“Nur weil Alkohol und Zigaretten schädlich sind, ist Social Media kein Brokkoli!” - Oder so.
Wäre es nicht sinnvoller zu regulieren WAS auf social media gezeigt wird? Ragebait, Fake News, scams usw. Werden ja auch Erwachsenen gezeigt, mit verheerenden folgen. Daraus folgen Influenza, welche unsichere Städte, krebserregende barcodes, Kinderfleisch in Lebensmitteln und anderen wirren schwurbelkram Herbeifantasieren welche Klicks und Geld bringen. Wäre geil wenn diese Plattformen toxische Accounts demonitarisieren, und danach sich immer weiter verdoppelnde accountsperren zu verhängen damit sie keinen Grund mehr haben solche lügen in die Welt zu setzen.
Das Problem ist, wer bewertet völlig objektiv, was ragebait ist oder toxisch?
Für die einen ist “Warum wir im Jahr 2026 MEHR EU brauchen, nicht weniger” ragebait, für die anderen “Die EU ist gescheitert, lang lebe Europa”.
Beide Artikel könnte man qualitativ, journalistisch seriös aufbereiten. Aber wer legt objektiv fest, welche Quellen für FB ok sind, welche nicht?
Das wird nie klappen, weil jeder insgeheim mit einer eigenen AgEnDa postet…wie soll das ein Plattformbetreiber beurteilen können.
Wir haben viel probiert, und um nicht noch weiteren Schaden anzurichten, versuchen wir es jetzt halt mal so. Ist noch Neuland, vielleicht sind wir in 10 Jahren schlauer und die Kids froh, nicht mehr mit diesem social media Mist interagieren zu müssen.
Selbst wenn es den Kindern massiv hilft, ist es das wert, dafür auf Anonymität zu verzichten?
Andererseits, gibt es überhaupt noch ausreichend Anonymität, die gerettet werden sollte?
Es ist ohne weiteres möglich das ganze anonym zu machen:
- Du willst dich bei XYZ.com registrieren
- Die Plattform verlangt einen Nachweis für dein Alter
- Du meldest dich bei einer neu zu schaffenden Seite, und weist dich dort mit deinem Perso aus (E-Perso, oder post-ident oder was weiss ich)
- Die Seite erstellt ein signiertes Zertifikat (SSL, ähnlich wie bei Elster), das nur zwei Infos enthält: Erstellungszeitpunkt und Alterskategorie
- Nachdem XYZ.com der Signierenden STelle traut (SSL) kannst du mit dem Zertifikat dein Alter nachweisen
Damit hier deanonymisiert werden kann müssten die Daten von XYZ.com und der signierenden Stelle zusammengelegt werden, wobei man rechtlich auch die Betreiber verpflichten könnte, nur einen Hash des Zertifikats zu speichern nach prüfung, womit selbst das nicht mehr gehen würde. Wenn bspw. ein Zertifikat mehrfach genutzt wird auf der selnben Plattform könnte der Betreiber eingreifen, und der Nutzer hätte ebenso die Möglichkeit sich für jeden Service ein eigenes Zertifikat zu ziehen, damit die Dienste die Daten nicht so einfach konsolidieren können.
Was hindert dann 18jährige daran, ihr Taschengeld aufzubessern und jüngeren Freunden Zertifikate zu verkaufen?
Sie denken tatsächlich hier geht es um Kinder zu schützen?
Da muss ich sie leider massiv enttäuschen!
Ich vermute mal, das wird von der Politik genau so beachtet wie die ganzen anderen Alarme die Forschende in den letzten Jahren geschlagen haben. Klimakatastrophe und so, wissen schon …
Wenn du nicht mehr weiter weisst, gründe einen
Arbeitskreis.Forschungskreis.Bei solchen Meldungen habe ich immer das Gefühl, die Autoren gehen von 15-18 jährigen Jugendlichen aus.
Es geht aber auch - und vornehmlich mir - um die ganzen 4, 6 und 9 jährigen, die mit iPad und Smartphone sediert werden. Falls jemand den Aktivitätsdrang in diesem Alter kennt, dann vergleiche er/sie diesen mit dem Aktivitätsdrang bei Bildschirmglotzen. Und auch gerne bei anschließendem „kalten Entzug“ - also wenn die Glotze weggenommen wird. Ui, werden da Aggressionen frei. Super Feld um sich wissenschaftlich zu betätigen.
