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Cake day: February 7th, 2025

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  • Saying that it should be dismantled and replaced with something better shouldn’t be a crime

    Challenging a state’s right to exist should be covered by freedom of expression. It’s not the same as saying the people shouldn’t exist, which I could see a human rights argument against, but the state is an organisation and as such should always be open to challenge, regardless of context. They’re spitting on basic human rights.

    Most of us aren’t responsible for most of that century of context, but we are responsible for what happens today. To ignore it is to ignore genocide. To ban criticism is to protect it. Merz and his accomplices should be charged with aiding genocide and this law should be entered as evidence.


  • Our government sure does. Their enablers probably don’t actively love it, they just can’t be arsed to actually think about the implications of just voting CxU. The reasons range from “I’ve always voted for them” (that just makes it worse) and “they’re Christians” (the fuck they are) over various forms of “I like the status quo” (which they’re making worse for everyone not already rich) to “the evil bad green / left parties are gonna take away my house, my car, make me eat tofu and whatever other propaganda bullshit my favourite sensationalist rag has told me that I believe uncritically”.

    They don’t love genocide, they just love not having to care about politics and the cunts they elect abuse that merrily. Of course, there are also genuine genocide fans, but for the most part, it’s more a habitual complacency with a chunk of domestic fearmongering.

    As a democratic body, we’ve been slacking off for decades. Now the bill is coming due and the youth get to foot it. We get thrown in with the misguided, the lazy and the assholes. And the worst part is how many of us fall into the “domestic misery -> xenophobia” trap and prove you right.

    I can’t even argue with your conclusion. The difference between actively supporting and passively permitting is academic when the results are these pieces of shit in our government.


  • Any right is ultimately a product of consensus. Challenging a right is an expression of dissent, which is itself a human right.

    It makes sense for a tolerant society seeking to protect itself to enshrine the rights of humans to exist, so as to avoid the paradox of tolerance. This is the compromise of free speech that must be made to defend it: to treat this consensus as a contract, whereby anyone who rejects it also loses the rights it confers. Likewise, anyone who denies other humans the right to exist must forfeit their own.

    What’s more, states are not people, but organisations. Their right to exist is the product of a consensus that this organisation has a sovereign monopoly on the use of force within its territory. But that right is strictly subordinate to the human right to exist and express opinions. It must be open to dissent.

    And a state that denies people their right to live (Israel) or to express their dissent (Germany) is in breach of that contract.

    Fuck our government. Fuck Merz, fuck the representatives and fuck the voters that enabled this travesty against human rights in general and our constitution in particular.


  • …indem wir das Geld an andere CEOs schieben, statt was gegen die Ursachen zu tun? Zum Beispiel, indem Gesundheit Priorität über Profit bekommt, sodass Arbeitende aller Branchen sich eher mal frei nehmen können, um Probleme zu behandeln. Die PKV abschaffen, dass auch die Reichen einen Teil ihres Profits in die KK einzahlen müssen und keine Premiumbehandlung mehr bekommen.

    Parallel mehr Geld für Ärzte, dass sie sich das eingehende Behandeln leisten können, vermutlich verbesserte Akademische Bedingungen (da hab ich aber keine Ahnung), Anerkennung ausländischer Medizinabschlüsse (zumindest teilweise) und Aufenthaltserlaubnis für die Gelegenheit, hier Fuß zu fassen, mit Aussicht auf Staatsbürgerschaft.

    Und dann eben die Gewinne und Spitzengehälter stärker besteuern, um damit Infrastruktur für öffentliche Versorgung zu finanzieren.

    Es gibt bessere Möglichkeiten, dem Raub beizukommen, als die Bedürftigen weiter zu berauben.


  • Es gibt einen Blogpost von Eine Sammlung von unverminderter Haarspalterei zum Thema ChatGPT, der nebst den (uns vermutlich allen bekannten) Argumenten über den Wert von Aufsätzen und ChatGPTs Beschränkungen hinsichtlich Fachverständnis auch ein Beispiel liefert.

    We can demonstrate this by asking ChatGPT an almost trivially easy research question, like, “What is the relationship between Edward Luttwak’s Grand Strategy of the Roman Empire and Benjamin Isaac’s The Limits of Empire?” And so we did:

    Image: Screenshot of ChatGPT’s response, asserting that the books approach the Roman Empire from different angles, providing a summary for each book, acknowledging that they intersect in some ways, but concluding that they’re ultimately distinct books providing different perspectives.

