Die Anzahl der Rettungseinsätze in Köln am vergangenen Hitze-Wochenende war enorm. Allein am Samstag verzeichnete die Feuerwehr insgesamt mehr als 1.100 Einsätze, üblich sind etwa 500.
In vielen Fällen konnten die Retter für die Patienten nichts mehr tun konnten. Nach vorläufigen Zahlen spricht die Polizei im Zeitraum zwischen Freitag und Sonntag von etwa 120 Toten in Köln. Das seien fast viermal so viele wie an einem gewöhnlichen Wochenende.
[…]
Lechleutner nennt ein eindrückliches Beispiel für einen Notfall, zu dem die Einsatzkräfte am Samstag wegen der anhaltenden Hitze gerufen wurden: Ein Patient sei vom Einkaufen gekommen, habe sich hingesetzt und das Bewusstsein verloren. Die herbeigeeilten Rettungskräfte haben an der Person eine Körpertemperatur von 44 Grad Celsius gemessen. Die Reanimation war nicht erfolgreich, der Patient sei gestorben.



Das … deckt sich mit einem anonymen Post auf Reddit im Subreddit r/luftablassen.
Zitat:
anderes Zitat:
drittes Zitat:
Danke, dass du für uns durch den Sündenpfuhl namens Reddit gewatet bist.
Habe letztens von einem ehemaligen Krankenschwesty gehört, dass es die Klimaanlagen-in-Krankenhäusern-Diskussion schon Anfang der 90er gab. Seitdem hat sich anscheinend sehr wenig getan … selbst wenn mal ein öffentliches Gebäude neu gebaut wird, wird anscheinend beim Hitzeschutz öfters krass fehlgeplant. Z.B. keine Rollläden, oder Klimaanlage und Heizung nur zentral fürs ganze Gebäude regelbar. Und das betrifft nicht nur irgendwelche Verwaltungsgebäude, wo die meisten Mitarbeitys auch Homeoffice machen könnten, sondern auch Kitas und Krippen.
Hab mich danach mit Weihwasser und Sterillium gewaschen, keine Sorge ;->
P.S.: Falls euch allerdings die Berichte von Nothelfern und Rettungspersonal zu schnoddrig, empathielos, geschäftsmäßig oder kalt vorkommen: Ich denke, das war für viele der Helfer eine verstörende und z.T. auch traumatisierende Situation. Die scheinbare Distanziertheit ist ja auch eine Schutzstrategie, um überhaupt seine Arbeit machen zu können. Eigentlich brauchen die mindestens ne Woche Dienstfrei und Angebot psychlogischer Unterstützung.
Frischem, sauberem oder dem, in das schon andere ihre ungewaschenen Hände gesteckt haben? ;-)
Dass die Leute in ihren Wohnungen derart überhitzen hatte ich nicht erwartet.
Ich hab bis 2023 in der Großstadt gewohnt, es war da total normal dass die Wohnung nach einem heißen Tag noch bis zum nächsten Morgen 30°C hatte. Auch der ganze Beton der da halt rumsteht braucht lange zum abkühlen. Die Umgebung bleibt heiß. Wenn du keinen aktiven Aufwand machst die Hitze wieder rauszubekommen halte ich 40°C indoor auch für plausibel.
Dachwohnungen oder ältere schlecht isolierte Wohnungen mit großen Fenstern können sich extrem aufheizen. Da kickt der Treibhauseffekt doppelt rein.
Der Meterologe Kachelmann schreibt, dass auch kleine Wohnungen gefährlich sind, weil in denen die Luftfeuchtigkeit schnell so hoch wird, dass der Hitzeindex gefährliche Zonen erreicht. Bei 39° C sind selbst 40 % Luftfeuchtigkeit schon gefährlich, und ab 55 % besteht erhöhte Gefahr.
Ist auch ein Fehler zu glauben, dass das nur Ältere betreffen kann.