• SkavarSharraddas@gehirneimer.de
      link
      fedilink
      arrow-up
      3
      arrow-down
      12
      ·
      11 days ago

      Immer noch kein Endlager.

      Die Endlagerfrage halte ich für eine Nebelkerze. Bei Kohle / Gas kümmert es kaum jemanden was mit dem CO₂ passiert, und das ist aus meiner Sicht zur Zeit eine weit größere Gefahr als Atommüll. Alles andere stimmt natürlich, und es gibt inzwischen kaum Gründe für neue Atomkraftwerke. Ich würde aber sagen wir wären jetzt besser dran wenn wir einen Haufen Atommüllzwischenlager hätten statt Unmengen CO₂ in der Atmosphäre.

      • saimen@feddit.org
        link
        fedilink
        arrow-up
        2
        ·
        10 days ago

        Der CO2 Ausstoß ist doch gerade das, was an den Kohle- und Gaskraftwerken kritisiert wird. Und Atomkraftwerke werden dann immer wieder als Alternative angepriesen, worauf mit der ungelösten Frage des Atommülls gekontert wird.

        • SkavarSharraddas@gehirneimer.de
          link
          fedilink
          arrow-up
          1
          ·
          10 days ago

          Aber während die Atommüllfrage mit dazu beigetragen hat dass wir jetzt keine Atomkraftwerke mehr haben, erzeugen wir trotz der CO₂-Frage immer noch über 40% unseres Stroms aus fossilen Brennstoffen. Und das CO₂ ist jetzt in der Atmosphäre und macht substantielle Probleme, während Atommüll relativ ungefährlich irgendwo rumliegen könnte (klar wär das nicht ideal, aber imo weniger schlecht).

          • saimen@feddit.org
            link
            fedilink
            arrow-up
            1
            ·
            10 days ago

            Dafür hat Atomkraft den Strompreis künstlich (da viele der Kosten insbesondere die Müllentsorgung der Staat übernahm) unten gehalten. Erst jetzt lohnt sich wirtschaftlich aufgrund auch der schwankenden Preis der Umbau der Energieversorgung wirklich, siehe zum Beispiel die ganzen Batteriespeicher die aus dem Boden sprießen. Das hat halt der vermeintlich günstige Atomstrom vorher blockiert.

    • Kaligalis@lemmy.world
      link
      fedilink
      arrow-up
      3
      arrow-down
      15
      ·
      11 days ago

      Atomstrom ist ein Abfallprodukt der atomaren Abschreckung. Und die ist weiterhin sinnvoll.
      Deutschland braucht eigene Atomwaffen. Und dafür braucht’s zumindest einen Brutreaktor, der nebenbei dann auch Strom produzieren kann. Der Abfall vom Brutreaktor kann dann in Thoriumreaktoren endverwertet werden.
      Alternativ kann Deutschland sich natürlich auch auf die französische und/oder US-amerikanische nukleare Abschreckung verlassen.
      Das hat bisher gut funktioniert (gut, der NATO-Plan war die nukleare Verseuchung Deutschlands, um die Russen aufzuhalten, aber hey, man kann halt nicht wählerisch sein, wenn man selbst keine Atombomben hat).

      • Akrenion@slrpnk.net
        link
        fedilink
        arrow-up
        8
        arrow-down
        1
        ·
        11 days ago

        Wenn Deutschland sich eigene Atomwaffen aneignen wäre das der 3te Weltkrieg. Frankreich spannt den europäischen Schutzschirm. Deutschland hat zugesichert keine Atomwaffen zu haben.

        • ahornsirup@feddit.org
          link
          fedilink
          arrow-up
          2
          arrow-down
          3
          ·
          11 days ago

          Frankreich ist nur solange ein zuverlässiger Partner bis RN oder LFI eine Präsidentschaftswahl gewinnen und Großbritannien ist für atomare Abschreckung auf die USA angewiesen (Stichwort Trident). Und niemand würde Deutschland angreifen, wenn wir ein militärisches Atomprogramm starten. Eine echte europäische Lösung wäre klar besser, auch weil Deutschland nur solange ein zuverlässiger Partner ist bis die AfD eine Wahl gewinnt, aber sich ohne tatsächliche Mitkontrolle über die Atomwaffen auf Frankreich zu verlassen ist einfach nur fahrlässig.