    If you know nothing about either book, this answer almost sounds useful (it isn’t) (Footnote: the description of The Limits of Empire in particular is poor and mostly misses the book’s core argument […]). Now this is a trivial research task; simply typing ‘the limits of empire review’ into Google and then clicking on the very first non-paywalled result ([a book review]) and reading the first paragraph makes almost immediately clear the correct answer is that Isaac’s book is an intentional and explicit rebuttal of Luttwak’s book […]. A human being who understands the words and what they mean could immediately answer the question, but ChatGPT which doesn’t, cannot

    Studys, die mit KI schreiben, ohne vorher die Fakten selbst zu ermitteln und hinterher das Ergebnis zu prüfen, schießen sich und der Zukunft akademischer Qualität in den Fuß.


  • Ich würde eher “naiv” und “verblendet” sagen. Dumm klingt für mich zu sehr nach Grundeigenschaft, während ich das eher für mangelndes Verständnis und fehlgeleiteten Enthusiasmus halte.

    antwort.zip

    Organisieren ist grundsätzlich schwer.

    Ich hab jüngst erst “Waging a good War” von Thomas E. Ricks gelesen, der das Civil Rights Movement aus der Sichtweise eines Militärhistorikers beleuchtet um die Elemente aufzuzeigen, die dabei einer militärischen Kampagne gleichen (Organisation, Auswahl von Zielen, Planung des “Angriffs”, Training, Logistik, Vorgehen vor Ort, Disziplin…). Das schiere Ausmaß der Vorbereitungen ist der Hammer.

    Dazu kommt menschliche Ungeduld:
    Aus strategischer Sicht ist es wichtig, naheliegende Ziele zu wählen, die sich realistisch erreichen lassen, diese Erfolge dann zu konsolidieren damit sie wiederum einen Grundstein für weitere “Offensiven” darstellen können. Andernfalls riskieren wir, das gewonnene wieder zu verlieren.
    Gleichzeitig ist es unbefriedigend, das Ziel zu klein zu wählen. Ich will nicht nur einzelne Probleme lösen, sondern die ganze Welt verbessern. Ich hab nicht die Zeit oder Geduld, ein Problem nach dem anderen anzugehen.

    Die Priorisierung hier ist das Ergebnis mangelnder Weitsicht. Je länger wir mit Deutschland zubringen, desto mehr leiden die Palästinenser oder sonstige Gruppen, denen ich helfen will. Es fühlt sich egoistisch, nationalistisch an zu sagen “Mein Land ist mir (erstmal) wichtiger” wenn es meinem Land vergleichsweise besser geht.
    Aber alleine kann ich wenig ausrichten. Vor allem, wenn meine eigene Regierung gegen mich arbeitet, hab ich einen deutlichen Nachteil. Da müsste ich zunächst die Regierung ändern. Das wiederum braucht, wie du absolut richtig feststellst, “nun mal den Rückhalt und das Mandat deiner Bevölkerung.”

    Also müsste ich, um den Palästinensern zu helfen, zunächst meinen Landsleuten helfen, denen es vergleichsweise besser geht, damit es ihnen noch besser geht, während es den Palästinensern immer schlechter geht. Dass das nicht schmeckt ist verständlich. Die Welt ist unfair, und es widerstrebt jedem Idealisten, das hinzunehmen. Ich will sie verbessern, verdammt, nicht schulterzuckend akzeptieren, dass sie (teilweise) schlimmer wird.

    Aber die gnadenlose Kalkulation des Krieges, ob militärisch gegen den politischen Willen zur Aggression oder zum Widerstand eines externen Feindes oder zivil gegen den politischen Willen, der das eigene, korrupte System erhält, schert sich wenig um Idealismus. Dieser grausame Pragmatismus stößt mir auch sauer auf, aber verwehren kann ich mich ihm nicht.

    Scharf formuliert ist das Priorisieren ferner Ziele vor diesem Hintergrund ein moralischer Chauvinismus, lieber nichts zu erreichen, als Leuten zu helfen, die es weniger nötig hätten als andere. Alternativ ist es ein Ausdruck verblendeter Arroganz die eigene Macht so zu überschätzen, dass man sich einbildet, man könne andere zwingen, die eigenen Kriege mitzukämpfen.

    Ironischerweise ist der Ansatz, andere für die eigene Sache zu verpflichten, ein typisches Merkmal des Imperialismus. Ich will nicht unterstellen, dass das Absicht sei, wenn es auch einfach kurzsichtige Ignoranz sein kann, aber ungeschickt ist das trotzdem.

    Was wir brauchen ist also die Bereitschaft, Kompromisse zu machen. Grundsätzlich zwischen den eigenen hohen Zielen und den Schranken des realistischen, aber auch im Rahmen des Versuchs, Dinge zu verbessern, ist oft ein gewisses Nachgeben nötig. Harte Kanten kommen selten gut an und provozieren mehr Widerstand.

