Stark, dominant, finanzieller Versorger: Wenn Männer glauben, diesen stereotypen Rollenbildern nicht zu entsprechen, kann das spürbare Folgen haben - nicht nur für sie selbst. Das zeigt eine Metastudie. Von Anja Braun.
kann mir BITTE mal jemand diese „Männlichkeit“ erklären? Like was soll das sein, ausserhalb von irgendwelchen gesellschaftlichen Stereotypen und Erwartungen?
Wenn ich von dem Männlichkeitsbild ausgehe das mir von meiner Familie vermittelt wurde (Arbeitermilieu des Ruhrpotts):
Selbstbewusst, nicht unbedingt dominant, aber wissend wo er steht und in sich und seiner Art fest. Eher zurückhalten und ruhig? Kein Problem (“Weisstenoch der Bruder von dein Oppa? Dat war nen ganz kalter Killer im Kriech aber eigentlich ein ganz ruhiger und lieber…)”
Sich nicht provozieren lassen, wer sich selber durch verbale Angriffe in seiner Männlichkeit gekränkt fühlt… nun, dann hast du wohl ein gewisses inneres Problem
Die Familie steht an erster Stelle, und ja, das bedeutet auch dass du als Familienvater putzt, kochst und dich um die Kinder kümmerst. Nein, das ist nicht die alleinige Aufgabe der Frau. Ja, nähen ist auch etwas was du können solltest - ist doch doof wenn die Kinder ein Loch in der Hose haben und du es nicht flicken kannst, näch?
Die Lebensweise eines anderen hat dir egal zu sein, ein anderer Mann ist schwul? Na und? So lange er dich nicht anbaggert hast du das zu akzeptieren.
Man(n) steht für schwächere ein - aber nicht nur wenn der / die vermeintlich schwächere eine hübsche Frau ist sondern auch wenn es sich um Oppa Ötztürk handelt die da gerade von irgendwelchen Halbstarken bedrängt wird.
Erfülle ich die Ideale? Keine Ahnung, man(n) bemüht sich… alles in allem halte ich das aber für relativ gesund, vor allem wenn man eben das Milieu und die Zeit meiner Kindheit (80er) bedenkt
Es ist ein gesellschaftliches Konstrukt und so wie viele andere gesellschaftliche Konstrukte gibt es nicht die eine Definition dafür. Denk z.B. mal an sowas wie Freundschaft, gibt es dafür eine feste Definition? Ich würde behaupten, dass wir alle das Konzept kennen verstehen, ohne dass es konkret definiert werden muss.
Und gerade da es Geschlechterrollen in allen bekannten Gesellschaft gibt bzw. gab geht man stark davon aus, dass es in der Natur des Menschen liegt eine Gesellschaft mit Geschlechterrollen zu bilden.
Männer haben keine Gefühle und fragen nicht um Hilfe.
Pass auf dass deine Kleidung keine Farben zwischen Rot und Lila hat, sonst denkt noch jemand du wärst ein Mädchen.
Ok ich glaube es geht mir hier weniger um eine Abneigung, sondern um die Frustration etwas nicht zu verstehen. Du hast mit der Annahme deiner Aufgabe vielleicht recht, ich kann nämlich nicht wirklich benennen, was männlich ist und was nicht. Wenn ich das versuchen würde, fühlt es sich irgendwie sexistisch an, Männern und Frauen gegenüber. Weiß nicht ob das Sinn ergibt.
Das nicht selbst stillen können kann aber auch auf Frauen zutreffen. Teilweise leiden sie da relativ stark drunter, dass muss man jetzt nicht schlimmer machen, indem man das als “männlich” bezeichnet. Die fühlen sich in ihrer Weiblichkeit da schon idR ohne das genug in Frage gestellt. Und auch wenn sie damit klar kommen fühlen die sich nicht zwangsläufig männlich.
kann mir BITTE mal jemand diese „Männlichkeit“ erklären? Like was soll das sein, ausserhalb von irgendwelchen gesellschaftlichen Stereotypen und Erwartungen?
