Wer keine Kinder hat, zahlt schon jetzt mehr in die Pflegeversicherung ein. Den Satz will Bundesgesundheitsministerin Nina Warken laut einem Bericht erhöhen.
Naja, es ist halt eine unfaire Entscheidung. Es ging ja eigentlich um Entlastung und jetzt sind wir wieder bei Belastung. Hauptsache die Lobbyfreunde und Wählerschaft nicht angehen.
Unfair zwischen welchen Bevölkerungsgruppen? Menschen ohne Kinder haben doch viel mehr Geld zur freien Verfügung als Menschen mit Kindern, bei gleichem Job?
Viele Menschen leben in einer Patchworkfamilie und haben selbst habe keine Kinder. Gleichzeitig müssen sie vielleicht die Eltern pflegen. Warum solltem diese Menschen jetzt mehr bezahlen als alle anderen? Die bekommen doch eh schon weniger wegen Wegfall der ganzen Förderungen, die man eben nur in eheähnlichen Verhältnissen und/oder mit Kindern bekommt.
Oder was ist mit homosexuellen Menschen, die das nicht möchten/sich leisten können oder denen, die einfach wegen Krankheit keine Kinder kriegen können?
Ich glaube ihr habt beide einen Punkt. Einerseits sind Kinder finanziell belastend für die Eltern und bereichernd für die Gesellschaft, weil sie zukünftig Steuern zahlen.
Andererseits wird mal wieder die Abgabe auf Arbeit erhöht, nicht auf Kapital. Das ist unfair, dass die am meisten für die Pflege zahlen, die arbeiten. Und nicht die mit den Millionen und Milliarden auf der hohen Kante.
Einerseits sind Kinder finanziell belastend für die Eltern und bereichernd für die Gesellschaft, weil sie zukünftig Steuern zahlen.
Wobei das halt auch nicht garantiert ist. Es gibt schließlich sowas wie Unfälle, Tod, Krankheiten, generell Arbeitslosigkeit weil nichts passt/Unternehmen assi sind, Auswandern, …
Was die Person gemeint hat und du nicht verstanden hast, ist dass es Situationen gibt, die ähnliche Belastungen wie “Kinder haben” erfordern, aber als “kinderlos” gewertet werden.
Zum Beispiel wenn du ein Partner von einem alleinerziehenden Elternteil bist, dann kann es sein, dass du als kinderlos gewertet wirst, auch wenn du ein Kind unterstützt. Bist halt nicht als Erziehungsberechtigter eingetragen oder whatever.
Oder du musst Eltern pflegen, was ähnlich wie Kinder pflegen ist von den Kosten her, aber du wirst als “kinderlos” gezählt. Usw usw
Im Endeffekt wird bezweifelt, dass ausschließlich Leute, die “mehr für sich selbst haben” getroffen werden damit. “Kinderlos” muss nicht unbedingt bedeuten “hat mehr für sich selbst”.
Zum Beispiel wenn du ein Partner von einem alleinerziehenden Elternteil bist, dann kann es sein, dass du als kinderlos gewertet wirst, auch wenn du ein Kind unterstützt. Bist halt nicht als Erziehungsberechtigter eingetragen oder whatever.
Was kann man denn machen, um sich als Erziehungsberechtigter einzutragen? Wenn man langfristig Verantwortung für das Kind übernimmt, dann sollte das doch möglich sein? Oder geht es dir um die Diskriminierung von queeren Eltern?
Oder du musst Eltern pflegen, was ähnlich wie Kinder pflegen ist von den Kosten her, aber du wirst als “kinderlos” gezählt. Usw usw
Bekommen die Eltern nicht Rente? Oder muss man ihnen dann auch Miete und Essen bezahlen? Welche Möglichkeiten gibt es denn, sich Pflegeleistungen anrechnen zu lassen?
Kann ich dir alles nicht sagen, ich bin nicht der, der das originale Argument gebracht hat. Ich bin nur hier als Dolmetscher.
Aber ich kann mir zum Beispiel Situationen vorstellen, wo ja man queer lebt, z.b. poly und das Gesetz es nicht erlaubt mehr als einen zu heiraten/einzutragen. Oder wo die Eltern Flüchtlinge sind und keine Rente oder ähnliches bekommen. Aber ja, nur Spekulationen, kA.