    Die CRM-Anführer haben wohl teilweise Forderungen gestellt, von denen sie wussten, dass sie zu weit gehen, damit sie bei den Verhandlungen Raum zum Nachgeben haben. Das gibt dem Ergebnis zumindest ein Stück weit den Charakter einer Einigung, statt den aufgezwungener Bedingungen.

    Ich hasse Kompromisse, aber vom Stolz alleine kann ich mir nichts kaufen, wenn die Kosten weiter steigen.







  • Ich sage nicht, dass es funktioniert. Aber ich will nicht immer nur mit den Menschen der gleichen Überzeugung reden. Das bringt doch auch nix, auf Dauer 😣

    Ne, klar, deswegen fecht ich den Scheiß des besagten Kollegen auch immer wieder an. Der ist halt die Sorte “hatte Glück, denke deshalb dass das jeder mit harter Arbeit schaffen kann” mit einer Dosis “Das ist so, gehört so und wird so bleiben”.

    Wie sich “natürlich ist meine Lebenszeit nicht mehr oder weniger wertvoll als die von anderen” mit “…aber meine Arbeitszeit schon” vereinen lässt ist auch eine Kür mentaler Gymnastik die ich gar nicht nachmachen will. Vor allem, wenn er dabei ja immer noch abgezogen wird. Die armen Reichen muss man halt in Schutz nehmen.

    Und “dass Frauen benachteiligt werden wird schon seinen Grund haben” kann ich eh nicht stehen lassen. War ich auch nicht der einzige, der da was gesagt hat. Keine Ahnung, ob das Kontra zweier Männer (einer älter, einer jung) da was bewirkt, aber besser als höflich schweigen ist das auf jeden Fall.

    Ich meinte damit eher, dass man auf diesen Bullshit gefasst sein muss, weil die meisten nicht sofort nach einer Frage einknicken. Offenbar bist du da aber bestens vorbereitet. Ob das direkt sichtbar fruchtet ist nicht unbedingt ausschlaggebend, aber zumindest den Eindruck des universellen Konsens müssen wir angreifen. Wer keine Widerworte gewohnt ist, hat sie mal bitter nötig.

    Ich hab schon meinem Schwurbler-Bruder zum Marx lesen gebracht. Seitdem sind die (politischen) Gespräche viel angenehmer.

    Starke Leistung, freut mich für dich (und ihn). Ich hab meine Eltern von der CDU wegbekommen, aber weiter hat es bisher nicht gereicht. Naja, steter Tropfen höhlt den Stein. Hauptsache, wir verlieren den Mut nicht.


  • Ich glaube, das läuft in eine Wortklaubereifalle. Die üblichen Floskeln die dann irgendwann fallen sind “Weil du ja Geld verdienen musst”, “Weil wir alle unseren Teil leisten müssen” (Bonus: Die Arbeitgeber tragen ja das Risiko, das ist deren Leistungsanteil 🙄), irgendwas von Schmarotzern, dass ja sonst keiner mehr arbeiten würde, und wenn sonst gar nichts mehr hilft “Was willst du machen” gefolgt von einer Wand aus “Das wird nicht funktionieren, weil da keiner mitmachen würde”

    Ich hatte die Diskussion unlängst mit einem Kollegen. Der hat insgesamt so einige Ansichten, die einen Mangel an Ahnung mit Überzeugung kompensieren.


  • Ich verstehe, was du sagen willst, würde aber gerne der Korrektheit halber darauf hinweisen, dass eine echte Migräne im Allgemeinen nicht nur einen Tag geht. Die Aura und hirnspaltenden Schmerzen mögen innerhalb eines Tages rum sein, aber der Körper kämpft in Allgemeinen schon davor und danach.

    Das ist vielen nicht bewusst, die dann üble Kopfschmerzen gleich als Migräne bezeichnen. Nicht falsch verstehen bitte: Kopfschmerzen sind beschissen und sollten auch so ein legitimer Grund für AU sein. Aber tatsächliche Migräne ist mehr:

    Meine Frau hat schon Montag mit Abgeschlagenheit, Empfindlichkeit und Reizbarkeit gekämpft. Wenn du damit zum Arzt gehst fragen die meisten nur, wann du zuletzt deine Tage hattest. Spoiler: daran lag es nicht.

    Dienstag Abend Kopfschmerzen, schlafen gegangen, Mittwoch morgens erst etwas besser, dann kam die Keule. Das schlimmste mit Triptan abgefangen, aber Übelkeit und Benebelung bleiben auch wenn sich der Schmerz aushalten lässt.

