Vor gut 20 Jahren will die Politik Einwegverpackungen mit dem Dosenpfand vom Markt drängen. Doch der Handel hat andere Pläne. Speziell Discounter wie Aldi und Lidl steigen nicht um, sondern verzichten komplett auf Mehrweg und setzen stattdessen voll auf Einweg. Durch den Ukraine-Krieg sind Einweggläser allerdings zum Kostenrisiko geworden. Kaputte Glaswerke und teures Gas für Schmelzwannen machen die Herstellung teuer und unberechenbar. “Beim Iran-Krieg sehen wir dieselbe Entwicklung”, sagt Veronika Pfender. Die Sandmafia tut ihr Übriges. Pfender verkauft mit ihrem Unternehmen Dotch Mehrweggläser für Gewürzgurken, Grillsoßen und Olivenöle, sammelt sie ein und reinigt sie. Eine Allianz von 25 Unternehmen möchte das Angebot nutzen, darunter Kühne oder Feinkost Dittmann. Die Infrastruktur ist dank der deutschen Liebe zum Bier vorhanden. Kunden können die Gläser in Supermärkten und Discountern zurückgeben, an denselben Pfandautomaten wie Bier- und Wasserflaschen. Theoretisch, wenn der Handel mitspielt. Das schlagende Argument sind sinkende Preise.

  • Ephera@lemmy.ml
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    10 minutes ago

    Würde ich sehr begrüßen. Ist schon ziemlich bekloppt, dass ich alle paar Wochen zum Altglascontainer pilgern muss, anstatt dass ich sie zum nächsten Einkauf einfach mitnehmen kann…

  • muelltonne@feddit.org
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    17 minutes ago

    Ehrlich gesagt: Ich hab da absolut null Bock drauf und das klingt so richtig kacke. Es ist ja jetzt schon richtig miese, dass man seinen ganzen Pfand irgendwo sammeln muss, um dann im Supermarkt in der Schlange vor dem Automaten zu stehen und dann manuell alles da reinzufriemeln. Das ist echt hart angewandte Lebenszeitverschwendung, gerade bei den Einwegpfand-Dingern, die dann zerquetscht werden und in den gleichen Müll kommen wie er auch von meiner Wohnung abgeholt wird. Auch Mehrwegpfand ist ohne Auto richtig kacke.

    Wenn man dann allerdings Lebensmittel statt Getränken hat, wird das noch ekeliger: Es gibt ja jetzt schon Mehrwegsysteme, aber wenn der Joghurt dann unten im Glas schimmelt, weil man ihn nicht zeitnah nach dem Essen (= noch heute) weggebracht hat. Wenn ich jetzt moddrige Grillsaucen, klebrige Ölflaschen oder Marmeladengläser oder oder in diese Automaten werfen muss und mir dabei dann noch Gedanken machen muss, in welchem Supermarkt ich was gekauft habe, weil jeder nur seine eigenen Gläser annimmt, dann ist das ein richtig mieses Stück Lebensverschlechterung.

  • rumschlumpel@feddit.org
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    3 hours ago

    Boah, hoffentlich. Glas einzuschmelzen ist ja eine extreme Energieverschwendung, und Plastik ist auch scheiße (und wird vermutlich gerade auch teurer, da meistens aus frischem Erdöl hergestellt).

  • A_norny_mousse@piefed.zip
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    3 hours ago

    Bei Mehrweg für Gurken- und Marmeladegläser muss ich immer an die DDR denken, die dafür ein Pfandsystem hatte.

    Ohne ostalgisch oder politisch fragwürdig zu werden: “vereinigt” wurde damals nicht viel, es war eine Übernahme von Westdeutschland aus.

  • Freakazoid! @feddit.org
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    3 hours ago

    mehrwegglas find ich gut, ich hab nur angst, dass irgendjemand auf die idee kommt gewürzgurken oder oliven in plastik zu verkaufen. so was kommt mir nicht ins haus.

    • AAA@feddit.org
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      2 hours ago

      Die allermeisten Oliven sind doch jetzt schon in Plastik verpackt. Entweder in so Tüten oder Plastikbechern mit Deckel.

      In türkischen Märkten (bspw) gibt es Oliven ausschließlich so. Die Transportkosten wurden sich mit Glas vermutlich verdoppeln. Meiner Meinung nach ist die Qualität dieser Oliven auch besser als die deutscher Marken wie zB Kühne.