Die Endlagerfrage halte ich für eine Nebelkerze. Bei Kohle / Gas kümmert es kaum jemanden was mit dem CO₂ passiert, und das ist aus meiner Sicht zur Zeit eine weit größere Gefahr als Atommüll. Alles andere stimmt natürlich, und es gibt inzwischen kaum Gründe für neue Atomkraftwerke. Ich würde aber sagen wir wären jetzt besser dran wenn wir einen Haufen Atommüllzwischenlager hätten statt Unmengen CO₂ in der Atmosphäre.
Der CO2 Ausstoß ist doch gerade das, was an den Kohle- und Gaskraftwerken kritisiert wird. Und Atomkraftwerke werden dann immer wieder als Alternative angepriesen, worauf mit der ungelösten Frage des Atommülls gekontert wird.
Aber während die Atommüllfrage mit dazu beigetragen hat dass wir jetzt keine Atomkraftwerke mehr haben, erzeugen wir trotz der CO₂-Frage immer noch über 40% unseres Stroms aus fossilen Brennstoffen. Und das CO₂ ist jetzt in der Atmosphäre und macht substantielle Probleme, während Atommüll relativ ungefährlich irgendwo rumliegen könnte (klar wär das nicht ideal, aber imo weniger schlecht).
Dafür hat Atomkraft den Strompreis künstlich (da viele der Kosten insbesondere die Müllentsorgung der Staat übernahm) unten gehalten. Erst jetzt lohnt sich wirtschaftlich aufgrund auch der schwankenden Preis der Umbau der Energieversorgung wirklich, siehe zum Beispiel die ganzen Batteriespeicher die aus dem Boden sprießen. Das hat halt der vermeintlich günstige Atomstrom vorher blockiert.
Atomstrom ist ein Abfallprodukt der atomaren Abschreckung. Und die ist weiterhin sinnvoll.
Deutschland braucht eigene Atomwaffen. Und dafür braucht’s zumindest einen Brutreaktor, der nebenbei dann auch Strom produzieren kann. Der Abfall vom Brutreaktor kann dann in Thoriumreaktoren endverwertet werden.
Alternativ kann Deutschland sich natürlich auch auf die französische und/oder US-amerikanische nukleare Abschreckung verlassen.
Das hat bisher gut funktioniert (gut, der NATO-Plan war die nukleare Verseuchung Deutschlands, um die Russen aufzuhalten, aber hey, man kann halt nicht wählerisch sein, wenn man selbst keine Atombomben hat).
Wenn Deutschland sich eigene Atomwaffen aneignen wäre das der 3te Weltkrieg. Frankreich spannt den europäischen Schutzschirm. Deutschland hat zugesichert keine Atomwaffen zu haben.
Frankreich ist nur solange ein zuverlässiger Partner bis RN oder LFI eine Präsidentschaftswahl gewinnen und Großbritannien ist für atomare Abschreckung auf die USA angewiesen (Stichwort Trident). Und niemand würde Deutschland angreifen, wenn wir ein militärisches Atomprogramm starten. Eine echte europäische Lösung wäre klar besser, auch weil Deutschland nur solange ein zuverlässiger Partner ist bis die AfD eine Wahl gewinnt, aber sich ohne tatsächliche Mitkontrolle über die Atomwaffen auf Frankreich zu verlassen ist einfach nur fahrlässig.
Kleine Frage an dich: Ich lese ja zunehmend Leute, die deutsche Atomwaffen fordern. Aber bislang hat mir noch keiner die Frage beantwortet, wo Deutschland diese eigenen Atomwaffen dann testen soll, wenn sie fertig sind. Hast du einen konkreten Vorschlag für einen Ort?
Es wird ja nicht mehr getestet, nur noch simuliert.
Aber wie will man die Dinger ans Ziel bekommen? ICBMs haben wir nicht, hochseefähige U-Boote auch nicht so richtig, so ein Tornado kommt ohne Zwischenstop auch nichtmal 1500km weit und Flugzeugträger haben wir auch nicht.
Tatsächlich ist dies das einzige echte Problem. Vielleicht können wir die einfach von den Franzosen kaufen. Die haben bisher auch gerne unsere Brennstäbe wiederverwertet und sind im selben Militärbündnis wie wir. Das ginge vermutlich auch schneller.
deleted by creator
Die Endlagerfrage halte ich für eine Nebelkerze. Bei Kohle / Gas kümmert es kaum jemanden was mit dem CO₂ passiert, und das ist aus meiner Sicht zur Zeit eine weit größere Gefahr als Atommüll. Alles andere stimmt natürlich, und es gibt inzwischen kaum Gründe für neue Atomkraftwerke. Ich würde aber sagen wir wären jetzt besser dran wenn wir einen Haufen Atommüllzwischenlager hätten statt Unmengen CO₂ in der Atmosphäre.
