Einmal Elektro gefahren und man will auch nicht mehr zurück. Noch besser mit Ladestation zu Hause und Stromtarifen die günstigen Strom nachts haben. So günstig bin ich noch nie von A nach B gekommen.
Richtig. Und die Abdeckung mit Ladesäulen ist wirklich richtig gut in Deutschland. Ich hab das Glück, dass wir einen ganz fairen Roaming-Tarif vom Autohersteller haben, ansonsten hätte ich den Tarifdschungel definitiv mehr kritisiert.
Aber vom reinen Fahren und der Handhabe her würde ich niemals mehr zurück zum Verbrenner wollen, ein E-Auto macht wirklich alles besser als man es von vorher kennt.
Und die Abdeckung mit Ladesäulen ist wirklich richtig gut in Deutschland.
Kann ich nicht bestätigen. Ich müsste den Bus von der/zur nächsten (AC) Säule nehmen, oder halt mehrere Stunden dort auf nem leeren Parkplatz rumsitzen. Ich hätte sonst längst gewechselt, aber meine Freizeit ist zu begrenzt als dass ich sie damit verbringen möchte. Da muss abseits der Zentren und Autobahnen noch viel passieren.
Willst du uns vllt. deinen groben Ort verraten? Ich frag gerne Leute, die Beiträge wie deine posten und schau dann auf den Ladekarten und meistens gibt es haufenweise Ladepunkte
Die grosse Mehrheit der Menschen in Deutschland hat in Wirklichkeit nicht so lange Pendelwege, und müsste folglich ncht lange laden. Es hängt natürlich von der Region ab, aber im Schnitt sind die Wege am längsten gerade um die Speckgürtel der Metropolen - gerade da, wo fast jeder ein eigenes Haus hat. Und da ist der Schnitt so 20 Kilometer. Nicht mehr.
Ich bin übrigens ne ganze Weile 14 - 18 Kilometer mit dem Rad gependelt. Das macht Spass. Und ich habe nie einen Kollegen gehabt, der nach einer Autofahrt ins Büro kam und sagte: “Was für ein schöner Morgen, was für eine schöne Fahrt”.
Und die Abdeckung mit Ladesäulen ist wirklich richtig gut in Deutschland.
Nicht wirklich. Die Ladesäulen sind aureichend verteilt, solange nur eine kleine Minderheit welche sucht. Die Abdeckung hingegen ist einfach nur traurig und nicht im geringsten geeignet für eine tatsächliche Verkehrswende. Ich hab hier mitten im Ruhrgebiet ganze 4 Ladepunkte im Umkreis von fußläufig ca. 20 Minuten. In einer Gegend mit tausenden von Autos und praktisch keinem Wohneigentum. Wenn ich zwar nicht die Leute kenne, aber jedes einzelne von dem Dutzend eAutos in der Umgebung, weil die halt immer an selben Stellen stehen, läuft etwas schief.
Möchtest du mir erzähen, dass “Ich geh mal schauen, ob die Ladesäule frei ist” (weil so zuverlässig sind die Apps leider nicht), Auto abstellen, 20 Minuten Spaziergang nach Hause und Stunden später nochmal das selbe der Normalzustand und keine Zumutung ist? Oder dass das bei vielen hunderten Autos in diesem Umkreis kein Grund ist, eben kein eAuto zu kaufen, es sei denn man hat ein Eigenheim oder einen Arbeitgeberparkplatz mit Lademöglichkeit?
Und das Problem setzt sich ja von dort fort. Niemand in der Gegend kauft auf Grund magelnder Lademöglichkeiten eAutos und -Überraschung- so finden sich dann hier auch die Supermarktparkplätze und die Tankstellen ohne Lader…
Alle jammern über Reichweite. Aber das ist völliger Blödsinn. Ich schaffe mit einem eAuto bei etwas Streckenplanung und kürzeren Pausen, die ich eh machen würde, alle größeren Strecken, die ich so fahre. Aber im Alltag funktioniert es so halt nicht.