Wenn ich von dem Männlichkeitsbild ausgehe das mir von meiner Familie vermittelt wurde (Arbeitermilieu des Ruhrpotts):
Selbstbewusst, nicht unbedingt dominant, aber wissend wo er steht und in sich und seiner Art fest. Eher zurückhalten und ruhig? Kein Problem (“Weisstenoch der Bruder von dein Oppa? Dat war nen ganz kalter Killer im Kriech aber eigentlich ein ganz ruhiger und lieber…)”
Sich nicht provozieren lassen, wer sich selber durch verbale Angriffe in seiner Männlichkeit gekränkt fühlt… nun, dann hast du wohl ein gewisses inneres Problem
Die Familie steht an erster Stelle, und ja, das bedeutet auch dass du als Familienvater putzt, kochst und dich um die Kinder kümmerst. Nein, das ist nicht die alleinige Aufgabe der Frau. Ja, nähen ist auch etwas was du können solltest - ist doch doof wenn die Kinder ein Loch in der Hose haben und du es nicht flicken kannst, näch?
Die Lebensweise eines anderen hat dir egal zu sein, ein anderer Mann ist schwul? Na und? So lange er dich nicht anbaggert hast du das zu akzeptieren.
Man(n) steht für schwächere ein - aber nicht nur wenn der / die vermeintlich schwächere eine hübsche Frau ist sondern auch wenn es sich um Oppa Ötztürk handelt die da gerade von irgendwelchen Halbstarken bedrängt wird.
Erfülle ich die Ideale? Keine Ahnung, man(n) bemüht sich… alles in allem halte ich das aber für relativ gesund, vor allem wenn man eben das Milieu und die Zeit meiner Kindheit (80er) bedenkt
Das klingt halt einfach wie Dinge, die man allgemein als Erwachsener können/lernen sollte
Es ist ein gesellschaftliches Konstrukt und so wie viele andere gesellschaftliche Konstrukte gibt es nicht die eine Definition dafür. Denk z.B. mal an sowas wie Freundschaft, gibt es dafür eine feste Definition? Ich würde behaupten, dass wir alle das Konzept kennen verstehen, ohne dass es konkret definiert werden muss.
Und gerade da es Geschlechterrollen in allen bekannten Gesellschaft gibt bzw. gab geht man stark davon aus, dass es in der Natur des Menschen liegt eine Gesellschaft mit Geschlechterrollen zu bilden.
Die gesellschaftlichen Stereotypen und Erwartungen definieren die Männlichkeit.
Männer haben Muskeln. Männer sind schon als Baby blau.
Männer haben keine Gefühle und fragen nicht um Hilfe.
Pass auf dass deine Kleidung keine Farben zwischen Rot und Lila hat, sonst denkt noch jemand du wärst ein Mädchen.
Ist Burgunder ok?
Natürlich haben wir Gefühle, Hunger zum Beispiel.
https://youtu.be/fEAoQckYfmk
Ich würde dir antworten, aber deine Frage impliziert eine gewisse Abneigung, was mich zurückhaltend macht.
Nenne doch erstmal selbst die drei männlichsten Männlichkeitskriterien, welche du kennst, ohne Stereotypen zu bedienen.
Ok ich glaube es geht mir hier weniger um eine Abneigung, sondern um die Frustration etwas nicht zu verstehen. Du hast mit der Annahme deiner Aufgabe vielleicht recht, ich kann nämlich nicht wirklich benennen, was männlich ist und was nicht. Wenn ich das versuchen würde, fühlt es sich irgendwie sexistisch an, Männern und Frauen gegenüber. Weiß nicht ob das Sinn ergibt.
Wie wäre es zum anfangen mit etwas knallhartem: Nicht selbst stillen zu können ist männlich. Und damit klar kommen auch.
Das nicht selbst stillen können kann aber auch auf Frauen zutreffen. Teilweise leiden sie da relativ stark drunter, dass muss man jetzt nicht schlimmer machen, indem man das als “männlich” bezeichnet. Die fühlen sich in ihrer Weiblichkeit da schon idR ohne das genug in Frage gestellt. Und auch wenn sie damit klar kommen fühlen die sich nicht zwangsläufig männlich.
Aber aber aber
japanischer samurai bzw. starker arbeiter der die familie ernähren und nebenbei noch mit dem großen bösen wolf wrestlen kann denke ich mal.
ein veraltetes gesellschaftsbild bei dem gesellschaftlicher einfluss tatsächlich noch was mit körperlicher stärke zu tun hat.