Mir ist der Krieg gegen Iran keineswegs egal, seine Auswirkungen auf die Energiepreise aber schon. Öl und Gas spielen bei meinen Haushaltskosten keine Rolle. Das klingt privilegiert, doch auch Sie können etwas tun.
Die erste ist: Natürlich gehört meine Familie zu den privilegierten Menschen in diesem Land, kein Zweifel.
Um ein bisschen Perspektive herzustellen, hier aber ein paar Fakten: Knapp 44 Prozent der Deutschen lebten 2022 in selbstgenutztem Wohneigentum.
Schreibt der Spiegel jetzt auch nur noch für Rentner? Denn wenn man den Durchschnitt der arbeitenden Bevölkerung nimmt, sieht es schon anders aus. Bei noch Jüngeren dann schon verschwindend gering.
In Dänemark sind fossil betriebene Heizungen in Neubauten schon seit 2013 verboten. In Norwegen heizen zwei Drittel der Haushalte mit Wärmepumpen.
Und wieder… schön für die Dänen und Norweger. Ich muss nicht mehr davon überzeugt werden, dass Wärmepumpen funktionieren, weil ich dieses komische Vorstellung von pysikalischen Grundgesetzen (speziell dass sie existieren…) habe. Änder aber nichts daran, dass es in Deutschland kein Verbot gibt und ich solange mit Gas heizen werden bis es meinem Vermieter untersagt wird, eine neue Gasheizung einzubauen. Oder realistisch eher solange wie ich mir Heizen einfach generell nicht mehr leisten kann.
Fürs Auto gilt Ähnliches: Deutsche Autokäufer zahlten 2025 durchschnittlich über 44.000 Euro für einen Neuwagen. Dieselfahrzeuge sind im Schnitt sogar teurer als Elektroautos.
Langsam wird’s langweilig… Nein, kaum ein Deutscher kann sich einen Neuwagen leisten. Privilegierte Ausnahmen und Firmenwagen sind praktisch der gesamte Neuwagenmarkt. Also ist zum wiederholten Male meine Möglichkeit selbst etwas zu tun, sehr begrenzt. Und das ist noch vor den anderen Probleme wie: kein Stellplatz und keine Möglichkeit zu laden.
Unglücklicherweise haben wir im Jahr 2026 wieder eine Bundesregierung, die all den Vorzügen der Elektrifizierung zum Trotz, das Gegenteil anzustreben, ja zu bewerben scheint: neue Öl- und Gasheizungen! Verbrennungsmotoren, sogar über das Jahr 2035 hinaus! Möglichst viele neue Gaskraftwerke!
Nein, das hat nichts mit Glück oder Unglück zu tun. Das hat die Mehrheit so gewählt. Und im Gegensatz zu den frommen Wunschvorstellungen des Autors wird sich das auch nicht ändern. Denn die selbe Regierung wird nicht plötzlich Geld in Bildung investieren und die Verdummung der Wähler rückgängi machen.
All das wird in der Zukunft, in der meine Familie und ich privat längst leben, Geschichte sein.
Ah… ich hab endlich rausgefunden, was ich selbst tun kann. Lächeln und winken, während ich zurückgelassen werde.
Kommen Sie doch rüber zu uns
Tja, wenn ich könnte…
Und wenn es für Sie selbst aktuell schwierig ist: Helfen Sie dabei, dass politische Weichen so gestellt werden, dass es einfacher wird.
Die deutliche absolute Mehrheit in Deutschland möchte aber lieber weiter rückständig sein, alles Geld nach oben wegtransferieren und währenddessen “den Ausländern” die Schuld geben. Also entweder das, oder das selbe in noch radikalerem, noch menschenfeindlicherem Anstrich und etwas anderem Blaunton…
TD;LR: Wie immer bei dem Thema net gemeint; wie immer absolut nutzlos, weil man schon in 'ner sehr speziellen Bubble leben muss, damit irgendeine der Aussagen relevant ist. Oder Träumer sein. Ja, das wäre schön…
Gratuliere. Du hast den Artikel perfekt verstanden und verinnerlicht und spinnst dir jetzt auch irgendeine Scheiße zusammen, warum es an mir liegt. Und dann wird wieder geheult, warum die Deutschen so dumm und rückständig sind. Daran, dass andere Länder Ladeinfrastruktur bauen, kann es ja nicht liegen. Daran, dass Deutschland in der EU abgeschlagenes Schlusslicht beim Wohneigentum ist, kann es ja nicht liegen.
