• JensSpahnpasta@feddit.org
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    4 hours ago

    Er ist einfach der falsche Mann am falschen Ort zur falschen Zeit. Ich glaube schon, dass ein größerer Teil der Bevölkerung sieht, dass sich Dinge ändern sollten und dass vieles anders laufen müsste. Das merkt man an der allgemeinen Unzufriedenheit.

    Gleichzeitig gibt es bei mir absolut null Vertrauen, dass ein Friedrich Merz dies besser machen würde. Dafür gab es bereits viel zu viel Publikumsbeschimpfung, zu wenig Selbstkritik, und ehrlich gesagt hat er es auch nicht geschafft, irgendeine Vision, wie es vorangehen soll, zu vermitteln. Ich sehe von ihm einfach nur Kürzungen von Sozialleistungen & stetiges Fordern, dass mehr gearbeitet werden muss. Aber gleichzeitig nichts, wie die Gesellschaft wieder in eine Aufbruchstimmung kommen soll. Wir haben immer noch die gleichen lähmenden Gesetze, wir werden immer noch fleißig von Steuerhinterziehern legal und illegal ausgeplündert und nur durch Streichungen kommt man zu keiner Aufbruchsstimmung.

  • 5ibelius9insterberg@feddit.org
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    10 hours ago

    Wir müssen auch die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, wir müssen die Vertretungen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, besonders die, davon überzeugen, dass jetzt ein Aufbruch nötig ist und nicht ein Verharren und ein Stillstand und nur Verteilung dessen, was wir haben. Wir müssen mehr erwirtschaften, damit wir unseren Staat, unsere Wirtschaft, auch unseren Sozialstaat, zukunftsfähig machen.»

    Aber haben wir denn die Verteilung dessen was wir haben schon ausprobiert?

  • homoludens@feddit.org
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    12 hours ago

    Ich glaub ihm fehlt die Erkenntnis, dass beachtliche Teile der Gesellschaft in eine andere Richtung aufbrechen wollen als der Multimillionär und seine Clique es vorschreiben.

    • SapphireSphinx@feddit.orgOP
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      12 hours ago

      Vor allem reift in mir die Erkenntnis, dass diese Trümmertruppe aus CDU/CSU (und auch SPD) seit Jahrzehnten das Land steuert und das immer nur in eine Richtung. Jede mögliche Richtungsänderung wurde konsequent torpediert. Wenn wir jetzt im Dreck stecken und die Nazis vor der Tür stehen, wer hat uns da federführend hinein gefahren?

  • SapphireSphinx@feddit.orgOP
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    13 hours ago

    Er ist wirklich ein Mann von Vorgestern. Das hatten wir so ähnlich doch alles schon. Z.B. in der DDR:

    Schämt ihr euch auch so, wie ich mich schäme? Da werdet ihr sehr viel und sehr gut mauern und künftig sehr klug handeln müssen, ehe euch diese Schmach vergessen wird. […] Zerstörte Häuser reparieren, das ist leicht. Zerstörtes Vertrauen wieder aufrichten ist sehr, sehr schwer.
    - Kurt Barthek in Neuen Deutschland nach dem Volksaufstand vom 17. Juni 1953

    Dazu hat dann ein bekannter Deutscher auch etwas geschrieben:

    Nach dem Aufstand des 17. Juni Ließ der Sekretär des Schriftstellerverbands In der Stalinallee Flugblätter verteilen auf denen zu lesen war, daß das Volk das Vertrauen der Regierung verscherzt habe und es nur durch verdoppelte Arbeit zurückerobern könne. Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes?
    - Bertolt Brecht

    Ich persönlich schließe mich da ja Bertolt Brecht an.

    Im übrigen: Wann schnallt Minderleister Merz eigentlich mal den eigenen privatfliegenden Gürtel enger und ich meine jetzt nicht nur einen Verzicht auf die nächste Diätenerhöhung? Auch Wolfram Weimer, Jens Spahn und Katherina Reiche wirken auf mich finanziell recht fett gefressen. Da gibt es sicher noch was zu holen. Das wäre doch mal eine “Reform”.

    • plyth@feddit.org
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      13 hours ago

      Ich persönlich schließe mich da ja Bertolt Brecht an.

      Die Regierung auch. Die pluralistische Gesellschaft kommt nicht aus Menschenliebe der Politiker sondern weil es keine Vereinigungen mehr geben wird, die einen Widerstand gegen die volle kapitalistische Ausbeutung organisieren können.

      • poVoq@slrpnk.net
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        12 hours ago

        Du hattest also lieber einen schön einheitlichen, wohlmöglich rassereinen, Volkskörper damit es einfacher ist den Wiederstand gegen die ausbeuterischen Kapitalisten (alles Juden natürlich) zu organisieren?

        • plyth@feddit.org
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          9 hours ago

          Rasserein bringt gar nichts, wie man an Jugoslavien sehen konnte. Es finden sich immer Gründe, weitere Aufteilungen durchzusetzen und Kriege anzufangen.

          Einheitlich hilft, aber die pluralistische Gesellschaft ist ja gewollt, weil persönliche Freiheit eine sehr große Lebensqualität ist.

          Bürger einer pluralistischen Gesellschaft müssen aber bewusst etwas Gemeinsames aufbauen, damit sie nicht gegeneinander ausgespielt werden. Die Menschen an den Machtpositionen werden es nicht für sie übernehmen.

