Ich würde es ja machen aber kenne mich zu wenig aus

  • bennees@feddit.org
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    3 hours ago

    Man wünscht grundsätzlich natürlich niemanden solche gesundheitlichen Probleme und klar, viele Leute sind mit dem Blog mal mehr oder mal weniger aufgewachsen. Ich glaube das es aber auch viele Leute gerade “in der Szene” zum Teil negativ beinflusst hat und es schon ein wenig ein Sprungbrett für Verschwörungsglauben war.

    Dazu muss man auch in dem Zusammenhang mal die Person Felix von Leitner kritisch betrachten

    Er hat es sich da immer sehr einfach gemacht und oft schlichtweg Inhalte hingeklatscht ohne jegliche Belege oder Überprüfung. Das auch in Kombination mit seiner nicht sehr einfachen Persönlichkeit - manche würden sie toxisch nennen. Grundsätzlich ein Hang zur massiven Selbstüberschätzung und Dünnhäutigkeit bei Kritik.

    Dazu auch in den Jahren bis zu seiner Krankheit auch mehr als zweifelhafte Aussagen wenn es irgendwie mal um das Thema “Gender” ging. Letztendlich doch in vielen Bereichen konservativ eingestellt und anderen eher das was man bei den Amis als libertär versteht.

    Ich glaube nicht das man diese Arbeit weiterführen muss.

    • Mercury@lemmy.worldOP
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      2 hours ago

      Kommt drauf an was “die Arbeit” für Dich ist: “Medienkompetenzübungen” braucht sicher keiner und ja, Fefe war alles andere als immer am richtigen Dampfer. Aber ich hab oft neue Sichtweisen aus den Links, die er gepostet hat bekommen und das fand ich hilfreich. Generell ist das Thema Cyber-Security fast so überlaufen mit Scharlatanen wie KI und auch da hatte er immer wieder gute News.

      Also nein, ich sehe FEFE (s Blog) nicht unkritisch aber dennoch wäre es schade wenn es ganz verschwindet…

    • Majoran@feddit.org
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      2 hours ago

      Ich sehe das nicht so. Fefe ist definitiv eine Persönlichkeit mit Ecken und Kanten, die aber auch daher kamen, dass er sich in Themen stets eine eigene Meinung bildete und er sich in Perspektivismus übte. Das hat nicht immer gut geklappt und ich habe in den vielen Jahren auch oft genug gedacht “Ach Fefe, halt doch einfach den Mund”. Trotzdem war er mir als Stimme immer lieber als die unzähligen nichtssagenden Blogs und Begriffsdogmatiker, bei denen jede Meinung aus der Konservendose zu kommen scheint. Ich fand ihn nie übertrieben toxisch — provokant ja, aber eben jemand, dessen Arbeit legitim ist und man aushalten können sollte. Fefe hat sich wenigstens an demokratischer Beteiligung getraut und ich glaube nicht, dass man ihn mit den Verschwörungsspinnern, wegen denen heute die Welt brennt, vergleichen kann, da war er doch schon wesentlich reflektierter. Sein Blog war eben die Kategorie “wo gehobelt wird da fallen Späne”.

      • plyth@feddit.org
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        2 hours ago

        dass man ihn mit den Verschwörungsspinnern, wegen denen heute die Welt brennt

        Gibt es nicht inzwischend genügend bestätigte Verschwörungen, dass man eher sagen sollte, dass die Welt wegen den Verschwörern brennt und nicht wegen der Leute, die versuchen, den Überblick zu behalten? Dass Leute trotz Schule nicht kritisch denken können kann man ihnen meiner Erfahrung nach nicht voll zuschreiben.

        • Majoran@feddit.org
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          39 minutes ago

          Kommt halt drauf an, an was man bei Verschwörungen denkt. Was ich meinte ist diese ganze Szene aus Klimaleugnern, Migrationskritikern, die dort einen großen bösen Plan in allen Weltereignissen sehen, George Soros bezahlt die Antifa, und was noch so vom Schlage Eva Herman ist.

          Natürlich gibt es in der Welt Verschwörungen, aber daraus folgt nicht, dass alles diesem Muster folgt, in dem irgendein ausgefeilter geheimer Plan sämtliche Zusammenhänge erklärt, die vom aktuellen Feindbild zusammengeschmiedet werden. So manches in der Welt ist eben auch einfach systematisch und ergibt sich aufgrund gesellschaftlicher und ökonomischer Strukturen, die fest einsedimentiert sind, ohne dass da ganz konkrete Kapuzenträger im Dunkeln irgendwas rumverschwören müssen. Zum Beipiel muss man sich nicht explizit “verschwören”, um weiter Öl zu bohren, wenn die Dynamiken des Kapitalismus es ohnehin zur logischsten Handlungsweise innerhalb des Systems machen.

          So plump verschwörerisch hat Fefe mMn nach aber auch nie gedacht, er hat es aber gerne plakativ so gezeichnet, sozusagen als polemisches Stilmittel.

          • plyth@feddit.org
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            26 minutes ago

            Zum Beipiel muss man sich nicht explizit “verschwören”, um weiter Öl zu bohren

            Die Dynamik der Marktwirtschaft hätte in den 1970er Jahren günstigen Atomstrom für Elektroautos geliefert oder als die Solarindustrie soweit war, aber die Netze seltsamerweise nicht, günstigen Solarstrom aus der Nachbarschaft.

    • JensSpahnpasta@feddit.org
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      3 hours ago

      Ich kann dir da nur zustimmen - fefe hat glaube ich einen ordentlichen Teil dazu beigetragen, dass die AfD aktuell so stark ist. Diese Haltung des “alle außer ich sind dumm” und “ich weiß alles besser” und “wenn ich einen Fehler gemacht habe, war das natürlich nur eine Informationskompetenzübung für die Leser” ist durchaus in diese Kreise anschlussfähig und diese Haltung des “Alle im Staat sind absolut unfähige Stümper” hilft auch nicht

      • Don_alForno@feddit.org
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        59 minutes ago

        Fefe hat sicher mal gute und mal schlechte Punkte gemacht, aber da gehst du etwas sehr weit. Ich bezweifle, dass du viele AgD Wähler findest, die fefes blog kennen.

      • bennees@feddit.org
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        3 hours ago

        Ob das Auswirkungen auf die Beliebtheit der AFD hatte, kann ich nicht sagen. Glaube aber eher weniger. Man musste schon ziemlich internetaffin sein und eher zwischen 1980 und 1995 geboren sein damit man wirklich direkt mit dem Blog in Kontakt gekommen ist.

        Ich glaube aber das es schon insbesonders Leute die damals teenager oder junge Männer waren beinflusst hat und nicht immer auf eine gute Weise.