Genauer gesagt Söder

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    14 days ago

    Politik ist für mich kein Sportereignis, bei dem ich mein Team um jeden Preis unterstütze. Positionen müssen mich logisch überzeugen. Das bringt mich zwischen die Stühle, dafür kann ich aber, so hoffe ich zumindest, alle meine Positionen sachlich argumentieren.

    Wir sehen an Supermarktpreisen, dass Markt funktioniert. Wir sehen auch im Wohnungsbau, dass Markt funktioniert. Bei hoher Nachfrage steigen die Preise, wenn es nicht genug Angebote gibt.

    Der Markt versagt nicht, wenn die Preise hoch sind. Die Politik versagt, weil sie das Angebot durch fehlendes Bauland und Bauaufträge künstlich verknappt.

    Was ich nicht raffe ist, warum Markt an sich abgelehnt wird. Der Markt funktioniert wie im obigen Kommentar beschrieben. Bauland ausweisen, Bauten genehmigen, Angebot erhöht sich, Wertsteigerung verschwindet, Immobilien werden vermietet. Warum nicht die Kräfte des Marktes nutzen?

    • RidderSport@feddit.org
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      12 days ago

      Aber das kommt nur bedingt hin. Wenn du für 15€/qm baust, was obere Schmerzgrenze für das Einkommen der meisten Wohnungssuchenden ist, dann bleibt quasi keun Profit für die Bauenden.

      Und die, due sich das leisten können ziehen ja nicht einfach um nur weil da ein Neubau steht. Das heißt, dass da schon Diskrepanz besteht. Die wird noch größer, weil Wohnungen Spekulationsobjekte sind.

      Nun kann man natürlich sagen: der Markt regelt das schon. Aber hier ist die Krux, Wohnungssuchende können nicht einfach auf Wohnungen verzichten nur weil kein Angebot für sie passt. Sie können die Marktregeln nicht einhalten. Und die Vermieter wissen das.

      Was fehlt sind öffentliche Bauträger, die keinen Gewinn machen müssen, sondern den Wohnungsmarkt entspannen sollen.

      Und es fehlt Bauland? Ernsthaft? Frankfurt zum Beispiel hat schlicht keine Freiflächen mehr. Die Stadt handelt mit Nachbargemeinden um deren Land. Und in den meisten Städten ist das so. Hier muss nachverdichtet werden, was wiederum eigene Probleme verursacht. So einfach ist Bauplanung nicht.

      Und Wohnraum sind eben keine Lebensmittel, das zu vergleichen ist nicht ohne weiteres möglich.

      • plyth@feddit.org
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        12 days ago

        dann bleibt quasi keun Profit für die Bauenden.

        Warum? Wie können Länder wie Vietnam Wohnungen bauen? Der Lohnanteil kann durch Fertigbauweise minimiert werden.

        Zweites Argument folgt.

        Ausserdem kann man auch wie in asiatischen Ländern kleinere Wohnungen bauen und das Leben in den öffentlichen Raum verlagern.

        Die wird noch größer, weil Wohnungen Spekulationsobjekte sind.

        Nur wenn Preise steigen, weil die höheren Verkaufspreise die Kosten decken. Wenn es Bauland gibt und sich die Preise stabilisieren muss jeder vermieten, um die Kosten zu decken.

        Wohnungen verzichten nur weil kein Angebot für sie passt.

        Ein Verkäufermarkt. Wir müssen den Wohnungsmarkt in einen Käufermarkt verwandeln, wo es immer Alternativen gibt, z.B. durch viel mehr Bauland.

        Zweites Argument von oben: Wenn es ein großes Angebot gibt, werden Eigentümer beim Bau schon auf den Preis achten. Jetzt achten sie auf die Bauzeit und bezahlen mehr, weil sie zu jedem Preis Mieter finden.

        So einfach ist Bauplanung nicht.

        Tokyo zeigt, wie ÖPNV den Einzugsbereich ausweiten kann. Es gibt mit gutem ÖPNV genug Bauland.

        Und Wohnraum sind eben keine Lebensmittel, das zu vergleichen ist nicht ohne weiteres möglich.

        Deutsche Supermärkte sind einfach nah am Ideal. Der Wohnungsmarkt sollte auch dort hin.

        • RidderSport@feddit.org
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          12 days ago

          Die Hälfte davon sind doch eben nur Scheinargumente. Der ÖPNV soll das Bauland vergrößern? Ja, im Prinzip gut und bin ich auch für - macht nur eben der Markt nicht. Das erfordert dann doch staatliches Handeln.

          Und den Markt in einen Mietermarkt verwandeln? Da hat doch kein Vermieter/Verkäufer Interesse dran. Deun Argument der Markt regelt läuft huer schon wieder ins Leere. Da muss der Staat mit (sozialem) Wohnungsbau ran um auszugleichen.

          • plyth@feddit.org
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            12 days ago

            macht nur eben der Markt nicht.

            Kann er nicht, weil es vom Staat reguliert ist. Daher muss der Staat es auch ändern.

            Da hat doch kein Vermieter/Verkäufer Interesse dran.

            Es hat auch kein Joghurthersteller Interesse an Konkurenz im Supermarkt. Wenn man sie nicht verhindert ist sie aber da.

            Da muss der Staat mit (sozialem) Wohnungsbau ran um auszugleichen.

            Wenn es ein Überangebot an teuren Wohnungen gibt baut der Markt auch günstige. Mit genügend Bauland muss der Staat nicht eingreifen. Solange Bauland knapp ist, warum sollte ein Bauherr eine günstige Wohnung bauen, mit der er weniger Gewinn macht als möglich? Solange Wohnungen knapp sind und jede Wohnung verkauft wird werden nur teure Wohnungen gebaut. Mehr Bauland ändert das.

            • RidderSport@feddit.org
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              12 days ago

              Bauland ist in den USA förmlich unbegrenzt da und trotzdem ist es teuer zu wohnen.

              Bist du selber Vermieter?

              • plyth@feddit.org
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                12 days ago

                Bauland ist in den USA förmlich unbegrenzt da und trotzdem ist es teuer zu wohnen.

                Dort, wo die Nachfrage hoch ist und es nicht beliebig viel Bauland gibt.

                Ein zufälliges Suchergebnis:

                That affordability gap is not theoretical. In states such as Wisconsin, Iowa, Kentucky, Ohio, and West Virginia, buyers can still find homes around or below the 300,000 range, with some markets in West Virginia offering prices closer to 170,000.

                https://www.housing.info/blog/how-the-u-s-housing-market-turned-into-two-different-economies

                The median household income in West Virginia was $60,800 in 2024.

                Wenn die USA auf Fertighäuser setzen würde, könnte es noch günstiger sein.

                Bist du selber Vermieter?

                Nein. Daher möchte ich, dass die Gesellschaft vernünftig wird, das Angebot erhöht, und Wohnen als Kostenpunkt minimiert.