Ich hab sogar explizit vom Problem der nicht vorhandenen Stellpältze gesprochen und du halluzinierst trotzdem beim Wort Mieter immer noch von Leuten mit Mietshaus und Garage oder Stellplatz mit Carport (woher eigentlich der Fetisch vom Dach für dem Auto, ich nimm auch gerne den Stellplatz ohne, wenn ich dafür 'ne Lademöglichkeit kriege).
Und es ist wohl auch ganz allein meiner Rückständigkeit zu verdanken, dass es fußläufig im Umkreis von etwa 20 Minuten beeinduckende 6 Ladepunkte gibt (und dass davon 2 seit November kaputt sind sagt mir auch nicht das Schild, sondern meine Dummheit…).
Nein, kaum ein Deutscher kann sich einen Neuwagen leisten.
Hier hab ich dann aufgehört zu lesen. Denn die Aussage ist definitiv falsch - ich verdiene ziemlich genau den Medianverdienst und ich könnte mir einen Neuwagen recht problemlos leisten. Vllt. jetzt keinen Porsche 911 oder dicken Mercedes, aber so normale Autos der Skoda-Klasse sind mit dem Verdienst echt drin. Und wenn du dich mal auf den Straßen umschaust, dann ist es auch nicht so, dass hier nur alte abgeranzte Karren und Neuwagen mit Firmenaufdruck rumfahren. Da hast du fürchte ich zu viel Internet-Landesuntergangspropaganda gelesen, denn es gibt hier im Land mehrere zehn Millionen Menschen, die sich einen Neuwagen leisten können. Und mit der aktuellen Förderung kriegst du je nach Einkommen dein Neuwagen eAuto für unter 10.000€.
dass hier nur alte abgeranzte Karren und Neuwagen mit Firmenaufdruck rumfahren.
Ich verrat dir ein Geheimnis: So’n Auto ist nach ein paar Jahren, wenn die als Firmenwagen wieder abgestoßen werden, nicht abgeranzt, sondern einfach nur bezahlbar…
Und nein, die ganzen Firmenwagen haben auch oft keine Werbeaufdrucke oder fahren nur im Dienst der Firma durch die Gegend. Die werden dank der deutschen Irrsinns vom Dienstwagenprivileg (Auto statt Gehalt ist halt win-win für unsere Neoliberalen und de-facto Lobbyisten…) auch privat auf die Straße gebracht.
Und mit der aktuellen Förderung kriegst du je nach Einkommen dein Neuwagen eAuto für unter 10.000€
Dann hier noch ein kleiner Einblick in die Realität der meisten Menschen: Sie können es sich nicht leisten, ein Auto zu kaufen, weil sie gerade ein schönes besonders preiswert sehen, sondern kaufen eins, wenn das alte, auf das sie angewiesen sind, kaputt ist. Immer mal wieder zeitlich begrenzte Förderungen tun da exakt nichts. Außer eben für die Privilegierten, die es sich auch vorher schon leisten konnten.
Langsam wird’s langweilig… Nein, kaum ein Deutscher kann sich einen Neuwagen leisten. Privilegierte Ausnahmen und Firmenwagen sind praktisch der gesamte Neuwagenmarkt. Also ist zum wiederholten Male meine Möglichkeit selbst etwas zu tun, sehr begrenzt. Und das ist noch vor den anderen Probleme wie: kein Stellplatz und keine Möglichkeit zu laden.
Wer keinen Stellplatz hat, wohnt mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit zur Miete in der Stadt, und wer in einer größeren Stadt oder Ballungsraum lebt, hat entweder ein Eigenheim - und ist damit priviligiert - oder braucht kein Auto.