Leuten immer die geringen Kosten und Bequemlichkeit von eAutos vorbeten, aber dann davon ausgehen, dass es doch völlig okay ist, weite Wege bis zu Schnellladern (mit den entsprechenden Preisen) zurücklegen zu müssen, ist einfach Augenwischerei. Wir haben in Deutschland einen massiven Mangel an Wohneigentum. Wenn im Gegenzug nicht die sprechende öffentliche Infrastruktur geschaffen wird, kann das nicht funktionieren. (Das ist dann auch ein Trick in der deutschen Diskussion: Es wird immer auf Basis der dummen Rechweitendiskussion gezeigt, dass wir doch ausreichend Lademöglichkeiten hätten, um überall hinzukommen. Aber darum geht es gar nicht. Die haben wir in der Tat. Die Möglichkeiten im Alltag nebenbei zu Laden sind es, die fehlen. Schnelllader sind nicht die Lösung - das wäre planerisch auch völliger Wahnsinn.)
Und genau darum geht es ja: Nichts für den Umstieg auf eMobilität tun und dann ein bißchen rumheulen, dass “der dumme Deutsche das Problem ist und ja nicht will” hat hier offenbar Tradition. Um das mal in Relation zu setzen… z.B. unsere niederländischen Nachbarn (weil das sind die, an denen ich am nächsten dran bin) haben (Stand 2025) knapp 200000 einfache, meist Straßenladepunkte auf ca. 500000 angemeldete eAutos. Dazu kommen dann die dedizierten Schnelllader etc. Aber die bauen halt auch seit knapp 10 Jahren an der Infrastruktur, weil jeder ein Recht auf Lademöglichkeiten gesetzlich garantiert hat, und “hier gibt es gerade zuwenig Ladepunkte, aber ich möchte mir ein eAuto kaufen” reicht, damit dir zeitnah eine vor die Tür gesetzt wird.
Kommt auf die Gegend an - wenn jemand in einer Gegend wohnt mit 2-3 Wohnblöcken auf diesen ~2km Umkreis sind 4 Ladepunkte zu wenig falls wir wollen, dass die Mehrheit auf ePkw umstellt.
Ob wir das langfristig wollen ist so oder so eine andere Frage.
Also ich wohne in einer Stadt mit gut 50k Einwohnern. Hier gibt es wirklich genug Schnelllader. Tesla, Ionity und diverse Schnelllader bei den verschiedenen Einkaufszentren.
Und wenn jetzt einer damit kommt “Ja, aber auf dem Land…”, ja, da mag es weniger Schnelllader geben. Aber da hat dann auch fast jeder die Möglichkeit zuhause zu laden.
Das ist eine ganz andere Diskussion. Schnelllader müssen ausreichend verteilt sein, dass man mit etwas Routenplanung auch größere Strecken mit kürzere Lade- und Ruhepausen schafft.
Schnelllader können aber nicht die grundsätzliche Lösung sein (der Aufwand und die Anforderungen ans Stromnetz, um genügend für eine tatsächliche Wende hin weg vom Verbrenner zu ermöglichen, wäre Irrsinn). Wovon ich rede ist, dass das tagtägliche Laden in den Städten halt nicht funktioniert. Auf dem Land erledigt das die höhere Eigenheimquote. In der Stadt hast du teils nicht nur keine Eigenheime, sondern tatsächliche nicht mal dedizierte Parkmöglichkeiten. Wenn in ganzen Stadtvierteln Straßenparken die Regel ist, braucht es halt öffentliche Infrastruktur. Und da es die nicht gibt, ist das eAuto keine Option, es sein denn, du bist einer der wenigen mit 'nem eigenen Stellplatz/Garage oder hast einen Arbeitgeben mit entsprechender Park- und Lademöglichkeit.
Wir können nicht Leuten ständig erzählen, wie viel preiswerter und unkomplizierter eAutos sind, und dann aber davon ausgehen, dass die einfach mal -sagen wir einmal die Woche- 'ne gute Stunde Spazierengehen müssen, um ihr Auto irgendwo weiter weg abzustellen und später wieder abzuholen oder für den ganz regulären Betrieb auf Schnelllader angewiesen zu sein. Weil das ist dann weder bequem, noch preiswert.
Und dass wir in Deutschland ständig die imaginäre Diskussion über Reichweiten und ach so lange Strecken führen, hat meiner Meinung nach System. Dann kann man nämlich auf die gut verteilte aber geringe Anzahl Schnelllader hinweisen und so tun als wäre alles in Ordnung. Aber das ist halt Ablenkung von tatsächlichen Problem. (Referenz: In den Niederlanden gibt es seit fast 10 Jahren ein Recht auf Laden. Wenn du als Straßenparker da angibst, dass es zuwenig Ladepunkte für die Anzahl Autos gibt, stellen die dir nach kurzer Prüfung eine an die Straße. Das Ergebniss sind etwa 200000 einfache Ladepunkte, meist am Straßenrand, bei 500000 angemeldeten eAutos.)
