

Ich glaube, es geht ihm nicht darum, einen Kompromiss mit den Faschist:innen zu finden oder ihnen auf dem “Marktplatz der Ideen” eine Bühne zu bieten - vermutlich nicht mal darum, sie argumentativ zu überzeugen.
Sondern zum einen darum, selber zu verstehen, was bei denen falsch läuft, um Ansatzpunkte für eigenes Handeln zu finden. Und zum anderen vielleicht auch durch Beziehungsarbeit und Vorbildfunktion dem Rechtsruck etwas entgegenzusetzen.
Ich persönlich habe auch schon erlebt, wie wenig Erfolg man selbst im persönlichen Umfeld und bei gefestigten Beziehungen und sehr viel Einsatz haben kann. Das “Mit Reden kommt man nicht weiter” kann ich gut verstehen. Andererseits gehört zu meinem Menschenbild auch, dass Menschen sich ändern können. Von daher kann ich auch verstehen, dass Leute nicht aufhören, es zu versuchen.










Also wenn ich mir angucke, wie krass unterschiedlich ich während derselben Hartz-4-Phase in zwei verschiedenen Städten behandelt wurde, habe ich schon den Eindruck, dass sich einiges machen lässt - auf Ebene der Städte, aber auch der einzelnen Mitarbeiter. In der einen Stadt wurde mir unterstellt, dass ich eh lügen würde (das wurde mir so ins Gesicht gesagt), in der anderen ging es eher darum, wie wir gemeinsam voran kommen.