Joa. Das Thema ist ja mal so richtig nen Rabbithole geworden. Wo ich nurnoch kotze.
Ich bekomms ja sogar hin, Makeup das sich mit meinen Allerien verträgt zu finden. Aber so nen Stück Stoff, wo keine Kinder für arbeiten mussten, eventuell sogar recyclet, das ist dann zu viel Verlangt. Außer ich färbe selbst.
Ich weis, vermutlich müsste ich nur wissen, wo man schauen muss. Aber sind Suchmaschienen wirklich so kacke, dass man nichts findet (Ja, sind sie).
Bin frustriert. Hab mir jetzt einfach Stoff gekauft, den ich schön finde. Auch wenn ich keine Ahnung habe, wie und wo er produziert wurde. Wird wohl doch mal Zeit, meine Sozialängste zu überwinden, und mich hier mal Kontakte suche, die wissen könnten wo in der Ecke ich sowas herbekomme.
Auf gar keinen Fall Stoff im laden Vorort kaufen, warum auch immer sind die Maschine meistens nur lächerlich teuer und haben die gleichen Stoffe wie onlineshops. Wenns nicht online sein soll, in Deutschland verteilt gibt es stoffmärkte, z.B. stoffmarktholland.de.
Alte Tischdecken sind auch ganz okay zum Nähen. Generell würde ich immer einen Probeschnitt von den Sachen anfertigen, die am Ende wirklich gut aussehen sollen da sind. Und Bügeln beim Nähen hab ich viel zu lange unterschätzt, viel Spaß :)
Willkommen bei “dann mach ich den Scheiß halt selber!” Ich hab selber letztes Jahr damit angefangen, Kleidung selber zu nähen.
Was Produktions- und Arbeitsbedingungen in der Herstellung von Stoffen angeht ,ist der GOTS (Global Organic Textile Standard) das beste, was wir derzeit haben. Dabei geht es sowohl um Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte als auch um soziale Kriterien und Menschenrechte. Allerdings gibt es natürlich auch hier Kritik (z.B. dass eins der Kriterien nicht ein Existenzlohn, sondern der lokale gesetzliche Mindestlohn ist).
Wenn du online Stoff kaufen willst, guck mal erst einmal nach Mustern. Viele Shops bieten kleine Stücke (ungefähr handflächengroß) für schlimmstenfalls ein paar Cent, oft aber auch kostenlos an. Damit kannst du dann gucken, wie sich das Material anfühlt, ein paar Probenähte setzen etc, bevor du wirklich Geld ausgibst.
Es gibt viele Quellen für Schnittmuster, vor allem aber für feminine Schnitte und Kindermuster (für Männer ist da wirklich wenig, und das meiste ziemlicher Standardkram). Da ist meistens auch vermerkt, wie man die Größe anpasst. Außerdem gibt es Freesewing, eine Datenbank kostenloser Schnittmuster, die du in einer Onlinemaske individuell auf deine Maße anpassen kannst. Ansonsten kann man auch ein paar Basisschnittmuster beiseite legen und nach belieben verändern, um sich ausprobieren. Da mache ich es z.B. so, dass ich die Papierschnitte auf Packpapier (gibts auch in Rollen) übertrage und dabei anpasse und verändere.
Und wenn du das sozialer gestalten wirst, es gibt in vielen Städten Nähcafés voller Leute, die schon länger nähen und gerne Neulingen helfen.
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Super duper Dankeschön 🫂
GOTS ist mir nen Begriff, aber gerade wegen dem Mindestlohn hab ich das in meinem Kopf als Greenwashing rausgefiltert. Les mich da nochmal ein.
Sozial gestalten, gerne, aber der Anfang bleibt der schwerste 😅
Freut mich, wenn ich helfen kann. Wenn du noch Ressourcen brauchst, frag gerne, ich bau mir da gerade auch eine Lesezeichenliste auf (bzw. habe ein dediziertes Browserfenster mit ein paarundzwanzig Tabs 😅).
Sozial gestalten, gerne, aber der Anfang bleibt der schwerste 😅
Machs in deinem Tempo. Dann wird das schon xD
Ich bin am überlegen, ihn zu laminieren und an die Wand zu hängen.
Zuschnitt mit Beamer!
Mehr lass’ ich an Nähwissen erstmal nicht da. Das ist revolutionär. Wie hart mich das ganze Papier und rumschneiden gestresst hat. Jetzt beame ich das Schnittmuster auf den Tisch. Anpassen ggf. mit Vektorprogrammen. Schneiden mit Rollschneider. Zappzerapp kann man sich ums Nähen kümmern, statt um das blöde Papiergedöns 👍
Kenne mich mit Kleidung gar nicht aus, aber ich hab einen 40W Laser-Gravierer (der auch Holz bis zu etwa 2 cm durch bekommt), kann man damit nicht direkt alles zuschneiden? Synthetik verbrennt vermutlich direkt, aber (Baum)wolle o.ä. könnte ich mir vorstellen.
Also, scheinbar geht das…
🤯🤯🤯
Das wäre ja noch mal next, next, next level shit.
Wenn man einen Beamer hat und weiß, wie man mit Vektorprogrammen eine Armkugel anpasst, ist das bestimmt geil. Erhöhtndie Einstiegshürde für Anfänger aber dramatisch.
Meine Knowledge Hürde war eher der “wie man eine Armkugel anpasst” 😅.
Aber klar, wer ansonsten auch nicht so viel mit der Maus zu tun hat, für den ist der Einstieg über Papierschnittmuster der Richtige.