Hab ebenfalls lange im Ruhrgebiet zur Miete gewohnt und kann das so unterschreiben. Im Block mit easy 100 Wohneinheiten gab’s da zwei Ladesäulen. Schon mit Verbrenner irgendeinen Parkplatz zu finden war schwierig. Wenn du genau einen der beiden Ladeplätze brauchst kannst du die Gelegenheiten im Jahr an denen das klappt an einer Hand abzählen.
Was ist daran hanebüchen oder hypothetisch? Wenn es für wortwörtlich tausende Autos eine geringe 1-stellige Anzahl Ladepunkte im fußläufig erreichbarer Umgebung gibt, ist das ein sehr reales Problem und ich kann gegenwärtig nicht mal darüber nachdenken endlich ein modernes Auto anzuschaffen, wenn ich kein Eigenheim oder einen Arbeitgeber habe, der Lademöglichkeiten anbietet.
Ich muss also nicht “annehmen”, dass “in Zukunft” die Anzahl der Ladesäulen nicht stark zunimmt, sondern kann ganz reell beobachten, dass die das bereits jetzt und in den letzten Jahren nicht ausreichend tut.
Ich sehe gerade bei solchen Themen immer wieder Beiträge, die keine wirklichen Argumente haben, aber negative Stimmung verbreiten
Was du siehst sind Frustrierte, die gern wechseln würden aber nicht können. Die Säule muss vor dem Auto da sein, ich kauf doch keinen 25.000€ Briefbeschwerer.
Die Situation bei einem Elektroauto ist aber im Grunde nochmal eine Spur einfacher als beim Verbrenner: Im worst case gibt es Adapter für die Haushaltssteckdose… wenn ich in meinem Kaff vergesse zu tanken darf ich erstmal die ~15 km zur nächsten Tankstelle mit dem Benzinkanister auf dem Gepäckträger radeln.
Im worst case gibt es Adapter für die Haushaltssteckdose
Keine Ahung in welcher Scheinwelt du lebst, dass das der worst-case ist. Sollen wir alle die Kabel aus dem Fenster im 1. bis 3. Stock und über den Bürgersteig werfen (was auch noch illegal wäre hust)? Hier gibt es praktisch nur Straßenrandparker. Dass alle auf Schnelllader angewiesen sind, wäre logistischer Irrsinn. Also braucht es öffentliche Infrastruktur zum simplen Laden. Schaffen andere Länder komischerweise auch. Nur in Deutschland läuft das nach dem Motto “Wir tun nichts, reden das Problem klein, und tun dann so, als läge es an den Leuten”.
Keine Ahung in welcher Scheinwelt du lebst, dass das der worst-case ist.
Hessen. Sehr, sehr ländliches Hessen.
Sollen wir alle die Kabel aus dem Fenster im 1. bis 3. Stock und über dne Bürgersteig werfen? Hier gibt es praktisch nur Straßenrandparker.
Dann wäre ein Wink mit dem Zaunpfahl an den örtlichen Stromanbieter, die Stadtwerke oder die lokalen Einzelhändler angebracht… klingt für mich ja schon ein wenig städtischer die Lage…
Problem hierbei - was machste wenn du in einer Wohnung wohnst? Da ist der Adapter für die Haushaltssteckdose gut gemeint - aber wenn deine Wohnung im 4. Stock Hofseitig ist dann hilft der auch wenig.
Mehr Ladeinfrastruktur wär daher schon auch wichtig.
Natürlich wird es immer die eine, spezielle Situation geben in der ein E-Auto momentan einfach noch nicht ganz unproblematisch ist… ich wollte mit meinem Beispiel nur anmerken, dass es bei den Elektrofahrzeugen einfach noch ein paar mehr Möglichkeiten gibt als beim Verbrenner.
Mehr Ladeinfrastruktur wär daher schon auch wichtig.
Einmal Elektro gefahren und man will auch nicht mehr zurück. Noch besser mit Ladestation zu Hause und Stromtarifen die günstigen Strom nachts haben. So günstig bin ich noch nie von A nach B gekommen.
Richtig. Und die Abdeckung mit Ladesäulen ist wirklich richtig gut in Deutschland. Ich hab das Glück, dass wir einen ganz fairen Roaming-Tarif vom Autohersteller haben, ansonsten hätte ich den Tarifdschungel definitiv mehr kritisiert.
