Ich denke mal das ist auch eine gute Sache da Unis halt sowieso experimentierfreudig zu sein haben und eine souveräne Alternative tatsächliche Vorteile erbringt. Diese muss aber auch getestet werden und dazu eignen sich Unis gut, da es ja auch hoffentlich viele helle Köpfe dort gibt die daran herumschrauben und Weiterentwicklungen einbringen können.
Während der US-Gigant Microsoft seine Office-Suite für Studierende kostenlos anbietet, kostet die staatseigene deutsche Alternative OpenDesk 45 Euro netto pro Nutzer und Jahr.
Deutschland. Einfach typisch. Hoffentlich werden die das ändern.
In der Wirtschaft (also bei kommerzieller Software) ist es üblich dass Bildungsträger deutlich reduzierte Preise zahlen. Finde ich hier auch legitim als Modell. Unis haben ja in der Regel auch ein eigenes Rechenzentrum, können also idR darauf eingeschränkt werden dass sie selfhosten müssen, was den Deal für beide Seiten fair macht. Unis sind auch Orte wo hohes Potential für Weiterentwicklung an der Software besteht, was uns allen kostenlose Synergieeffekte mitbringt.
Wenn das OSS ist wie es im Artikel steht, dann ginge das doch jetzt schon mit dem selfhosten?
Für Schulen bitte auch.
Da dürfen sie sich bloß nicht dran gewöhnen. Gute Software zu entwickeln kostet Geld, egal ob open source oder nicht.
Naja, effektiv heißt das, die Kosten sollen direkt vom Bund getragen werden, anstatt von den Budget-Töpfen der Unis abgezogen zu werden. Beides zahlt der Steuerzahler, nur eine Variante davon sorgt eben dafür, dass Microsoft bleibt.
Bezahlt der Bund aktuell die Microsoft-Lizenzen für Unis? Oder anders gesagt was hält die Unis davon ab, statt Microsoft OpenDesk zu bezahlen?
Im Artikel steht:
Während der US-Gigant Microsoft seine Office-Suite für Studierende kostenlos anbietet, kostet die staatseigene deutsche Alternative OpenDesk 45 Euro netto pro Nutzer und Jahr.
Lohnt sich halt für Microsoft in den Bildungseinrichtungen anzufixen, weil dann einige Leute den Rest ihres Berufslebens darauf hängen bleiben.
Und das ist es, was die Unis abhält:
Für eine mittelgroße Universität mit 30.000 Studierenden bedeutet dies jährliche Mehrkosten von über 1,6 Millionen Euro
Also so eine Uni kann sich Stand Jetzt entscheiden zwischen entweder OpenDesk oder eben 1.600.000€ pro Jahr + MSOffice. Da kann man eine richtig schlechte Meinung von MS haben und muss sich trotzdem noch rational für deren Angebot entscheiden.
Das könnte man kostenneutral(!) ändern. Man könnte den Budget-Topf für Unis etwas kleiner machen und dafür OpenDesk für Unis ebenfalls kostenlos anbieten. Also “kostenlos” im Sinne, dass sie es nicht mehr von ihrem Budget-Topf bezahlen müssen.
Wenn dadurch exorbitant viele Unis zu OpenDesk wechseln, dann entstehen natürlich irgendwo Kosten, aber der Bund will ja, dass es eingesetzt wird.Im Grunde könnte man mit genug politischem Willen sogar eine Abwrackprämie anbieten. Dass wenn du als Bildungseinrichtung umsteigst, dass du dann einmalig ein Sonder-Budget erhältst, um die Umstellung zu bezahlen.
Das alles fußt eben darauf, dass Bildungseinrichtungen staatliche Einrichtungen sind. Auch wenn die das von ihrem zugewiesenen Budget-Topf bezahlen, bezahlt am Ende der Steuerzahler.
Dass sie es von ihrem Budget-Topf bezahlen müssen, bedeutet aber, dass sie weniger Budget zur Verfügung habe, wenn sie sich für OpenDesk entscheiden. Und dafür gibt es keinen Grund. Die Budget-Töpfe sind sowieso arbiträr.Also haben wir quasi einen Unterbietungswettbewerb zwischen einem Tech-Giganten und einem Startup. Microsoft nutzt (zu Recht?) seine Marktmacht um kleinere Anbieter auszuspielen. Wenn wir als Europa eine Alternative aufbauen wollen dann müssen wir entsprechend mit Geld gegensteuern und z.b. Opendesk unterstützen, damit diese ihre Software ebenfalls kostenlos anbieten kann.
Soweit schlüssig! 👍 Ich stimme dem zu.






