Ich will ganz sicher nicht den deutschen Michel, der kiloweise billigstes Neonfleisch auf den Grill schmeißt von seinen problematischen Handlungen freisprechen. Aber systemische Probleme auf den Endverbraucher und Individuen abwälzen ist doch klassische Propaganda wie sie die Ölindustrie seit über einem halben Jahrhundert anwendet. Die Verantwortung beginnt eben NICHT an der Supermarktkasse. Das Problem beginnt in den raffgierigen multinationalen Großkonzernen. Was soll denn passieren wenn tatsächlich die große Mehrheit kein Billigfleisch mehr kauft? Durch reinen Glauben an das Gute bzw Magie verbessern sich die Arbeitsbedingungen? Sichi Geschwistis. Wir reden hier doch nicht von lokalen Handwerksbetrieben, denen man einen Rest von Anstand zusprechen kann. Aber selbst da trifft es nicht zwingend zu. Unser pReMiuM Metzger in der Gegend wo alle Tiere sanft totgestreichelt werden(dieses überspitzte Framing trifft sicherlich auch auf einen in eurer Gegend zu) war vor paar Jahren auch in einen riesen Skandal verwickelt weil der Schlachtbetrieb von dem bezogen wurde eben Scheiße gebaut hat. Aber man hat ja von Nichts gewusst! Obwohl man selbst zufällig auch im Vorstand tätig ist.
Ja, du hast recht damit, dass Verantwortung nicht an der Kasse anfängt. Nichtsdestoweniger ist es beim Fleischkonsum für die meisten Menschen sehr einfach, Konsequenzen zu ziehen und die schlechten Arbeitsbedingungen, das Tierleid und die Folgen für die Umwelt nicht mehr mitzuverursachen, indem man die Nachfrage senkt.
Es ist nicht so, dass man wie bei Kleidung oder Kommunikationsmitteln drauf angewiesen ist, wenn man nicht ein Leben außerhalb der Gesellschaft führen will. Man kann ziemlich einfach kein Fleisch mehr konsumieren und dabei konsequent bleiben, ohne sich gewaltig umstellen zu müssen.
Korrekt. Gegen Konsum einstellen oder zumindestens rapide senken argumentier ich garnicht. Aber darum gehts in dem Artikel ja nichtmal. Da gehts um Verantwortungsumkehr und die Mär, dass man durch bewusste Konsumentscheidungen innerhalb einer Produktkategorie kapitalistische Mechanismen positiv beeinflussen könnte. Das stößt mir einfach dermaßen auf. Anstatt mal die Dinge beim Namen zu nennen. Natürlich hilft es Bewusstsein zu schaffen, langsam in die Breite zu arbeiten um darauf aufbauend politischen Druck ausüben zu können. Aber so wird ja nicht argumentiert. Mehr so: Wenn du 5 bis 15€ mehr die Woche für Fleisch ausgibst behandeln Großkonzerne ihre Arbeiter besser. lol
Genau. Konzerne behandeln ihre Arbeiter nur genau dann besser, wenn sie dazu gezwungen werden. Diejenigen, die sie am einfachsten dazu zwingen könnten, halten aber lieber die Hand auf. Und die Möglichkeiten der Betroffenen selbst sind dank derer, die die Hand aufhalten, sehr beschränkt.
Nicht verbrauchen, was sonst? 🤷
Interessanter wäre, was wir als Wähler tun können
Ja, darauf wollte ich hinaus.
Ich will ganz sicher nicht den deutschen Michel, der kiloweise billigstes Neonfleisch auf den Grill schmeißt von seinen problematischen Handlungen freisprechen. Aber systemische Probleme auf den Endverbraucher und Individuen abwälzen ist doch klassische Propaganda wie sie die Ölindustrie seit über einem halben Jahrhundert anwendet. Die Verantwortung beginnt eben NICHT an der Supermarktkasse. Das Problem beginnt in den raffgierigen multinationalen Großkonzernen. Was soll denn passieren wenn tatsächlich die große Mehrheit kein Billigfleisch mehr kauft? Durch reinen Glauben an das Gute bzw Magie verbessern sich die Arbeitsbedingungen? Sichi Geschwistis. Wir reden hier doch nicht von lokalen Handwerksbetrieben, denen man einen Rest von Anstand zusprechen kann. Aber selbst da trifft es nicht zwingend zu. Unser pReMiuM Metzger in der Gegend wo alle Tiere sanft totgestreichelt werden(dieses überspitzte Framing trifft sicherlich auch auf einen in eurer Gegend zu) war vor paar Jahren auch in einen riesen Skandal verwickelt weil der Schlachtbetrieb von dem bezogen wurde eben Scheiße gebaut hat. Aber man hat ja von Nichts gewusst! Obwohl man selbst zufällig auch im Vorstand tätig ist.
Ja, du hast recht damit, dass Verantwortung nicht an der Kasse anfängt. Nichtsdestoweniger ist es beim Fleischkonsum für die meisten Menschen sehr einfach, Konsequenzen zu ziehen und die schlechten Arbeitsbedingungen, das Tierleid und die Folgen für die Umwelt nicht mehr mitzuverursachen, indem man die Nachfrage senkt.
Es ist nicht so, dass man wie bei Kleidung oder Kommunikationsmitteln drauf angewiesen ist, wenn man nicht ein Leben außerhalb der Gesellschaft führen will. Man kann ziemlich einfach kein Fleisch mehr konsumieren und dabei konsequent bleiben, ohne sich gewaltig umstellen zu müssen.
Korrekt. Gegen Konsum einstellen oder zumindestens rapide senken argumentier ich garnicht. Aber darum gehts in dem Artikel ja nichtmal. Da gehts um Verantwortungsumkehr und die Mär, dass man durch bewusste Konsumentscheidungen innerhalb einer Produktkategorie kapitalistische Mechanismen positiv beeinflussen könnte. Das stößt mir einfach dermaßen auf. Anstatt mal die Dinge beim Namen zu nennen. Natürlich hilft es Bewusstsein zu schaffen, langsam in die Breite zu arbeiten um darauf aufbauend politischen Druck ausüben zu können. Aber so wird ja nicht argumentiert. Mehr so: Wenn du 5 bis 15€ mehr die Woche für Fleisch ausgibst behandeln Großkonzerne ihre Arbeiter besser. lol
Genau. Konzerne behandeln ihre Arbeiter nur genau dann besser, wenn sie dazu gezwungen werden. Diejenigen, die sie am einfachsten dazu zwingen könnten, halten aber lieber die Hand auf. Und die Möglichkeiten der Betroffenen selbst sind dank derer, die die Hand aufhalten, sehr beschränkt.
Die Stimme abgeben. Danach ist sie offensichtlich weg und ca. 4 Jahre lang unbenutzbar ¯\_(ツ)_/¯