Aber vom reinen Fahren und der Handhabe her würde ich niemals mehr zurück zum Verbrenner wollen, ein E-Auto macht wirklich alles besser als man es von vorher kennt.
Kann ich nicht bestätigen. Ich müsste den Bus von der/zur nächsten (AC) Säule nehmen, oder halt mehrere Stunden dort auf nem leeren Parkplatz rumsitzen. Ich hätte sonst längst gewechselt, aber meine Freizeit ist zu begrenzt als dass ich sie damit verbringen möchte. Da muss abseits der Zentren und Autobahnen noch viel passieren.
Willst du uns vllt. deinen groben Ort verraten? Ich frag gerne Leute, die Beiträge wie deine posten und schau dann auf den Ladekarten und meistens gibt es haufenweise Ladepunkte
Die grosse Mehrheit der Menschen in Deutschland hat in Wirklichkeit nicht so lange Pendelwege, und müsste folglich ncht lange laden. Es hängt natürlich von der Region ab, aber im Schnitt sind die Wege am längsten gerade um die Speckgürtel der Metropolen - gerade da, wo fast jeder ein eigenes Haus hat. Und da ist der Schnitt so 20 Kilometer. Nicht mehr.
Hier eine Statistik:
https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/startseite/topmeldungen/pendeln-2021.html
Ich bin übrigens ne ganze Weile 14 - 18 Kilometer mit dem Rad gependelt. Das macht Spass. Und ich habe nie einen Kollegen gehabt, der nach einer Autofahrt ins Büro kam und sagte: “Was für ein schöner Morgen, was für eine schöne Fahrt”.
Nicht wirklich. Die Ladesäulen sind aureichend verteilt, solange nur eine kleine Minderheit welche sucht. Die Abdeckung hingegen ist einfach nur traurig und nicht im geringsten geeignet für eine tatsächliche Verkehrswende. Ich hab hier mitten im Ruhrgebiet ganze 4 Ladepunkte im Umkreis von fußläufig ca. 20 Minuten. In einer Gegend mit tausenden von Autos und praktisch keinem Wohneigentum. Wenn ich zwar nicht die Leute kenne, aber jedes einzelne von dem Dutzend eAutos in der Umgebung, weil die halt immer an selben Stellen stehen, läuft etwas schief.
Bei so 5km/h Gehgeschwindigkeit hast du also 4 Ladepunkte in 1,6km Umkreis und findest das zu wenig?
Möchtest du mir erzähen, dass “Ich geh mal schauen, ob die Ladesäule frei ist” (weil so zuverlässig sind die Apps leider nicht), Auto abstellen, 20 Minuten Spaziergang nach Hause und Stunden später nochmal das selbe der Normalzustand und keine Zumutung ist? Oder dass das bei vielen hunderten Autos in diesem Umkreis kein Grund ist, eben kein eAuto zu kaufen, es sei denn man hat ein Eigenheim oder einen Arbeitgeberparkplatz mit Lademöglichkeit?
Und das Problem setzt sich ja von dort fort. Niemand in der Gegend kauft auf Grund magelnder Lademöglichkeiten eAutos und -Überraschung- so finden sich dann hier auch die Supermarktparkplätze und die Tankstellen ohne Lader…
Alle jammern über Reichweite. Aber das ist völliger Blödsinn. Ich schaffe mit einem eAuto bei etwas Streckenplanung und kürzeren Pausen, die ich eh machen würde, alle größeren Strecken, die ich so fahre. Aber im Alltag funktioniert es so halt nicht.
Leuten immer die geringen Kosten und Bequemlichkeit von eAutos vorbeten, aber dann davon ausgehen, dass es doch völlig okay ist, weite Wege bis zu Schnellladern (mit den entsprechenden Preisen) zurücklegen zu müssen, ist einfach Augenwischerei. Wir haben in Deutschland einen massiven Mangel an Wohneigentum. Wenn im Gegenzug nicht die sprechende öffentliche Infrastruktur geschaffen wird, kann das nicht funktionieren. (Das ist dann auch ein Trick in der deutschen Diskussion: Es wird immer auf Basis der dummen Rechweitendiskussion gezeigt, dass wir doch ausreichend Lademöglichkeiten hätten, um überall hinzukommen. Aber darum geht es gar nicht. Die haben wir in der Tat. Die Möglichkeiten im Alltag nebenbei zu Laden sind es, die fehlen. Schnelllader sind nicht die Lösung - das wäre planerisch auch völliger Wahnsinn.)
