Genauer gesagt Söder

  • 5ibelius9insterberg@feddit.org
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    15 days ago

    Vonovia-Sprecher Marc Friedrich stimmt Bernreiters Kritik zu: Eine Vergesellschaftung schaffe keine einzige neue Wohnung. “Im Gegenteil: Für den Neubau dringend benötigte Investitionen sowie Innovationen im Gebäudesektor würden gebremst, weil sich private Investoren zurückziehen.” Eine Vergesellschaftung zerstöre Vertrauen in Rechtsstaat und Investitionssicherheit. “Das gefährdet den Wirtschaftsstandort Deutschland weit über Berlin und die Wohnungswirtschaft hinaus.”

    Genau, und seit Hamburg Strom, Gas und Wasser wieder selber betreibt, heizen die Leute mit Möbeln und saufen aus der Elbe…

    • r1veRRR@feddit.org
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      15 days ago

      Das hat absolut garnichts damit zu tun.

      Bitte, ich find ja eigentlich linke Themen ganz gut, bin Fan. Aber wie von Linken über Wohnungen gesprochen wird ist absolutes Kindergartenniveau. Schlimmmer noch. Ein Kleinkind versteht, dass man 10 Stifte nicht auf 20 Kinder verteilen kann. Deswegen fragt es nach 10 zusätzlichen Stiften. Ob die 10 Stifte jetzt 10 Kindern gehören, der Lehrerin, dem Staat, dem Kapitalist oder wem auch immer ist im Kontext dieses Problems scheiss egal.

      • 5ibelius9insterberg@feddit.org
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        15 days ago

        Für Stifte mag das stimmen, aber welcher Investor finanziert denn Wohnungen, die er nicht teuer vermieten kann, bzw. eine Wohnungsvariante, die weniger Profit bringt? Einfach mehr teure Wohnungen bauen geht halt komplett am Bedarf vorbei.

        Ich finde mit dem Besitz von Wohnungen sollte kein (großer) Gewinn möglich sein. Das Bauen darf sich ja gerne weiter lohnen, aber die Forderung Grundbedürfnisse nicht zu Spekulationsobjekten zu machen hat nichts mit Kindergarten zu tun. Natürlich schafft das keinen neuen Häuser, aber es macht Wohnraum bezahlbarer, weil er nur noch kostendeckend und nicht mehr profitorientiert verwaltet wird. Außerdem stehen vergesellschaftete Wohnungen (hoffentlich) deswegen auch weniger leer.

        • Quittenbrot@feddit.org
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          14 days ago

          Für Stifte mag das stimmen, aber welcher Investor finanziert denn Wohnungen, die er nicht teuer vermieten kann, bzw. eine Wohnungsvariante, die weniger Profit bringt? Einfach mehr teure Wohnungen bauen geht halt komplett am Bedarf vorbei.

          Die Profite kann der Staat steuern. Er kann bspw Abgaben und Steuern erheben, die gezielt bestimmte Formen von Wohnungen in ihrer Profitabilität beeinflussen. Dafür muss soziales Wohnen nicht teurer, sondern im Vergleich für Investoren nur wirtschaftlich interessanter werden.

          Einem Investor ist am Ende vollkommen egal, mit welchem Produkt er seine Rendite macht. Der Staat muss hier die Leitlinien vorgeben, die solche Akteure in die richtigen Bahnen lenken, gegen Widerstände, gegen Lobbyismus.

          Das ginge schon heute und hätte den charmanten Nebeneffekt, dass der Staat, statt eine Menge Geld in die Hand zu nehmen für eine Vergesellschaftung und dann trotzdem selber auch noch für den sozialen Wohnungsneubau sorgen zu müssen, sogar Geld einnehmen könnte mit diesen Sanktions- und Lenkungsmaßnahmen, während man den notwendigen Neubau den Privaten aufhalst.

        • plyth@feddit.org
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          15 days ago

          Einfach mehr teure Wohnungen bauen geht halt komplett am Bedarf vorbei.

          Wenn die Immobilienpreise nicht steigen dann werden einige ihre teuren Wohnungen günstiger vermieten, denn sie können ihre Kredite dann nur durch Mieteinnahmen decken. Der Zwang zur Vermietung sorgt dafür, dass alle bezahlbaren Wohnraum bekommen solange genug gebaut werden kann.