“Viel mehr” kommt drauf an wie weit du raus zoomst. Berlin ist weit weg von Peking, aber vom Mond aus ist der Unterschied verschwindend gering.
Es fragt sich halt, warum man ausgerechnet da mit der “Gerechtigkeit” ansetzt. Könnte man mit Besteuerung des 1%, wo die Ungerechtigkeit zur Restbevölkerung um viele Größenordnungen höher ist, doch die Situation für alle anderen verbessern.
Wenn man keinerlei Anstalten macht, die größeren Ungerechtigkeiten auch nur zur Kenntnis zu nehmen, kann man sich auf das Argument nicht mehr zurückziehen.
Das würde ich so pauschal nicht unterschreiben, es kommt auf die Kapazitäten und Aufgabenbereiche an. Wenn an einer Großbaustelle schon ausreichend viele Kräfte arbeiten, aber noch Kapazitäten übrig sind, kann man auch die Schlaglöcher drumrum angehen, anstatt zu warten und Däumchen zu drehen.
Außerdem (und wesentlich relevanter, weil die Kapazitäten eben noch lange nicht geeignet eingesetzt werden) hat das Familienministerium z.B. nicht sonderlich viel mit Vermögenssteuern am Hut. Du engagierst ja auch keine Klemptnerei um eine Straße zu pflastern.
Idealistisch gesehen ja. Die objektiv “großen Baustellen” fasst die CDU aber nicht an, von daher macht es keinen Sinn, dafür andere kleinere Baustellen zu vernachlässigen.
Realistisch gesehen haben wir hier einen Vorschlag, der die Gerechtigkeit innerhalb der Klassen verbessert, ohne aktiv die Unterschiede zwischen den Klassen zu vertiefen. Und das ist doch erstmal positiv.
Kinder tragen jetzt nicht unbedingt viel zur Miete bei. Im Gegenteil, Kinder brauchen Raum, eine gròßere Wohnung und du müsstest noch mehr Miete zahlen, hättest du Kinder.
Naja, es ist halt eine unfaire Entscheidung. Es ging ja eigentlich um Entlastung und jetzt sind wir wieder bei Belastung. Hauptsache die Lobbyfreunde und Wählerschaft nicht angehen.
Unfair zwischen welchen Bevölkerungsgruppen? Menschen ohne Kinder haben doch viel mehr Geld zur freien Verfügung als Menschen mit Kindern, bei gleichem Job?
Viele Menschen leben in einer Patchworkfamilie und haben selbst habe keine Kinder. Gleichzeitig müssen sie vielleicht die Eltern pflegen. Warum solltem diese Menschen jetzt mehr bezahlen als alle anderen? Die bekommen doch eh schon weniger wegen Wegfall der ganzen Förderungen, die man eben nur in eheähnlichen Verhältnissen und/oder mit Kindern bekommt.
Oder was ist mit homosexuellen Menschen, die das nicht möchten/sich leisten können oder denen, die einfach wegen Krankheit keine Kinder kriegen können?
Das finde ich schon alles nicht ganz fair.
Ich glaube ihr habt beide einen Punkt. Einerseits sind Kinder finanziell belastend für die Eltern und bereichernd für die Gesellschaft, weil sie zukünftig Steuern zahlen.
Andererseits wird mal wieder die Abgabe auf Arbeit erhöht, nicht auf Kapital. Das ist unfair, dass die am meisten für die Pflege zahlen, die arbeiten. Und nicht die mit den Millionen und Milliarden auf der hohen Kante.
Wobei das halt auch nicht garantiert ist. Es gibt schließlich sowas wie Unfälle, Tod, Krankheiten, generell Arbeitslosigkeit weil nichts passt/Unternehmen assi sind, Auswandern, …
Ich kann da jetzt nicht ganz folgen. Auch mit allen Förderungen ist eine Familie mit Kindern deutlich schlechter gestellt als ein Paar ohne Kinder.
Und da ist es egal, ob jemand keine Kinder möchte oder nicht bekommen kann. Ohne Kinder hat man trotzdem deutlich mehr für sich als mit.
Was die Person gemeint hat und du nicht verstanden hast, ist dass es Situationen gibt, die ähnliche Belastungen wie “Kinder haben” erfordern, aber als “kinderlos” gewertet werden.