Im Alter bis ca. 10 Jahre sollten Eltern die Nutzung noch unter Kontrolle haben. Ein eigenes Handy, Tabletten oder Computer kann, entweder gar nicht angeschafft oder sehr leicht konfiguriert werden. Dannach erhöht sich der soziale Druck von ausserhalb der Familie. Bei den IMHO sehr eingeschränkten OOTB-MuliUser-Funktionen in den Systemen mobiler Endgeräte empfehlen.
Das Bedürfnis nach Bewegung ist mir nur zu gut bekannt. Einen Drang verspürt jedoch nicht jedes Kind. Die resultierende Unausgeglichenheit bei Bewegungsmangel trifft jedoch alle. “Kalter Entzug” entsteht nur im Fall, dass man etwas bestehendes wegnimmt. Die Aggressionen beim Abschalten oder Sperre des Gerätes gehören zum Lernen anscheinend dazu. Sie erübrigen sich bei passender Gestaltung der Regeln, Freiheiten und Kommunikation.
Den Sozialen Druck von ausserhalb im etwas höheren Alter ab ca. 11 Jahre, hat man als Eltern leider wenig entgegenzusetzen. Da hilft nur standhaft bleiben.
Das ist alles sehr theoretisch was du schreibst und theoretisch richtig. Lass dir aus der Praxis sagen, dass es nicht gut funktioniert. Es gibt kein Interesse, dass es funktioniert.
Nimm Multiuser - geht bei iPads nicht - Ausloggen bei Erreichen der Screentime nicht möglich. User eingesperrt.
Nimm Parental Control - gehst du über einen Whatsapp-Link auf TicToc zählt es als Whatsapp-Zeit, nicht als TikTok.
Nimm IP/Domain-Sperren aufm Router: Tiktok geht über so viele verschiedene Cloudflare-Server, die kannst du gar nicht alle sperren. Achso, ist TikTok-App Zeit weg, wird nämlich auf Browser gewechselt.
Ich habe sogar ein eigenes Teenie-VLan, dass nachts per Zeit ausgeschaltet wird. Mobile Datenrate ist zuverlässig schnell weggelurcht.
Begrenzt du das nicht, dann drehen die Kids durch. So wie zwei Jungs die mit Glotze großwerden und nun in der Grundschule die Lehrerin treten. Waren liebe Kerle im Kindergarten.
Regeln werden regelmäßig ausgetestet. So wie, Handy liegt nachts in der Küche nicht im Bett.
Es ist einfach nur schrecklich. Die Kinder hängen immer an der Glotze, wenn es nur geht und die Screentime hergibt. Am liebsten schon Samsrag morgens nach dem Frühstück. So, als Tagesbeginn.
Die Eltern sind da nicht besser. Ich erwische mich auch oft beim gedankenverlorenen Griff zum Handy.
Und ja ich kümmere mich, bespreche und so und fahre das ganze technische Geschütz auf. So viel IT-Wissen haben nur wenige Eltern, dass weiss ich. Kurz: Kinder und ihre Eltern sind den Techkonzernen und ihren süchtig machenden Psychotricks ziemlich schutzlos ausgeliefert. Da finde ich es gut, dies nicht mehr zuzulassen.
Auf was willst du hinaus? Dass die unter 10 Jährigen vorm Bildschirm sitzen wird wohl kaum gesetzlich verhindert werden können, eher von den Betreuenden.
Richtig. Der Aufwand wird aber in die Höhe geschraubt und es ist offensichtlich nicht erlaubt. Ebenso wird dann gesellschaftlich eingegriffen, wenn ein Verstoß durch die Eltern sichtbar wird. Das ist jetzt alles durch „die müssen doch lernen mit den Medien umzugehen“ gecovert.
So wie es bei Alkohol, Tabak, Autofahren, Glücksspiel und anderen Sachen zum Schutz von Kindern auch gemacht wird.
Gut am Inhalt des Briefes bzw. des Artikel vorbei gemeckert.
Gründe Pro Alterbeschränkung Social Media sind hinreichend bekannt und in diversen Klagen gerade gesammelt.
Und für dich zum Gedankenreiben: Ein Hauptargument gehen Altersbeschränkung ist ja immer die schwindende Anonymität im Internet. Nun, die war oft nur eingebildet und gibt es dank Mustererkennung bald gar nicht mehr https://arstechnica.com/security/2026/03/llms-can-unmask-pseudonymous-users-at-scale-with-surprising-accuracy/
Ich habe zwei sehr unterschiedliche One-Liner dazu:
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Quatsch, man sollte den Stop des Social-Media-Verbots sofort beenden!
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