          • Aniki@feddit.org
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            15 days ago

            naja das problem sind ja eigentlich nicht mal so sehr die privaten wohnbaukonzerne, sondern das problem ist dass es ein gesellschaftliches narrativ gibt dass die politik nicht selbst bauen darf. in anderen worten: der neoliberalismus, der alle aufgaben zu den unternehmen schiebt; zusammen mit einer marktgläubigkeit, sorgen dafür dass der mensch nicht mehr im mittelpunkt steht und damit die befriedigung menschlicher bedürfnisse mehr ein spontanes nebenprodukt als ein ziel der wirtschaftlichen bestrebungen wird.

            • plyth@feddit.org
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              13 days ago

              Wieso schließen sich Markt und menschliche Bedürfnisse aus? Ein Supermarkt verkauft doch genau den täglichen Bedarf. Natürlich ist Gewinn immer das Ziel, und nicht Nächstenliebe. Menschen die aus Nächstenliebe handeln wollen können das jederzeit tun. Es machen aber so wenige, dass es nicht als Gesellschaftsgrundlage aktuell funktioniert. Daher ist ein funktionierender Markt das beste was wir haben, um Menschen zu motivieren, etwas für andere zu tun.

              • Aniki@feddit.org
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                13 days ago

                offensichtlich macht es einen großen unterschied, ob es gesetze gibt die eine gewisse verhaltensweise unterstützen oder nicht.


                ich verstehe deinen hintergrund nicht. was ist eigentlich mit dir los? wie alt bist du? in welchem sektor arbeitest du? ich hätte gerne mal ne erklärung wie du dermaßen viel seltsame meinungen von dir geben kannst.

                ich habe hier das gefühl, mit jemandem zu reden, der dafür bezahlt wird, den freien markt über alles zu verteidigen, auf keinen fall vermögenssteuer gutzuheißen, usw.

                ich verstehe deinen weltanschaulichen hintergrund nicht. also so gar nicht. was ist eigentlich das ziel deines handelns? wofür/wozu kommentierst du hier?

                • plyth@feddit.org
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                  13 days ago

                  gesetze gibt die eine gewisse verhaltensweise unterstützen

                  Klar, aber so schlecht sind unsere Gesetzte nicht, dass alle Menschen Egoisten sein müssen. Das schiebe ich eher auf die Medien.

                  wie alt bist du? in welchem sektor arbeitest du?

                  Das ist mir zu privat.

                  ich hätte gerne mal ne erklärung wie du dermaßen viel seltsame meinungen von dir geben kannst.

                  Zu lange begrenzt auf Linie, so dass ich mir aus allen obskuren Meinungen das beste rauspicken konnte.

                  Was heisst seltsam für dich konkret? Ich denke von mir, dass ich faktenbasierte Meinungen habe, also gar nicht so seltsam sein kann. Mein Anspruch ist, dass jedes Argument richtig ist. Ist es einfach die Mischung, dass es keine rote Linie gibt?

                  ich habe hier das gefühl, mit jemandem zu reden, der dafür bezahlt wird, den freien markt über alles zu verteidigen,

                  Über alles ist ein wenig zu viel, aber es irritiert mich, dass Menschen noch weniger Markt fordern wenn der Immobilienmarkt nicht funktioniert, weil er überreguliert ist. Das Problem bei Wohnungen ist nicht der Markt sondern das Bauland. Wenn die linken Parteien in den begehrten Kommunen, in denen sie regieren, Bauland erschließen würden, hätten wir kein Wohnungsproblem.

                  Man kann ohne Markt, aber die linken Parteien sind nicht in der Position, das zu ändern. Sie könnten den Markt aber mit Bauland fluten und die CDU vor sich hertreiben, denn sie kann nichts gegen freie Märkte sagen.

                  Die Lösung ist so nah und doch so fern. Ich hoffe jedes mal, dass ich überzeugen kann und die linken Wähler anfangen, sich nicht von falschen Problemen ablenken zu lassen und statt dessen Bauland fordern.

                  auf keinen fall vermögenssteuer gutzuheißen, usw.

                  Hab ich vor ein paar Monaten eine 180 Grad Wende gemacht und bin inzwischen dafür.

                  was ist eigentlich das ziel deines handelns? wofür/wozu kommentierst du hier?

                  Eine Mischung aus “someone is wrong on the internet”, Freude am Diskutieren und der wagen Hoffnung, dass mir jemand ein Gegenargument schreibt, das meine düsteren Zukunftsaussichten durchbricht.