Ich selbst hab nie ein Auto gehabt und hab, bis ich vierzig war, weit unter dem Medianeinkommen verdient. Warum soll ich anderen ein Auto finanzieren und die zugehörige sauteure Infrastruktur?
Klar gibt’s Ausnahmen und Härtefälle, und da sollte das solidarische Prinzip greifen - WO NÖTIG. Da bin ich voll für. Aber die Gesellschaft besteht nicht aus 90% Härtefällen und wir können nicht jedem ne Extrawurst braten. Das machen wir ja auch nicht bei Bürgergeld-Empfängern. Das haben wir auch nicht in den 50er und 60er Jahren so gemacht, als Drutschland mit Schnellstrassen förmlich zuasphaltiert wurde - zugunsten der Besserverdienenden. Und der Autoindustrie.
Bei den Anderen gilt das Prinzip Selbstverantwortung. Hört auf mit dem Jammern: Wie man sich bettet, so liegt man.
Wer keinen Stellplatz hat, wohnt mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit zur Miete in der Stadt, und wer in einer größeren Stadt oder Ballungsraum lebt, hat entweder ein Eigenheim - und ist damit priviligiert - oder braucht kein Auto.
Okay, was wäre denn dann dein Vorschlag? Soll ich dem Arbeitgeber erlären, warum ich jeden morgen zu spät komme, oder soll ich lieber gleich am Vorabend hinfahren (4 Stunden vor Arbeitsbeginn ginge dank Nachtbuss auch…)? Oder soll ich kündigen und mir von all den angebotenen, gut bezahlten Stellen einfach eine nähere Suchen? Bei dem tollen Wohnungsmarkt umziehen wäre auch noch 'ne Option.
Warum soll ich anderen ein Auto finanzieren und die zugehörige sauteure Infrastruktur?
Du kannst auch einfach mithelfen, anderen die öffentlichen Verkehrsmittel zu finanzieren, die dir deiner eigenen Aussage nach zur Verfügung standen. Das wäre in der Tat die wesentlich bessere Idee.
Ach nee, die brauchst du ja jetzt nicht mehr, also kannst du einfach so tun als wären die immer noch vorhanden und nicht in den letzten Jahren verrotet, gekürzt und abgeschafft worden, oder wären einfach nicht mit Bevölkerungsentwicklung und -bewegung mitgewachsen. Du würstest mir wahrscheinlich auch erzählen, dass die Bahn keine Probleme hat, weil es die Bahnen und Schienen, die Menschen schon seit vielen Jahrzehnten nutzen, ja immer noch gibt, oder? 😆
Aber deine Ausführungen (und die einiger anderer hier) demonstrieren wunderbar das deutsche Mindset vom liebsten Volkssport: nach unten Treten.
Die Menge von “bei mir war es früher auch nicht besser, was willst eigentlich” und “ich bin der Mittelwert, also geht’s den Menschen gut” (nö, der Hälfte geht’s der Definition nach schlechter, teilweise bedeutend…) hier nimmt schon absurde Ausmaße an.
Man kann auch kleine Schritte gehen. Die haben sogar den Vorteil, dass sie keiner aufhalten kann.
Beispiel: Ballonkraftwerk. Meines seit 4 Wochen installiert, hat mit 2 Paneln (900W gesamt), Akku und Wechselrichter (Zendure) insgesamt 700€ gekostet. Das ist in unter 2 Jahren armortisiert. Jetzt schon 3kwH Ertrag am Tag = 1€
Beispiel: Hybridkleinwagen ohne Plugin, also Stromgewinnung durch Rekuperation. Weniger Sprit, weniger Kosten. Zwei Motoren, ordentlich Wums. Oder auch mit Plugin und man tankt mal beim Einkaufen bei Aldi, Lidl, DM. (Lidl hat mehr Ladesäulen als das ganze Baltikum) Aber ja, da muss man Umdenken, weil „Tanken“ geht dann so nebenbei und ist nicht mehr ein Extrastop.