Stimmt, interessiert keinen. Außer jede Umwelt-Organisation der letzten 40 oder so Jahre.
Der CO2 Ausstoß ist doch gerade das, was an den Kohle- und Gaskraftwerken kritisiert wird. Und Atomkraftwerke werden dann immer wieder als Alternative angepriesen, worauf mit der ungelösten Frage des Atommülls gekontert wird.
Aber während die Atommüllfrage mit dazu beigetragen hat dass wir jetzt keine Atomkraftwerke mehr haben, erzeugen wir trotz der CO₂-Frage immer noch über 40% unseres Stroms aus fossilen Brennstoffen. Und das CO₂ ist jetzt in der Atmosphäre und macht substantielle Probleme, während Atommüll relativ ungefährlich irgendwo rumliegen könnte (klar wär das nicht ideal, aber imo weniger schlecht).
Dafür hat Atomkraft den Strompreis künstlich (da viele der Kosten insbesondere die Müllentsorgung der Staat übernahm) unten gehalten. Erst jetzt lohnt sich wirtschaftlich aufgrund auch der schwankenden Preis der Umbau der Energieversorgung wirklich, siehe zum Beispiel die ganzen Batteriespeicher die aus dem Boden sprießen. Das hat halt der vermeintlich günstige Atomstrom vorher blockiert.
Atomstrom ist ein Abfallprodukt der atomaren Abschreckung. Und die ist weiterhin sinnvoll.
Deutschland braucht eigene Atomwaffen. Und dafür braucht’s zumindest einen Brutreaktor, der nebenbei dann auch Strom produzieren kann. Der Abfall vom Brutreaktor kann dann in Thoriumreaktoren endverwertet werden.
Alternativ kann Deutschland sich natürlich auch auf die französische und/oder US-amerikanische nukleare Abschreckung verlassen.
Das hat bisher gut funktioniert (gut, der NATO-Plan war die nukleare Verseuchung Deutschlands, um die Russen aufzuhalten, aber hey, man kann halt nicht wählerisch sein, wenn man selbst keine Atombomben hat).
Wenn Deutschland sich eigene Atomwaffen aneignen wäre das der 3te Weltkrieg. Frankreich spannt den europäischen Schutzschirm. Deutschland hat zugesichert keine Atomwaffen zu haben.
Frankreich ist nur solange ein zuverlässiger Partner bis RN oder LFI eine Präsidentschaftswahl gewinnen und Großbritannien ist für atomare Abschreckung auf die USA angewiesen (Stichwort Trident). Und niemand würde Deutschland angreifen, wenn wir ein militärisches Atomprogramm starten. Eine echte europäische Lösung wäre klar besser, auch weil Deutschland nur solange ein zuverlässiger Partner ist bis die AfD eine Wahl gewinnt, aber sich ohne tatsächliche Mitkontrolle über die Atomwaffen auf Frankreich zu verlassen ist einfach nur fahrlässig.
Kleine Frage an dich: Ich lese ja zunehmend Leute, die deutsche Atomwaffen fordern. Aber bislang hat mir noch keiner die Frage beantwortet, wo Deutschland diese eigenen Atomwaffen dann testen soll, wenn sie fertig sind. Hast du einen konkreten Vorschlag für einen Ort?
Sachsen-Anhalt?
Es wird ja nicht mehr getestet, nur noch simuliert.
Aber wie will man die Dinger ans Ziel bekommen? ICBMs haben wir nicht, hochseefähige U-Boote auch nicht so richtig, so ein Tornado kommt ohne Zwischenstop auch nichtmal 1500km weit und Flugzeugträger haben wir auch nicht.
Tatsächlich ist dies das einzige echte Problem. Vielleicht können wir die einfach von den Franzosen kaufen. Die haben bisher auch gerne unsere Brennstäbe wiederverwertet und sind im selben Militärbündnis wie wir. Das ginge vermutlich auch schneller.
Die Franzosen werden sie aber nicht verkaufen. Würde mich hart wundern und ist auch z.B. ein harter Verstoß gegen den Atomwaffensperrvertrag