      • muelltonne@feddit.org
        link
        fedilink
        arrow-up
        6
        ·
        11 days ago

        Kleine Frage an dich: Ich lese ja zunehmend Leute, die deutsche Atomwaffen fordern. Aber bislang hat mir noch keiner die Frage beantwortet, wo Deutschland diese eigenen Atomwaffen dann testen soll, wenn sie fertig sind. Hast du einen konkreten Vorschlag für einen Ort?

        • PreppaWuzz@discuss.tchncs.de
          link
          fedilink
          arrow-up
          2
          ·
          11 days ago

          Es wird ja nicht mehr getestet, nur noch simuliert.

          Aber wie will man die Dinger ans Ziel bekommen? ICBMs haben wir nicht, hochseefähige U-Boote auch nicht so richtig, so ein Tornado kommt ohne Zwischenstop auch nichtmal 1500km weit und Flugzeugträger haben wir auch nicht.

        • Kaligalis@lemmy.world
          link
          fedilink
          arrow-up
          1
          ·
          10 days ago

          Tatsächlich ist dies das einzige echte Problem. Vielleicht können wir die einfach von den Franzosen kaufen. Die haben bisher auch gerne unsere Brennstäbe wiederverwertet und sind im selben Militärbündnis wie wir. Das ginge vermutlich auch schneller.

          • muelltonne@feddit.org
            link
            fedilink
            arrow-up
            1
            ·
            10 days ago

            Die Franzosen werden sie aber nicht verkaufen. Würde mich hart wundern und ist auch z.B. ein harter Verstoß gegen den Atomwaffensperrvertrag

  • AAA@feddit.org
    link
    fedilink
    arrow-up
    38
    arrow-down
    2
    ·
    edit-2
    12 days ago

    Natürlich zeigen Investoren begrenztes Interesse. Jeder mit 3 Gehirnzellen kann sich ausmalen welchen Widerstand der Bau von Atomkraftwerke anziehen wird, wenn schon Solar- und Windparks verwirrte NIMBYS auf den Plan rufen. Tatsächlich werden das die ersten sein, die da dann auch plötzlich dagegen sind.

    Die Wirtschaftlichkeit mal ganz ausgenommen.

    • Ooops@feddit.org
      link
      fedilink
      arrow-up
      11
      ·
      edit-2
      12 days ago

      Andersrum… jeder mit 3 Gehirnzellen versteht, dass Atomkraft wirtschaftlicher Wahnsinn ist, wenn nicht Staaten multi-Milliarden bereitstellen und dazu noch das Risiko und die Verantwortung für die Entsorgung tragen. Da hilft es dann auch nicht mehr, dass man Geld dafür ausgibt verwirrte Nimbys auf die preiswerte Konkurrenz zu hetzen. Letzteres hat aber den Vorteil, dass die guten, schon abbezahlten Kohlekraftwerke, in die man ebenfalls investiert hat, noch länger betreiben kann.

  • rumschlumpel@feddit.org
    link
    fedilink
    arrow-up
    9
    ·
    edit-2
    12 days ago

    Wie finden das eigentlich Reiches Geldgeber? Die Fossil-Lobbies haben ja nicht so direkt etwas von Atomkraftwerken. Höchstens als Fakes, die in Musk-Manier Ressourcen von realistischen und sinnvollen Projekten abziehen. Gab da ja auch letztens den Fall, dass BP plötzlich keine Lust mehr hat, seine Offshore-Windparks zu bauen. Dafür müssten sie dann aber zumindest so tun, als hätten sie Bock auf diese Atomreaktoren.

    • safesyrup@feddit.org
      link
      fedilink
      arrow-up
      21
      ·
      edit-2
      10 days ago

      Ich glaube, das Ziel der Atomdebatte ist, den Weg der Erneuerbaren zu hinterfragen und somit den Ausbau deren zu verlangsamen. Folglich braucht es länger fossile Energieträger da ein AKW so oder so nicht zustande käme. Im Kern die Verzögerung des fossil-Ausstiegs.

    • flops@feddit.org
      link
      fedilink
      arrow-up
      8
      ·
      12 days ago

      Stromanbieter lieben es, wenn 0,1% des Stroms aus Atom kommt.

      Atom ist teuer, den Rest macht die Merit-Order-Preispolitik.

  • der_ille@feddit.org
    link
    fedilink
    Deutsch
    arrow-up
    3
    ·
    edit-2
    10 days ago

    In welcher Ecke hat die gepennt als das zum ersten Mal durchgekaut wurde. Ich meine, daß selbst Energieerzeuger keinen Bock mehr auf AKWs haben ist ja nicht erst seit gestern bekannt.