Für mich war das auch deshalb so eine Epiphany, weil ich ums Verrecken keine geraden Schnitte mit Scheren hinbekomme. Also, alleine das A4 Schnittmuster drucken und gerade schneiden war der Endgegner.
bucketlist +=
“A4 Schnittmuster drucken und gerade schneiden”
Interessante Erfahrung, ich hab immer den Eindruck, dass an jeder Ecke ein Stoffladen ist. Kommt wohl echt auf die Region oder Stadt an (ostdeutsche Großstadt hier).
Zeit für ein Schaf und eine Spindel.
Mehrere, Schafe dürfen nicht alleine gehalten werden.
Mir ist der wahrheitsgehalt der nachricht bewusst… ich hab das gerade mental aber in dem tonfall “Kranplätze müssen verdichtet werden” gelesen…
Ist das gut oder schlecht?
Ich bin mir ehrlich selbst nicht sicher.
Da das Kranplätze meme dafür gesorgt hat das Mittlerweile wohl alle wissen das Kranplätze verdichtet sein müssen. Finde ich das gut wenn sich Schafherden genauso durchsetzen
Unironisch: ich würde kartoffel säcke tragen wenn sie taschen hätten
Kartoffelsäcke sind Taschen!
Näh dir halt was aus Jute.
Jutesäcke sinn jute Säcke, wie wir im Rheinland sagen.
Als inoffizielles Sprachrohr der Textilindustrie, wenns für Männer verkauft wird ja, bei den Säcken für Frauen sind die leider festgenäht. (Kotzt im Strahl)
deleted by creator
Es werden massenweise Klamotten verheizt (im wahrsten Sinne des Wortes) die abgegeben werden bei Sammelstellen für Altkleider. Leider ist die Qualität der Stoffe meist nicht ausreichend um sie einfach umzunähen, aber das wäre zumindest eine unerschöpfliche Quelle für Stoffe, die sonst nur verbrannt werden würden.
Die Fasern könnte man trotzdem weiternutzen. Aber das ist halt nicht “Wirtschaftlich”
säufts
Komisch, bei uns kann sogar bei der Caritas jeder einkaufen, weil sie einfach zu viele Spenden bekommen. Bedürftige kriegen die Sachen mit Nachweis günstiger oder umsonst.
Die Stoffladensituation allerdings … bei uns hat letzte Woche der letzte zu gemacht. Ich brauche vielleicht alle fünf Jahre mal für irgendwas Stoff aber wo ich den jetzt herbekommen soll weiß ich auch nicht.
Ja das sehe ich dass deine Situation so ist und dass das wohl überall so ist.
Die Produktion ist großteils nach Asien gewandert, das bisschen das in Europa geblieben ist kann daher keine economies of scale mehr nutzen und wird dadurch noch teurer, wodurch es noch weniger Leute kaufen …
Eine Rückverlagerung der Produktion wäre langfristig sinnvoll; die Produktionsbedingungen waren die letzten 50 Jahre in Asien einfach zu günstig. Nur dann lassen sich Arbeitsschutzrechte effektiv durchsetzen.
Selber nähen habe ich versucht aber schnell wieder aufgegeben nachdem ich kapiert habe wieviel Werkzeug und Fachwissen man dafür braucht. Wenn du nen lokalen Bastelclub in deiner Stadt hast, dann geht das vielleicht.
Schamlose Werbung (Ich hab nix mit denen zu tun, außer dass ich da Klamotten kaufe):
https://finkhof.de/naturmode/damen/kleider-roecke/?p=1&order=price-asc
https://finkhof.de/stoffe/strickstoffe/?p=1&order=price-asc
Die Geschichte des Ladens ist auch ganz interessant:
https://finkhof.de/finkhof-chronologieWenn du deine Sozialängste überwunden hast, solltest du dafür mal in ein Nähcafe gehen. Die gibts in größeren Städten immer wieder mal und da kann man dir für sowas garantiert helfen.
Gute Idee, hab nen Kulturzentrum in Reichweite. Schau da gleich mal nach, wollte da eh mal vorbeischneien. Ist alleine nur oft sehr komisch.
Woahh da fällt mir erst auf wie lange ich keinen Stoffladen mehr gesehen habe.
Ja. Voll. Gefühlt waren hier vor nem Jahr auch noch 3-4…
Schau mal ob ihr nicht Stoff markt habt. Bei uns ist 1mal im Monat
Stoffmarkt Holland ist immer unterwegs, eventuell auch in deiner Nähe? Dort gibt es auch immer regionale Anbieter, die nachher meist auch über Internet zu erreichen sind.
Ansonsten Ravelry für alles was mit Stricken und Häkeln zu tun hat. (https://verypink.com/ hat extrem gute Anleitungen)
Aus eigener Erfahrung: trage nicht irgendwas, nur weil du froh bist, etwas dir passendes gefunden zu haben - schau ob es dir wirklich steht (ich weiß, and dir sieht alles gut aus 😊) und nicht komplett aus der Zeit gefallen ist.
Vielen Dank für die Tipps, hab nen passenden Termin gefunden und im Kalender markiert, schau ich mir auf jeden Fall an.
Und den Ratschlag nehm ich mir zu Herzen 🫂
Stricken oder Häkeln? Es gibt bestimmt nachhaltige wolle.
Puh, das wird dann aber dauern, für alles mäßige an Mode. Ja, nachhaltige Wolle gibts. Aber auch da, ist die Herkunft manchmal schwer nachzuvollziehen.
Auf Arbeit müssen bei mir sowieso alle Kasack tragen (:








