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    1 day ago

    Wenn du nicht mehr weiter weisst, gründe einen Arbeitskreis. Forschungskreis.

    Bei solchen Meldungen habe ich immer das Gefühl, die Autoren gehen von 15-18 jährigen Jugendlichen aus.

    Es geht aber auch - und vornehmlich mir - um die ganzen 4, 6 und 9 jährigen, die mit iPad und Smartphone sediert werden. Falls jemand den Aktivitätsdrang in diesem Alter kennt, dann vergleiche er/sie diesen mit dem Aktivitätsdrang bei Bildschirmglotzen. Und auch gerne bei anschließendem „kalten Entzug“ - also wenn die Glotze weggenommen wird. Ui, werden da Aggressionen frei. Super Feld um sich wissenschaftlich zu betätigen.

    • Toe@feddit.org
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      6 hours ago

      Im Alter bis ca. 10 Jahre sollten Eltern die Nutzung noch unter Kontrolle haben. Ein eigenes Handy, Tabletten oder Computer kann, entweder gar nicht angeschafft oder sehr leicht konfiguriert werden. Dannach erhöht sich der soziale Druck von ausserhalb der Familie. Bei den IMHO sehr eingeschränkten OOTB-MuliUser-Funktionen in den Systemen mobiler Endgeräte empfehlen.

      Das Bedürfnis nach Bewegung ist mir nur zu gut bekannt. Einen Drang verspürt jedoch nicht jedes Kind. Die resultierende Unausgeglichenheit bei Bewegungsmangel trifft jedoch alle. “Kalter Entzug” entsteht nur im Fall, dass man etwas bestehendes wegnimmt. Die Aggressionen beim Abschalten oder Sperre des Gerätes gehören zum Lernen anscheinend dazu. Sie erübrigen sich bei passender Gestaltung der Regeln, Freiheiten und Kommunikation.

      Den Sozialen Druck von ausserhalb im etwas höheren Alter ab ca. 11 Jahre, hat man als Eltern leider wenig entgegenzusetzen. Da hilft nur standhaft bleiben.

      • DrunkenPirate@feddit.org
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        3 hours ago

        Das ist alles sehr theoretisch was du schreibst und theoretisch richtig. Lass dir aus der Praxis sagen, dass es nicht gut funktioniert. Es gibt kein Interesse, dass es funktioniert.

        Nimm Multiuser - geht bei iPads nicht - Ausloggen bei Erreichen der Screentime nicht möglich. User eingesperrt.

        Nimm Parental Control - gehst du über einen Whatsapp-Link auf TicToc zählt es als Whatsapp-Zeit, nicht als TikTok.

        Nimm IP/Domain-Sperren aufm Router: Tiktok geht über so viele verschiedene Cloudflare-Server, die kannst du gar nicht alle sperren. Achso, ist TikTok-App Zeit weg, wird nämlich auf Browser gewechselt.

        Ich habe sogar ein eigenes Teenie-VLan, dass nachts per Zeit ausgeschaltet wird. Mobile Datenrate ist zuverlässig schnell weggelurcht.

        Begrenzt du das nicht, dann drehen die Kids durch. So wie zwei Jungs die mit Glotze großwerden und nun in der Grundschule die Lehrerin treten. Waren liebe Kerle im Kindergarten.

        Regeln werden regelmäßig ausgetestet. So wie, Handy liegt nachts in der Küche nicht im Bett.

        Es ist einfach nur schrecklich. Die Kinder hängen immer an der Glotze, wenn es nur geht und die Screentime hergibt. Am liebsten schon Samsrag morgens nach dem Frühstück. So, als Tagesbeginn.

        Die Eltern sind da nicht besser. Ich erwische mich auch oft beim gedankenverlorenen Griff zum Handy.

        Und ja ich kümmere mich, bespreche und so und fahre das ganze technische Geschütz auf. So viel IT-Wissen haben nur wenige Eltern, dass weiss ich. Kurz: Kinder und ihre Eltern sind den Techkonzernen und ihren süchtig machenden Psychotricks ziemlich schutzlos ausgeliefert. Da finde ich es gut, dies nicht mehr zuzulassen.

        • Toe@feddit.org
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          1 hour ago

          Stimmt, es gibt kein Interesse daran, dass es funktioniert. Als Eltern muss man damit arbeiten, was verfügbar ist. Die Technik nimmt uns,auch nicht aus der Verantwortung trotzdem hinzugehen.

          Multiuser funktioniert nur am PC. Bei Mobilgeräten klappt das nur mit eigenen Geräten pro Person.

          Im Alter bis 10 Jahre müssen diese das Gerät nicht immer bei sich tragen. Messenger sind auch nicht zwingend notwendig. Ich unterstelle hier meist uns Eltern ein größeres Interesse ihre Kinder erreichen zu können, als umgekehrt. Kein WhatsApp (oder Alternative) ist auch eine Lösung. Browser, sofern notwendig lässt sich auch einschränken und eben auch kontrollieren. Games gibt es auch nicht jedes.

          Ja, die Bildschirmzeit wird meist ausgenutzt. Klare Regeln werden regelmäßig getestet, wie es auch sein muss. Nachts liegt das Handy nicht im Zimmer, ist aber auch 0,5Std vor der Zeit ins Bett zu gehen autom. gesperrt. Vor dem Mittagessen ist eine Nutzung des Handy oder Tablet nur in Ausnahmen möglich (Manuelles entsperren von Eltern).

          Die Eltern sind da nicht besser.

          Stimmt, wir leben,das Verhalten vor und müssen uns zuerst selbst reflektieren. Ein Aspekt gehört hier ergänzend erwähnt: Neben den ganzen Sperren und Einschränkungen ist es auch die Aufgabe der Eltern, den Kindern zu zeigen für was und wie sie die Mobilgeräte und PCs einsetzen sollen und können.

          Richtig, viele Techunternehmen machen ihre Nutzer süchtig. Ob TikTok, Youtube (insbesondere Shorts), der Aufbau vieler Spiele und deren Belohnungsanreize (z.B. BrawlStars,…) Bessere gesetzl. Regeln hierzu wären sinnvoll um alle Alterklassen zu schützen. Sich als Eltern darauf zu verlassen, halte ich für fahrlässig. Man lässt einem Dreijährigen auch nicht mit einem großen Küchenmesser allein und lässt ihn dennoch mit einem kleinen Messer unter Aufsicht beim Kochen schneiden.

          Eine Alterbeschränkung für bestimmte Soziale Medien halte ich für richtig. Begründe das jedoch mit dem natürlichen geringeren Einfluss der Eltern und Verlagerung zur eigenen Peer Group ab dem 10.-12. Lebensjahr.

    • ManfredMumpitz@feddit.org
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      1 day ago

      Auf was willst du hinaus? Dass die unter 10 Jährigen vorm Bildschirm sitzen wird wohl kaum gesetzlich verhindert werden können, eher von den Betreuenden.

      • DrunkenPirate@feddit.org
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        18 hours ago

        Richtig. Der Aufwand wird aber in die Höhe geschraubt und es ist offensichtlich nicht erlaubt. Ebenso wird dann gesellschaftlich eingegriffen, wenn ein Verstoß durch die Eltern sichtbar wird. Das ist jetzt alles durch „die müssen doch lernen mit den Medien umzugehen“ gecovert.

        So wie es bei Alkohol, Tabak, Autofahren, Glücksspiel und anderen Sachen zum Schutz von Kindern auch gemacht wird.