TD;LR: Es ist auch immer die „gleiche Leier“ warum man so besonders ist und bei einem selbst alles anders /s
(Überspitzt, bitte nicht persönlich nehmen)
Das ist normales menschliches Verhalten bevor sie einen neuen Prozess/ neue Verhaltensweise übernehmen. (Das kenne ich zu genüge von meiner Arbeit. Heisst dort Change Management)
Anekdote von Fahrt mit Arbeitskollegen: Hah, da ist wieder einer im LKW Windschatten. Kein Strom mehr. Ich kann mit einer Tankfüllung 1000km weit fahren! Der Audi da hat nur Strom für 150 km.
Ja Klaus (Name geändert Anm.d.R,), das ist richtig. Aber einen Elektrowagen kauft man auch nicht von Deutschen, sondern welche die es können. Zb Tesla, der kann weit fahren.
Beim nächsten Tankstopp meckert Klaus wieder. Also er könne jetzt nicht 1 Stunde warten bis der Strom geladen ist. Nun, meine ich. So ein Teslafahrer würde auch durchfahren und müsste nicht nachschlucken wie du. Der hat ist nämlich voll vom Hotel gestartet, da gibt’s 12 Ladestationen.
Klaus ist ein typisch deutscher Petrolhead, der ein dickes Auto über seiner Gehaltsklasse fährt.
Da bin ich ja jetzt mal gespannt…
Schreibt der Spiegel jetzt auch nur noch für Rentner? Denn wenn man den Durchschnitt der arbeitenden Bevölkerung nimmt, sieht es schon anders aus. Bei noch Jüngeren dann schon verschwindend gering.
Und wieder… schön für die Dänen und Norweger. Ich muss nicht mehr davon überzeugt werden, dass Wärmepumpen funktionieren, weil ich dieses komische Vorstellung von pysikalischen Grundgesetzen (speziell dass sie existieren…) habe. Änder aber nichts daran, dass es in Deutschland kein Verbot gibt und ich solange mit Gas heizen werden bis es meinem Vermieter untersagt wird, eine neue Gasheizung einzubauen. Oder realistisch eher solange wie ich mir Heizen einfach generell nicht mehr leisten kann.
Langsam wird’s langweilig… Nein, kaum ein Deutscher kann sich einen Neuwagen leisten. Privilegierte Ausnahmen und Firmenwagen sind praktisch der gesamte Neuwagenmarkt. Also ist zum wiederholten Male meine Möglichkeit selbst etwas zu tun, sehr begrenzt. Und das ist noch vor den anderen Probleme wie: kein Stellplatz und keine Möglichkeit zu laden.
Nein, das hat nichts mit Glück oder Unglück zu tun. Das hat die Mehrheit so gewählt. Und im Gegensatz zu den frommen Wunschvorstellungen des Autors wird sich das auch nicht ändern. Denn die selbe Regierung wird nicht plötzlich Geld in Bildung investieren und die Verdummung der Wähler rückgängi machen.
Ah… ich hab endlich rausgefunden, was ich selbst tun kann. Lächeln und winken, während ich zurückgelassen werde.
Tja, wenn ich könnte…
Die deutliche absolute Mehrheit in Deutschland möchte aber lieber weiter rückständig sein, alles Geld nach oben wegtransferieren und währenddessen “den Ausländern” die Schuld geben. Also entweder das, oder das selbe in noch radikalerem, noch menschenfeindlicherem Anstrich und etwas anderem Blaunton…
TD;LR: Wie immer bei dem Thema net gemeint; wie immer absolut nutzlos, weil man schon in 'ner sehr speziellen Bubble leben muss, damit irgendeine der Aussagen relevant ist. Oder Träumer sein. Ja, das wäre schön…
Du ja scheinbar auch, wie man hier anschaulich sieht.
Gratuliere. Du hast den Artikel perfekt verstanden und verinnerlicht und spinnst dir jetzt auch irgendeine Scheiße zusammen, warum es an mir liegt. Und dann wird wieder geheult, warum die Deutschen so dumm und rückständig sind. Daran, dass andere Länder Ladeinfrastruktur bauen, kann es ja nicht liegen. Daran, dass Deutschland in der EU abgeschlagenes Schlusslicht beim Wohneigentum ist, kann es ja nicht liegen.