Zum Beispiel wenn du ein Partner von einem alleinerziehenden Elternteil bist, dann kann es sein, dass du als kinderlos gewertet wirst, auch wenn du ein Kind unterstützt. Bist halt nicht als Erziehungsberechtigter eingetragen oder whatever.
Oder du musst Eltern pflegen, was ähnlich wie Kinder pflegen ist von den Kosten her, aber du wirst als “kinderlos” gezählt. Usw usw
Im Endeffekt wird bezweifelt, dass ausschließlich Leute, die “mehr für sich selbst haben” getroffen werden damit. “Kinderlos” muss nicht unbedingt bedeuten “hat mehr für sich selbst”.
Was kann man denn machen, um sich als Erziehungsberechtigter einzutragen? Wenn man langfristig Verantwortung für das Kind übernimmt, dann sollte das doch möglich sein? Oder geht es dir um die Diskriminierung von queeren Eltern?
Bekommen die Eltern nicht Rente? Oder muss man ihnen dann auch Miete und Essen bezahlen? Welche Möglichkeiten gibt es denn, sich Pflegeleistungen anrechnen zu lassen?
Kann ich dir alles nicht sagen, ich bin nicht der, der das originale Argument gebracht hat. Ich bin nur hier als Dolmetscher.
Aber ich kann mir zum Beispiel Situationen vorstellen, wo ja man queer lebt, z.b. poly und das Gesetz es nicht erlaubt mehr als einen zu heiraten/einzutragen. Oder wo die Eltern Flüchtlinge sind und keine Rente oder ähnliches bekommen. Aber ja, nur Spekulationen, kA.
Danke!
“Viel mehr” kommt drauf an wie weit du raus zoomst. Berlin ist weit weg von Peking, aber vom Mond aus ist der Unterschied verschwindend gering.
Es fragt sich halt, warum man ausgerechnet da mit der “Gerechtigkeit” ansetzt. Könnte man mit Besteuerung des 1%, wo die Ungerechtigkeit zur Restbevölkerung um viele Größenordnungen höher ist, doch die Situation für alle anderen verbessern.
Nur weil es woanders größere Ungerechtigkeiten gibt, heißt das nicht, dass man diese Ungerechtigkeit nicht beheben sollte.
Wenn man keinerlei Anstalten macht, die größeren Ungerechtigkeiten auch nur zur Kenntnis zu nehmen, kann man sich auf das Argument nicht mehr zurückziehen.
Man sollte immer die größeren Baustellen zu erst beenden bevor man sich um Schlaglöcher kümmert. Denn erstere bringen einen deutlich größeren Gewinn.
Das würde ich so pauschal nicht unterschreiben, es kommt auf die Kapazitäten und Aufgabenbereiche an. Wenn an einer Großbaustelle schon ausreichend viele Kräfte arbeiten, aber noch Kapazitäten übrig sind, kann man auch die Schlaglöcher drumrum angehen, anstatt zu warten und Däumchen zu drehen.
Außerdem (und wesentlich relevanter, weil die Kapazitäten eben noch lange nicht geeignet eingesetzt werden) hat das Familienministerium z.B. nicht sonderlich viel mit Vermögenssteuern am Hut. Du engagierst ja auch keine Klemptnerei um eine Straße zu pflastern.
Idealistisch gesehen ja. Die objektiv “großen Baustellen” fasst die CDU aber nicht an, von daher macht es keinen Sinn, dafür andere kleinere Baustellen zu vernachlässigen.
Realistisch gesehen haben wir hier einen Vorschlag, der die Gerechtigkeit innerhalb der Klassen verbessert, ohne aktiv die Unterschiede zwischen den Klassen zu vertiefen. Und das ist doch erstmal positiv.
Das ist teile und herrsche, und damit erstmal negativ.
Ist das so? Ich muss meine Miete allein stemmen. Glaube nicht, dass das dazu führt, dass ich mehr Geld habe.
Kinder tragen jetzt nicht unbedingt viel zur Miete bei. Im Gegenteil, Kinder brauchen Raum, eine gròßere Wohnung und du müsstest noch mehr Miete zahlen, hättest du Kinder.
Ich wollte eher darauf hinaus, dass wohl viele kinderlose zudem auch Singles sind.
So kommt das nicht an. Und ich sehe auch nicht, wieso das relevant sein soll.