Umfragen zufolge würden viele Menschen eine dauerhafte Sommerzeit bevorzugen.
Ja aber Umfragen zufolge würden Menschen auch eine dauerhafte Normalzeit bevorzugen. Bei Sommerzeit denken halt alle an warmes Wetter und aufstehen, wenn die Sonne aufgeht. Wenn man Normalzeit statt Winterzeit und Normalzeit+1 statt Sommerzeit sagt will die Mehrheit lieber Normalzeit.
Das ist ein typisches Umfrageproblem.
Ich halte mich für sehr informiert bei dem Thema und wünsche mir trotzdem die Sommerzeit als Normalzeit, da ich auch als berufstätiger Mensch an einem Werktag noch zumindest einen Arbeitsweg mit (etwas) verbleibendem Restlicht haben möchte. Meinetwegen könnte man im Winter sogar um mehr als eine Stunde die Uhr verstellen zugunsten von mehr Helligkeit an Nachmittag und Abend.
Im Sommer wiederum gibt es genug Helligkeit, da ist es mir eigentlich egal.
Weniger Arbeitszeit im Winter wäre eine humane Lösung. Immerhin haben wir deutlich weniger Energie, wenn wir weniger Tageslicht haben. Vielleicht sollte ich das mal unserem Bundeskanzler vorschlagen?
Was bei dem hängen bliebe wäre ein „mehr Arbeitsstunden im Sommer, weil es eh hell ist“.
Oh stimmt - da bin ich lieber schnell ruhig.
Ich habe auch durchaus nicht behauptet, dass alle (informierten) Menschen der Meinung sind, Normalzeit sei besser. Ich persönlich tendiere zu Normalzeit weil ich es lieber mag, möglichst lange mit Sonnenaufgang aufzustehen. Das ist aber natürlich nicht die einzige Meinung zum Thema.
Es jibt sone un solche und dann jibts noch janz andere.
Neh ich denke eigentlich eifach an eine Stunde mehr Sonne am Abend und somit länger Licht für Aktivitäten.
Dauerhafte Sommerzeit ist ein logischer Unfug. Unser System der Uhrzeit wurde dafür entwickelt, dass 0 Uhr annähernd Mitternacht und 12 Uhr Mittag ist. Zu welchen Uhrzeiten wir welchen Aktivitäten nachgehen, ist ansonsten völlig menschengemacht und ließe sich ändern, auch ohne dass wir ein völlig unlogisches System einführen, in dem 1 Uhr annähernd Mitternacht ist und 13 Uhr annähernd Mittag.
Gut, sich auf den Längengrad zu einigen, auf den wir das dann eichen, ist ja eigentlich einfach. Wir nehmen einfach die Mitte der gesamten MEZ Ausdehnung (haha, als wenn das so einfach ginge und nicht jeder der MEZ Meisterbreitengrad sein wöllte, um, weißichnicht, eine Touristenattraktion zu werden).
Aber dann müsste man sich auch auf einen Tag festlegen, der als 12 Uhr Standard da ist. Durch die elliptische Bahn der Erde steht die Sonne nämlich nicht im exakten 24h Rhythmus exakt im Süden.
Da würden bestimmt wieder Begehrlichkeiten wach, und wir wären, ein bisschen anders, wieder bei der Ausgangsfrage 😅.
Dieses Problem wurde schon vor mehr als 100 Jahren gelöst, als die heutigen Zeitzonen definiert wurden.
Wo und an welchem Tag ist denn Ur-12-Uhr-Mittags?
Edit: Oder meinst du, einfach generell nur in UTC reden den ganzen Tag. Alle Programmiermenschen dieser Welt wären begeistert.
Aber, wenn wir alle Zeiten nur in UTC benennen, dann sind wir doch weit weg von deinem “12 Uhr annähernd Mittag”, oder verstehe ich dich falsch?
Nein, in Mitteleuropa ist es um 1 Stunde verschoben. Görlitz in Sachsen und Gmünd in Niederösterreich liegen ziemlich genau so, dass es dort in der Winterzeit durchschnittlich um 12 Uhr Mittag ist.
Ähm, dann wäre es da aber mittags (Höchsstand der Sonne) im Sommer ca. 12:30. Dasselbe käme ja raus, wenn wir dann einfach den Höchsstand der Sonne im Sommer als 12 Uhr defineren, nur andersrum ^^. Dann wäre quasi die Sommerzeit die “natürliche Zeit”.
Ich finde Zeitumstellung doof, ich bin allerdings gefühlt der einzige Mensch auf der Welt, dem es egal ist, ob man Sommer- oder Winterzeit behält.
Alles, was ich gerade versuche rauszufinden, ob deine “natürliche Herleitung der Winterzeit als Standard” nicht ein Zirkelschluss ist, aber so kommt es mir gerade vor.
Keine Zeitumstellung ist gesünder. Die negativen Folgen, von denen ich gelesen habe (keine Quelle, zu lange her), fallen zu den Wechseln an, nicht über die volle Phase. In Deutschland passt die Winterzeit relativ gut mit den hiesigen Gewohnheiten zusammen. In Westspanien wahrscheinlich schon nicht mehr so. Das Argument der Winterdepression für die Winterzeit aus dem Artikel erscheint mir auch recht schlüssig. Ich würde aber auch mit der Sommerzeit gut leben können, wenn dafür die Zeitumstellung entfiele.
Was sich aber verändert, sind die Temperaturen im Sommer. Eine Siesta-Kultur, wo man zur heißesten Tageszeit Pause macht, anstatt angestrengt zu arbeiten, und den späten Abend frei macht für Soziales, wäre weit gesünder. Halt wie es im Mittelmeerraum seit langem gemacht wird.
Winterzeit ist die Normalzeit
“[…] dass der Tagesrhythmus sich natürlicherweise stets am Sonnenaufgang orientiert. Das belegten aktuelle und historische Beispiele von Gesellschaften mit späterer Aktivität im Winter und früherer Aktivität im Sommer. […] die Menschen im Sommer dreieinhalb Stunden eher aufstanden als im Winter”
Weder Sommer- noch Winterzeit ist “normal”, mit der Sonne aufstehen ist, also eine noch extremere Variante von Sommer- vs Winterzeit mit gleitenden Übergängen. Ist natürlich schlecht vereinbar mit einer “zivilisierten” Welt in der sich niemand nach der Sonne richtet sondern alle Uhren haben.
Zeitinflation
Das größere Problem ist, dass man im Sommer keine Siesta macht und im Winter zu früh aufstehen muss…
Auszeit
Freizeit
Ist doch egal. Hauptsache keine Zeitumstellung mehr! Welche Zeit auch immer man behält, man gewöhnt sich doch dann daran.