Ich hab sogar explizit vom Problem der nicht vorhandenen Stellpältze gesprochen und du halluzinierst trotzdem beim Wort Mieter immer noch von Leuten mit Mietshaus und Garage oder Stellplatz mit Carport (woher eigentlich der Fetisch vom Dach für dem Auto, ich nimm auch gerne den Stellplatz ohne, wenn ich dafür 'ne Lademöglichkeit kriege).
Und es ist wohl auch ganz allein meiner Rückständigkeit zu verdanken, dass es fußläufig im Umkreis von etwa 20 Minuten beeinduckende 6 Ladepunkte gibt (und dass davon 2 seit November kaputt sind sagt mir auch nicht das Schild, sondern meine Dummheit…).
Hier hab ich dann aufgehört zu lesen. Denn die Aussage ist definitiv falsch - ich verdiene ziemlich genau den Medianverdienst und ich könnte mir einen Neuwagen recht problemlos leisten. Vllt. jetzt keinen Porsche 911 oder dicken Mercedes, aber so normale Autos der Skoda-Klasse sind mit dem Verdienst echt drin. Und wenn du dich mal auf den Straßen umschaust, dann ist es auch nicht so, dass hier nur alte abgeranzte Karren und Neuwagen mit Firmenaufdruck rumfahren. Da hast du fürchte ich zu viel Internet-Landesuntergangspropaganda gelesen, denn es gibt hier im Land mehrere zehn Millionen Menschen, die sich einen Neuwagen leisten können. Und mit der aktuellen Förderung kriegst du je nach Einkommen dein Neuwagen eAuto für unter 10.000€.
Ich verrat dir ein Geheimnis: So’n Auto ist nach ein paar Jahren, wenn die als Firmenwagen wieder abgestoßen werden, nicht abgeranzt, sondern einfach nur bezahlbar…
Und nein, die ganzen Firmenwagen haben auch oft keine Werbeaufdrucke oder fahren nur im Dienst der Firma durch die Gegend. Die werden dank der deutschen Irrsinns vom Dienstwagenprivileg (Auto statt Gehalt ist halt win-win für unsere Neoliberalen und de-facto Lobbyisten…) auch privat auf die Straße gebracht.
Dann hier noch ein kleiner Einblick in die Realität der meisten Menschen: Sie können es sich nicht leisten, ein Auto zu kaufen, weil sie gerade ein schönes besonders preiswert sehen, sondern kaufen eins, wenn das alte, auf das sie angewiesen sind, kaputt ist. Immer mal wieder zeitlich begrenzte Förderungen tun da exakt nichts. Außer eben für die Privilegierten, die es sich auch vorher schon leisten konnten.
Wer keinen Stellplatz hat, wohnt mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit zur Miete in der Stadt, und wer in einer größeren Stadt oder Ballungsraum lebt, hat entweder ein Eigenheim - und ist damit priviligiert - oder braucht kein Auto.
Ich selbst hab nie ein Auto gehabt und hab, bis ich vierzig war, weit unter dem Medianeinkommen verdient. Warum soll ich anderen ein Auto finanzieren und die zugehörige sauteure Infrastruktur?
Klar gibt’s Ausnahmen und Härtefälle, und da sollte das solidarische Prinzip greifen - WO NÖTIG. Da bin ich voll für. Aber die Gesellschaft besteht nicht aus 90% Härtefällen und wir können nicht jedem ne Extrawurst braten. Das machen wir ja auch nicht bei Bürgergeld-Empfängern. Das haben wir auch nicht in den 50er und 60er Jahren so gemacht, als Drutschland mit Schnellstrassen förmlich zuasphaltiert wurde - zugunsten der Besserverdienenden. Und der Autoindustrie.
Bei den Anderen gilt das Prinzip Selbstverantwortung. Hört auf mit dem Jammern: Wie man sich bettet, so liegt man.