          • poVoq@slrpnk.net
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            6 hours ago

            Mein (sarkastischer) Kommentar wollte eigentlich auf etwas anderes hinaus. Das Problem ist nicht die pluralistische Gesellschaft und der Mangel der derzeitigen Eliten dieses zu überbrücken, sondern genau das Gegenteil, d.h. die aktive Ausnutzung von (im Endeffekt völlig banalen und ausgedachten) Unterschieden nach dem Motto Teile und Herrsche. Egal wie einheitlich eine Gesellschaft (oder Klasse) ist, wenn man will findet man immer etwas um zu spalten, und der Gedanke das man überhaupt etwas einheitlich haben will ist bereits so ein spaltender Gedanke der es einfach macht den Hebel anzusetzen.

            • plyth@feddit.org
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              1 hour ago

              aktive Ausnutzung von … Teile und Herrsche

              Genau. Und wie bekommt man es in einer pluralistischen Gesellschaft hin, das zu vermeiden?

    • brainwashed@feddit.org
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      13 hours ago

      Bei aller Liebe, einen gewaltsam niedergeschlagenen Volksaufstand in einem Unrechtsstaat, der auf seine Bürger schießt mit der Forderung nach ein paar Überstunden gleichzusetzen, ist vielleicht ein wenig daneben gegriffen.

      • Black616Angel@discuss.tchncs.de
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        3 minutes ago

        Wenn es nur Forderungen nach Überstunden in Zeiten der Krise wären, hättest du völlig recht.

        Aber die Zukunft Jahrzehnte lang aktiv zu sabotieren, den Sozialstaat abzubauen, den Armen das Geld aus der Tasche zu ziehen und den Reichen zuzuschustern selbst (eigene Partei) Milliarden zu verschwenden und dann von “Gürtel enger schnallen” zu reden, aktiv Nazis zu unterstützen und und und

        All das ändert halt deine Gleichung schon.

      • SapphireSphinx@feddit.orgOP
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        13 hours ago

        Die Verachtung die dahinter steht ist sehr ähnlich. Es geht auch nicht um den Volksaufstand an sich. Es geht um die Mehrarbeit um das angebliche Vertrauen nicht zu verspielen. Es ist einfach die gleiche Denke mit anderem Anlass.

      • SapphireSphinx@feddit.orgOP
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        12 hours ago

        Auch wenn ich Pickel bekomme wenn ich “SPD” nur höre: Pistorius macht doch einen Job, in dem er zumindest scheinbar besser abliefert als die CDU/CSU-Truppe. Aber ja, man muss mit der Lupe suchen.

        • KlausDieterFreddek@feddit.org
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          13 hours ago

          Stimmt. Habe Pistorius vergessen. Der Macht tatsächlich einen recht guten Job. Zumindest hört man nichts schlechtes.

            • PreppaWuzz@discuss.tchncs.de
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              11 hours ago

              Die aktuelle Lösung ist Mist, aber das kann man kaum sinnvoll lösen.

              Der Fehler war, die Wehrpflicht überhaupt abzuschaffen, aber das kann man Pistorius nicht ankreiden.

            • DdCno1@beehaw.org
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              11 hours ago

              Das war aber auch ein unmöglich für alle befriedigend zu lösendes Problem.

              An einer Neuausrichtung der Bundeswehr hin zurück zu einer Verteidigungsarmee führt leider kein Weg vorbei und dafür braucht es nun einmal mehr Soldaten.

      • BigShammy80@feddit.org
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        10 hours ago

        Die eigentlichen Verbrecher sind die Industrieführer, die den Politikern die Korruption erst ermöglichen.

        Natürlich sind die Politiker, die das Extrageld annehmen nicht besser.

  • DdCno1@beehaw.org
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    14 hours ago

    Alles was der Mann von sich gibt ist deprimierend, negativ und herablassend, aber natürlich sind alle anderen das Problem.

  • plyth@feddit.org
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    13 hours ago

    Dann soll ein Reformpaket beschlossen werden, das die Einkommensteuer, Rente, Pflege, die Arbeitskosten und den Bürokratieabbau betreffen soll.

    dass jetzt ein Aufbruch nötig ist und nicht ein Verharren und ein Stillstand und nur Verteilung dessen, was wir haben.

    Wir müssen mehr erwirtschaften, damit wir unseren Staat, unsere Wirtschaft, auch unseren Sozialstaat, zukunftsfähig machen.»

    Die vorgeschlagenen Maßnahmen sind aber nur Umverteilung bis auf das Zauberwort Bürokratieabbau. Um mehr zu erwirtschaften muss man langfristig das Potential dazu aufbauen. Zu Forschung und Bildung lese ich nichts.

    Das sollte auch nicht nur einfach beschlossen werden. Wo ist die Expertendiskussion, um die wirklich wirksamen Maßnahmen zu identifizieren?

  • PixeIOrange@lemmy.world
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    11 hours ago

    “…dass jetzt ein Aufbruch nötig ist und nicht ein Verharren und ein Stillstand”

    Doch. Jetzt sind verharren und stillstand angesagt. Sonst werden die Katastrophen des Klimawandels uns als Gesellschaft auslöschen. Aber so weit reicht sein geistiger Horizont nicht.