Kein Wort zu den gestiegenen Energiekosten. 4% Steigerung ist tatsächlich erstaunlich wenig.
Noch mal Mindestlohn erhöhen dann wird das wieder.
Irgendwie auch etwas, das mit Ansage an die Wand fährt. Da werden Schwimmbäder immer teurer. Aber es werden gleichzeitig auch viele Schwimmbäder geschlossen. Und dann gehen die Leute im Sommer zu den Baggerseen und ertrinken dort, weil es keine Badeaufsicht gibt.
Und dann gehen die Leute im Sommer zu den Baggerseen und ertrinken dort, weil es keine Badeaufsicht gibt.
Dazu kommt noch, dass, weil es immer weniger Schwimmbäder gibt, immer weniger Leute schwimmen können. Schwimmunterricht in Schulen ist wegen der weiten Wege ins nächste Schwimmbad gar nicht mehr flächendeckend möglich.
Was in den letzten Jahrzehnten an gesellschaftlich wichtiger Infrastruktur zerstört wurde, um den neoliberalen Sparwahn und übertriebene Regulierungswut zu befriedigen, ist enorm. Öffentliche Schwimmbäder sind ein Teil davon.
Das Schlimme daran ist, dass es so viele Kleinigkeiten sind, was erstmal nicht so auffällt.
Es müsste mal eine Liste geben mit allen Gesetzen und Vorschriften und deren Folgen. Dann würden die Leute mal sehen, was die Regierung die ganze Zeit für einen Mist baut.
Oft fallen Vorschriften in dem Bereich erst dann auf, wenn ein bestehendes Stück Infrastruktur altersbedingt ersetzt (oder grundsaniert) werden muss und dann dank neuer völligst übertriebener Vorschriften plötzlich ein Vielfaches kosten soll.
Mein 2500-Seelen-Kaff hatte bis in die 1970er ein eigenes Freibad. Das wurde, soweit ich weiß, irgendwann in den 1920ern gebaut und war ein einfaches, kleines aber feines betoniertes Becken, in das am einen Ende ein kleiner Bach reinfloss und am anderen Ende wieder raus. Darum herum eine Wiese, auf der sich ein Schuppen mit ein paar Umkleidekabinen und den üblichen sanitären Einrichtungen befand. Irgendwann war das so dann nicht mehr zulässig, weil man ja sofort Todes stirbt, wenn das Wasser im Schwimmbad nicht so zu Tode gechlort ist, dass man es als Flächendesinfektion benutzen kann. Daraufhin wurde es geschlossen und verkauft. Die Käufer haben das noch ein paar Jahrzehnte privat genutzt, bis sie irgendwann Geld oder Platz zum Bauen brauchten, jetzt steht dort ein Haus.
Auch nicht unüblich waren in der Vergangenheit in kleinen Orten Löschteiche, die für ganz kleines Geld so ausgebaut waren, (Treppe oder Leiter am Rand, dass man einfacher rein und raus kommt) dass man darin schwimmen konnte. Seitdem irgendwelche bekloppten Juristen auf die Idee gekommen sind, dass der Besitzer eines Gewässers irgendwie haftbar ist, wenn jemand, der nicht schwimmen kann, trotzdem drin schwimmt und dann ertrinkt, sind die aber in der Regel eingezäunt.
Da ist viel Infrastruktur, die das Leben schöner gemacht hat, einfach kaputtreguliert worden.
Wo findet denn der Schwimmkurs statt wenn das Freibad geschlossen hat?
Die Antwort auf diese Frage könnte die Bevölkerung beunruhigen.
Ertrinken so viele? Wohl so grob 350 im Jahr, in der Statistik sehe ich jedoch keinen Jahrestrend.
Oh, und es sind hauptsächlich alte Menschen.
Naja, wenn sie alt sind ist’s ja egal! Bin ja noch jung
/s
Ich gehe davon aus, dass das als Erklärung genutzt wurde. Alte Menschen sind nicht mehr so fit und ertrinken schneller als gesunde, junge Menschen.
“Wir müssen Schwimmbäder wettbewerbsfähig machen” oder so
Sind doch eh kaum noch welche übrig, und viele davon in so einem desolaten Zustand, dass die Schließung nicht mehr lange auf sich warten lässt.
Bei uns gab’s jetzt noch den blöden Scherz, keine Tickets mehr über eine personalbesetzte Kasse zu verkaufen, und der Automat kann nur Karte. Jugendliche ohne Karte, die ohne Eltern ins Schwimmbad wollen, sind gearscht, außer sie haben eine Jahreskarte.
Ich hab total vergessen, dass “bargeldlos” auch Kinder und Jugendliche ausschließt!
Ich bezahle sowieso überall Bar wo es geht, und trage Bargeldlose Läden auf OpenStreetMap ein.
Ich hab nix gegen bargeldloses Zahlen, mach ich sogar zum großen Teil. Aber in dem Fall ist es hat blöd, weil dadurch die Gruppe der Kinder ausgeschlossen sind, die alt genug sind, um ohne Erwachsene ins Schwimmbad zu gehen, aber noch keine Girocard benutzen.
Vielleicht gibts ja Eltern, die einem 12 oder 13-jährigen Kind eine Karte in die Hand drücken, Google nach machen Banken das sogar, für mich ist das da noch nicht altersgerecht.
Das ärgerliche ist, dass im Schwimmbad immer noch jemand am Eingang sitzt, Personal an sich wäre da, aber die haben keine Kasse mehr und können auch keine Tickets mehr ausgeben.
Ansonsten hätte natürlich auch ein Automat angeschafft werden können, der Bargeld nimmt, wurde aber offensichtlich auch nicht gemacht.
Ja, da muss man gegen protestieren. Es braucht ein Recht auf Bargeld, allein schon weil Kinder dann lernen, dass Geld etwas physisches und endliches ist.
Und natürlich aus Datenschutzgründen.
Unsere Tochter ist 10 und hat jetzt ihr eigenes Girokonto bekommen. Darauf wird dann ihr mickriges Taschengeld überwiesen. Sie soll halt lernen, mit virtuellem Geld umzugehen. Das machen viele so.
Dennoch ist es unfair und man benachteiligt damit viele. Gibt ja genug Menschen, die ihren Kindern lieber noch kein Konto geben möchten.






