. Außerdem spannend, dass weltweit sich quasi ausschließlich in Deutschland augenblicklich zeigt
Ich meine natürlich Dinge, die sich nur im Produktionszeitpunkt unterscheiden, nicht bzw unwesentlich in der Qualität.
Okay, aber dann ist es ein hinkender Vergleich, denn 2005-2014 gab es ja die Studiengebühren und “günstige” Absolventen vor 2005 haben deswegen nicht eine Gehaltserhöhung gefordert, obwohl der (damals) aktuelle “Preis” eines Studiums angestiegen ist.