    Es ist Freitag. Es geht ihr immer noch dreckig. Sie wollte noch eine Runde schlafen, aber irgendein Wasserrohr in der Wand hat sie wahnsinnig gemacht. Rollläden unten. Frischluft wäre schön, aber es ist zu hell und irgendwo zwitschert ein Vogel. Ohrenstöpsel fühlen sich scheiße im Ohr an. Berührung allgemein ist da schwierig.

    Erfahrungsgemäß sollte es am Sonntag wieder gehen, vielleicht auch morgen schon. Ist zum Glück nicht ihr Alltag (war früher auch mal häufiger), aber alle paar Monate mal kommen genug Trigger zusammen, dass es kracht und sie ne Woche lang am Arsch ist.

    Wenigstens hat sie mit AU keine Probleme: Als selbstständige holt sie die Arbeir halt nächste Woche nach…




  • Jein. Ihre Religion ist Überlegenheit. Ihr Gott ist das geheime Wissen, dass sie zu haben glauben, was ihnen die Überlegenheit spendet…

    Die grundsätzliche Ausprägung dieser Religion ist Verachtung und Überheblichkeit.

    Hass ist eine Verteidigung dieses Glaubens gegen alles, was ihn anfechten würde, eine Bestärkung gegen Zweifel. Er ist eine unausweichliche Folge der kognitiven Dissonanz zwischen der zur Vernunft erklärten Überzeugung und der als Verschwörung bezeichneten Vernunft. Diese Dissonanz kennt nur eine Auflösung: fundamentale Fehler einzugestehen und dadurch einen großen Teil der eigenen Identität, Weltanschauung und Selbstsicherheit auszureißen.

    Selbst wer das schafft, ist damit den Hass nicht los: Schmerz zu verarbeiten und sich neu zu (er-)finden sucht oft einen Schuldigen. Dann richtet sich der Hass halt nicht mehr gegen die “äußeren” Feinde, sondern gegen die ehemaligen “inneren”, oder gehen den Glauben an sich. Ich kämpfe seit gut zehn Jahren erfolglos damit, meinen Groll abzulegen.

    Kirchen, Schwurbler, Rassisten, all diese Ideologien und Weltbilder die eine Trennung der Menschen in gut und schlecht als Kern haben, laufen auf den gleichen beschissenen Punkt hinaus:

    Hass ist nicht die Religion, aber ein praktisch unvermeidbares Produkt. Wir können den Hass nicht nachhaltig bekämpfen, ohne die Wurzel auszureißen.




  • Im großen und ganzen stimme ich dir hier zu: Bis es zu dem Punkt kommt, dass jemand stirbt, dürfte es eine Menge Indizien gegeben haben, dass was falsch ist. Eben deswegen ist dieser letzte, fatale Irrtum meiner Laien-Meinung nach eine grob fahrlässige Tötung.

    Ich kann jedoch auch aus persönlicher Erfahrung sagen, dass es sehr leicht ist, sich solche Indizien schönzureden oder auszublenden (“Also das war wirklich nicht klar ausgeschildert, das ist ja eine Unverschämtheit”), und wenn überhaupt, dann höchstens irgendwann im Rückblick festzustellen “Eigentlich hätte ich es an diesem oder jenem Punkt schon merken müssen.” Ich glaube, wenn sie weiterhin der vollen Überzeugung wären, im Recht zu sein, hätten stolzer Trotz und Zorn auf das Unrecht, das ihnen widerfährt, den Schmerz unterdrückt.

    Der “Abfall” vom Glauben ist das Ergebnis eines Abrutschens. Das ist kein plötzliches Umdenken, sondern ein längeres Ringen mit solchen Unstimmigkeiten. Für mich ist das Weinen ein Indiz, dass ihre Überzeugung zumindest am Rutschen ist. Ob sie sich wieder “fangen”, erst recht daran festhalten und auch künftig Straßensperren ignorieren, können wir schlecht abschätzen. Da bricht die Metapher etwas auseinander, aber ob das der Teer-Moment war, an dem ihre hartnäckige Selbsttäuschung zusammenbricht, ist erst im Nachhinein erkennbar.

    Mein Punkt ist eigentlich die Nuance, dass es nicht (nur) um das erwischt werden geht, sondern um die Konfrontation mit ihren Fehlern, die das “erwischt werden” darstellt, und deren Implikationen für ihre Überzeugung, ihr soziales Umfeld und, wie du sagst, ihre Persönlichkeit.