Joa. Das Thema ist ja mal so richtig nen Rabbithole geworden. Wo ich nurnoch kotze.
Ich bekomms ja sogar hin, Makeup das sich mit meinen Allerien verträgt zu finden. Aber so nen Stück Stoff, wo keine Kinder für arbeiten mussten, eventuell sogar recyclet, das ist dann zu viel Verlangt. Außer ich färbe selbst.
Ich weis, vermutlich müsste ich nur wissen, wo man schauen muss. Aber sind Suchmaschienen wirklich so kacke, dass man nichts findet (Ja, sind sie).
Bin frustriert. Hab mir jetzt einfach Stoff gekauft, den ich schön finde. Auch wenn ich keine Ahnung habe, wie und wo er produziert wurde. Wird wohl doch mal Zeit, meine Sozialängste zu überwinden, und mich hier mal Kontakte suche, die wissen könnten wo in der Ecke ich sowas herbekomme.


Willkommen bei “dann mach ich den Scheiß halt selber!” Ich hab selber letztes Jahr damit angefangen, Kleidung selber zu nähen.
Was Produktions- und Arbeitsbedingungen in der Herstellung von Stoffen angeht ,ist der GOTS (Global Organic Textile Standard) das beste, was wir derzeit haben. Dabei geht es sowohl um Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte als auch um soziale Kriterien und Menschenrechte. Allerdings gibt es natürlich auch hier Kritik (z.B. dass eins der Kriterien nicht ein Existenzlohn, sondern der lokale gesetzliche Mindestlohn ist).
Wenn du online Stoff kaufen willst, guck mal erst einmal nach Mustern. Viele Shops bieten kleine Stücke (ungefähr handflächengroß) für schlimmstenfalls ein paar Cent, oft aber auch kostenlos an. Damit kannst du dann gucken, wie sich das Material anfühlt, ein paar Probenähte setzen etc, bevor du wirklich Geld ausgibst.
Es gibt viele Quellen für Schnittmuster, vor allem aber für feminine Schnitte und Kindermuster (für Männer ist da wirklich wenig, und das meiste ziemlicher Standardkram). Da ist meistens auch vermerkt, wie man die Größe anpasst. Außerdem gibt es Freesewing, eine Datenbank kostenloser Schnittmuster, die du in einer Onlinemaske individuell auf deine Maße anpassen kannst. Ansonsten kann man auch ein paar Basisschnittmuster beiseite legen und nach belieben verändern, um sich ausprobieren. Da mache ich es z.B. so, dass ich die Papierschnitte auf Packpapier (gibts auch in Rollen) übertrage und dabei anpasse und verändere.
Und wenn du das sozialer gestalten wirst, es gibt in vielen Städten Nähcafés voller Leute, die schon länger nähen und gerne Neulingen helfen.
Der Kommentar wird abgespeichert, gelocht und getackert!
Super duper Dankeschön 🫂
GOTS ist mir nen Begriff, aber gerade wegen dem Mindestlohn hab ich das in meinem Kopf als Greenwashing rausgefiltert. Les mich da nochmal ein.
Sozial gestalten, gerne, aber der Anfang bleibt der schwerste 😅
Interessante Erfahrung, ich hab immer den Eindruck, dass an jeder Ecke ein Stoffladen ist. Kommt wohl echt auf die Region oder Stadt an (ostdeutsche Großstadt hier).