Okay, was wäre denn dann dein Vorschlag? Soll ich dem Arbeitgeber erlären, warum ich jeden morgen zu spät komme, oder soll ich lieber gleich am Vorabend hinfahren (4 Stunden vor Arbeitsbeginn ginge dank Nachtbuss auch…)? Oder soll ich kündigen und mir von all den angebotenen, gut bezahlten Stellen einfach eine nähere Suchen? Bei dem tollen Wohnungsmarkt umziehen wäre auch noch 'ne Option.
Du kannst auch einfach mithelfen, anderen die öffentlichen Verkehrsmittel zu finanzieren, die dir deiner eigenen Aussage nach zur Verfügung standen. Das wäre in der Tat die wesentlich bessere Idee.
Ach nee, die brauchst du ja jetzt nicht mehr, also kannst du einfach so tun als wären die immer noch vorhanden und nicht in den letzten Jahren verrotet, gekürzt und abgeschafft worden, oder wären einfach nicht mit Bevölkerungsentwicklung und -bewegung mitgewachsen. Du würstest mir wahrscheinlich auch erzählen, dass die Bahn keine Probleme hat, weil es die Bahnen und Schienen, die Menschen schon seit vielen Jahrzehnten nutzen, ja immer noch gibt, oder? 😆
Aber deine Ausführungen (und die einiger anderer hier) demonstrieren wunderbar das deutsche Mindset vom liebsten Volkssport: nach unten Treten.
Die Menge von “bei mir war es früher auch nicht besser, was willst eigentlich” und “ich bin der Mittelwert, also geht’s den Menschen gut” (nö, der Hälfte geht’s der Definition nach schlechter, teilweise bedeutend…) hier nimmt schon absurde Ausmaße an.
Man kann auch kleine Schritte gehen. Die haben sogar den Vorteil, dass sie keiner aufhalten kann.
Beispiel: Ballonkraftwerk. Meines seit 4 Wochen installiert, hat mit 2 Paneln (900W gesamt), Akku und Wechselrichter (Zendure) insgesamt 700€ gekostet. Das ist in unter 2 Jahren armortisiert. Jetzt schon 3kwH Ertrag am Tag = 1€
Beispiel: Hybridkleinwagen ohne Plugin, also Stromgewinnung durch Rekuperation. Weniger Sprit, weniger Kosten. Zwei Motoren, ordentlich Wums. Oder auch mit Plugin und man tankt mal beim Einkaufen bei Aldi, Lidl, DM. (Lidl hat mehr Ladesäulen als das ganze Baltikum) Aber ja, da muss man Umdenken, weil „Tanken“ geht dann so nebenbei und ist nicht mehr ein Extrastop.
TD;LR: Es ist auch immer die „gleiche Leier“ warum man so besonders ist und bei einem selbst alles anders /s (Überspitzt, bitte nicht persönlich nehmen) Das ist normales menschliches Verhalten bevor sie einen neuen Prozess/ neue Verhaltensweise übernehmen. (Das kenne ich zu genüge von meiner Arbeit. Heisst dort Change Management)
Anekdote von Fahrt mit Arbeitskollegen: Hah, da ist wieder einer im LKW Windschatten. Kein Strom mehr. Ich kann mit einer Tankfüllung 1000km weit fahren! Der Audi da hat nur Strom für 150 km.
Ja Klaus (Name geändert Anm.d.R,), das ist richtig. Aber einen Elektrowagen kauft man auch nicht von Deutschen, sondern welche die es können. Zb Tesla, der kann weit fahren.
Beim nächsten Tankstopp meckert Klaus wieder. Also er könne jetzt nicht 1 Stunde warten bis der Strom geladen ist. Nun, meine ich. So ein Teslafahrer würde auch durchfahren und müsste nicht nachschlucken wie du. Der hat ist nämlich voll vom Hotel gestartet, da gibt’s 12 Ladestationen.
Klaus ist ein typisch deutscher Petrolhead, der ein dickes Auto über seiner Gehaltsklasse fährt.
Nope… ganz sicher nicht!