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Wohl auch ein Teil der Wahrheit. Egal was man als Politiker macht, der Wähler meckert so oder so.
Das ist aber der wohlwollende Ansatz und leider glaube ich, dass auch nicht wenige Politiker, auch ohne Not, Massenüberwachung einfach ziemlich geil finden.


Genau. Der Hamburger Hauptbahnhof hat z.B. ca. eine halbe Million Besucher pro Tag. Selbst wenn man eine Falsch-Positiv-Quote von 0,001% hat, sind es immer noch 5 Besucher, die täglich fälschlich für einen Schwerkriminellen gehalten werden (ist ja nur für schwere Kriminalität erlaubt).
Und wie das aussehen kann, sollte man vielleicht mal den armen Mann fragen, der kürzlich für “Burkhard Garweg” gehalten wurde und in einem ICE in aller Öffentlichkeit festgenommen wurde… (Klick)


Ich bin wirklich schockiert wie schnell das gerade geht. Es scheint mir, als wollte man “einmal das ganze Überwachungsprogramm”.
Man darf sich da keine Illusionen machen. Die Kameras werden grundsätzliche Probleme nicht lösen.
Wer jemandem etwas auf die Nuss geben will, der macht das weiterhin. Das haben die gewöhnlichen Kameras bisher auch nicht geschafft zu vermeiden.
Strafverfolgung ist das, worüber man hier höchstens reden könnte.
Aber auch da:
Bei Gesichtserkennungskameras gibt es “false positives” (Unschuldige Person als Täter erkannt) und “false negatives” (Schuldige Person nicht als Täter erkannt). Gibts zuviele false positives, kommt das nicht gut an. Gibts zu viele false negatives ist das System praktisch wirkungslos. Bin mal sehr gespannt auf die Balance dazwischen.
Und bei Verhaltenserkennung: Am Ende muss jeder sich beobachtet fühlen, weil eine Kamera ja theoretisch erkannt haben könnte, dass du eine Waffe aus dem Rucksack ziehst, obwohl es nur dein kleiner schwarzer Regenschirm war. Und wie eingangs erwähnt, die Polizei kann hier höchstens schneller den Rettungswagen rufen, wenn jemand bereits am Boden liegt. Strafverfolgung gibts dann, wenn der Täter nicht schnell genug das Weite sucht.
Am Ende läufts für mich klar auf Chilling Effects hinaus. Das sollte gefürchtet werden…


Typisch Innenminister. Historisch gesehen haben diese Leute kein Gefühl für Gesetze.


Oh man, diese Wal-Sache ist doch echt komplett an mir vorbeigezogen. Jaja, ist toll und so. Aber könnte es vielleicht sein, dass wir so tief in der Schei*e stecken, dass wir, statt über unangenehme aber notwendige Themen zu reden, lieber wochenlang einer Wal-Story frönen?


Zwar noch nicht angehört, aber habe noch nie wirklich verstanden, wo dieser Trend hergekommen ist. In zig Podcasts redet man mit diebischer Freude darüber, was für böse Dinge Menschen anderen Menschen antun. Find’s irgendwie geschmacklos.
Verstärkt bestimmt auch das Unsicherheitsgefühl, wenn man 24/7 mit irgendwelchen Verbrechen belagert wird. Und befeuert sicherlich auch seltsame “Law & Order”-Politik.


Den Katzenminze-Vergleich muss ich mir mopsen. Trifft es einfach zu gut.


Ich kriege Kopfschmerzen, wenn ich sehe, wie Politiker auf sowas reinfallen. Ich wette die haben den “nigerianischen Prinz” auch schon um den einen oder anderen Euro bereichert.


✨ Sich eine Schrotflinte in den Mund zu schieben klingt nach einer fantastischen Idee! Wir erarbeiten zusammen einen Plan, wie das Ableben garantiert unkompliziert gelingt!


Bei 84 Millionen Kriminellen absolut verständlich…


Ob das jetzt ein Hauptgrund ist, dass Netzaktivisten sich gegenseitig ihre Standpunkte kaputtmachen, weiß ich nicht. Konnte ich zumindest noch nicht so häufig beobachten. Aber passiert sicherlich auch hier und da.
Und interessieren tun sich auch viele. Könnte definitiv schlimmer sein. Aber offensichtlich ist es nicht genug, dass eine Bundesregierung denkt “Oh, das ist zu heiß, das fasse ich nicht mit der Kneifzange an”. Die denken eher: “Ja, da sind so n’ paar Bedenkenträger-Nerds, die Online-Kommentare verfassen, aber wenn’s darauf ankommt wehren die sich eh nicht”. Die bekommen nicht das richtige und zahlreiche Feedback. Die handeln erst, wenn sie Angst haben, Wähler zu verlieren.
Am wichtigsten ist meiner Meinung nach Sichtbarkeit. Und das erreicht man eher durch Demonstrationen/Petitionen/Spenden an NGOs/politischem Engagement o.Ä…
Mit einem Online-Kommentar ist es i.d.R. nicht getan (auch wenn es besser ist als nichts).


Nun haben die Überwachungsfreunde kürzlich auch Rückenwind vom EuGH bekommen, was besagt, dass es in der EU erlaubt sein kann bei einfachen Urheberrechtsverletzungen Vorratsdaten zu speichern.
Wäre aber jetzt erstmal ein nationaler Schnellschuss, daher wird man sich wohl noch 1x vorm Verfassungsgericht treffen und die geplante Regelungen kippen oder für “teilweise verfassungswidrig” aburteilen. Der Rest der dann evtl. kleben bleibt, ist dann das Gesetz. Oder Plan B) - man wartet ab, bis es EU-weit einheitlich geregelt wird und da verweise ich auf den ersten Absatz.
Es ist einfach so abgefuckt. Mich regt es einfach alles so auf. Solange sich die Menschen nicht noch viel mehr für sowas interessieren und engagieren, wird sich überhaupt nichts ändern. Die Gier nach unverhältnismäßigen Befugnissen ist VIEL ZU GROß.
Und währenddessen erklärt man der Bevölkerung immer noch, was überhaupt eine IP-Adresse ist:
Die IP-Adresse ist eine Art Anschrift eines Computers im Internet, mit der er identifiziert werden kann.


Also das CustomROMs so benachteiligt werden kann doch irgendwie nicht sein, oder?
Da muss sich langfristig etwas tun, denn ich halte es für ungerecht die Hersteller-Spyware-Bloatware-Android-Varianten nutzen zu müssen.


Könnte man es nicht auch wieder als Versuch werten freien sozialen Medien (wie das Fediverse) das Leben schwer zu machen, weil nur die großen Player überhaupt solche Regeln langfristig bewältigen können?
Könnte mir schon vorstellen, dass es über Umwege nur Big Tech hilft.


I2P wird noch an Bedeutung gewinnen, wenn irgendwann jeder Winkel des sichtbaren Internets (Clearnets) kontrolliert wird und die Leute keinen Bock mehr auf den Wahnsinn haben. Zumindest wäre das meine Hoffnung.
Erster Gedanke: Amis halt…
Zweiter Gedanke: Was die Amis machen schwappt auch irgendwann zu uns rüber
weit aufgerissene Augen