“Ich habe mich gefreut und ein bisschen geschmunzelt”, sagt Schulz, der selbst kinderlos ist.
Hut ab vor Menschen, die Bäume pflanzen, in deren Schatten sie nie sitzen werden. Nächstenliebe wie sie im Buche steht.
Ich hatte bei der Überschrift ja erst mal Kopfkino eines störrischen Renters, der den Kindern das Spielen verbieten will (weil zu laut oder was auch immer) und das komplett nach hinten los ging.
Vom Artikel wurde ich dann aber positiv überrascht, die Klage war Absicht und er hat sich FÜR die Kinder eingesetzt.
Auch die Stadt Pocking hatte Sicherheitsbedenken und deshalb im vergangenen Sommer das unbeaufsichtigte Spielen für Kinder unter zwölf Jahren in städtischen Parks verboten.
[…]
Sie ließen sich von einem auf Sicherheitskonzepte spezialisierten Anwalt beraten, der ihnen diese Klausel in der Satzung empfahl. “Das Verbot sollte aber weder verfolgt noch geahndet werden” erklärt der neue Bürgermeister Ernst Geislberger-Schießleder (CSU).
Merkt da überhaupt noch einer was? Entweder ist es zu gefährlich und gehört verboten oder eben nicht. Dieses rückgratlose Rumgewiesel mit Halb-Verboten und Hauptsache-Mich-Verklagt-Niemand-Mindset geht mir auf die Nerven. Am Ende sind denen die Kinder scheißegal, es geht nur um die Vermeidung von Haftung und Verantwortung - das ist aber nun mal Teil des Jobs.
Das ist leider die Realität, wie diese Drecksgesellschaft inzwischen funktioniert. Leute in “Verantwortungspositionen” tun den ganzen Tag nichts mehr Anderes, als Verantwortung abwälzen und sich prophylaktisch ob vermeintlicher Rechtssicherheit in die Hosen scheißen. Ihre eigentliche Aufgabe fällt dabei hinten runter, oder sie tun sogar das Gegenteil ihrer eigentlichen Aufgabe.
Glücklicherweise entsprechen nicht alle Boomer dem Klischee.
“Stellen Sie sich vor, die Stadt würde sagen: Ab 65 ist dieser Ort aus Haftungsgründen nicht mehr zu betreten, denn ältere Menschen könnten stolpern. Der Aufschrei wäre enorm.”
Schöne Veranschaulichung. Schade, dass es im Internet genau andersrum gemacht wird
Rentner mit 63 - Ich überlege, ob ich neidisch werden soll.
Kommt darauf an, aus welchem Grund die Person bereits in Rente ist.
Ich habe z.B. letztens eine Person getroffen, die mit Anfang 40 bereits in Rente ist, weil sie eine schwere Krankheit hat. Das Sahnehäubchen ist, dass die sie statistisch gesehen schon vor zwei Jahren hätte umbringen sollen.
Ich hab das nicht ausgeschlossen, dass er einen triftigen gesundheitlichen Grund hatte, früh in Rente zu gehen. Darum hab ich es auch eher vorsichtig formuliert.
Ist eigentlich egal. Wir als Gesellschaft können uns das leisten. Die Leute, die die Regeln in dieser Gesellschaft machen, tun nur so, als ob wir das nicht könnten, damit die Reichen nicht endlich wieder ihren Anteil zur Finanzierung unserer gesellschaftlichen Errungenschaften leisten müssen.
Wir als Gesellschaft können uns das leisten.
Psssst… erzähl bloß niemandem, wie sehr die bereinigte Wirtschaftsleistung pro Kopf tatsächlich gestiegen ist, sonst könnten die Menschen noch zu dem Schluss kommen, dass die ganzen traurigen Geschichten um all das, was wir uns nicht mehr leisten können, ein Märchen sind, um den Gewinn der immer selben winzigen Minderheit zu maximieren.
Ich gönne ihm seine Rente.
Das kann vielleicht auch auf die Hausordnungen von privaten Siedlungsanlagen ausstrahlen.
Glaub ich leider nicht, die berufen sich aufs Hausrecht. :(