                  • Aniki@feddit.org
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                    13 days ago

                    ok, tut mir leid dass ich dich so scharf angefahren habe; ich war wohl einfach nur etwas irritiert.

                    nun ist es aber nur fair, dass ich dir auch etwas von meiner weltanschauung zeige.

                    ich denke, der freie markt ist an sich eine sehr wichtige sache, aber darf besonders in der heutigen zeit auf keinen fall alleine in der gesellschaft wirken. das hat mehrere gründe, die ich individuell darstellen würde:

                    • der markt an sich, so wie er konventionell aufgefasst wird, ist relativ kurzsichtig. er optimiert zwar den zustand der produktionsverhältnisse innerhalb der nächsten 20 jahre, sodass angebot und nachfrage aneinander angepasst werden.
                    • aber viele wichtige probleme erstrecken sich über generationen. ich bin z.b. ein großer fan von raumfahrt und marsbesiedelung, und das kann (so wie in amerika auch) ganze 500 jahre dauern. das kann der markt allein nicht packen. deshalb braucht es weitsichtige politische vision, man könnte es auch “religion” nennen. nenn es wie du willst.
                    • dazu kommt, dass sich der mensch nicht so schnell an die sich schnell verändernden (ökonomischen) umweltbedingungen anpassen kann. zum beispiel gehe ich davon aus, dass wir in den nächsten paar jahren eine sehr deutliche massenarbeitslosigkeit einsetzen wird, die dann auch dauerhaft bleiben wird. das bedeutet dann auch, dass es kaum noch nachfrage nach menschlicher arbeitskraft geben wird. am freien markt wird das dann bedeuten, dass viele menschen nicht mehr genug löhne einnehmen können um davon leben zu können, d.h. dass es eine verkleinerung der bevölkerung geben wird. nur darf das eben nicht innerhalb von 5-10 jahren passieren, wie es der freie markt machen würde, sondern muss abgefedert werden und sich über einen zeitraum von mehreren 100 jahren erstrecken, damit es zu keinen unruhen in der bevölkerung kommt. demnach muss die politik einspringen und den menschen zumindest einen teil ihres einkommens ersetzen, damit die menschen davon zumindest ein bisschen leben können. langfristig wird sich die bevölkerung verkleinern und das (arbeits-)marktgleichgewicht wiederherstellen aber das kann eben nicht schnell passieren.
          • RidderSport@feddit.org
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            14 days ago

            Wirklich ich raff dich nicht. Mal vertrittst du ultralinke Positionen und dann haust du hier libertäres FDP Stammtischgelaber à la der Markt regelt das raus.

            • plyth@feddit.org
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              14 days ago

              Politik ist für mich kein Sportereignis, bei dem ich mein Team um jeden Preis unterstütze. Positionen müssen mich logisch überzeugen. Das bringt mich zwischen die Stühle, dafür kann ich aber, so hoffe ich zumindest, alle meine Positionen sachlich argumentieren.

              Wir sehen an Supermarktpreisen, dass Markt funktioniert. Wir sehen auch im Wohnungsbau, dass Markt funktioniert. Bei hoher Nachfrage steigen die Preise, wenn es nicht genug Angebote gibt.

              Der Markt versagt nicht, wenn die Preise hoch sind. Die Politik versagt, weil sie das Angebot durch fehlendes Bauland und Bauaufträge künstlich verknappt.

              Was ich nicht raffe ist, warum Markt an sich abgelehnt wird. Der Markt funktioniert wie im obigen Kommentar beschrieben. Bauland ausweisen, Bauten genehmigen, Angebot erhöht sich, Wertsteigerung verschwindet, Immobilien werden vermietet. Warum nicht die Kräfte des Marktes nutzen?

              • RidderSport@feddit.org
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                12 days ago

                Aber das kommt nur bedingt hin. Wenn du für 15€/qm baust, was obere Schmerzgrenze für das Einkommen der meisten Wohnungssuchenden ist, dann bleibt quasi keun Profit für die Bauenden.

                Und die, due sich das leisten können ziehen ja nicht einfach um nur weil da ein Neubau steht. Das heißt, dass da schon Diskrepanz besteht. Die wird noch größer, weil Wohnungen Spekulationsobjekte sind.

