Das bezieht sich auf die Metropolregion und nicht auf die Stadt selbst.
Ich bin kein Münchener, sehe aber die Entwicklung leider auch bei mir:
- Die Stadt boomt, daher ist der Wohnungsmarkt angespannt
- Überall wird “nachverdichtet”, was im Kern dann bedeutet, dass Brachen zugebaut werden. Schrebergärten verschwinden. Dann verschwindet halt diese Wiese, auf der früher die Kinder gespielt haben
- Dieser coole, unkommerzielle Jugendclub im Schrabbelhaus muss dann dem Investor weichen. Und die hohen Gewerbemieten führen dann dazu, dass genau die kleinen und interessanten Geschäfte verschwinden. Dann gibt es plötzlich nicht mehr den Rollenspielladen oder die kleine Fahrradwerkstatt um die Ecke und keiner kann mal einen Hobbyraum oder einen Proberaum für die Band anmieten
- Die Bevölkerung steigt massiv und natürlich kommt keiner auf die Idee, dass man auch mal ein neues Schwimmbad bauen könnte. Oder die Straßenbahn ist morgens halt voller seitdem jetzt halt das Neubauprojekt mehrere hundert neue Bewohner ins Viertel gebracht hat, die halt auch Kinder haben, die um 8 in der Schule sein müssen
- Bestehende Parks & Freizeitangebote sind logischerweise auch voller, wie zu erwarten ist, wenn man in diesem Jahrtausend 15% mehr Einwohner gewonnen hat
- Leute ziehen ins Umland, weil Immobilienpreise und pendeln dann mit dem Auto oder Zug rein. Ratet mal, ob es 15% mehr ÖPNV-Angebot gibt oder 15% mehr Parkplätze oder 15% mehr Einfallsstraßen
Ist halt kacke
Gilt das alles noch alles Gentrifizierung oder gibt’s da nen anderes Wort für?
Schlechte Raumplanung.
Eine Studie im Auftrag des Regionalverbands Ruhr. Das Ruhrgebiet ist auf Platz eins. Das ist ja komisch.
Du lässt dich ja schnell vor den Karren spannen und übernimmst fast wörtlich die Verteidigungslinie des
Verbands MünchenBayerischen Rundfunks. Chapeau.Aber ist es sinnvoll, eine große Metropolregion wie München mit einem kleinen Gebiet wie dem Ruhrgebiet zu vergleichen? Wollte der Auftraggeber der Studie – der Regionalverband Ruhr – das Ruhrgebiet vielleicht als besonders lebenswert erscheinen lassen?
Kleine Wikirecherche:
- Ruhrgebiet Mregion: 7.100qkm, 10.1 Mill EW
- München Mregion: 25.500qkm, 6.2 Mill EW
Also weniger dicht besiedelt ist die Mregion München. Trotzdem weniger Freitzeitflächen und -angebot. Weniger Kulturangebot wegen Konservativismus. Weniger Krankenhausbetten pro EW.
Ich würde sagen, da sieht man die Vorteile des Strukturwandels und Runterschrumpfens im Ruhrgebiet. Die vielen Freizeit- und Kulturflächen sind ehemaligen Schwerindustrieflächen. Krankenhäuser gibt’s sicher auch (noch) viele in jeder Mittelstadt, weil es noch von früher stammt. ÖPNV ist ziemlich gut mit vielen Ubahnen in den größeren Städten. Und es gibt Wohnraum für jeden Geldbeutel. Wobei das untere Ende auch teilweise krasse Ecken sind.
Ich bin aus Dresden. Wir nehmen an diesem Wettbewerb nicht teil. Und diese Studie hat ein paar Interessante Entscheidumgen, was die Gewichtung der einzelnen Kriterien angeht.
Ich bin aus Dresden.
Mein Beileid.
Die Größe von Metropolregionen ist eh so ein Ding. Die von Hamburg reicht offiziel bis Lübeck und Schwerin, halte ich für absoluten Schwachsinn, auch wenn Leute tatsächlich von dort täglich nach Hamburg pendeln.
Ruhrgebiet Mregion: 7.100qkm, 10.1 Mill EW
Das ist die Metropolregion Rhein-Ruhr, die sich im Ranking in #1 Ruhrgebiet und #2 Rheinland teilt. Das Ruhrgebiet hat 4400 qkm und 5,1 Mio EW.
Solange Maggusheim (jaja, ich weiß, dass der ursprünglich aus Nbg kommt) abgestraft wird, kann ich mit dem Bias leben.
“München wäre auf Platz eins, wenn’s den Länderfinanzausgleich nicht gäbe!!1!1!1einself!”
Ruhrgebiet auf die 1!