Und genau darum geht es ja: Nichts für den Umstieg auf eMobilität tun und dann ein bißchen rumheulen, dass “der dumme Deutsche das Problem ist und ja nicht will” hat hier offenbar Tradition. Um das mal in Relation zu setzen… z.B. unsere niederländischen Nachbarn (weil das sind die, an denen ich am nächsten dran bin) haben (Stand 2025) knapp 200000 einfache, meist Straßenladepunkte auf ca. 500000 angemeldete eAutos. Dazu kommen dann die dedizierten Schnelllader etc. Aber die bauen halt auch seit knapp 10 Jahren an der Infrastruktur, weil jeder ein Recht auf Lademöglichkeiten gesetzlich garantiert hat, und “hier gibt es gerade zuwenig Ladepunkte, aber ich möchte mir ein eAuto kaufen” reicht, damit dir zeitnah eine vor die Tür gesetzt wird.
Kommt auf die Gegend an - wenn jemand in einer Gegend wohnt mit 2-3 Wohnblöcken auf diesen ~2km Umkreis sind 4 Ladepunkte zu wenig falls wir wollen, dass die Mehrheit auf ePkw umstellt.
Ob wir das langfristig wollen ist so oder so eine andere Frage.
Also ich wohne in einer Stadt mit gut 50k Einwohnern. Hier gibt es wirklich genug Schnelllader. Tesla, Ionity und diverse Schnelllader bei den verschiedenen Einkaufszentren.
Und wenn jetzt einer damit kommt “Ja, aber auf dem Land…”, ja, da mag es weniger Schnelllader geben. Aber da hat dann auch fast jeder die Möglichkeit zuhause zu laden.
Das ist eine ganz andere Diskussion. Schnelllader müssen ausreichend verteilt sein, dass man mit etwas Routenplanung auch größere Strecken mit kürzere Lade- und Ruhepausen schafft.
Schnelllader können aber nicht die grundsätzliche Lösung sein (der Aufwand und die Anforderungen ans Stromnetz, um genügend für eine tatsächliche Wende hin weg vom Verbrenner zu ermöglichen, wäre Irrsinn). Wovon ich rede ist, dass das tagtägliche Laden in den Städten halt nicht funktioniert. Auf dem Land erledigt das die höhere Eigenheimquote. In der Stadt hast du teils nicht nur keine Eigenheime, sondern tatsächliche nicht mal dedizierte Parkmöglichkeiten. Wenn in ganzen Stadtvierteln Straßenparken die Regel ist, braucht es halt öffentliche Infrastruktur. Und da es die nicht gibt, ist das eAuto keine Option, es sein denn, du bist einer der wenigen mit 'nem eigenen Stellplatz/Garage oder hast einen Arbeitgeben mit entsprechender Park- und Lademöglichkeit.
Wir können nicht Leuten ständig erzählen, wie viel preiswerter und unkomplizierter eAutos sind, und dann aber davon ausgehen, dass die einfach mal -sagen wir einmal die Woche- 'ne gute Stunde Spazierengehen müssen, um ihr Auto irgendwo weiter weg abzustellen und später wieder abzuholen oder für den ganz regulären Betrieb auf Schnelllader angewiesen zu sein. Weil das ist dann weder bequem, noch preiswert.
Und dass wir in Deutschland ständig die imaginäre Diskussion über Reichweiten und ach so lange Strecken führen, hat meiner Meinung nach System. Dann kann man nämlich auf die gut verteilte aber geringe Anzahl Schnelllader hinweisen und so tun als wäre alles in Ordnung. Aber das ist halt Ablenkung von tatsächlichen Problem. (Referenz: In den Niederlanden gibt es seit fast 10 Jahren ein Recht auf Laden. Wenn du als Straßenparker da angibst, dass es zuwenig Ladepunkte für die Anzahl Autos gibt, stellen die dir nach kurzer Prüfung eine an die Straße. Das Ergebniss sind etwa 200000 einfache Ladepunkte, meist am Straßenrand, bei 500000 angemeldeten eAutos.)