                Nun kann man natürlich sagen: der Markt regelt das schon. Aber hier ist die Krux, Wohnungssuchende können nicht einfach auf Wohnungen verzichten nur weil kein Angebot für sie passt. Sie können die Marktregeln nicht einhalten. Und die Vermieter wissen das.

                Was fehlt sind öffentliche Bauträger, die keinen Gewinn machen müssen, sondern den Wohnungsmarkt entspannen sollen.

                Und es fehlt Bauland? Ernsthaft? Frankfurt zum Beispiel hat schlicht keine Freiflächen mehr. Die Stadt handelt mit Nachbargemeinden um deren Land. Und in den meisten Städten ist das so. Hier muss nachverdichtet werden, was wiederum eigene Probleme verursacht. So einfach ist Bauplanung nicht.

                Und Wohnraum sind eben keine Lebensmittel, das zu vergleichen ist nicht ohne weiteres möglich.

                • plyth@feddit.org
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                  12 days ago

                  dann bleibt quasi keun Profit für die Bauenden.

                  Warum? Wie können Länder wie Vietnam Wohnungen bauen? Der Lohnanteil kann durch Fertigbauweise minimiert werden.

                  Zweites Argument folgt.

                  Ausserdem kann man auch wie in asiatischen Ländern kleinere Wohnungen bauen und das Leben in den öffentlichen Raum verlagern.

                  Die wird noch größer, weil Wohnungen Spekulationsobjekte sind.

                  Nur wenn Preise steigen, weil die höheren Verkaufspreise die Kosten decken. Wenn es Bauland gibt und sich die Preise stabilisieren muss jeder vermieten, um die Kosten zu decken.

                  Wohnungen verzichten nur weil kein Angebot für sie passt.

                  Ein Verkäufermarkt. Wir müssen den Wohnungsmarkt in einen Käufermarkt verwandeln, wo es immer Alternativen gibt, z.B. durch viel mehr Bauland.

                  Zweites Argument von oben: Wenn es ein großes Angebot gibt, werden Eigentümer beim Bau schon auf den Preis achten. Jetzt achten sie auf die Bauzeit und bezahlen mehr, weil sie zu jedem Preis Mieter finden.

                  So einfach ist Bauplanung nicht.

                  Tokyo zeigt, wie ÖPNV den Einzugsbereich ausweiten kann. Es gibt mit gutem ÖPNV genug Bauland.

                  Und Wohnraum sind eben keine Lebensmittel, das zu vergleichen ist nicht ohne weiteres möglich.

                  Deutsche Supermärkte sind einfach nah am Ideal. Der Wohnungsmarkt sollte auch dort hin.

                  • RidderSport@feddit.org
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                    12 days ago

                    Die Hälfte davon sind doch eben nur Scheinargumente. Der ÖPNV soll das Bauland vergrößern? Ja, im Prinzip gut und bin ich auch für - macht nur eben der Markt nicht. Das erfordert dann doch staatliches Handeln.

                    Und den Markt in einen Mietermarkt verwandeln? Da hat doch kein Vermieter/Verkäufer Interesse dran. Deun Argument der Markt regelt läuft huer schon wieder ins Leere. Da muss der Staat mit (sozialem) Wohnungsbau ran um auszugleichen.

            • plyth@feddit.org
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              15 days ago

              Der Markt war nicht frei. Es gab nicht genügend Baugenehmigungen.

              Ausserdem hat der Markt geregelt. Das knappe Gut Wohnraum ist im Preis gestiegen, weil die Nachfrage größer war als das Angebot.

                • plyth@feddit.org
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                  15 days ago

                  Nein, die Logik des Kapitalismus.

                  Freie Märkte für freie Marktwirtschaft, die Marktversagen wie Monopole korrigiert. Dann sorgt der Wettbewerb für niedrige Preise.

                  Kapitalisten stören den freien Markt um ihre Gewinne zu erhöhen, in diesem Fall durch zu wenig Baugenehmigungen.

                  Kommunisten brauchen keine freien Märkte wenn Menschen kooperieren. Das tun sie aber nicht freiwillig, obwohl auch schon jetzt Genossenschaften günstig Wohnungen bauen könnten.

      • FleetingTit@feddit.org
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        15 days ago

        Wenn man 10 zusätzliche Stifte braucht, ein Kapitalist diese kauft und dann für 2€ pro Tag an die Kinder vermietet ist aber in Brennpunkten auch niemandem geholfen.