Mal wieder eine meiner Meinung nach maximal unsoziale Aktion unserer Regierung.
Als ob die Krise nur Angestellte treffen würde. Und selbst diejenigen die den Bonus bekommen werden das potentiell nachteilig bei der nächsten Gehaltsverhandlung zu spüren bekommen, wenn dann eine Einmalzahlung als Begründung zur geringeren dauerhaften Lohnerhöhung genutzt werden kann.
Zumal Einmalzahlungen in diese Höhe Angestellten eh nichts nutzen. Sinnvoller wäre eine Anpassung des Gehalts an die Inflation und die darüber hinaus in den letzten Jahren allgemein massiv gestiegenen Lebenserhaltungskosten. Die sollen das Geld lieber denjenigen Leuten geben, die da auch was von haben.
Sehe ich auch so.
Oder ganz generell einfach keine Einmalzahlungen machen, sondern die Probleme systematisch anpacken. Aber aus Sicht der Politiker sind Einmalzahlungen natürlich super, weil man dadurch alle Macht bei sich hält. Wenn man es strukturell/automatisch löst, dann gibt man eigenen Handlungsspielraum zum Verteilen von Gefälligkeiten dauerhaft ab.
Wer 1.000 Euro extra vom Chef bekommen kann
Jedenfalls keine Arbeitslosen. Aber ich nehme an, für die wird wohl einfach nichts teurer…
Vergiss nicht, dass gerade die ja an allem schuld sind. Krieg, Krise, Kapitalismus…einfach an allem. Den Übelwichten tät ich auch nix geben. Erst den Krieg ankurbeln, dann wegen Benzin jammern. Typisch Arbeitslose!
Oder Studenten usw. Aber ehrlich gesagt selbst bei den Angestellten, werden es vermutlich auch nur eher diejenigen bekommen die eh gut verdienen bzw. eine gute Verhandlungsposition gegenüber ihrem Chef haben.
Bei dieser Regierung möchte ich wetten dass da am Ende ein kreativer Subventionsbetrug für einige wenige clevere “Geschäftsleute” bei rausfällt.
So wirklich großen Subventionsbetrug kann ich mir nicht wirklich vorstellen (wobei das natürlich jeder seinen angestellten Familienmitgliedern etc auszahlen wird), aber der große Vorteil für Unternehmer ist vermutlich, dass man solche Einmalzahlungen dann als Verhandlungsmasse in Gehaltsverandlungen einbringt. Und dadurch spart man sich langfristig massiv Lohnkosten, wenn man das Basisgehalt niedriger halten kann.
Arbeitslose kriegen dann nach dem ersten Jahr, in dem die Inflation wieder sinkt, eine Anpassung von ALG und Bürgergeld, die minimal über der wieder gesunkenen Inflation liegt. Dann kann man in der nächsten Krise auch eine Anpassung der Sozialhilfe ablehnen, weil die letzte Erhöhung höher war als die Inflation und man das irgendwie wieder ausgleichen muss.
Das wäre dann aber außerdem eine freiwillige Leistung vom Arbeitgeber. 🙄 Die Regierung plant, plant…🙄
Kizevanzler Blingkeil
– frei nach Moers