Hab ebenfalls lange im Ruhrgebiet zur Miete gewohnt und kann das so unterschreiben. Im Block mit easy 100 Wohneinheiten gab’s da zwei Ladesäulen. Schon mit Verbrenner irgendeinen Parkplatz zu finden war schwierig. Wenn du genau einen der beiden Ladeplätze brauchst kannst du die Gelegenheiten im Jahr an denen das klappt an einer Hand abzählen.
Ein hypothetisches Problem also, basierend auf der hanebüchenen Annahme, dass die Zahl der Nutzer stark zunimmt, die Zahl der Ladesäulen jedoch nicht.
Ich sehe gerade bei solchen Themen immer wieder Beiträge, die keine wirklichen Argumente haben, aber negative Stimmung verbreiten. Wem dient’s ?
Was ist daran hanebüchen oder hypothetisch? Wenn es für wortwörtlich tausende Autos eine geringe 1-stellige Anzahl Ladepunkte im fußläufig erreichbarer Umgebung gibt, ist das ein sehr reales Problem und ich kann gegenwärtig nicht mal darüber nachdenken endlich ein modernes Auto anzuschaffen, wenn ich kein Eigenheim oder einen Arbeitgeber habe, der Lademöglichkeiten anbietet.
Ich muss also nicht “annehmen”, dass “in Zukunft” die Anzahl der Ladesäulen nicht stark zunimmt, sondern kann ganz reell beobachten, dass die das bereits jetzt und in den letzten Jahren nicht ausreichend tut.
Was du siehst sind Frustrierte, die gern wechseln würden aber nicht können. Die Säule muss vor dem Auto da sein, ich kauf doch keinen 25.000€ Briefbeschwerer.
Die Situation bei einem Elektroauto ist aber im Grunde nochmal eine Spur einfacher als beim Verbrenner: Im worst case gibt es Adapter für die Haushaltssteckdose… wenn ich in meinem Kaff vergesse zu tanken darf ich erstmal die ~15 km zur nächsten Tankstelle mit dem Benzinkanister auf dem Gepäckträger radeln.
Keine Ahung in welcher Scheinwelt du lebst, dass das der worst-case ist. Sollen wir alle die Kabel aus dem Fenster im 1. bis 3. Stock und über den Bürgersteig werfen (was auch noch illegal wäre hust)? Hier gibt es praktisch nur Straßenrandparker. Dass alle auf Schnelllader angewiesen sind, wäre logistischer Irrsinn. Also braucht es öffentliche Infrastruktur zum simplen Laden. Schaffen andere Länder komischerweise auch. Nur in Deutschland läuft das nach dem Motto “Wir tun nichts, reden das Problem klein, und tun dann so, als läge es an den Leuten”.
Hessen. Sehr, sehr ländliches Hessen.
Dann wäre ein Wink mit dem Zaunpfahl an den örtlichen Stromanbieter, die Stadtwerke oder die lokalen Einzelhändler angebracht… klingt für mich ja schon ein wenig städtischer die Lage…
Problem hierbei - was machste wenn du in einer Wohnung wohnst? Da ist der Adapter für die Haushaltssteckdose gut gemeint - aber wenn deine Wohnung im 4. Stock Hofseitig ist dann hilft der auch wenig.
Mehr Ladeinfrastruktur wär daher schon auch wichtig.
Natürlich wird es immer die eine, spezielle Situation geben in der ein E-Auto momentan einfach noch nicht ganz unproblematisch ist… ich wollte mit meinem Beispiel nur anmerken, dass es bei den Elektrofahrzeugen einfach noch ein paar mehr Möglichkeiten gibt als beim Verbrenner.
Das definitiv, da kann man nicht widersprechen
Die Frage ist doch auch: wohin willst du mit dem Auto fahren? Zur Arbeit? Viele Arbeitgeber bieten ladesäulen auf den Parkplätzen.
Zum einkaufen? Rewe, Aldi, Lidl, Ikea, bauhaus, etc haben auch schnelllader zu teilweise vergünstigten Konditionen für Kunden.
Zum verreisen? An den meisten Raststätten sind ladsäulen.
"Wer etwas will, findet Wege.
Wer etwas nicht will, findet Gründe."
Ein E-Auto macht wirklich nur Sinn mit einer Lademöglichkeit entweder Zuhause oder auf der Arbeit.
Ja, es geht auch ohne, aber das ist ultra umständlich und beim Einkaufen lädst du halt nicht die Karre voll…
Viele Autos in Deutschland fahren halt nur wenige tausend km pro Jahr. (Soviel schaffe ich mit meinem Fahrrad auch…)